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Rütli

Rütli

Das Rütli (älter: Grütli "kleine Rodung", daher auch franz. le Grütli) ist eine Bergwiese am Urnersee (der Urnersee ist ein Teil des Vierwaldstättersees), in Seelisberg, auf der nach der Legende das "ewige Bündnis" der Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) geschlossen wurde (Rütli-Schwur). Rütli-Schwur Man weiss jedoch nicht, wo, an welchem Tag genau und wie die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden den Beistandspakt von 1291 besiegelt haben. Ein Rütli – am Mythen – wird erst 1307 erwähnt. Dort hätten die Urner nachts zu den Schwyzern stossen können, um im Morgengrauen nördlich ins Territorium des Klosters Einsiedeln einzufallen. Als "Wiege der Schweiz" hat die Wiese den Charakter eines nationalen Denkmals, wobei die Verantwortlichen auf die sonst übliche Monumentalität verzichteten. Auf dem Rütli finden sich statt dessen ein Gasthaus, eine Picknickwiese, der Drei-Länder-Brunnen und eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Ortes. Über einen Bootsanlegestelle lässt sich das Rütli bequem vom Urnersee aus erreichen, dagegen ist der Zugang von Land her sehr zeitraubend und mühsam. Urnersee] Ermöglicht wurde die Erhaltung des Rütlis in seiner historischen Form durch eine Geldspende Schweizerischer Schulkinder an die "Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft" im Jahre 1859, die damit das Gelände käuflich erwarb und den Schweizer Behörden als unveräusserliches Nationaleigentum übergab. Der Anstoss für diese Aktion war der später gescheiterte Versuch, an dieser Stelle ein Hotel bauen zu wollen. Am 25. Juli 1940 fand hier der Rütlirapport durch General Henri Guisan statt. Seit 1991 beginnt hier der Weg der Schweiz als Wanderweg rund um den Urnersee. Auch heute noch feiert die Schweiz an jedem 1. August auf dem Rütli ihren Geburtstag (Bundesfeier), bei dem unter anderem ein prächtiges Feuerwerk entfacht wird. Die Rütlifeier wurde in den letzten Jahren immer häufiger durch Rechtsradikale gestört. Bisheriger Höhepunkt dieser Störungen bildet hierbei die Feier vom 1. August 2005, an der Bundespräsident Samuel Schmid beschimpft wurde.

Literatur


- Georg Kreis: Mythos Rütli - Geschichte eines Erinnerungsortes (2004) Orell Füssli, Zürich, 272 S. mit 72 Abb., ISBN 3-280-06042-7

Siehe auch

1. August, Rütli-Schwur, Rütlirapport Kategorie:Schweizerische Geschichte Kategorie:Geographie (Schweiz) Kategorie:Uri (Kanton) als:Rütli

Französische Sprache

Die französische Sprache (Französisch) gehört zur romanischen Gruppe der indogermanischen Sprachen. Sie wird gegenwärtig von ca. 77 Millionen Menschen als Muttersprache gesprochen. Zählt man Zweitsprachler hinzu, kommt man auf ca. 130 Millionen Sprecher (Stand für beide Zahlen 1999). Der Language Code ist fr bzw. fra oder fre (nach ISO 639); für Altfranzösisch (842 bis ca. 1400) ist der Code fro und für Mittelfranzösisch (ca. 1400 bis 1600) ist der code frm.

