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Rütli-Schwur
Der Rütlischwur ist ein schweizer Nationalmythos. Er besagt, dass Abgesandte aus den drei Orten oder Waldstätten (den Urkantonen der Schweiz) auf dem Rütli am Vierwaldstättersee einen Schwur leisteten, der ein Schutz- und Trutz-Bündnis besiegelte.
Als Anführer dieser Abgesandten werden Walter Fürst von Uri, Werner Stauffacher von Schwyz und Ueli von Melchtal aus Unterwalden genannt.
Geschichte
Der Rütlischwur wird erstmals im weissen Buch von Sarnen 1470 erwähnt, allerdings noch ohne Datierung. Der Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi setzte in seiner Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Schweizer Chronik das Datum des Rütlischwures auf den "Mittwoch vor Martini" 1307 fest, also auf den 8. November 1307.
Gründungsmythos
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der nicht belegbare Gründungsmythos des Rütlischwures durch einen neuen Gründungsmythos ersetzt. Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den ersten August als Nationalfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahrfeier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 für den Bundesrat verfasste, ist denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern, und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen.
Mit dem Bundesbrief von Anfang August 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war. Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als eige Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging. Noch bis ins 20. Jahrhundert hielt sich auch Tschudis Datum des Rütli-Schwurs als Gründungjahr der Eidgenossenschaft. 1907 wurde in Altdorf im Beisein einer Bundesratsdelegation das 600jährige Bestehen der Eidgenossenschaft gefeiert. Seither hat sich die Erinnerung an das Jahr 1307 als Datum des Rütli-Schwurs und damit als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft verloren. Im neuen Nationalmythos, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges – unter anderem mit dem Rütlirapport von General Henri Guisan oder mit der 650 Jahr-Feier von 1941 – geprägt wurde, verband sich der Rütli-Schwur Mythos mehr und mehr mit dem 1. August, dem vom Bundesrat 1889 festgelegten Schweizer Nationalfeiertag.
Der Rütli-Schwur im Drama Wilhelm Tell von Friedrich Schiller:
Eng verbunden mit dem Rütli-Schwur ist die Sage von Wilhelm Tell.
:Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern,
:in keiner Not uns trennen und Gefahr.
:Wir wollen frei sein, wie die Väter waren,
:eher den Tod, als in der Knechtschaft leben.
:Wir wollen trauen auf den höchsten Gott
:und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.
Literatur
- zu Patto di Torre' als möglicher Vorläufer des Rütli-Schwurs vgl.', Il castello di Serravalle, Punti di storia della Valle di Blenio, Don Pietro Berla, Edizioni Arca, ISBN 88-85232-04-3
- Georg Kreis: Der Mythos 1291: Zur Entstehung des schweizerischen Nationalfeiertags. Basel: F.Reinhardt, 1991.
- Georg Kreis: Mythos Rütli: Geschichte eines Erinnerungsortes. Zürich. Orell Füssli, 2004.
Siehe auch: Drei Eidgenossen, Geschichte der Schweiz.
Kategorie:Schweizerische Geschichte
Kategorie:1291
als:Rütli-Schwur
Nationale Mythen der SchweizDie Nationalmythen der Schweiz sind eine Reihe von Mythen und Legenden, die das schweizerische Nationalbewusstsein prägen und durch ihre Identifikationsfunktion entscheidend zur nationalen Kohärenz dieses kleinen Vielvölkerstaates beitragen.
Dazu gehören unter anderem die Tellsage, die Erzählungen rund um den Burgenbruch, der Bundesschwur auf dem Rütli (Drei Eidgenossen), aber auch Winkelrieds Selbstaufopferung in der Schlacht bei Sempach und die Ereignisse rund um die Schlacht bei Morgarten. Obwohl sich in all diesen Erzählungen historische Ereignisse mit rein fiktiven Elementen vermischen, prägen diese Befreiungsmythen noch heute das Geschichtsbewusstsein und sogar die Geschichtsschreibung der Schweiz.
Die schriftliche Überlieferung von der Gründung der Eidgenossenschaft setzte im 15. Jahrhundert ein. Die im Weissen Buch von Sarnen von 1470 erstmals vollständig schriftlich festgehaltenen und so in die Geschichtsschreibung eingegangenen "Berichte" sind eine Mischung aus lokalen Legenden und fremden Sagenmotiven. Trotz zahlreicher Versuche über mehrere Jahrhunderte hinweg, konnten die beschriebenen Ereignisse nie mit tatsächlichen Ereignissen um das Jahr 1300 herum in Übereinstimmung gebracht werden. Trotzdem sind die aus diesen Mythen heraus entstandenen Leitbilder höchst persistent, spielen in der Staatsideologie der Schweiz eine wichtige Rolle und werden auch im Geschichtsunterricht der Unterstufenschulen weiter tradiert.
Ab den 1950er Jahren setzte in der Geschichtsforschung eine Strömung der "Entmystifizierung" der Schweiz ein, die später durch die Ideengeschichtliche Annäherung verdrängt wurde. Die heutige Geschichtsforschung interessiert sich weniger für den Wahrheitsgehalt der Mythen, als für ihren Wandel und ihre soziale und politische Funktion über die Jahrhunderte hinweg.
siehe auch
- Nationaler Mythos
Kategorie:Schweizerische Geschichte
Kategorie:Nationalismus
Kategorie:Mythologie
Waldstätte
Waldstätte ist seit dem Anfang des 14. Jahrhunderts der Name der Urschweiz.
Den drei Urkantonen Uri, Schwyz und Unterwalden schloss sich 1332 der Kanton Luzern als vierte und letzte der einstigen Ansiedelungen in den Waldgebirgen an, welche den nach ihnen benannnten Vierwaldstättersee umgeben. Zur Zeit der Helvetik bildeten die drei Urkantone den neuen Kanton Waldstätten.
Nicht zu verwechseln mit diesen Ländern sind die vier Waldstädte am Rhein, d.h. die Landstädtchen Rheinfelden, Säckingen, Laufenburg und Waldshut, ehemals österreichische Vorposten des Schwarzwaldes.
Weblinks
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7465.html Artikel Waldstätte] im Historischen Lexikon der Schweiz
Kategorie:Schweizerische Geschichte
Kategorie:Historisches Territorium
Urkanton
Die Urkantone, auch genannt Waldstätte, sind die drei ersten Kantone der Eidgenossenschaft, Uri, Schwyz und Unterwalden.
Als Datum ihres Zusammenschlusses gilt das Unterzeichnungsdatum des Bundesbriefes, der 1. August 1291. Es bestand jedoch zwischen den Urkantonen ein allmählich aufgebautes Geflecht von Bündnissen und gegenseitigen Hilfeleistungen, ohne dass ein einzelnes Ereignis, welches als eigentliche Gründung der Schweiz bezeichnet werden könnte, besonders hervorsticht.
Aus diesem Bund entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte durch weitere Bündnisse und teilweise auch durch kriegerische Expansion die Schweiz in ihrem heutigen Umfang.
Siehe auch: Geschichte der Schweiz, Rütli-Schwur, Zentralschweiz
Kategorie:Schweizerische Geschichte
als:Urkanton
Vierwaldstättersee
Der Vierwaldstättersee (engl. Lake Lucerne, franz. Lac des Quatre Cantons, it. Lago dei Quattro Cantoni/Lago di Lucerna, romanisch Lag Lucerna) ist ein von hohen Bergen umgebener, fjordartiger See in der Zentralschweiz (434 m ü.M., 114 km², bis 214 m tief).
Der Vierwaldstättersee wird von der Reuss durchflossen; von deren Einmündung bis zum Ausfluss ist er 38 km lang. Er ist in mehrere Becken gegliedert: Luzerner Bucht, Küssnachter Bucht und Alpnachersee, die Buchten von Horw, Stansstad, Weggis, Buochs, Gersau sowie der Urnersee. Die Küstenlinie beträgt 115 km; das Einzugsgebiet ist 1831 km² gross.
