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| Schweizer Nationalfeiertag |
Schweizer NationalfeiertagDer Schweizer Nationalfeiertag (französisch: Fête nationale Suisse; italienisch: Festa nazionale Svizzera; rätoromanisch (surselvisch): Fiasta naziunala Svizra), auch Bundesfeier genannt, wird am 1. August begangen und ist ein gesetzlicher Feiertag.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der nicht belegbare Gründungsmythos des Rütli-Schwurs durch einen neuen Gründungsmythos ersetzt. Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den ersten August als Nationalfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahrfeier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 für den Bundesrat verfasste, ist denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern, und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen. Mit dem Bundesbrief von 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war. Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als eige Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging. Noch bis ins 20. Jahrhundert hielt sich auch Aegidius Tschudis Datum des Rütli-Schwurs (8. November 1307) als Gründungjahr der Eidgenossenschaft. 1907 wurde in Altdorf im Beisein einer Bundesratsdelegation das 600jährige Bestehen der Eidgenossenschaft gefeiert. Seither hat sich die Erinnerung an das Jahr 1307 als Datum des Rütli-Schwurs und damit als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft verloren. Im neuen Nationalmythos, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges – unter anderem mit dem Rütli-Rapport von General Guisan oder mit der 650 Jahr-Feier von 1941 – geprägt wurde, verband sich der Rütli-Schwur Mythos mehr und mehr mit dem 1. August, dem vom Bundesrat 1889 festgelegten Schweizer Nationalfeiertag.
Seit dem 1. Juli 1994 ist der Schweizer Nationalfeiertag auch ein arbeitsfreier Tag, nachdem das Schweizer Stimmvolk die Volksinitiative «für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag (1. August-Initiative)» am 26. September 1993 angenommen hatte.
Festivitäten am 1. August
1993
Viele Menschen schmücken ihr Zuhause mit Schweizer- und Kantonsfahnen.
In den Gemeinden finden am Nachmittag oder abends Feiern statt, wobei jede Ortschaft ihre Traditionen pflegt. Oft hält eine regional oder national bekannte Persönlichkeit eine Rede und der örtliche Musikverein spielt auf. Ob privat, oder auf dem Dorfplatz: Man trifft sich, sitzt zusammen, redet und isst etwas.
Beim Einbruch der Dunkelheit sieht man viele Kinder mit Lampions (Papierlaternen mit Kerzen) und überall werden Feuerwerke abgebrannt. Auf vielen Gipfeln und Anhöhen kann man meterhohe, brennende Holzkegel erkennen, die Höhenfeuer. Sie sind von weither sichtbar und erinnern an die brennenden Burgen nach der Befreiung aus der Knechtschaft.
In einigen Städten und Gemeinden (z.B. Basel) findet die offizielle Bundesfeier schon am Vorabend, 31. Juli statt.
Weblinks
- [http://www.admin.ch/ch/d/pore/va/19930926/det396.html Eidgenössische Volksinitiative für einen arbeitsfreien Bundesfeiertag]
Nationalfeiertag
Kategorie:Volksfest
Französische Sprache
Die französische Sprache (Französisch) gehört zur
romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher
(Stand für beide Zahlen 1999).
Der Language Code ist fr bzw. fra oder
fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis
ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch
(ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.
Geschichte der französischen Sprache
Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden.
Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt.
Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst.
Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt.
Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt.
Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt.
Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird.
Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache.
Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.
Aussprache
Siehe: Aussprache der französischen Sprache
Verbreitung
Amtssprache
Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler)
Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.
Sonstige Verwendung
Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien
Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.
Sprachvarianten der französischen Sprache
Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück.
Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt.
Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen.
Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
- Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
- Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch
Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
- Cajun
- Französisch in Louisiana
- Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
- Kanadisches oder Quebecer Französisch
- Akadisches Französisch
- Neufundländisches Französisch
- Michif
- Jèrriais
- Französisch geprägte Kreolsprachen
Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation
Objekt
Objektpronomen
Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?
- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele
Modus Indicatif :
Modus Subjonctif :
Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden.
Modus Conditionnel :
Dieses Modus drückt die Bedingung aus.
Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.
Konnektoren
cause (Ursache)
conjonctions:
parce que
puisque,
pour la simple et bonne raison que,
comme,
étant donné que,
du fait que,
attendu que,
considérant que,
vu que,
soit parce que,
sous prétexte que,
ce n'est pas parce que,
car,
en effet,
tellement,
tant,
d'autant plus que,
d'autant moins que,
d'autant mieux que,
surtout que,
à présent que,
maintenant que,
dès l'instant où,
dès lors que,
du moment que
prépositions:
à cause de,
grâce à,
avec,
étant donné,
du fait,
à la lumière de,
attendu que,
eu égard à,
vu,
à la suite de,
par suite de,
sous,
à,
pour,
par,
de,
à force de,
faute de,
par manque de,
à defaut de,
sous prétexte que,
sous couleur de,
sous couvert de
conséquence (Folge)
conjonctions:
si bien que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
en sorte que,
tel +Nomen +que,
verbe +tellement,
verbe +tant,
si +Adj. +que,
au point que,
tant et si bien que,
tant et tant que,
à telle enseigne que,
pour que,
il s'en faut de ... que,
sans que,
donc,
partant,
par conséquant,
en conséquence,
c'est pourquoi,
voilà pourquoi,
de ce fait,
c'est pour cela que,
alors,
depuis lors,
dès lors,
de cette manière,
ainsi,
aussi,
du coup,
d'où,
de là
but (Ziel)
conjonctions:
pour,
afin de,
pour que,
afin que,
si...c'est pour que,
de manière à,
de façon à,
de manière que,
de façon que,
de sorte que,
de manière à ce que,
de façon à ce que,
de telle manière que,
de telle façon que,
de telle sorte que,
pour ne pas,
afin de ne pas,
de peur de,
de crainte de,
il faut que,
il suffit de
prépositions:
dans le but de,
en vue de,
à dessein de,
histoire de,
question de,
affaire de,
dans/avec l'intention de,
dans la perspective de,
dans le souci de,
avec l'idée de,
dans/avec l'espoir de,
avec l'arrière-pensée de,
dans le seul but de,
à seule fin de,
en vue de,
en perspective de,
dans un souci de
condition (Bedingung)
conjonctions:
à condition que,
à la seule condition que,
à une seule contition, c'est que...,
sous la condition que,
pourvu que,
pour peu que,
si tant est que,
pour autant que,
dans la mesure où
prépositions:
à,
à condition de,
faute de,
à defaut de,
à moins de,
quitte à,
au risque de,
avec,
en das de,
sans,
en l'absence de,
sauf,
sous réserve de
hypothèse (Annahme)
conjonctions:
à supposer que,
en supposant que,
supposé,
une supposition,
en admettant que,
au cas où,
dans le cas où,
pour le cas où,
dans l'hypothèse où,
des fois que,
suivant que,
selon que,
soit que,
...,autrement,
...,sans cela/quoi,
...,faute de quoi,
à moins que
opposition (Gegensatz)
adverbes:
au contraire,
à l'opposé,
inversement,
en revanche,
par contre,
à la place
prépositions:
contrairement à,
au contraire de,
contre,
à l'encontre de,
à/au rebours de,
à l'opposé de,
à l'inverse de,
au détriment de,
face à,
en face de,
à côté de,
auprès de,
au lieu de,
à la place de,
loin de
conjonctions:
et,
alors que,
tandis que,
alors même que,
pendant que,
tandis que,
cependant que,
là où,
autant...autant...,
au lieu que
concession (Einschränkung)
adverbes:
pourtant,
cependant,
nonobstant,
néanmoins,
toutefois,
seulement,
malheureusement,
quand même,
tout de même,
malgré tout
coordonnants:
mais,
or,
et
prépositions:
malgré,
sans,
en dépit de,
au mépris de,
nonobstant,
avec,
pour,
sans,
au risque de,
quitte à
conjonctions:
bien que,
quoique,
sans que,
encore que,
même si,
quand bien même,
tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj.,
quoi que ce soit,
quoi qu'il arrive/advienne,
où que,
quel que soit
comparaison (Vergleich)
conjonctions:
comme,
comme pour,
comme quand,
comme lorsque,
aussi +Adj./Adv. +que...,
autant +de +Nominalgruppe +que...,
rien ne...tant que,
ainsi que,
au même titre que,
de même que,
tel que,
tel...,tel...,
autant...,autant...,
plus...que,
rien de plus +Adj...que de +Inf.,
davantage,
meilleur que,
mieux que,
pire que,
pis que,
plutôt que,
à mesure que,
au fur et à mesure que,
tant que,
plus...,plus...,
moins...,moins...,
d'autant plus/moins/mieux...que...