Geschichte der französischen Sprache

Die französische Sprache entwickelte sich nach dem Zerfall des Römischen Reiches aus dem Vulgärlatein der gallo-römischen Bevölkerung in der Nordhälfte des heutigen Frankreichs. Allerdings färbte die keltische Bevölkerung die neu entstehende Volkssprache vorwiegend im Klangbild. Einen stärkeren Einfluss übten die Germanen, insbesondere die Franken, aus. Sie eroberten das Gebiet in der Spätantike und prägten den französischen Wortschatz entscheidend mit. Dabei bildeten sich verschiedene Dialekte heraus, die als Langues d'oïl zusammengefasst werden. Die ersten Dokumente, die der französischen Sprache zugeordnet werden, sind die Straßburger Eide, die 842 sowohl auf Altfranzösisch als auch auf Althochdeutsch verfasst wurden. Unter den Kapetingern kristallisiert sich Paris allmählich als politisches Zentrum Frankreichs heraus, wodurch der dortige Dialekt, das Franzische, zur Hochsprache reift. Aufgrund der zunehmend zentralistischen Politik werden die anderen Dialekte stark zurückgedrängt. Nachdem 1066 Wilhelm der Eroberer den englischen Thron besteigt, wird das normannische Französisch für zwei Jahrhunderte die Sprache des englischen Adels. In dieser Zeit wurde die englische Sprache sehr stark vom Französischen beeinflusst. Mit den Albigenserkreuzzügen erreicht Frankreich seine heutige Ausdehnung. Dabei werden die Langues d'oc (siehe unten) zugedrängt und unterdrückt. Durch den Edikt von Villers-Cotterêts wird 1539 die Französische Sprache als Landessprache Frankreichs festgelegt. Im Jahre 1634 gründete Kardinal Richelieu die Académie Française, die sich mit der "Vereinheitlichung und Pflege der französischen Sprache" beschäftigt. Ab dem 17. Jahrhundert wird Französisch die lingua franca des europäischen Adels, zunächst in Mitteleuropa, im 18. und 19. Jahrhundert auch in Osteuropa (Polen, Russland, Rumänien). In dieser Zeit entwickelte sich Frankreich zu einer Kolonialmacht und legte damit den Grundstein für die heutige Verbreitung der französischen Sprache außerhalb Europas und der französischen Kreolsprachen. Das 1830 unabhängig gewordene Belgien erobert ebenfalls Kolonien, wo die französische Sprache eingeführt wird. Im 18. Jahrhundert übernimmt das Französische als Sprache des Adels die Domäne der internationalen Beziehungen und der Diplomatie (zuvor: Latein). Als Großbritannien im 19. Jahrhundert zur herrschenden Kolonialmacht, und die USA im 20. Jahrhundert zur Weltmacht wurden, ändert sich die Sprachsituation zu Gunsten der englischen Sprache. Mit der Dezentralisierung in den 1980er Jahren wird den Regionalsprachen sowie den Dialekten in Frankreich mehr Freiraum eingeräumt, wodurch sie eine Renaissance erfahren. 1994 wird in Frankreich das Loi Toubon erlassen, ein Gesetz, das den Schutz der französischen Sprache sichern soll.

Aussprache

Siehe: Aussprache der französischen Sprache

Verbreitung

Amtssprache

Französisch ist allein oder zusammen mit anderen Sprachen Amtssprache in folgenden Staaten (in Klammern die Anzahl der Muttersprachler) Außerdem ist Französisch eine der Amtssprachen der Europäischen, der Afrikanischen Union, der Organisation Amerikanischer Staaten sowie der Vereinten Nationen.

Sonstige Verwendung

Französisch ist darüber hinaus Verkehrssprache in folgenden Ländern und Regionen:
- Algerien
- Andorra
- Dominica
- Kanalinseln (unter britischer Krone)
- Libanon
- Louisiana (USA)
- Marokko
- Mauretanien
- Tunesien Zudem bildet Französisch die Grundlage verschiedener Terminologien, z.B. in der gastronomischen Fachsprache und im Ballett.

Sprachvarianten der französischen Sprache

Französisch ist eine indoeuropäische Sprache und gehört zu den galloromanischen Sprachen, die in zwei Gruppen geteilt werden: langues d'oïl im nördlichen Frankreich und Belgien und langues d'oc im Süden Frankreichs. Hierbei ist der Status, was dabei Dialekt und was eigenständige Sprachen ist, umstritten. Meistens spricht man von zwei Sprachen und deren jeweiligen Patois, den französischen Dialekten. Das Französische wird den langues d'oïl zugeordnet und geht auf eine Mundart aus dem Raum Ile de France zurück. Sie grenzen sich von den langues d'oc ab, die südlich des Flusses Loire verbreitet sind und eine eigene Sprache darstellen. Die Unterscheidung bezieht sich auf die Verwendung des Wortes Ja - Oc im Süden und Oïl im Norden. Zudem ist bei den Langues d'oc, die zusammenfassend auch als Okzitanisch bezeichnet werden, der romanische Charakter stärker ausgeprägt. Daneben gibt es das Franko-Provenzalische, was mitunter keiner der beiden anderen gallo-romanischen Sprachen zugeordnet wird. Da es allerdings keine Hochsprache entwickelt hat, wird es von manchen als Dialekt der langues d'oc angesehen. Gallo-romanische Sprachen:
- langues d'oïl (Französisch)
  - Gallo, Wallonisch, Picardisch
- Franko-Provenzalisch
- langues d'oc (Okzitanisch)
  - Provenzalisch, Languedokisch, Gaskognisch Aufgrund der internationalen Verbreitung gibt es auch landestypische Eigenheiten der französischen Sprache:
- Belgisches Französisch
- Schweizer Französisch
- Französisch in den USA
  - Cajun
  - Französisch in Louisiana
  - Französisch in Neuengland
- Französisch in Kanada
  - Kanadisches oder Quebecer Französisch
  - Akadisches Französisch
  - Neufundländisches Französisch
  - Michif
- Jèrriais
- Französisch geprägte Kreolsprachen