Die Reuss kommt als Bergfluss aus dem Gotthard-Massiv, bringt grosse Mengen Material aus den Bergen, Geschiebe, so hat sich die Delta inzwischen um 10 km weiter nördlich in den Urnersee verschoben. Der Reussgletscher hat am Ende der letzten Eiszeit vor 12'000 Jahren den See hinterlassen, im Luzerner "Gletschergarten" erzählt eine anschauliche Dokumentation die Geschichte der Alpen, der Eiszeiten und ihrer Gletscher.
Name
Seinen Namen hat der Vierwaldstättersee von den vier "Waldstätten", den Anrainer-Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern.
Geschichte
Die drei Schweizer Urkantone Uri, Unterwalden und Schwyz sollen sich am Vierwaldstättersee auf der Rütliwiese anfangs August 1291 die ewige Treue geschworen (Rütli-Schwur) haben. Solche Schwurgemeinschaften von benachbarten Orten waren in der damaligen Zeit durchaus üblich, diejenige von 1291 ist aber in dem Bundesbrief (aufbewahrt in Schwyz im Kanton Schwyz) bis heute schriftlich belegt und wird als der eigentliche Anfang der Schweizer Eidgenossenschaft betrachtet.
In dem "Ewigen Bund" ging es damals darum, den Weg zum Gotthard vom allzu fremden Einfluss fernzuhalten, waren doch diese Warentransporte für damalige agrarische Bergsiedlungen ein äusserst wichtiges Einkommen. Der Kaiser Friedrich II. gewährte für den Bergübergang Reichsfreiheit, die weiter – hauptsächlich gegen die Habsburger Machtansprüche – verteidigt werden sollte. Doch de facto erst 1648 – am Ende des 30-jährigen Krieges – wurde im Westfälischen Frieden die Schweiz dann definitiv aus dem Deutschen Reich entlassen.
Verkehr
Bis zum Bau der Axenstrasse 1863 bis 1865 war der Wasserweg die einzige mögliche Verbindung zum Kanton Uri, zum Gotthardpass und damit auch der einzige Weg von den Hansestädten im Norden zu den Häfen und Handelsstädten am Mittelmeer, ob Genua oder Venedig.
Nach dem Bau der Gotthardbahn und der Gotthardautobahn ist die Gegend um den Vierwaldstättersee immer noch ein Verkehrsknoten, auch wenn die Schiffe meist nur noch für Vergnügungsrundfahrten benützt werden. Am Gotthard wird weiter gebaut, der neue Gotthard-Basistunnel soll mit 57 km Länge einst der längste Eisenbahntunnel der Welt werden.
Der 1991 auf alten Verkehrswegen angelegte Wanderweg Weg der Schweiz führt rund um den südlichsten Teil des Sees, den Urnersee.
Tourismus
Auf dem Weg nach dem Orient entdeckten abenteuerlustige Engländer die malerische Bergwelt der Innerschweiz und liessen hier Kur- und Badeorte entstehen: Luzern, Küssnacht am Rigi, Weggis, Vitznau, Gersau, Buochs, Beckenried, Brunnen, Seelisberg, Flüelen. Im 18. Jahrhundert begannen sie mit einheimischer Hilfe, aber auch zur Verwunderung der Einheimischen, die ihnen so exotische Bergwelt zu erobern, zunächst an der Rigi (1797 m ü.M.), zuerst zu Fuss, auf dem Rücken der Maultiere oder in Sänften getragen von einheimischen Lastenträgern. Später erbaute man hier die allererste Zahnradbahn der Welt, die Vitznau-Rigi-Bahn.
Einen solchen Aufstieg auf die Rigi beschrieb auch Mark Twain als Journalist, was in den USA des 19. Jahrhunderts zum Aufblühen des Schweizer Tourismus führte. Am Vierwaldstättersee war der allererste Schweizer Alpenclub beheimatet, und zwar als eine rein britische Angelegenheit.
Die grossartige Landschaft, das milde Klima und die fast schon mediterrane Vegetation machen den Vierwaldstättersee zu einer der meistbesuchten Reisedestinationen Europas. Hier wollen zahlreiche japanische Paare ihren Flitterwochen verbringen oder gar heiraten, hier drehen indische Regisseure ihre bei ihnen zu Hause so beliebten Bollywood-Filme, seitdem die Bergwelt von Kaschmir durch Unruhe und Krieg heimgesucht wird.
Sehenswürdigkeiten
- bekannte Aussichtsgipfel: Rigi, Pilatus, Bürgenstock, Stanserhorn, Mythen, Urirotstock
- Erinnerungsorte der Mythologie: Rütli, Tellsplatte, Tellskapelle, Hohle Gasse
Hohle Gasse
Flüelen und Axenstrasse
In Flüelen haben früher die Reisenden aus dem Süden vom Maultier auf das Schiff gewechselt, der Urnersee kann beim Föhnsturm Wellen wie am Meer bringen, die Schiffsfahrt mit einem der 20 Motorschiffe ist dagegen heute ein reines Vergnügen, 5 alte, ehrwürdige Raddampfer kreuzen auch das grosse Berggewässer. 38 km ist es von hier nach Luzern. Links führt die vierspurige Autobahn durch den Seelisbergtunnel und dann in nördlicher Richtung bis nach Basel und weiter nach Hamburg oder Amsterdam. Am rechten Ufer führt die romantische Axenstrasse, mit vielen Tunnels, Kurven und Galerien, immer an Steinschlagwarntafeln vorbei, von Flüelen über Sisikon nach Brunnen. An dieser Strecke trifft man häufig Baustellen an, da es hier oft zu Steinschlag und Erdrutschen kommt. Die Bahnlinie führt fast nur unterirdisch von Flüelen nach Brunnen. Von Brunnen nach Zürich braucht der Intercity dann kaum noch eine Stunde. Die Fortsetzung der Axenstrasse von Brunnen in Richtung Küssnacht ist nicht weniger romantisch, hier gibt es auch schöne Plätze zum Verweilen oder zum Schwimmen. Hier wachsen Reben, Feigen, Palmen, Kiwis, ja auch diverse Zitrusbäumchen gedeihen in manchen sonnigen Gärten. Prachtvolle Hotelbauten, viele weit über hundert Jahre alt, manche sehr stilvoll restauriert, erinnern an die grossen Zeiten der aufkommenden Tourismusindustrie. Doch recht viele dieser Zeitzeugen sind zwischenzeitlich verkommen, verschwunden, oder aber sind durch An- und Umbauten verunstaltet worden.
Luzern
Kiwis
Kiwis
Die Reuss verlässt in der Stadt Luzern den See. Jetzt schon ein mächtiger Strom unter der hölzernen Kapellbrücke, die nicht nur für die Touristen, nach dem verheerenden Brand 1993, wieder aufgebaut wurde und die jeden Tag tausendmal aufs Neue fotografiert wird.
Das 1999 erbaute Kunst- und Kongresshaus Luzern vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel, mit einem weit auskragenden Dach ist nach viel Skepsis zum Stolz der Luzerner geworden. Es ist an erstklassiger Lage, gleich zwischen dem Hauptbahnhof und See gelegen.
Der ehrwürdige alte Bahnhof aus der Pionierzeit der Südbahn ist vor 30 Jahren abgebrannt und durch einen schlichten Zweckbau ersetzt worden. Einzig der verglaste Portikus von dem inzwischen auch schon international berühmten spanisch-schweizerischen Architekten-Ingenieur Santiago Calatrava ist eine leicht verspielte und witzige Auflockerung. Ein Torboden vom Nordportal des alten Gebäudes und eine Wandmalerei erinnern an die alte Herrlichkeit. Hier im Bahnhof treffen sich die InterCity-Verbindungen zu den Agglomerationen der Schweiz und die roten Schmalspurzüge der Bergbahnen nach Engelberg und über den Brünigpass nach Interlaken. Letztere ist Teil der GoldenPass Line von Zürich über Luzern, Brünigpass, Interlaken, Gstaad zum Genfersee.
Pilatus und Bürgenstock
Genfersee
Der Hausberg der Luzerner ist der Pilatus, mit einer Seilbahn und mit einer Zahnradbahn erreichbar, oft aber leider in den Wolken versteckt. Wer weniger hoch lieber hat und doch 440 m über dem Vierwaldstättersee gemütlich tafeln möchte, der möge mit dem Schiff und einer Standseilbahn den Bürgenstock aufsuchen, den Zauberberg für Millionäre, ein luxuriöses Hotel- und Kongresszentrum über eine steilen Seeklippe.