prépositions:
comme,
de,
en
Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch
- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis
Sprachregulierung
Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache
Siehe auch
- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus
Weblinks
- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
-
Kategorie:Indogermanisch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Einzelsprache
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Französische Sprache
ja:フランス語
ko:프랑스어
simple:French language
th:ภาษาฝรั่งเศส
zh-min-nan:Hoat-gí
Italienische Sprache
Italienisch ist eine Sprache aus dem romanischen Zweig der indogermanischen Sprachen.
Innerhalb der romanischen Sprachen gehört das Italienische zur Gruppe der italoromanischen Sprachen. Unter den großen romanischen Sprachen steht die italienische Sprache dem Lateinischen in Lautung, Vokabular und Grammatik am nächsten.
Es wird von etwa 70 Millionen Menschen als Muttersprache oder zweite Muttersprache gesprochen, von denen der größte Teil in Italien lebt. Als zweite Muttersprache oder als nah verwandte Fremdsprache sprechen es unter anderem die Sarden, die Friauler, die Südtiroler und Trentiner Ladiner. Für die deutschsprachigen Südtiroler, die albanische Minderheit und andere Volksgruppen, wie die Slowenen im Hinterland von Monfalcone und Triest, ist es eine Fremdsprache.
Italienisch ist Amtssprache in folgenden Staaten:
- Italien (etwa 55 Mio. Muttersprachler)
- Schweiz (etwa 350.000 Muttersprachler)
- San Marino
- Vatikanstadt
Außerhalb der Landesgrenzen wird die italienische Sprache beziehungsweise italienische Mundarten in folgenden Regionen gesprochen:
- Kanton Tessin
- Graubünden
- Korsika
- Istrien
- Dalmatien, insbesondere in Split, dem ehemaligen Spalato. Insbesondere alte Menschen sind hier noch häufig zweisprachig.
- Nizza (Anmerkung: Obwohl Nizza historisch viele Verbindungen zu Italien hat, gehört die dort gesprochene Sprache zum Okzitanischen. Gleichwohl leben in Nizza viele Italiener bzw. Italienischstämmige.)
- Fürstentum Monaco (Anmerkung: die Monegassen sprechen wie die Bewohner San Remos eine romanische Sprachvariante, die dem Provençalischen näher steht als dem "florentinischen" Italienisch.)
- in Somalia und Eritrea dient Italienisch neben dem Englischen als Handelssprache.
Es existieren auch mehrere italienisch-sprachige Enklaven in Amerika, vor allem in den USA und Argentinien.
Zudem flossen italienische Wörter in verschiedene Terminologien ein, z.B. in die Musikersprache oder die Bankensprache.
Geschichte
Wie alle romanischen Sprachen stammt das Italienische vom Lateinischen ab. Zu Beginn des Mittelalters, nach dem Zusammenbruch des Römischen Reiches, blieb in Europa das Lateinische die Amtssprache und die Sprache der Kirche. Das Lateinische behauptete sich überdies als Schriftsprache. Gesprochen wurde allerdings – auch, als das Römische Reich noch bestand – eine vom Schriftstandard abweichende Sprachform, die man auch als Vulgärlatein oder Sprechlatein bezeichnet. Hieraus entwickelte sich die protoromanische Volkssprache und schließlich die romanischen Einzelsprachen.
So entstanden in Italien und seinen Nachbarländern neue Sprachen, z.B. die Oïl-Sprachen in Nordfrankreich, die Oc-Sprachen in Südfrankreich und die Sì-Sprachen in Italien, so benannt von Dante Alighieri nach der jeweiligen Bezeichnung für „ja“.
Die ersten schriftlichen Zeugnisse des italienischen volgare stammen aus dem späten achten oder frühen neunten Jahrhundert. Das erste ist ein Rätsel, das in der Biblioteca Capitolare di Verona gefunden wurde und als Indovinello veronese bezeichnet wird:
:Se pareba boves, alba pratalia araba, versorio teneba et negro semen seminaba.
:[Sie] schob Rinder, bebaute weiße Felder, hielt einen weißen Pflug und säte schwarzen Samen.
:(Gemeint ist die Hand; Rinder = Finger, weiße Felder = Seiten, weißer Pflug = Feder, schwarzer Samen = Tinte)
Die Verbreitung des volgare wurde durch praktische Notwendigkeiten begünstigt. Dokumente, die Rechtsangelegenheiten zwischen Personen betrafen, die kein Latein beherrschten, mussten verständlich abgefasst werden. So ist eins der ältesten Sprachdokumente des Italienischen das Placito cassinese aus dem 9. Jahrhundert. Das Konzil von Tours empfahl 813, die Volkssprache statt des Lateinischen bei der Predigt zu verwenden. Ein weiterer Faktor war das Aufkommen der Städte um die Jahrtausendwende, denn die Stadtverwaltungen mussten ihre Beschlüsse in einer für alle Bürger verständlichen Form abfassen.
Jahrhundertelang lebten sowohl die italienischen Volkssprachen als auch das Lateinische, das weiterhin von den Gebildeten benutzt wurde, nebeneinander fort. Erst im 12. Jahrhundert beginnt eine eigenständige italienische Literatur, zunächst in Sizilien am Hof Friedrichs II (Scuola siciliana). Schriftsteller prägten die weitere Entwicklung des Italienischen entscheidend, da sie erst einen überregionalen Standard schufen, um die Sprachdifferenzen zwischen den zahlreichen Dialekte zu überwinden. In erster Linie ist hier Dante Alighieri zu nennen, der eine leicht veränderte Form des florentinischen Dialekts in seinen Werken verwendete. Großen Einfluss auf die italienische Sprache im 14. Jahrhundert hatten weiterhin Francesco Petrarca und Giovanni Boccaccio, die man zusammen mit Dante als die tre corone der italienischen Literatur bezeichnet.