Grammatik

Verb

Alle wichtigen Dinge zur Konjugation finden sich unter französische Konjugation

Objekt

Objektpronomen

Welches Objektpronomen ersetzt welches Objekt?
Dieses "de" kann auch ein Teilungsartikel sein.
Welches Objektpronomen steht in welcher Reihenfolge im Satz?
wobei
- [se] für ein eventuelles Reflexivpronomen steht,
Wo stehen die Objektpronomen im Satz?

- Objektpronomen stehen immer vor dem konjugierten Verb.
- Ausnahme bei Infinitivkonstruktionen: Objektpronomen stehen dann vor dem handlungstragenden Infinitiv
Beispiele

Tempus

Modus Indicatif : Modus Subjonctif : Dieses Modus existiert nicht im Deutschen. Er ist mit Konstruktionen mit "que" zu verwenden. Modus Conditionnel : Dieses Modus drückt die Bedingung aus. Außerdem hat die französische Sprache das Modus Impératif, das in Présent und Passé geteilt ist. Diese Teilung gilt auch für die Moden Participe und Infinitif.

Konnektoren

cause (Ursache)

conjonctions: parce que puisque, pour la simple et bonne raison que, comme, étant donné que, du fait que, attendu que, considérant que, vu que, soit parce que, sous prétexte que, ce n'est pas parce que, car, en effet, tellement, tant, d'autant plus que, d'autant moins que, d'autant mieux que, surtout que, à présent que, maintenant que, dès l'instant où, dès lors que, du moment que prépositions: à cause de, grâce à, avec, étant donné, du fait, à la lumière de, attendu que, eu égard à, vu, à la suite de, par suite de, sous, à, pour, par, de, à force de, faute de, par manque de, à defaut de, sous prétexte que, sous couleur de, sous couvert de

conséquence (Folge)

conjonctions: si bien que, de telle manière que, de telle façon que, de telle sorte que, en sorte que, tel +Nomen +que, verbe +tellement, verbe +tant, si +Adj. +que, au point que, tant et si bien que, tant et tant que, à telle enseigne que, pour que, il s'en faut de ... que, sans que, donc, partant, par conséquant, en conséquence, c'est pourquoi, voilà pourquoi, de ce fait, c'est pour cela que, alors, depuis lors, dès lors, de cette manière, ainsi, aussi, du coup, d'où, de là

but (Ziel)

conjonctions: pour, afin de, pour que, afin que, si...c'est pour que, de manière à, de façon à, de manière que, de façon que, de sorte que, de manière à ce que, de façon à ce que, de telle manière que, de telle façon que, de telle sorte que, pour ne pas, afin de ne pas, de peur de, de crainte de, il faut que, il suffit de prépositions: dans le but de, en vue de, à dessein de, histoire de, question de, affaire de, dans/avec l'intention de, dans la perspective de, dans le souci de, avec l'idée de, dans/avec l'espoir de, avec l'arrière-pensée de, dans le seul but de, à seule fin de, en vue de, en perspective de, dans un souci de

condition (Bedingung)

conjonctions: à condition que, à la seule condition que, à une seule contition, c'est que..., sous la condition que, pourvu que, pour peu que, si tant est que, pour autant que, dans la mesure où prépositions: à, à condition de, faute de, à defaut de, à moins de, quitte à, au risque de, avec, en das de, sans, en l'absence de, sauf, sous réserve de

hypothèse (Annahme)

conjonctions: à supposer que, en supposant que, supposé, une supposition, en admettant que, au cas où, dans le cas où, pour le cas où, dans l'hypothèse où, des fois que, suivant que, selon que, soit que, ...,autrement, ...,sans cela/quoi, ...,faute de quoi, à moins que

opposition (Gegensatz)