Weil der Verkehr am See stets sehr wichtig war, ist auch das Schweizer Verkehrshaus in Luzern gelegen. Hier kann man die ganze Verkehrsgeschichte rekapitulieren, Sänften und Kutschen, Alpenpost, Schiffe, Bahnen, Autos und Flugzeuge bewundern. Bis im Juli 2004 brachte der Fesselballon HiFlyer das Publikum in die Höhe. Nach einem Unfall bei stürmischem Wetter wurde dessen Betrieb jedoch eingestellt.
Pilgerwege
Am See führten schon früher Pilgerwege vorbei. Nach Rom geht es von hier aus über den Gotthardpass. Auch der westwärts nach Santiago de Compostela führende Jakobsweg führt von dem schweizerischen Hauptsammelort Einsiedeln nach Brunnen am Seeufer. Von hier führt er weiter westlich mit dem Schiff nach Luzern oder über den Alpnachersee, in Richtung Süden zum Brünigpass.
Auch nach der Schweizer Reformation blieb hier in den Bergen die Urschweiz treu katholisch: In Unterwalden fand der Schweizer Nationalheilige und Eremit Bruder Klaus seine Klause und weiter oben, am Ende vom Tal, dem Himmel noch bisschen näher, entfaltete sich das Kloster Engelberg (1050 m ü.M.) in seiner Pracht. Hier werden auch die Rekruten für die berühmte Schweizer Garde des Heiligen Stuhls ausgebildet, die Kleinstarmee und Polizei des Papstes, zugleich auch buntkostümierte Touristenattraktion im Vatikan.
Flugaktivitäten
In Buochs bei Stans liegt ein Flugplatz, der früher fast nur von der Schweizer Armee und den Pilatus Flugzeugwerken benutzt wurde. Heute ist der Flugplatz für den zivilen Flugverkehr offen.
Am Flugplatz Alpnach sind Helikopter der Schweizer Armee stationiert.
An schönen Tagen sieht man über den Bergen rund um den See viele Hängegleiter und Gleitschirme am Himmel kreisen, da die Thermik der besonnten Felswände den Luftsportlern viele Aufwinde bescheren.
Wasserqualität
Das Wasser verweilt durchschnittlich dreieinhalb Jahre im Seebecken. Die Qualität ist heute hervorragend, zum grössten Teil kann man von Trinkwasser sprechen. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Limnologie der EAWAG, angesiedelt im luzernischen Kastanienbaum, überwacht die Wasserqualität sehr akkurat und kontinuierlich, ist dieser See doch ein grosses natürliches Trinkwasserreservoir, von dem einige hundert Kilometer weiter nördlich auch noch die Kölner, die Niederrheiner und die Niederländer trinken wollen.
Man kann im Seewasser baden. Im Sommer ist es bis 22°C warm, im Winter ein wenig kälter (5°C höchstens).
In sehr kalten Wintern (so in den Jahren 1929 und 1963) können der Alpnachersee und die Luzerner Bucht zufrieren. Aus dem 17. und 19. Jahrhundert sind auch Vereisungen des ganzen Vierwaldstättersees dokumentiert. 1684 und 1685 konnte das Gersauer Becken überquert werden.
Kategorie:See in der Schweiz
Kategorie:Luzern (Kanton)
Kategorie:Nidwalden (Kanton)
Kategorie:Obwalden (Kanton)
Kategorie:Schwyz (Kanton)
Kategorie:Uri (Kanton)
URI
Ein Uniform Resource Identifier (URI) (engl. "einheitlicher Bezeichner für Ressourcen") ist eine Zeichenfolge, die zur Identifizierung einer abstrakten oder physikalischen Ressource dient. URIs werden zur Bezeichnung von Ressourcen (wie Webseiten, sonstigen Dateien, Aufruf von Webservices, aber auch z.B. E-Mail-Empfängern) im Internet und dort vor allem im WWW eingesetzt.
Ursprünglich führte Tim Berners-Lee den Begriff 1994 im RFC 1630 als Universal Resource Identifier ein. Erst später tauchte dann in offiziellen W3C-Dokumenten die Auflösung Uniform auf. Dies ist der Grund aus dem heraus Universal gelegentlich – selbst in der Fachliteratur – als erster Teil genannt wird.
URIs können als Zeichenfolge (kodiert mit einem Zeichensatz) in digitale Dokumente, insbesondere solche im HTML-Format eingebunden oder auch von Hand auf Papier aufgeschrieben werden. Einen Verweis von einer Webseite auf eine andere nennt man Hyperlink.
Eine Erweiterung der nur aus druckbaren ASCII-Zeichen bestehenden URIs sind die Internationalized Resource Identifiers (IRIs).
Aufbau
Der erste Teil eines URIs (vor dem Doppelpunkt) gibt den Typ des URIs an, der die Interpretation des folgenden Teils festlegt:
:
Viele URI-Schemata wie http oder ftp besitzen einen hierarchischen Aufbau:
://[[:]@][:]/[][?][#]
gibt hierbei bei Schemata, die ein TCP- oder UDP-basiertes Protokoll verwenden, den Domainnamen des Servers an; den TCP-Port (optional und nur anzugeben, wenn vom Standardport des Protokolls abweichend). und werden meistens nicht gebraucht, können aber z.B. beim Dienst FTP zur Authentisierung benutzt werden. Das bedeutendste Schema ist http für das Hypertext Transfer Protocol.
Hierarchische URIs können ferner relativ zu einem Basis-URI angegeben werden. Hierbei werden Schema, Server und Port sowie gegebenenfalls Teile des Pfades weggelassen.
An URIs kann, abgetrennt durch #, auch ein Fragmentbezeichner angehängt werden. Eine Kombination aus URI und Fragmentbezeichner wird als URI-Referenz bezeichnet.
Schemata
Unter anderem sind folgende Schemata definiert:
- http – Hypertext Transfer Protocol
- ftp – File Transfer Protocol
- mailto – E-Mail-Adresse
- sip – SIP-gestützter Sitzungsaufbau, z.B. für IP-Telefonie
- urn – Uniform Resource Names (URNs)
- tel – Telefonnummer
- news – Newsgroup oder Newsartikel
- data – direkt eingebettete Daten
- fish – Filetransfer per SSH
- doi – Digital Object Identifier
Auf der Website der IANA findet sich unter http://www.iana.org/assignments/uri-schemes eine vollständige Liste (englischsprachig).
URIs, URLs und URNs
Man unterscheidet folgende Unterarten von URIs:
- Uniform Resource Locators (URLs) identifizieren eine Ressource über ihren primären Zugriffsmechanismus, geben also den Ort (engl. location) der Ressource im Netz an. Beispiele hierfür sind http oder ftp. URLs waren ursprünglich die einzige Art von URIs, weshalb der Begriff URL oft als gleichbedeutend zu URI verwendet wird.
- Uniform Resource Names (URNs) mit dem URI-Schema urn identifizieren eine Ressource mittels eines vorhanden oder frei zu vergebenden Namens, z. B. urn:isbn oder urn:sha1.
Ursprünglich sollte jeder URI in eine dieser beiden Klassen (oder weitere noch zu definierende) eingeteilt werden. Diese strenge Aufteilung wurde jedoch aufgegeben, da sie unnötig ist und einige Schemata (wie data) in keine der beiden Klassen passen.
Manche Schemata (wie mailto), die früher als URL bezeichnet wurden, sind heute keiner der beiden Klassen zuzuordnen.