Im 16. Jahrhundert wurde in der Questione della lingua über Form und Status der italienischen Sprache diskutiert, massgeblichen Einfluss hatten hier Niccolò Machiavelli, Baldassare Castiglione und Pietro Bembo. Es setzte sich schließlich eine historisierende Form der Sprache durch, die auf das Toskanische des 13./14. Jahrhunderts zurückgeht.
Die wirkliche Vereinheitlichung, besonders der gesprochenen Sprache, erfolgte allerdings erst infolge der nationalen Einigung.
Dialekte und Sprachen
Die einzelnen Dialekte des Italienischen unterscheiden sich teilweise sehr stark voneinander, in einigen Fällen ist ihr Status als Dialekt oder eigenständige Sprache auch unter den Linguisten umstritten. Alle italienischen Dialekte und in Italien gesprochenen romanischen Sprachen gehen unmittelbar auf das (Vulgär-)Lateinische zurück. Insofern könnte man - etwas überspitzt - auch alle romanischen Idiome Italiens als "lateinische Dialekte" bezeichnen. Die italienischen Dialekte stellen also nicht etwa degenerierte Formen des Italienischen dar, sondern verfügen über eine eigene Sprachgeschichte. Man unterschiedet nord-, mittel- und süditalienische Dialekte. Die Dialektgrenzen liegen entlang einer Linie zwischen den Küstenstädten La Spezia und Rimini sowie Rom und Ancona. Einige italienische Dialekte wie das Sizilianische oder Venezianische können zudem auf eine eigene literarische Tradition verweisen (die sogenannte Scuola siciliana zur Zeit Friedrichs II), weshalb gelegentlich auch eine Einordnung dieser (und weiterer Dialekte) als eigenständige Sprache postuliert wird. Auch in Lautbildung und Wortschatz weist das Sizilianische so viele Eigentümlichkeiten auf, dass es eher eine dem Italienischen nah verwandte Sprache ist.
Hingegen ist die Einordnung beispielsweise des Sardischen oder Ladinischen (Dolomiten, Friaul) als Einzelsprache in der Sprachwissenschaft mittlerweile anerkannt. Das Friaulische steht anders als seit Mussolini offiziell dargestellt dem Französischen näher als dem Italienischen.
Phonetik
Die italienische Rechtschreibung spiegelt den Lautstand ähnlich wie die spanische oder die rumänische einigermaßen genau wider. Das heutige Italienisch gebraucht 21 Buchstaben des lateinischen Alphabets. Die Buchstaben k, j, w, x, y kommen nur in Latinismen, Gräzismen oder Fremdwörtern vor. Das j findet sich in historischen Texten zuweilen für ein (heute nicht mehr geschriebenes) doppeltes i. Anders als im Spanischen kennt das Italienische keine durchgehende Kennzeichnung der betonten Silbe. Lediglich bei endbetonten Wörtern wird ein Gravis (`) (Beispiel: martedì, città, ciò, più), bei e je nach Aussprache ein Akut (´) oder Gravis (`) gesetzt. (Beispiel: perciò, perché). In sehr seltenen Fällen wird auch bei a und o der Akut gesetzt. Der Zirkumflex findet sich zuweilen in Texten um die Verschmelzung zweier i anzuzeigen, Bsp. i principi (die Fürsten, von principe) vs. i principî (die Prinzipien, aus principii, von principio). Zur Klarheit wird der Akzent hin und wieder zur Bedeutungsunterscheidung gebraucht, teilweise auch in Wörterbüchern oder auf Landkarten.
Die Buchstaben g, c und Buchstabenkombinationen mit sc
Folgende Buchstabenkombinationen der italienischen Rechtschreibung sind besonders zu beachten:
- Folgt auf den Buchstaben g ein e oder ein i, so wird dieses g wie dsch (IPA: []) ausgesprochen
- Folgt auf den Buchstaben c ein e oder ein i, so wird dieses c wie tsch (IPA: []) ausgesprochen
- Sollte auf das i direkt ein weiterer Vokal folgen, bleibt es stumm - es führt zu der oben beschriebenen Veränderung des g bzw. des c, wird aber selbst nicht gesprochen
- Das h bleibt immer stumm, dadurch kann z. B. die beschriebene Wirkung von e oder i aufgehoben werden: d. h. Spaghetti wird // ausgesprochen. Spagetti (ohne h) würde wie // ausgesprochen werden.
- g und c vor a, o, u werden wie [] bzw. [] ausgesprochen.
- Die angeführten Regeln gelten auch im Falle der Doppelkonsonanten (siehe dort) gg und cc: bocca //, baccello //, bacchetta //, leggo //, leggio //
- Ähnlich verhält es sich mit der Buchstabenkombination sc(h): scambio //, scopa //, scuola //, schema //, schivo //, aber: scienza //, sciagura //. [] entspricht der deutschen Buchstabenkombination sch.
- Die Buchstabenfolge gl entspricht einem mouillierten "l", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: [] ), etwa wie in "brillant", "Folie".
- Die Buchstabenfolge gn entspricht einem mouillierten "n", einer engen Verschmelzung der Laute [] und [] (IPA: []), etwa wie in "Kognak".
Vokale
Konsonanten
Allophone in Klammern
Doppelkonsonanten
Doppelkonsonanten werden im Italienischen als langer Konsonant ausgesprochen:
"mm" ist deutlich länger als "m", "rr" hat (im Bühnenitalienisch) vier Zungenanschläge gegenüber zwei bei "r". Bei den Verschlusslauten beginnt man die Aussprache des Konsonanten, verweilt kurz darauf und löst dann den Verschluss.
Bei Kombinationen mit Zischlauten // und // verweilt man zunächst kurz auf dem Verschluss und löst den Verschluss zusammen mit dem zweiten Bestandteil, dem Zischlaut: //,//.
Grammatik
Siehe Italienische Grammatik.
Literatur
Italienisch ohne Mühe heute, Assimil, ISBN 2700501136
Weblinks
- [http://www.italienisch-online.ch italienisch-online.ch] Italienische Grammatik, Vokabeln und Übungen
- http://bilder.pauker.at/pauker/DE/IT/wb - Deutsch ↔ Italienisch: Wörterbücher (incl. online Vokabeltrainer)
- http://www.italdict.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch (Open Source/Erweiterungen willkommen)
- http://pons.de/ -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch (auch in anderen Sprachen!)
- http://infoportal-deutschland.aus-stade.de/Italienisch/italienisch-deutsch.htm -- kostenloses Online-Wörterbuch Deutsch-Italienisch und Italienisch-Deutsch
- [http://academic.brooklyn.cuny.edu/modlang/carasi/site/index.html Online-Kurs mit Soundausgabe]
- http://www.italienisch-online-lernen.de Grammatikaufgaben und Wortschatzübungen zur Italienischen Sprache
- http://www.vokabelheft.net Deutsch Italienisch Wörterbuch
Kategorie:Romanische Sprache
Kategorie:Italien
Kategorie:Schweizer Sprache
als:Italienische Sprache
ja:イタリア語
ko:이탈리아어
simple:Italian
Rätoromanische SpracheDie Rätoromanischen Sprachen (im weiteren Sinne), zum Teil auch Alpenromanische Sprachen genannt, bilden nach einigen Forschern eine Gruppe von romanischen Sprachen und Dialekten, die noch in wenigen Alpentälern in der Schweiz und in Italien (ladinische Sprache) gesprochen werden.
Die Existenz dieser Gruppe ist in der Forschung bis heute sehr umstritten. Siehe dazu auch den Artikel Questione Ladina.
Der Sprachkenncode (Language Code) für all diese Sprachen (außer Furlanisch) ist verwirrenderweise stets gleich, nämlich rm bzw. roh (nach ISO 639).
Im engeren Sinne bezieht sich "Rätoromanisch" meist auf das Bündnerromanische, das bis zur Schaffung des Rumantsch Grischun 1982 keine allgemein akzeptierte, gemeinsame Schriftsprache hatte und nach wie vor in fünf Einzeldialekte, Idiome genannt, und deren schriftsprachliche Ausprägungen zerfällt. In diesem Artikel werden die rätoromanische Sprachen im weiteren Sinne betrachtet.
Einteilung
Die Frage, wie die Einteilung dieser Sprachen zu erfolgen habe, ging unter dem Namen "questione ladina" seit Anfang des 20. Jahrhunderts in die Geschichte ein.
Die Sprachforscher Graziadio Isaia Ascoli (1829-1907) und Theodor Gartner (1843-1925) gingen davon aus, dass es eine Art rätoromanische Ursprache im Gebiet zwischen Oberalppass in der Schweiz und dem Friaul in Italien gegeben habe, die sich durch die geographischen Gegebenheiten dann sehr stark in Dialekte zergliedert habe.
Von dieser Theorie aus gesehen ergibt sich folgende Gliederung:
Italien
- Bündnerromanisch
- Surselvisch (Sursilvan), früher auch "Obwaldisch"
- Zentral- oder Mittelbündnerisch
- Sutselvisch (Sutsilvan)
- Surmeirisch (Surmiran)
- Sursés
- Sutsés
- Engadinisch (Ladin)
- Oberengadinisch (Puter)
- Unterengadinisch (Vallader)
- Münstertalisch (Jauer)
- Westliche Seitentäler der Etsch
- Nonstal/Val di Non (Nones) und Sulztal/Val di Sole
- Ladinisch
- Gherdeina in Gröden/Gherdëina, Fascian im Fassatal/Fascia und Mareo/Badiot im Gadertal/Val Badia
- im Flussgebiet der Piave: Buchenstein/Fodom und Ampezzo/Anpezo.
- Furlanisch oder Friaulisch (Furlan).
Das Furlanische hebt sich insofern von den anderen rätoromanischen Idiomen ab, als es kein rätisches Substrat aufweist.
Geschichte
Noch bis in die Neuzeit war das Sprachgebiet des Rätoromanischen weit weniger lückenhaft. Chur war bis ins 15. Jahrhundert das Zentrum des Bündnerromanischen, dessen östlicher Zweig bis heute den Sprachnamen Ladin erhalten hat. Der daran anschließende obere Vinschgau war noch bis ins 17. Jahrhundert rätoromanischsprachig. Im Nonstal/Val di Non und im Sulztal/Val di Sole wurden noch romanische Idiome gesprochen, die weniger stark von norditalienischen Dialekten beeinflusst waren, als die heute dort gesprochenen Restdialekte des Rätoromanischen. Die Gegend um Cortina d'Ampezzo wurde erst durch die Olympischen Winterspiele von 1956 überwiegend italienischsprachig. Ein vom Surselvischen bis zum Furlanischen reichendes Dialektkontinuum lässt sich so noch erahnen.
Der Anfang des Rückganges des romanischen im heutigen Graubünden lässt sich auf den im Spätmittelalter stattgefundenen Stadtbrand von Chur zurückführen. Viele der Handwerker, welche die Stadt wieder aufbauten, stammen vom Unterland und sind nach getaner Arbeit in Chur geblieben. So wurde Chur innerhalb weniger Jahre zu einer vorwiegend deutschsprachigen Stadt.
Siehe auch
- Lia Rumantscha Sprachorganisation der Rätoromanen
- Bündnerromanisch Weitere Informationen über die romanische Sprache.
Sprachvereinigungen
Es gibt, von der Lia Rumantscha ausgehend 4 Vereine, welche den Zweck der Förderung der romanischen Sprache haben:
- Romania für den katholische Teil der Surselva,
- Renania für den evangelischen Teil der Surselva, das Domleschg und die Val Schons,
- Uniun dal Surmeir für den oberen Teil des Engadins sowie
- Uniun dals Grischs für den unteren Teil des Engadins.
Ebenfalls für die Sprache wichtig ist die GiuRu, der Romanische Jugendverein, sowie auch die Romania da Giuventetgna, ein auf die Surselva konzentrierter Jugendverein.
Zudem existieren einen grosse Anzahl weiterer Vereine mit denselben Zweck in der ganzen Schweiz.
Weblinks
- [http://www.vejin.com/sprache.html vejin - unbekannter nachbar - vicino sconosciuto]
- [http://www.gfbv.it/3dossier/ladin/ladinien-de.html. Ladinien - Informationen über die ladinische Realität] (Sehr engagierte Website, die Rätoromanisch als Einheit auffasst)
- [http://www.giuru.ch GiuRu - Giuventetgna Rumantscha]
- [http://www.noeles.net Noeles.net - Ladinische On-line Zeitung]
Kategorie:Schweizer Sprache
Kategorie:romanische Sprache
als:Rätoromanische Sprache
ja:ロマンシュ語
1. AugustDer 1. August ist der 213. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 214. in Schaltjahren) - somit bleiben 152 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 527 - Justinian I. wird byzantinischer Kaiser.
- 762 - Kalif al-Mansur erhebt Bagdad zur Hauptstadt des Kalifats.
- 1291 - Mythos: Gründung der Schweiz (Rütli-Schwur, Nationalfeiertag).
- 1619 - Die ersten Sklaven kommen in Jamestown (Virginia) an.
- 1664 - Graf Raimund von Montecuccoli besiegt in der Schlacht bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü.
- 1714 - Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wird britischer König (Georg I.).
- 1834 - Großbritannien entläßt die Sklaven in die Freiheit.
- 1838 - Krönung von Königin Viktoria I. von England.
- 1844 - Eröffnung des Berliner Zoos - der erste Zoo Deutschlands (der 9. in Europa).
- 1855 - Erstbesteigung der Dufourspitze, des höchsten Bergs der Schweiz, durch eine Seilschaft unter der Leitung von Charles Hudson.
- 1914 - Das Deutsche Reich erklärt Russland den Krieg.
- 1919 - Ende der ungarischen Räterepublik.
- 1929 - Das preußische Gesetz zur kommunalen Neuordnung tritt in Kraft. Die Stadt Barmen-Elberfeld wird durch Vereinigung von Barmen und Elberfeld gegründet und ein Jahr später in Wuppertal umbenannt. Die Stadtkreise Duisburg und Hamborn werden zur Stadt Duisburg-Hamborn vereinigt.
- 1936 - Eröffnung der XI. Olympische Spiele in Berlin
- 1941 - Der erste Jeep wird produziert.
- 1943 - Das von Japan besetzte Birma erklärt Großbritannien und den USA den Krieg und proklamiert die staatliche Unabhängigkeit.
- 1944 - Anne Frank macht den letzten Eintrag in ihr Tagebuch.
- 1944 - Aufstand der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen im besetzten Warschau (Warschauer Aufstand).