Siehe auch
- DOI
- PURL
- Internationalized Resource Identifier
Weblinks
- RFC 1630 – Universal Resource Identifiers in WWW (Status: INFORMATIONAL)
- RFC 3986 – Uniform Resource Identifier (URI): Generic Syntax (Status: STANDARD)
- http://www.w3.org/Addressing/ – Web Naming and Addressing (englisch)
- http://ftp.ics.uci.edu/pub/ietf/uri/ – IETF URI Working Group (englisch)
Kategorie:Internet
Kategorie:Telekommunikation
ja:Uniform Resource Identifier
ko:URI
Werner StauffacherWerner Stauffacher war der Abgesandte des Urkantons (auch Ort oder Waldstätte) Schwyz, der gemäss der Legende im Jahre 1291 mit dem Rütlischwur zusammen mit Walter Fürst für Uri und Arnold von Melchtal für Unterwalden auf der Wiese Rütli hoch über dem Vierwaldstättersee die schweizerische Eidgenossenschaft begründete. Grund für diese Union waren Pläne des deutschen Königs Albrecht I. und seines Landvogtes Gessler die drei Urkantone dem deutschen Reich einzuverleiben.
Friedlich Schiller verewigte Stauffacher 1804 im Stück Wilhelm Tell mit seinem Ausspruch Frei wollen wir sein.
In Zürich ist heute ein Platz und eine Tramhaltestelle nach Werner Stauffacher benannt.
Kategorie:Schweizer
Kategorie:Mann
MelchtalMelchtal ist die Bezeichnung für das Tal der Melchaa im Kanton Obwalden in der Schweiz und eine gleichnamige Ortschaft.
Der Ort Melchtal liegt auf 890m Höhe und gehört zur politischen Gemeinde Kerns. Bekannt ist der Name insbesondere als Herkunftsort des Arnold von Melchtal, der im Gründungsmythos der Schweiz als einer von drei Gründervätern auftaucht.
Das Melchtal verläuft in Süd-Nördlicher Richtung und wird im Norden durch eine Schlucht abgeschlossen. Erschlossen ist es nur von Süden, von Melchsee-Frutt her.
Wirtschaft
Heute sind die Vieh- und Alpwirtschaft sowie der Tourismus dominierend. Ab dem 15. Jahrhundert wurde hier jedoch Erz von Melchsee-Frutt verhüttet, bis die Wälder abgeholzt und die Verhüttung 1689 eingestellt wurde. Ab dem 17. Jahrhundert wurde oberhalb der Stöckalp Marmor für diverse Kirchenbauten (z.B. Kirche von Sachseln) der Region gebrochen.
Verkehr
Bis tief ins 19. Jahrhundert konnte das Melchtal nur über einen Säumerpfad erreicht werden, der 1864 durch einen Fahrweg ersetzt wurde. Von 1930 bis 1932 wurde dieser dann zu einer Strasse ausgebaut. Regelmässige Verkehrsverbindungen nach Kerns existieren seit 1893, ein Postauto seit 1924.
Kloster Melchtal
Die von drei Frauen aus Luzern 1866 gegründete Einsiedelei wurde 1868 zum Benediktinerinnenkloster. 1869 weihten die Nonnen ihre Heiliggeistkirche ein. Im selben Jahr wurde das dem Kloster angegliederte Mädcheninternat eröffnet (Schliessung 1998). Zur Zeit leben gut 50 Schwestern im Kloster Melchtal.
Kategorie:Ort in der Schweiz
Weisses Buch von SarnenDas Weiße Buch von Sarnen bezeichnet eine um 1470 angelegte Sammlung eidgenössischer Urkunden. Den Namen erhielt das Buch wegen seinem weißen Schweinsleder-Einband.
Dieses Buch erzählt auf 66 Zeilen die älteste Darstellung der verschiedenen Elemente der Befreiungssage von Wilhelm Tell und war der Ausgangspunkt für diese Sage. So berichtet es von einem «Gijssler, dero von Urij und Schwijtz landvogt» und dieser bei der Linde in Altdorf einen Hut auf eine Stange stecken lassen, einen Knecht hingestellt und das Gebot ausrufen lassen: Wer da vorbeigehe, solle sich verneigen, als wäre der Herr selbst anwesend.
Der Glarner Aegidius Tschudi hatte im 16. Jahrhundert diese Chronik mit einigen ihm bekannten Urkunden in sehr freier Weise vereinigt und zu einer für Jahrhunderte massgebenden Schweizergeschichte, dem Chronicon Helveticum, umgestaltet.
Das Buch befindet sich heute im Staatsarchiv von Obwalden in Sarnen.
Kategorie:Schweizer Chronik
Kategorie:Obwalden (Kanton)
8. NovemberDer 8. November ist der 312. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 313. in Schaltjahren) - somit bleiben 53 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1519 - Der spanische Konquistador Hernando Cortez erreicht die aztekische Hauptstadt Tenochtitlán und wird von Moctezuma II. mit großem Aufwand Willkommen geheißen.
- 1520 - Das Stockholmer Blutbad, veranlasst durch Dänenkönig Christian II. soll den schwedischen Widerstand und Freiheitswillen brechen helfen.
- 1576 - Mit der Genter Pazifikation kommt es zum Zusammenschluss aller niederländischen Provinzen gegen die Spanier mit der Forderung nach religiöser Toleranz und dem Abzug der spanischen Truppen.
- 1620 - Im dreißigjährigen Krieg besiegt Tilly, der Heerführer der Katholischen Liga, die Protestanten in der Schlacht am Weißen Berge bei Prag.
- 1685 - Kurfürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg nimmt mit seinem Edikt von Potsdam fliehende Hugenotten auf.
- 1738 - Unterzeichnung des Friedens von Wien. Österreich und Frankreich beenden den Polnischen Thronfolgekrieg.
- 1798 - Der britische Kapitän John Fearn entdeckt die Insel Nauru.
- 1832 - Die portugiesische Königin Maria II. verleiht António José de Sousa Manoel de Menezes Severim de Noronha und seinen Nachkommen den erblichen Adelstitel Herzog von Terceira (Duque de Terceira).
- 1939 - Ein Attentat des Schreinergesellen Georg Elser auf Adolf Hitler missglückt im Münchener Bürgerbräukeller.
- 1942 - Im Zweiten Weltkrieg landen im Rahmen der Operation Torch Briten und US-Amerikaner in Nordafrika.
- 1947 - Uruguay wird Mitglied in der UNESCO.
- 1949 - Kambodscha erhält die formelle Unabhängigkeit im Rahmen der Französischen Union.
- 1956 - Tunesien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1960 - John F. Kennedy besiegt in den US-Präsidentschaftswahlen Richard M. Nixon.
- 1966 - Ronald Reagan wird zum Gouverneur von Kalifornien gewählt.
- 1966 - Der vormalige Generalstaatsanwalt von Massachusetts, Edward Brooke, wird der erste Afroamerikaner, der in den Senat der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wird.
- 1988 - Bei den US-Präsidentschaftswahlen besiegt George H. W. Bush seinen demokratischen Konkurrenten Michael Dukakis und wird damit durch das Wahlmännerkollegium zum 41. Präsidenten der USA gewählt.
- 1989 - Das DDR-Politbüro tritt geschlossen zurück.
- 1989 - Die Bewohner von Rüterberg rufen die Dorfrepublik Rüterberg als Zeichen gegen die jahrelange Demütigung durch die DDR aus.
- 1990 - Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes wird in Côte d'Ivoire ein Ministerpräsident ernannt.
- 1993 - Slowenien wird Mitglied in der FAO, der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen.
- 1994 - Nach 40 Jahren hat die Republikanische Partei in den USA wieder die Mehrheit in beiden Häusern (Senat und Repräsentantenhaus) - was den Handlungsfreiraum für den demokratischen Präsidenten Bill Clinton deutlich einengt.
- 1995 - Die Ukraine wird Mitglied des Europarats
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1853 - John Russel Hind entdeckt den Asteroiden Euterpe.
- 1887 - Emil Berliner erhält das Reichspatent auf sein Tonwiedergabegerät mit drehbarer Schallplatte. Das Grammophon ersetzt nach der Jahrhundertwende mehr und mehr den Walzenphonopraphen von Thomas Alva Edison.
- 1895 - Wilhelm Conrad Röntgen entdeckt die Röntgen-Strahlen.
- 1907 - Die Pariser Zeitung "L'Illustration" startet die erste öffentliche Bildübertragung per Faksimiletelegraf und Unterseekabel. Zwölf Minuten später ist die Fotografie von König Eduard VII. beim Londoner "Daily Mirror" angekommen. Die beiden Zeitungen erwarben die Rechte an dem von Arthur Korn entwickelten Gerät.