- 1944 - Neuer Reichspräsident in Finnland wird Carl Gustaf von Mannerheim.
- 1945 - Die Frankfurter Rundschau erscheint als die erste Lizenzzeitung im Deutschland der Nachkriegszeit.
- 1953 - Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung.
- 1955 - In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestrahlt.
- 1960 - Benin, das damalige Dahomey, erhält die Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1960 - Ingrid Pedersen überfliegt in einer einmotorigen Cessna als erste Frau den Nordpol.
- 1966 - bei einem Amoklauf erschießt Charles Whitman 15 Menschen von der Aussichtsplattform im Turm der Universität Texas in Austin aus, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.
- 1975 - OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki: Gründung der KSZE und Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki.
- 1976 - In Wien stürzt die Reichsbrücke ein.
- 1984 - Beginn der Sanktonierung gegen nicht angeschnallte Autofahrer („Gurtmuffel“) in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1990 - Schelju Schelew wird Staatspräsident Bulgariens.
- 1994 - Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft).
- 1998 - In den deutschsprachigen Ländern tritt die Rechtschreibreform in Kraft.
- 2000 - Mosche Katsav wird als erster Likud-Politiker Staatspräsident von Israel.
- 2001 - Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft werden gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland erstmals rechtlich anerkannt.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1930 - Erste Fernsehempfangsgeräte sind auf der 7. Großen Deutschen Funkausstellung in der Vorführphase.
- 1972 - Das mit 100 m Durchmesser bis 2000 größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen.
Kultur
- 1981 - MTV geht in New York City auf Sendung.
Religion
Katastrophen
- 1948 - Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückt über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord.
- 1990 - Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallt beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebt.
- 2004 - Beim Brand eines Supermarktes in Asuncion (Paraguay) sterben 215 Menschen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1922 - Als erste Sport-Rundfunkreportage wird das Autorennen in Brooksland (USA) live übertragen.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas durch Sieg nach Punkten.
- 1976 - Niki Lauda verunglückt am Nürburgring schwer.
Geboren
- 10 v. Chr. - Claudius, römischer Kaiser
- 126 - Pertinax, römischer Kaiser
- 1377 - Go-Komatsu, 100. Kaiser von Japan
- 1495 - Jan van Scorel, niederländischer Maler
- 1500 - Johann Rivius, deutscher Pädagoge und Theologe
- 1685 - Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist
- 1714 - Richard Wilson, britischer Maler
- 1744 - Jean-Baptiste de Lamarck, französischer Naturforscher
- 1770 - William Clark, amerikanischer Entdecker
- 1779 - Francis Scott Key, US-amerikanischer Lyriker
- 1779 - Lorenz Oken, deutscher Naturforscher
- 1782 - Eugen von Mazenod, katholischer Heiliger
- 1802 - Karl Uschner, deutscher Übersetzer antiker Dichtungen
- 1818 - Maria Mitchell, US-amerikanische Astronomin
- 1819 - Herman Melville, US-amerikanischer Autor
- 1858 - Hans Rott, österreichischer Komponist
- 1863 - Gaston Doumergue, französischer Präsident
- 1865 - Alfred Hoche, deutscher Psychiater
- 1881 - Rose Macauley, britische Schriftstellerin
- 1881 - Otto Toeplitz, deutsch-jüdischer Professor der Mathematik
- 1882 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1885 - George de Hevesy, ungarischer Physiochemiker
- 1889 - Walther Gerlach, deutscher Physiker
- 1891 - Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist
- 1891 - Karl Kobelt, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1893 - Alexandros I., König von Griechenland
- 1894 - Ottavio Bottecchia, italienischer Radrennfahrer
- 1898 - Morris Stoloff, US-amerikanischer Musiker und Bandleader
- 1907 - Marga von Etzdorf, deutsche Pilotin
- 1908 - William Ling, englischer Fußball-Schiedsrichter
- 1913 - Bhagwan, indischer Sektengründer
- 1913 - Heinz Ellenberg, deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologe
- 1915 - Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker
- 1918 - Artur „Atze“ Brauner, deutscher Filmproduzent
- 1922 - Hans Löfflad, deutscher Politiker
- 1924 - Georges Charpak, französischer Physiker
- 1925 - Ernst Jandl, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Theo Adam, deutscher Sänger
- 1929 - Josef Homeyer, Bischof von Hildesheim
- 1930 - Lionel Bart, britischer Komponist
- 1930 - Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 1933 - Dom DeLuise, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Ko Ûn, koreanischer Dichter und Schriftsteller
- 1934 - Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 1936 - Yves Saint Laurent, französischer Modedesigner
- 1938 - Bernward Vesper, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Horst Herrmann, deutscher Kirchenkritiker
- 1942 - Claes-Håkan Ahnsjö, schwedischer Tenor
- 1942 - Jerry Garcia, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Geoff Britton, britischer Musiker
- 1945 - Douglas D. Osheroff, US-amerikanischer Physiker
- 1946 - Peter F. Bringmann, deutscher Regisseur
- 1946 - Boz Burell, britischer Musiker
- 1947 - Rick Coonce, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 1950 - Roy Williams, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1952 - Zoran Đinđić, serbischer Politiker
- 1953 - Robert Cray, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Michael Badnarik, US-amerikanischer Software-Ingenieur und Politiker
- 1956 - Axel Milberg, deutscher Schauspieler
- 1957 - Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1957 - Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 1959 - Peter-Martin Schmidt, Generalvikar im Bistum Fulda
- 1960 - Chuck D, US-amerikanischer Rapper
- 1960 - Ann-Kathrin Linsenhoff, deutsche Dressurreiterin
- 1960 - Joe Elliot, britischer Sänger
- 1963 - Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1965 - Sam Mendes, britischer Regisseur
- 1968 - Marco Börries, deutscher Unternehmer
- 1970 - Fabio Casartelli, italienischer Radrennfahrer
- 1974 - Enie van de Meiklokjes, deutsche TV-Moderatorin
- 1979 - Sascha Bäcker, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 1137 - Ludwig VI., König von Frankreich 1108-1137
- 1252 - Giovanni Piano Carpini, italienischer Forschungsreisender
- 1348 - Blanca Margarete von Valois, erste Ehefrau des böhmischen Königs Karl I.