Kultur
- 1793 - In Paris wird der Louvre dem Volk von der revolutionären Regierung zugänglich gemacht und zu einem Museum umfunktioniert.
- 1926 - Uraufführung des Musicals "Oh, Kay!" von George Gershwin am Imperial Theatre in New York.
- 1930 - Uraufführung des Singspiels "Im weißen Rößl" von Ralph Benatzky im Großen Schauspielhaus in Berlin.
- 2003 - Der fünfte Harry Potter Band "Harry Potter and the Order of the Phoenix" erscheint in deutscher Übersetzung.
Religion
- 1990 - Staatschef Ramiz Alia kündigt in Albanien an, die seit 1967 geschlossenen Moscheen und Kirchen wieder öffnen zu wollen.
Katastrophen
- 1957 - Eine Boeing B-377 Stratocruiser der Pan Am stürzt auf dem planmäßigen Flug von San Francisco nach Honolulu ungefähr 1.600 km vor ihrem Bestimmungsort ab. Alle 44 Personen an Bord sterben. Vier Tage später finden Rettungskräfte die Verunglückten. Wie sich herausstellt, hatten die meisten den Absturz leicht verletzt überlebt, ertranken dann aber.
- 1965 - Cincinnati, USA. Eine Boeing 727 der American Airlines stürzt während der Landung ab. 58 Menschen sterben, 4 werden gerettet.
- 1983 - Nähe Lubango, Angola, Afrika. Eine Boeing 737 der Angola Airlines stürzt kurz nach dem Start ab und explodiert. Alle 130 Menschen an Bord sterben.
- 1991 - Auf den Philippinen fordern ein Wirbelsturm und die folgende Sturmflut das Leben von 7.000 Menschen.
- 1995 - Argentinien. Eine Fokker F-27 der Lineas Aéreas del Estado prallt in schlechtem Wetter bei Villa Dolores (Córdoba) gegen einen Berg. Keiner der 53 Insassen überlebt das Unglück.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1959 - Minneapolis, Minnesota: Basketballspieler Elgin Baylor erzielt mit 64 Punkten gegen die Boston Celtics einen neuen NBA-Rekord.
Geboren
- 30 - Nerva, römischer Kaiser
- 1511 - Paul Eber, Theologe, Kirchenlieddichter und Reformator
- 1529 - Samuel Selfisch, Verleger und Buchhändler, Bürgermeister von Wittenberg
- 1572 - Johann Sigismund, von 1608 bis 1619 Kurfürst von Brandenburg
- 1656 - Edmond Halley, englischer Astronom
- 1723 - John Byron, englischer Südseeforscher
- 1737 - Joseph Bruny d’Entrecasteaux, französischer Entdecker
- 1745 - Ernst Christian Trapp, erster deutsche Inhaber eines Lehrstuhls für Pädagogik
- 1755 - Dorothea Viehmann, deutsche Märchenerzählerin französischer Abstammung
- 1770 - Adam Johann von Krusenstern, baltendeutscher Weltumsegler
- 1777 - Désirée Clary, Königin von Schweden
- 1781 - Karl Godulla, deutscher Unternehmer (preußischer Zinkkönig)
- 1809 - Richard Hartmann, deutscher Industrieller
- 1823 - Joseph Monier, französischer Gärtner (Erfinder des Stahlbeton)
- 1843 - Moritz Pasch, deutscher Mathematiker
- 1847 - Bram Stoker, britischer Autor
- 1848 - Gottlob Frege, deutscher Mathematiker, Logiker und Philosoph
- 1868 - Felix Hausdorff, deutscher Mathematiker
- 1869 - Joseph Franklin Rutherford, US-amerikanischer Geistlicher (Leiter der Zeugen Jehovas)
- 1883 - Arnold Bax, englischer Komponist
- 1884 - Hermann Rorschach Schweizer Psychiater (Entwickler des Rorschachtests)
- 1885 - Jorgo Busianis, griechischer Maler
- 1885 - Emil Fahrenkamp, deutscher Architekt
- 1888 - Piet Valkenburg, niederländischer Fußballspieler
- 1893 - Rama VII., König von Siam
- 1897 - Dorothy Day, US-amerikanische Sozialaktivistin
- 1897 - Elisabeth Crodel, deutsche Malerin
- 1900 - Margaret Mitchell, US-amerikanische Autorin
- 1900 - Anita-Elisabeth Veit, christliche Autorin und Ufologin
- 1900 - Franz-Josef Wuermeling, deutscher Politiker
- 1909 - Katherine Hepburn, US-amerikanische Schauspielerin (†29.6.2003)
- 1910 - Elfriede Brüning, deutsche Schriftstellerin
- 1913 - Ludwig Elsbett, deutscher Motorenentwickler
- 1913 - Rudolf Harbig, deutscher Leichtathlet
- 1914 - George Dantzig, US-amerikanischer Mathematiker
- 1916 - Peter Weiss, deutscher Schriftsteller
- 1918 - Hermann Zapf, deutscher Typograf, Schriftentwerfer und Kalligraf
- 1921 - Walter Mirisch, US-amerikanischer Filmproduzent
- 1922 - Conrad Ahlers, deutscher Politiker
- 1922 - Christiaan Barnard, südafrikanischer Chirurg
- 1922 - Hannsheinz Porst, deutscher Unternehmer
- 1923 - Jack S. Kilby, US-amerikanischer Physiker
- 1927 - Patti Page, US-amerikanische Sängerin
- 1930 - Chris Connor, US-amerikanischer Sänger
- 1930 - Pater Perne, deutscher Geistlicher und Liedermacher
- 1931 - Paolo Taviani, italienischer Regisseur
- 1932 - Ken Dodd, britischer Sänger
- 1935 - Alain Delon, französischer Filmschauspieler
- 1935 - Alfonso López Trujillo, Erzbischof von Medellín und Kardinal
- 1940 - Charles Thomas Kowal, US-amerikanischer Astronom
- 1944 - Bonnie Bramlett, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Robert Nix, US-amerikanischer Musiker
- 1946 - Roy Wood, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1948 - Minnie Riperton, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1949 - Alan Berger, US-amerikanischer Musiker
- 1949 - Bonnie Raitt, US-amerikanische Musikerin, Sängerin und Songschreiberin
- 1951 - Larry Burntt, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1954 - Rickie Lee Jones, US-amerikanische Sängerin und Songschreiberin
- 1955 - Gisela Oeri, Vize-Präsidentin und Mäzenin des FC Basel
- 1957 - Porl Joe Thompson, britischer Musiker (The Cure)
- 1958 - Terry Lee Miall, britischer Musiker (Adam Ant)
- 1961 - Leif Garrett, US-amerikanischer Sänger
- 1964 - Lars Harms, deutscher Politiker
- 1970 - Lolo Ferrari, französische Schauspielerin
- 1975 - Tara Reid, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - Nico Patschinski, deutscher Bundesliga-Fußballspieler
- 1983 - Michael Aglas, Fussballstar
Gestorben
- 397 - Martin von Tours, in Candes (bei Tours); gallischer Bischof von Tours ( - 316)
- 618 - Adeodatus I., als Nachfolger von Bonifatius IV. Papst seit 615
- 789 - Willehad von Bremen, in Blexen an der Weser; Glaubensbote in Friesland ( - um 740)
- 955 - Agapitus II., Papst seit 946
- 996 - Gregor von Einsiedeln, in Einsiedeln; engl. Mönch ( - in England)
- 1115 - Gottfried von Amiens, in Soissons; ( - 1066)
- 1226 - Ludwig VIII., König von Frankreich
- 1308 - Johannes Duns Scotus, schottischer Theologe und Philosoph
- 1527 - Hieronymus Emser, Theologe und Gegenspieler Luthers
- 1627 - Ludwig II. von Nassau-Weilburg, Graf von Nassau-Weilburg
- 1663 - Christian Reichsgraf zu Rantzau, deutscher Statthalter im königlich-dänischen Anteil von Schleswig-Holstein
- 1674 - John Milton, englischer Dichter
- 1719 - Michel Rolle, französischer Mathematiker
- 1771 - Joseph Gabler, österreichischer Orgelbaumeister
- 1773 - Friedrich Wilhelm von Seydlitz, preußischer Kavallerieoffizier
- 1793 - Jeanne-Marie Roland de la Platière, französische Revolutionärin (hingerichtet)
- 1817 - Andrea Appiani, italienischer Maler
- 1872 - Moritz Ludwig Seyffert, Philologe und Pädagoge
- 1878 - Hermann Goedsche, deutscher Schriftsteller
- 1887 - Doc Holliday, US-amerikanischer Revolverheld
- 1890 - César Franck, französischer Komponist, deutsch-belgischer Abstammung
- 1890 - Sophie Wörishöffer, deutsche Schriftstellerin
- 1894 - Anton Grigorjewitsch Rubinstein, russischer Komponist
- 1921 - Pavol Országh Hviezdoslav, slowakischer Dichter
- 1923 - Alfhild Agrell, schwedische Schriftstellerin
- 1933 - Mohammed Nadir Schah, in Kabul; afghanischer König ( - 9. April 1883)
- 1953 - Iwan Alexejewitsch Bunin, russischer Schriftsteller
- 1960 - Ernst Beutler, in Frankfurt am Main; deutscher Germanist ( - 12. April 1885)
- 1965 - Dorothy Kilgallen, US-amerikanische Schauspielerin, Reporterin und Fernsehmoderatorin
- 1966 - Bernhard Zondek, deutscher Mediziner ( - 1891)
- 1969 - Wolf Durian, deutscher Journalist und Jugendbuchautor
- 1974 - Ivory Joe Hunter, US-amerikanischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1976 - Gottfried von Cramm, deutscher Tennisspieler
- 1985 - Nicolas Frantz, luxemburgischer Radrennfahrer
- 1985 - Masten Gregory, US-amerikanischer Formel-1-Rennfahrer
- 1985 - André Thomkins, schweizer Maler, Zeichner und Dichter
- 1986 - Wjatscheslaw Molotow, in Moskau; sowjetischer Politiker ( - 9. März 1890)
- 1991 - John Jahr, in Hamburg; deutscher Verleger, ( - 20. April 1900)
- 1996 - Johannes Frömming, in Hamburg; deutscher Trabrennsportler ( - 28. Juni 1910)
- 2002 - Rudolf Noelte, deutscher Theaterregisseur
- 2004 - Lennox Miller, jamaikanischer Leichtathlet ( - 8. Oktober 1946)
- 2005 - Carola Höhn, deutscher UFA-Star ( - 30. Januar 1910)
Feiertage und Gedenktage
- Internationaler Tag der Putzfrauen
Siehe auch
- 7. November - 9. November
- 8. Oktober - 8. Dezember
- November - Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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Bundesbrief von 1291Der Bundesbrief, datiert von Anfang August 1291, gilt als mythische Gründungsurkunde der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Dieser Bund wurde von den Gebieten Uri, Schwyz und Unterwalden aufgestellt, womit diese nach dem Mythos die ersten drei Kantone der Schweiz bildeten. Er ist erhalten und im Bundesbriefmuseum in der Gemeinde Schwyz ausgestellt. Der Bundesbrief liegt als Pergamentblatt im Format 320 x 200 mm vor und umfasst 17 Zeilen.
Pergament
Es wird oft übersehen, dass nur Nidwalden, nicht aber Obwalden im Text erwähnt wird. Die Urkunde ist aber mit dem Siegel von Unterwalden versehen, welches sowohl für Nidwalden als auch für Obwalden galt. Es könnte sein, dass Obwalden zu einem späteren Datum diesem Bund beitrat.
Ebenfalls weniger bekannt ist, dass die Urkunde kein genaues Datum trägt: sie sei "Anfangs August" 1291 verfasst worden, was aber nicht unbedingt bedeutet, dass dies gerade am 1. August gewesen sein muss. Auch ist hervorzuheben, dass der Bundesbrief nicht die Gründung eines Verteidigungsbündnisses darstellt, sondern sie ist eher ein Rechtsdokument, das die damals herrschenden Strukturen zementieren sollte (nur 2 von 7 Absätzen sind für den Beistand im Kriegsfall relevant). Dafür spricht auch, dass die damaligen habsburgischen Herrscher die Orte der alten Eidgenossen eher in Ruhe liessen; Habsburgische Befestigungsanlagen sind in der Innerschweiz nicht bekannt.
Erst im 19. Jahrhundert, insbesondere beim 600-jährigen Jubiläum 1891, schenkte man diesem Bundesbrief die Beachtung, die er heute geniesst. Zuvor wurde als Gründung der Schweiz meist der Bund von Brunnen angesehen, welcher am 9. Dezember 1315 nach der Schlacht bei Morgarten geschlossen wurde. Für den Rütli-Schwur existiert auch das überlieferte Datum 8. November 1307. Zudem wird im Bundesbrief von 1291 auf ein früheres Abkommen Bezug genommen, dessen Text jedoch nicht erhalten geblieben ist. Somit kann man die Gründung nicht auf ein einzelnes Ereignis (die Unterzeichnung des Bundesbriefes) reduzieren, sondern muss sie als lange andauernden geschichtlichen Prozess verstehen.
Bis 1966 erachtete man den Bundesbrief als echt und Erneuerung eines früheren Schreibens.
Viele weisen nach 1966 dann darauf hin, dass der Bundesbrief mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Fälschung aus dem 14. Jahrhundert oder um 1400 darstellt, wie sie im Mittelalter gang und gäbe waren.Kritiker dieser Haltung betonen hingegen, man habe das Alter des Bundesbriefes mit der C14-Methode mit einer Wahrscheinlichkeit von 85 Prozent auf den Zeitraum zwischen 1252 und 1312 festlegen können [http://www.educeth.ch/physik/leitprog/radio/docs/radio.pdf]. Dabei ist allerdings zu beachten, dass auch die Zuverlässigkeit der Radiometrie teilweise umstritten ist und letztlich nur über das Alter des verwendeten Pergamentpapiers, nicht aber über dessen Inhalt Auskunft geben kann. Unbestritten ist hingegen, dass der Bundesbrief im Kontext von unzähligen anderen Landfrieden der damaligen Zeit gesehen werden muss und sich keine direkte Verbindung zum modernen Schweizer Bundesstaat von 1848 herleiten lässt.
Siehe auch
- Geschichte der Schweiz
- Rütli-Schwur
- Urkanton
Kategorie:Schweizerische Geschichte
Kategorie:1291
als:Bundesbrief
1291
Politik und Weltgeschehen
- 17. Juni - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1. August (in Wahrheit: "Anfang August") - Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, (Rütli-Schwur, Bundesbrief) durch die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee.
- Erste urkundliche Erwähnung von Altdorf bei Nürtingen und Illerrieden.
- Maunu wird Erzbischof von Tartu.
- Philippe de Vitry, französischer Dichter, Komponist, Politiker, Bischof von Meaux († 1361)
- Guido Gonzaga, Graf von Mantua
- 8. Februar - Alfons IV. (Portugal), König von Portugal († 1357)
- 9. März - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona († 1329)
- 15. Juli - Rudolf I. von Habsburg, römisch-deutscher König ( - 1218)
- 16. August - Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen ( - 1269)
als:1291
ko:1291년
RütlirapportDer Rütlirapport ist ein militärisches Ereignis in der Schweiz, das am 25. Juli 1940 stattfand.
An diesem Tag bestellte der Oberbefehlshaber der Schweizer Armee, General Henri Guisan, sämtliche höheren Offiziere (ab Stufe Major) zum Rapport auf die Rütliwiese.
Die an diesem Rapport ausgebenen Befehle über die Verteidigung des Landes im Zweiten Weltkrieg wurden als Botschaft der Abschreckung gegenüber den Achsenmächten Deutschland und Italien formuliert und haben die politischen, wirtschaftlichen sowie diplomatischen Massnahmen der Schweizer Regierung in Bern flankiert.