- 1443 - Metrophanes II., ökumenischer Patriarch von Konstantinopel
- 1457 - Lorenzo Valla, italienischer Humanist und Kanoniker
- 1464 - Cosimo de Medici, florentiner Politiker
- 1546 - Peter Faber, Mitbegründer der Jesuiten
- 1562 - Virgilius Solis, deutscher Zeichner und Kupferstecher
- 1580 - Albrecht Giese, Danziger Ratsherr und Diplomat
- 1580 - Everard Mercurian, Jesuit
- 1589 - Heinrich III., König von Frankreich
- 1589 - Jacques Clément, Dominikanermönch, der den französischen König Heinrich III. erstach
- 1714 - Anne Stuart, Königin von England und Schottland und von Irland
- 1787 - Alfonso Maria de Liguori, italienischer Jurist, Bischof und Ordensgründer
- 1798 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1798 - François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral
- 1815 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1845 - Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident von Altona
- 1851 - Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller
- 1861 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1869 - Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin
- 1882 - Henry Kendall, australischer Schriftsteller
- 1884 - Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1895 - Heinrich von Sybel, deutscher Historiker
- 1907 - Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker
- 1911 - Konrad Duden, deutscher Gymnasiallehrer, Herausgeber des Duden
- 1913 - Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin, Dramaturgin und Übersetzerin
- 1935 - Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor
- 1935 - Hellmut von Gerlach, deutscher Politiker und Publizist
- 1940 - Hugo Lederer, Bildhauer
- 1944 - Antoine de Saint Exypéry vermisst, französischer Schriftsteller
- 1959 - Jean Behra, französischer Rennfahrer
- 1968 - Anton Hoppe, deutscher Politiker
- 1970 - Frances Farmer, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Otto Heinrich Warburg, deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe
- 1973 - Gian Francesco Malipiero, italienischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1973 - Walter Ulbricht, Politiker (SED) und Staatsmann, Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1974 - Alois Hundhammer, deutscher Politiker, Minister und stellvertretender Ministerpräsident
- 1974 - Ildebrando Antoniutti, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1977 - Francis Gary Powers, US-amerikanischer Pilot
- 1979 - Ethelbert Stauffer, protestantischer Theologe
- 1980 - Patrick Depailler, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1981 - Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor
- 1982 - Otto Bayer, deutscher Chemiker
- 1984 - Paul Le Flem, französischer Komponist
- 1985 - Alois Carigiet, schweizerischer Zeichner
- 1986 - Robert Wolfgang Schnell, deutscher Schriftsteller
- 1987 - Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms
- 1990 - Norbert Elias, deutsch-britischer Soziologe, Philosoph und Dichter
- 1996 - Mohammed Farah Aidid, Führer des somalischen Habr Gidr-Klans
- 1996 - Tadeus Reichstein, schweizer Chemiker
- 1997 - Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist
- 2000 - Karl Reinthaler, österreichischer Politiker
- 2003 - Guy Thys, belgischer Fußball-Nationaltrainer
- 2003 - Marie Trintignant, französische Schauspielerin
- 2004 - Madeleine Robinson, französische Schauspielerin
- 2005 - König Fahd von Saudi Arabien
- 2005 - Constant, niederländischer Maler und Bildhauer
Feier- und Gedenktage
- Schweizer Nationalfeiertag zum Gedenken an den (Rütli-Schwur von 1291)
- Nationalfeiertag in Benin (Unabhängigkeitstag von 1960)
- Katholische Kirche: Alfons - Gebotener Gedenktag für Alfonso Maria de Liguori, Kirchenlehrer und Schutzpatron der Beichtväter und Moraltheologen
Siehe auch
- 31. Juli - 2. August
- 1. Juli - 1. September
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0801
als:1. August
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ko:8월 1일
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Feiertage (Schweiz)Hier werden gesetzliche Feiertage in der Schweiz aufgelistet.
Übersicht der Feiertage
Nationale & allgemeine Feiertage
In der Schweiz ist die Feiertagsregelung - mit Ausnahme des 1. August - Sache der Kantone.
Kantonsbezeichnungen sind unter Kanton (Schweiz) erklärt.
(Fettgedruckte Feiertage gelten landesweit.)
Regionale & lokale Feiertage
Neben diesen nationalen oder allgemeinen Feiertagen gibt es in der Schweiz noch viele regionale und lokale Feiertage.
Hier einige zur Auswahl:
Siehe auch
- Feiertage (Deutschland)
- Feiertage (Österreich)
Weblinks
- [http://www.feiertagskalender.ch Feiertage der Schweiz (in 4 Sprachen)]
Kategorie:Schweiz
!Feiertage in der Schweiz
!Feiertage in der Schweiz
Kategorie:Feiertag
Feiertage, Schweiz
Bundesbrief von 1291Der Bundesbrief, datiert von Anfang August 1291, gilt als mythische Gründungsurkunde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Dieser Bund wurde von den Gebieten Uri, Schwyz und Unterwalden aufgestellt, womit diese nach dem Mythos die ersten drei Kantone der Schweiz bildeten. Er ist erhalten und im Bundesbriefmuseum in der Gemeinde Schwyz ausgestellt. Der Bundesbrief liegt als Pergamentblatt im Format 320 x 200 mm vor und umfasst 17 Zeilen.
Pergament
Es wird oft übersehen, dass nur Nidwalden, nicht aber Obwalden im Text erwähnt wird. Die Urkunde ist aber mit dem Siegel von Unterwalden versehen, welches sowohl für Nidwalden als auch für Obwalden galt. Es könnte sein, dass Obwalden zu einem späteren Datum diesem Bund beitrat.
Ebenfalls weniger bekannt ist, dass die Urkunde kein genaues Datum trägt: sie sei "Anfangs August" 1291 verfasst worden, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass dies gerade am 1. August gewesen sein muss. Auch ist hervorzuheben, dass der Bundesbrief nicht die Gründung eines Verteidigungsbündnisses darstellt, sondern sie ist eher ein Rechtsdokument, das die damals herrschenden Strukturen zementieren sollte (nur 2 von 7 Absätzen sind für den Beistand im Kriegsfall relevant). Dafür spricht auch, dass die damaligen habsburgischen Herrscher die Orte der alten Eidgenossen eher in Ruhe liessen; Habsburgische Befestigungsanlagen sind in der Innerschweiz nicht bekannt.
Erst im 19. Jahrhundert, insbesondere beim 600-jährigen Jubiläum 1891, schenkte man diesem Bundesbrief die Beachtung, die er heute geniesst. Zuvor wurde als Gründung der Schweiz meist der Bund von Brunnen angesehen, welcher am 9. Dezember 1315 nach der Schlacht bei Morgarten geschlossen wurde. Für den Rütli-Schwur existiert auch das überlieferte Datum 8. November 1307. Zudem wird im Bundesbrief von 1291 auf ein früheres Abkommen Bezug genommen, dessen Text jedoch nicht erhalten geblieben ist. Somit kann man die Gründung nicht auf ein einzelnes Ereignis (die Unterzeichnung des Bundesbriefes) reduzieren, sondern muss sie als lange andauernden geschichtlichen Prozess verstehen.
Bis 1966 erachtete man den Bundesbrief als echt und Erneuerung eines früheren Schreibens.
Viele weisen nach 1966 dann darauf hin, dass der Bundesbrief mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Fälschung aus dem 14. Jahrhundert oder um 1400 darstellt, wie sie im Mittelalter gang und gäbe waren.Kritiker dieser Haltung betonen hingegen, man habe das Alter des Bundesbriefes mit der C14-Methode mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent auf den Zeitraum zwischen 1252 und 1312 festlegen können [http://www.educeth.ch/physik/leitprog/radio/docs/radio.pdf]. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch die Zuverlässigkeit der Radiometrie teilweise umstritten ist und letztlich nur über das Alter des verwendeten Pergamentpapiers, nicht aber über dessen Inhalt Auskunft geben kann. Unbestritten ist hingegen, dass der Bundesbrief im Kontext von unzähligen anderen Landfrieden der damaligen Zeit gesehen werden muss und sich keine direkte Verbindung zum modernen Schweizer Bundesstaat von 1848 herleiten lässt.
Siehe auch
- Geschichte der Schweiz
- Rütli-Schwur
- Urkanton
Kategorie:Schweizerische Geschichte
Kategorie:1291
als:Bundesbrief
1. JuliDer 1. Juli ist der 182. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 183. in Schaltjahren) - somit bleiben 183 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1650 - In Leipzig erscheinen erstmals die als erste moderne Tageszeitung geltenden Einkommenden Zeitungen.
- 1835 - In Gütersloh gründet Carl Bertelsmann den C. Bertelsmann Verlag.
- 1863 - Die Schlacht um Gettysburg während des amerikanischen Bürgerkriegs beginnt.
- 1863 - Aufhebung der Sklaverei in der niederländischen Kronkolonie Suriname und Gewährung einer Verwaltungs-Autonomie.
- 1877 - Das deutsche Patentgesetz tritt in Kraft (siehe Patent).
- 1889 - Grundsteinlegung für das Kircherl auf dem Wendelstein
- 1890 - Erste politische Wahlen in Japan.
- 1890 - Vertreter des Deutschen Reichs und Großbritanniens unterzeichnen in Berlin den Vertrag über die Kolonien und Helgoland.
- 1916 - Beginn der Somme-Schlacht, zugleich der verlustreichste Tag in der britischen Militärgeschichte.
- 1917 - Kaiserreich China. Pu Yi wird zum 2. Mal zum Kaiser gekrönt.
- 1920 - Die Vereinigung des Freistaats Coburg, Teil des vormaligen Herzogtums Sachsen-Coburg und Gotha, mit dem Freistaat Bayern wird vollzogen.
- 1937 - Irland erklärt sich zur Republik.
- 1945 - Einführung der Volkspolizei in der sowjetischen Besatzungszone.
- 1959 - Bei der Bundespräsidentenwahl wird Heinrich Lübke neuer Präsident.
- 1960 - Das am 26. Juni in die Unabhängigkeit entlassene Britisch-Somaliland und das UN-Treuhandgebiet Italienisch-Somaliland vereinigen sich zu Somalia.
- 1960 - Ghana. Kwame Nkurmah wird Staatspräsident.
- 1962 - Ruanda wird von Belgien unabhängig.
- 1966 - Dominikanische Republik. Joaquín Balaguer Ricardo wird Staatspräsident. Er wird in den nächsten 12 Jahren zwei mal wiedergewählt.
- 1967 - El Salvador. Oberst Fidel Sánchez Hernándes wird Staatspräsident.
- 1968 - Der Atomwaffensperrvertrag wird von den USA, der Sowjetunion und Großbritannien unterzeichnet.
- 1970 - Guatemala. Carlos Arana Osorio wird Staatspräsident.
- 1972 - Die Terroristen Andreas Baader, Jan-Carl Raspe und Holger Meins werden in Frankfurt verhaftet.
- 1974 - Argentinien. María Estela Martínez de Perón wird Staatspräsidentin.
- 1974 - Deutschland. Walter Scheel tritt sein Amt als Bundespräsident an.
- 1974 - Guatemala. General Kjell Eugenio Laugerud García wird durch Wahlbetrug neuer Staatspräsident.
- 1976 - Spanien: Adolfo Suárez wird Ministerpräsident.
- 1977 - El Salvador. Der Ausnahmezustand wird verhängt.General Carlos Humberto Romero Mena wird Staats- und Regierungschef.
- 1978 - Guatemala. General Romeo Lucas García wird, ebenfalls wie sein Vorgänger durch Wahlbetrug, neuer Staatspräsident.
- 1979 - Sony bringt den Walkman heraus.
- 1980 - Deutschland und Kiribati nehmen diplomatische Beziehungen auf.
- 1980 - Einführung des Videotext in Deutschland
- 1984 - In Liechtenstein entscheiden sich die männlichen Wahlberechtigten knapp für das Stimm- und Wahlrecht für Frauen.
- 1984 - Deutschland. Richard von Weizsäcker tritt sein Amt als Bundespräsident an.
- 1986 - Schweiz. Verbot für phosphathaltige Textilwaschmittel
- 1987 - Einheitliche Europäische Akte zur Schaffung des europäischen Binnenmarkts tritt in Kraft.
- 1987 - Island. Thorsteinn Pálsson wird neuer Regierungschef.
- 1988 - Deutschland. Verteidigungsminister Manfred Wörner wird als erster Deutscher Generalsekretär der NATO.
- 1990 - In der DDR löst mit Inkrafttreten der Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion der beiden deutschen Staaten die D-Mark die Mark der DDR als gesetzliches Zahlungsmittel ab.
- 1990 - Aufhebung der Beschränkung des Warenverkehrs zwischen Australien und Neuseeland.
- 1991 - Auflösung des Warschauer Vertrages.
- 1992 - Dänemark. Die Mehrwertsteuer wird von 22 auf 25 % erhöht.
- 1993 - Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen.
- 1993 - Bildung einer Übergangsregierung in Kambodscha.
- 1994 - Deutschland. Roman Herzog tritt sein Amt als Bundespräsident an.
- 1997 - Großbritannien gibt Hongkong an die Volksrepublik China zurück.
- 1997 - Großbritannien wird wieder Mitglied in der UNESCO.
- 1997 - Albanien. Vorgezogene Neuwahlen.
- 1997 - Volksrepublik China. Etwa 4.000 schwerbewaffnete chinesische Soldaten marschieren in die Kasernen in Hongkong ein.
- 1997 - Deutschland. Eine Gesetzesreform beendet die rechtlichen Unterschiede zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern.
- 1997 - Deutschland. Ein neues, abgasabhängiges, KFZ-Steuer-Gesetz tritt in Kraft.
- 1997 - Großbritannien. Ein neues Waffengesetz tritt in Kraft.
- 1997 - Hongkong, Volksrepublik China. Tung Chee Hwa wird erster chinesischer Verwaltungschef.
- 1998 - Deutschland. Gesetzesänderungen im Eheschließungsrecht treten in Kraft.
- 1999 - Deutschland. Johannes Rau tritt sein Amt als Bundespräsident an.
- 1999 - Das Kooperationsabkommen zwischen dem Jemen und EG tritt in Kraft.
- 1999 - Die Partnerschafts- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und Kasachstan sowie Kirgisistan treten in Kraft.
- 1999 - Simbabwe: Tod von Vizepräsident Joshua Nkomo.
- 1999 - Algerien. Etwa 5.000 islamische Extremisten in Gefängnissen werden begnadigt.
- 1999 - Partnerschafts- und Kooperationsabkommen zwischen der EU und Armenien.
- 1999 - Bulgarien. Währungsreform. 1.000 Lew sind jetzt 1 Lew.
- 1999 - Der Grenzvertrag zwischen Chile und Argentinien tritt in Kraft.
- 1999 - Edinburgh, Schottland, Großbritannien. Königin Elizabeth II. eröffnet das erste regionale Parlament.
- 1999 - Kirgisistan. Das mit der Europäischen Union abgeschlossene Partnerschafts- und Kooperationsabkommen tritt in Kraft.
- 2000 - Die Öresundbrücke - eine 16 Kilometer lange Verbindung von Kopenhagen nach Malmö - wird durch Königin Margrethe II. von Dänemark und König Carl Gustaf XVI. von Schweden eröffnet.
- 2000 - Australien. Die Steuerreform tritt in Kraft.
- 2000 - Kenia. Aufgrund der großen Dürre wird die Wasserversorgung rationalisiert.
- 2001 - Aserbaidschan. Kredit des IWF über 100 Millionen USD.