Den Hintergrund bildete die Tatsache, dass die Schweiz nach dem Fall Frankreichs am 22. Juni 1940 komplett von den Achsenmächten eingeschlossen war und damals eine Besetzung der Schweiz durch diese nicht ausgeschlossen werden konnte. Dies bewirkte in Teilen der schweizerischen Öffentlichkeit eine Panik, die auch die Regierung, den Bundesrat, ergriffen zu haben schien: Am 25. Juni hielt der Aussenminister und damalige Bundespräsident Marcel Pilet-Golaz eine Radioansprache, um die Gemüter zu beruhigen. Da Pilet-Golaz jedoch von "Anpassungen" an das "Neue Europa" sprach, konnte man daraus eine Aufforderung herauslesen, sich mit den Achsenmächten zu arrangieren.
Aufgrund dieser Konstellation erhielt der Rütlirapport im kollektiven Bewusstsein der Schweiz einen besonderen Platz als Manifestation eines unbeugsamen Unabhängigkeitswillens an einem geschichtsträchtigen Ort und in schwerer Zeit.
Ebenso fokussiert sich in der Reaktion der beiden damals wichtigsten Personen des schweizerischen öffentlichen Lebens aber auch der Zwiespalt im Umgang der damaligen und späteren Schweizer mit dem Nationalsozialismus: während der pragmatische Pilet-Golaz zum verhassten Symbol des verdrängten Defätismus wurde (und 1944 denn auch, von allen fallen gelassen, zurücktreten musste), symbolisiert General Guisan den strahlenden Helden.
Kategorie:Schweizerische Militärgeschichte
1. AugustDer 1. August ist der 213. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 214. in Schaltjahren) - somit bleiben 152 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 527 - Justinian I. wird byzantinischer Kaiser.
- 762 - Kalif al-Mansur erhebt Bagdad zur Hauptstadt des Kalifats.
- 1291 - Mythos: Gründung der Schweiz (Rütli-Schwur, Nationalfeiertag).
- 1619 - Die ersten Sklaven kommen in Jamestown (Virginia) an.
- 1664 - Graf Raimund von Montecuccoli besiegt in der Schlacht bei Mogersdorf ein türkisches Heer unter Achmed Köprülü.
- 1714 - Kurfürst Georg Ludwig von Hannover wird britischer König (Georg I.).
- 1834 - Großbritannien entläßt die Sklaven in die Freiheit.
- 1838 - Krönung von Königin Viktoria I. von England.
- 1844 - Eröffnung des Berliner Zoos - der erste Zoo Deutschlands (der 9. in Europa).
- 1855 - Erstbesteigung der Dufourspitze, des höchsten Bergs der Schweiz, durch eine Seilschaft unter der Leitung von Charles Hudson.
- 1914 - Das Deutsche Reich erklärt Russland den Krieg.
- 1919 - Ende der ungarischen Räterepublik.
- 1929 - Das preußische Gesetz zur kommunalen Neuordnung tritt in Kraft. Die Stadt Barmen-Elberfeld wird durch Vereinigung von Barmen und Elberfeld gegründet und ein Jahr später in Wuppertal umbenannt. Die Stadtkreise Duisburg und Hamborn werden zur Stadt Duisburg-Hamborn vereinigt.
- 1936 - Eröffnung der XI. Olympische Spiele in Berlin
- 1941 - Der erste Jeep wird produziert.
- 1943 - Das von Japan besetzte Birma erklärt Großbritannien und den USA den Krieg und proklamiert die staatliche Unabhängigkeit.
- 1944 - Anne Frank macht den letzten Eintrag in ihr Tagebuch.
- 1944 - Aufstand der polnischen Heimatarmee gegen die deutschen Besatzungstruppen im besetzten Warschau (Warschauer Aufstand).
- 1944 - Neuer Reichspräsident in Finnland wird Carl Gustaf von Mannerheim.
- 1945 - Die Frankfurter Rundschau erscheint als die erste Lizenzzeitung im Deutschland der Nachkriegszeit.
- 1953 - Gründung der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) als Träger der gesetzlichen Rentenversicherung.
- 1955 - In Österreich wird vom ORF die erste Fernsehsendung ausgestrahlt.
- 1960 - Benin, das damalige Dahomey, erhält die Unabhängigkeit von Frankreich.
- 1960 - Ingrid Pedersen überfliegt in einer einmotorigen Cessna als erste Frau den Nordpol.
- 1966 - bei einem Amoklauf erschießt Charles Whitman 15 Menschen von der Aussichtsplattform im Turm der Universität Texas in Austin aus, bevor er selbst von der Polizei erschossen wird.
- 1975 - OSZE-Gipfeltreffen in Helsinki: Gründung der KSZE und Unterzeichnung der Schlussakte von Helsinki.
- 1976 - In Wien stürzt die Reichsbrücke ein.
- 1984 - Beginn der Sanktonierung gegen nicht angeschnallte Autofahrer („Gurtmuffel“) in der Bundesrepublik Deutschland.
- 1990 - Schelju Schelew wird Staatspräsident Bulgariens.
- 1994 - Die Republik Niger wird Mitglied in der UEMOA (Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft).
- 1998 - In den deutschsprachigen Ländern tritt die Rechtschreibreform in Kraft.
- 2000 - Mosche Katsav wird als erster Likud-Politiker Staatspräsident von Israel.
- 2001 - Mit der eingetragenen Lebenspartnerschaft werden gleichgeschlechtliche Paare in Deutschland erstmals rechtlich anerkannt.
Wirtschaft
Wissenschaft, Technik
- 1930 - Erste Fernsehempfangsgeräte sind auf der 7. Großen Deutschen Funkausstellung in der Vorführphase.
- 1972 - Das mit 100 m Durchmesser bis 2000 größte frei bewegliche Radioteleskop der Welt wird in Effelsberg in Betrieb genommen.
Kultur
- 1981 - MTV geht in New York City auf Sendung.
Religion
Katastrophen
- 1948 - Das französische Wasserflugzeug Latecoere 631 verunglückt über dem Atlantik mit 52 Menschen an Bord.
- 1990 - Eine aus Eriwan, Armenien kommende Jakowlew Jak-40 der Aeroflot prallt beim Anflug auf Stepanakert, Nagorny-Karabach bei schlechter Sicht gegen einen Berg. Keiner der 47 Insassen überlebt.
- 2004 - Beim Brand eines Supermarktes in Asuncion (Paraguay) sterben 215 Menschen.
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1922 - Als erste Sport-Rundfunkreportage wird das Autorennen in Brooksland (USA) live übertragen.
- 1987 - Mike Tyson gewinnt seinen Boxkampf und damit den Weltmeistertitel im Schwergewicht gegen Tony Tucker im Hilton Hotel, Las Vegas durch Sieg nach Punkten.
- 1976 - Niki Lauda verunglückt am Nürburgring schwer.