- 2001 - Belgien übernimmt die Präsidentschaft der EU.
- 2001 - São Paulo, Brasilien. 140.000 kg Rauschgift werden verbrannt.
- 2001 - Frankreich. Die Wehrpflicht wird endgültig abgeschafft.
- 2002 - Das internationale Völkerstrafrecht der Vereinten Nationen tritt in Kraft (siehe auch römisches Statut und internationaler Strafgerichtshof).
- 2002 - Santiago de Chile. Das Oberste Gericht erklärt den Ex-Diktator Augusto Pinochet Ugarte für verhandlungsunfähig.
- 2002 - Dänemark übernimmt die Ratspräsidentschaft der EU von Spanien.
- 2002 - Das deutsche Völkerstrafgesetzbuch tritt in Kraft.
- 2004 - Horst Köhler übernimmt das Amt vom scheidenden Bundespräsidenten Johannes Rau.
- 2004 - In Neuwagen sind Dreipunktgurte zwingend vorgeschrieben.
- 2005 - Bundeskanzler Gerhard Schröder verliert, wie geplant, die Vertrauensfrage im Bundestag.
- 2005 - Deutschland: Umbenennung des Bundesgrenzschutzes in Bundespolizei.
- 2005 - Österreich: Zusammenlegung der österreichischen Bundesgendarmerie mit dem Bundessicherheitswachekorps und dem Kriminalbeamtenkorps zur Bundespolizei.
Wirtschaft
- 1614 - Die Handelsgesellschaft der Welser ist bankrott.
- 1970 - Naurus wichtigste Firma, die Nauruische Phosphatgesellschaft, wird gegründet.
- 1993 - T-Mobile Deutschland startet als wirtschaftlich selbstständiges Unternehmen das operative Geschäft (unter dem Namen DeTeMobil Deutsche Telekom Mobilfunk GmbH).
- 2004 - Die US-amerikanische Sportartikelfirma K2 Inc. übernimmt für einen Kaufpreis von 160 Mio Euro den Sportartikelhersteller Völkl, die zuletzt einen Weltmarktanteil von 10% bei den Skis hatte.
Wissenschaft, Technik
- 1957 - Beginn des Internationalen Geophysikalischen Jahres (IGY) (Ende: 31. Dezember 1958)
- 2004 - Die Raumsonde Cassini-Huygens von NASA und ESA tritt nach 7-jähriger Reise in eine Umlaufbahn um den Planeten Saturn ein.
Kultur
- 1794 - Uraufführung der Komödie Agricol Viala ou Le Héros de la Durance von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1989 - In Berlin findet die erste Love Parade statt.
Religion
Katastrophen
- 1942 - Bei der Versenkung des japanischen Passagier- und Frachtschiffs "Montevideo Maru" durch ein amerikanisches U-Boot sterben 1.053 überwiegend australische Kriegsgefangene und Zivilinternierte.
- 1990 - Schwere Unwetter mit grossen Hagelschäden in der Oststeiermark (Raum Hartberg)
- 1993 - Indonesien. Beim Endanflug auf Sorong, (West-Papua) stürzte eine in Ambon (Molukken) gestartete Fokker F-28 der Merpati Airlines ab. Von 43 Insassen überlebten nur zwei.
- 1994 - Tidjikja, Mauretanien. Eine in Nouakchott gestartete Fokker F-28 der Air Mauretanie machte im Sandsturm eine Bruchlandung. Dabei ging die Maschine in Flammen auf. 80 Menschen starben, 13 konnten mit schweren Verletzungen gerettet werden.
- 2002 - Ein russisches Passagierflugzeug vom Typ Tupolew Tu-154 und eine Frachtmaschine der DHL vom Typ Boeing 757 stießen in 11.000 m Höhe über dem Bodensee bei Überlingen zusammen und stürzten ab. Es gab 71 Tote. Als Ursache wurde ein Fehler der zuständigen schweizerischen Luftüberwachung Skyguide angegeben. Es war das schwerste Flugzeugunglück über Deutschland in neuerer Zeit.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1903 - In Villeneuve-Saint-Georges starten 60 Fahrer zur ersten Tour de France.
- 1904 - Beginn der Olympischen Sommerspiele in St. Louis, Missouri.
- 1966 - Der Spanier Manuel Santana wird Wimbledonsieger.
- 1985 - Tennisrekorde: Bei den Wimbledon Championships kommt es in der ersten Runde des Turniers im Herrendoppel beim Spiel Gunnarson/Mortensen gegen Frawley/Pecci zum bis dato längsten Tie-Break der Tennisgeschichte – er endet 26:24.
Geboren
- 1481 - Christian II., König von Dänemark
- 1534 - Friedrich II. (Dänemark), König von Dänemark und Norwegen von 1559 bis 1588
- 1646 - Gottfried Wilhelm Leibniz, deutscher Philosoph und Universalgelehrter
- 1725 - Jean-Baptiste-Donatien de Vimeur, comte de Rochambeau, französischer General, Marschall von Frankreich
- 1742 - Georg Christoph Lichtenberg, deutscher Physiker und Schriftsteller
- 1769 - Giovanni Salucci, italienischer Architekt
- 1780 - Carl von Clausewitz, preußischer Militärtheoretiker und General
- 1788 - Jean Victor Poncelet, französischer Mathematiker
- 1804 - George Sand, französische Schriftstellerin
- 1818 - Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt und Hygiene-Pionier
- 1835 - Carl Friedrich Koepe, deutscher Pionier der Bergbautechnik
- 1842 - Julius Falkenstein, deutscher Arzt und Afrikareisender
- 1844 - Verney Lovett Cameron, berühmter Afrikareisender
- 1845 - Arthur Freiherr von Seckendorff-Gudent, Förster bzw
- 1870 - Léonard Misonne, Fotograf
- 1872 - Louis Blériot, französischer Luftfahrtpionier
- 1878 - Ernst Gehrcke, Deutscher Physiker
- 1879 - Léon Jouhaux, französischer Gewerkschaftler und Nobelpreisträger
- 1888 - Alberto Magnelli, Künstler
- 1889 - Hans Peter von Heydebreck, deutscher Freikorps- und SA-Führer, Reichstagsabgeordneter und Nationalsozialist
- 1892 - James M. Cain, US-amerikanischer Journalund Autor von Kriminalromanen
- 1894 - Isaak Babel, russischer Journalist jüdischer Herkunft
- 1899 - Charles Laughton, britischer Filmschauspieler
- 1899 - Thomas Andrew Dorsey, Blues- und Gospel-Sänger und Pianist
- 1900 - Kurt Fischer, Politiker SED
- 1902 - Maria Probst, deutsche Politikerin
- 1902 - William Wyler, US-amerikanischer Regisseur, 3 Oscars
- 1903 - Amy Johnson, britische Pilotin
- 1905 - Peter Tobaben, deutscher Politiker und MdB
- 1907 - Fabian von Schlabrendorff, deutscher Offizier und Widerstandskämpfer gegen Hitler
- 1908 - Peter Anders, deutscher Sänger
- 1909 - Juan Carlos Onetti, Uruguayischer Schriftsteller
- 1912 - Inge von Wangenheim, deutsche Schriftstellerin und Schauspielerin
- 1914 - Christl Cranz, deutsche Skirennläuferin
- 1915 - Hermann | | |