Geboren
- 10 v. Chr. - Claudius, römischer Kaiser
- 126 - Pertinax, römischer Kaiser
- 1377 - Go-Komatsu, 100. Kaiser von Japan
- 1495 - Jan van Scorel, niederländischer Maler
- 1500 - Johann Rivius, deutscher Pädagoge und Theologe
- 1685 - Pier Giuseppe Sandoni, italienischer Komponist
- 1714 - Richard Wilson, britischer Maler
- 1744 - Jean-Baptiste de Lamarck, französischer Naturforscher
- 1770 - William Clark, amerikanischer Entdecker
- 1779 - Francis Scott Key, US-amerikanischer Lyriker
- 1779 - Lorenz Oken, deutscher Naturforscher
- 1782 - Eugen von Mazenod, katholischer Heiliger
- 1802 - Karl Uschner, deutscher Übersetzer antiker Dichtungen
- 1818 - Maria Mitchell, US-amerikanische Astronomin
- 1819 - Herman Melville, US-amerikanischer Autor
- 1858 - Hans Rott, österreichischer Komponist
- 1863 - Gaston Doumergue, französischer Präsident
- 1865 - Alfred Hoche, deutscher Psychiater
- 1881 - Rose Macauley, britische Schriftstellerin
- 1881 - Otto Toeplitz, deutsch-jüdischer Professor der Mathematik
- 1882 - Reinhold Wulle, deutscher Politiker und Publizist
- 1885 - George de Hevesy, ungarischer Physiochemiker
- 1889 - Walther Gerlach, deutscher Physiker
- 1891 - Enrique Mario Casella, argentinischer Komponist
- 1891 - Karl Kobelt, schweizerischer Politiker und Bundesrat
- 1893 - Alexandros I., König von Griechenland
- 1894 - Ottavio Bottecchia, italienischer Radrennfahrer
- 1898 - Morris Stoloff, US-amerikanischer Musiker und Bandleader
- 1907 - Marga von Etzdorf, deutsche Pilotin
- 1908 - William Ling, englischer Fußball-Schiedsrichter
- 1913 - Bhagwan, indischer Sektengründer
- 1913 - Heinz Ellenberg, deutscher Biologe, Botaniker, Landschaftsökologe
- 1915 - Hann Trier, deutscher Maler, unter anderem des Informel, und Grafiker
- 1918 - Artur „Atze“ Brauner, deutscher Filmproduzent
- 1922 - Hans Löfflad, deutscher Politiker
- 1924 - Georges Charpak, französischer Physiker
- 1925 - Ernst Jandl, österreichischer Schriftsteller
- 1926 - Theo Adam, deutscher Sänger
- 1929 - Josef Homeyer, Bischof von Hildesheim
- 1930 - Lionel Bart, britischer Komponist
- 1930 - Pierre Bourdieu, französischer Soziologe
- 1933 - Dom DeLuise, US-amerikanischer Schauspieler
- 1933 - Ko Ûn, koreanischer Dichter und Schriftsteller
- 1934 - Oskar Negt, deutscher Sozialphilosoph
- 1936 - Yves Saint Laurent, französischer Modedesigner
- 1938 - Bernward Vesper, deutscher Schriftsteller
- 1940 - Horst Herrmann, deutscher Kirchenkritiker
- 1942 - Claes-Håkan Ahnsjö, schwedischer Tenor
- 1942 - Jerry Garcia, US-amerikanischer Musiker und Songschreiber
- 1943 - Geoff Britton, britischer Musiker
- 1945 - Douglas D. Osheroff, US-amerikanischer Physiker
- 1946 - Peter F. Bringmann, deutscher Regisseur
- 1946 - Boz Burell, britischer Musiker
- 1947 - Rick Coonce, US-amerikanischer Musiker
- 1948 - Ditmar Staffelt, deutscher Politiker
- 1950 - Roy Williams, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 1952 - Zoran Đinđić, serbischer Politiker
- 1953 - Robert Cray, US-amerikanischer Musiker
- 1954 - Michael Badnarik, US-amerikanischer Software-Ingenieur und Politiker
- 1956 - Axel Milberg, deutscher Schauspieler
- 1957 - Beate Merk, deutsche Politikerin
- 1957 - Klaus Brähmig, deutscher Politiker
- 1959 - Peter-Martin Schmidt, Generalvikar im Bistum Fulda
- 1960 - Chuck D, US-amerikanischer Rapper
- 1960 - Ann-Kathrin Linsenhoff, deutsche Dressurreiterin
- 1960 - Joe Elliot, britischer Sänger
- 1963 - Coolio, US-amerikanischer Rapper und Schauspieler
- 1965 - Sam Mendes, britischer Regisseur
- 1968 - Marco Börries, deutscher Unternehmer
- 1970 - Fabio Casartelli, italienischer Radrennfahrer
- 1974 - Enie van de Meiklokjes, deutsche TV-Moderatorin
- 1979 - Sascha Bäcker, deutscher Fußballspieler
- 1984 - Bastian Schweinsteiger, deutscher Fußballspieler
Gestorben
- 1137 - Ludwig VI., König von Frankreich 1108-1137
- 1252 - Giovanni Piano Carpini, italienischer Forschungsreisender
- 1348 - Blanca Margarete von Valois, erste Ehefrau des böhmischen Königs Karl I.
- 1443 - Metrophanes II., ökumenischer Patriarch von Konstantinopel
- 1457 - Lorenzo Valla, italienischer Humanist und Kanoniker
- 1464 - Cosimo de Medici, florentiner Politiker
- 1546 - Peter Faber, Mitbegründer der Jesuiten
- 1562 - Virgilius Solis, deutscher Zeichner und Kupferstecher
- 1580 - Albrecht Giese, Danziger Ratsherr und Diplomat
- 1580 - Everard Mercurian, Jesuit
- 1589 - Heinrich III., König von Frankreich
- 1589 - Jacques Clément, Dominikanermönch, der den französischen König Heinrich III. erstach
- 1714 - Anne Stuart, Königin von England und Schottland und von Irland
- 1787 - Alfonso Maria de Liguori, italienischer Jurist, Bischof und Ordensgründer
- 1798 - Aristide Aubert Dupetit-Thouars, französischer Admiral
- 1798 - François-Paul Brueys d'Aigalliers, französischer Admiral
- 1815 - James Gillray, britischer Karikaturist
- 1845 - Conrad Daniel Graf von Blücher-Altona, Oberpräsident von Altona
- 1851 - Wilhelm Joseph Behr, deutscher Jurist, Politiker und Schriftsteller
- 1861 - Johann Philipp Abresch, deutscher Demokrat
- 1869 - Alexandrine Tinné, niederländische Entdeckerin und Afrikaforscherin
- 1882 - Henry Kendall, australischer Schriftsteller
- 1884 - Heinrich Laube, deutscher Schriftsteller und Dramatiker
- 1895 - Heinrich von Sybel, deutscher Historiker
- 1907 - Ernesto Rodolfo Hintze Ribeiro, portugiesischer Politiker
- 1911 - Konrad Duden, deutscher Gymnasiallehrer, Herausgeber des Duden
- 1913 - Lesja Ukrainka, ukrainische Dichterin, Dramaturgin und Übersetzerin
- 1935 - Alfred Müller, Ethnologe, Autor, Realschuldirektor
- 1935 - Hellmut von Gerlach, deutscher Politiker und Publizist
- 1940 - Hugo Lederer, Bildhauer
- 1944 - Antoine de Saint Exypéry vermisst, französischer Schriftsteller
- 1959 - Jean Behra, französischer Rennfahrer
- 1968 - Anton Hoppe, deutscher Politiker
- 1970 - Frances Farmer, US-amerikanische Schauspielerin
- 1970 - Otto Heinrich Warburg, deutscher Biochemiker, Arzt und Physiologe
- 1973 - Gian Francesco Malipiero, italienischer Komponist und Musikwissenschaftler
- 1973 - Walter Ulbricht, Politiker (SED) und Staatsmann, Staatsratsvorsitzender der DDR
- 1974 - Alois Hundhammer, deutscher Politiker, Minister und stellvertretender Ministerpräsident
- 1974 - Ildebrando Antoniutti, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1977 - Francis Gary Powers, US-amerikanischer Pilot
- 1979 - Ethelbert Stauffer, protestantischer Theologe
- 1980 - Patrick Depailler, französischer Formel 1-Rennfahrer
- 1981 - Paddy Chayefsky, US-amerikanischer Autor
- 1982 - Otto Bayer, deutscher Chemiker
- 1984 - Paul Le Flem, französischer Komponist
- 1985 - Alois Carigiet, schweizerischer Zeichner
- 1986 - Robert Wolfgang Schnell, deutscher Schriftsteller
- 1987 - Pola Negri, polnische Schauspielerin und ein Star des Stummfilms
- 1990 - Norbert Elias, deutsch-britischer Soziologe, Philosoph und Dichter
- 1996 - Mohammed Farah Aidid, Führer des somalischen Habr Gidr-Klans
- 1996 - Tadeus Reichstein, schweizer Chemiker
- 1997 - Swjatoslaw Teofilowitsch Richter, sowjetischer Pianist
- 2000 - Karl Reinthaler, österreichischer Politiker
- 2003 - Guy Thys, belgischer Fußball-Nationaltrainer
- 2003 - Marie Trintignant, französische Schauspielerin
- 2004 - Madeleine Robinson, französische Schauspielerin
- 2005 - König Fahd von Saudi Arabien
- 2005 - Constant, niederländischer Maler und Bildhauer
Feier- und Gedenktage
- Schweizer Nationalfeiertag zum | | |