adverbes: au contraire, à l'opposé, inversement, en revanche, par contre, à la place prépositions: contrairement à, au contraire de, contre, à l'encontre de, à/au rebours de, à l'opposé de, à l'inverse de, au détriment de, face à, en face de, à côté de, auprès de, au lieu de, à la place de, loin de conjonctions: et, alors que, tandis que, alors même que, pendant que, tandis que, cependant que, là où, autant...autant..., au lieu que

concession (Einschränkung)

adverbes: pourtant, cependant, nonobstant, néanmoins, toutefois, seulement, malheureusement, quand même, tout de même, malgré tout coordonnants: mais, or, et prépositions: malgré, sans, en dépit de, au mépris de, nonobstant, avec, pour, sans, au risque de, quitte à conjonctions: bien que, quoique, sans que, encore que, même si, quand bien même, tout/pour/si/aussi/quelque +Adj. +que +Subj., quoi que ce soit, quoi qu'il arrive/advienne, où que, quel que soit

comparaison (Vergleich)

conjonctions: comme, comme pour, comme quand, comme lorsque, aussi +Adj./Adv. +que..., autant +de +Nominalgruppe +que..., rien ne...tant que, ainsi que, au même titre que, de même que, tel que, tel...,tel..., autant...,autant..., plus...que, rien de plus +Adj...que de +Inf., davantage, meilleur que, mieux que, pire que, pis que, plutôt que, à mesure que, au fur et à mesure que, tant que, plus...,plus..., moins...,moins..., d'autant plus/moins/mieux...que... prépositions: comme, de, en

Französische Wendungen im deutschen Sprachgebrauch


- à - je, zu (je), für (je); vor Preisangaben von Waren.
- à bas [a'ba] - "nieder mit".
- a condition - bedingungsweise (Lieferung).
- à deux mains - mit beiden Händen
- à discretion - nach Belieben.
- à fonds perdu - auf Verlustkonto, nichtrückzahlbar.
- à jour - "bis zu dem Tage", auf dem laufenden.
- à la ... - nach Art von ...
- à la bonne heure - ["zur guten Stunde"], sehr gut!, bravo!, ausgezeichnet!
- à la carte [-'kart] - nach der (Speise-)Karte, nach Wahl
- à la mode - nach der Mode, modisch
- à la suite[-'syit] - im Gefolge
- à propos - nebenher bemerkt
- à quatre - zu vieren
- à tout prix - um jeden Preis
- comme il faut - wie es sich gehört
- déjà-vu
- jour-fix
- peut-à-peut
- vis-à-vis

Sprachregulierung

Die Französische Sprache wird reguliert durch:
- Académie française
- Loi Toubon - Gesetz zum Schutz der französischen Sprache

Siehe auch


- Frankophonie
- Sprachen in Frankreich
- Französische Rechtschreibreform
- Französischunterricht
- Argot
- Verlan
- Gérondif
- Gallizismus

Weblinks


- [http://www.academie-francaise.fr/ L'académie française]
- [http://sf.gidoo.de/de/service/rectifications-orthographiques.html Informationen zu den orthografischen Korrekturen (rectifications orthographiques)]
- [http://www.russki-mat.net/frz/Argot.htm Wörterbuch der französischen Umgangssprache]
- [http://www.sprachurlaub.de/service/franzoesisch-lernen.htm Vollständige franzöische Grammatik - sehr anschaulich]
- [http://www.verben.info/ Französische Verben online üben]
- Kategorie:Indogermanisch Kategorie:Romanische Sprache Kategorie:Einzelsprache Kategorie:Schweizer Sprache als:Französische Sprache ja:フランス語 ko:프랑스어 simple:French language th:ภาษาฝรั่งเศส zh-min-nan:Hoat-gí

Vierwaldstättersee

Der Vierwaldstättersee (engl. Lake Lucerne, franz. Lac des Quatre Cantons, it. Lago dei Quattro Cantoni/Lago di Lucerna, romanisch Lag Lucerna) ist ein von hohen Bergen umgebener, fjordartiger See in der Zentralschweiz (434 m ü.M., 114 km², bis 214 m tief). Der Vierwaldstättersee wird von der Reuss durchflossen; von deren Einmündung bis zum Ausfluss ist er 38 km lang. Er ist in mehrere Becken gegliedert: Luzerner Bucht, Küssnachter Bucht und Alpnachersee, die Buchten von Horw, Stansstad, Weggis, Buochs, Gersau sowie der Urnersee. Die Küstenlinie beträgt 115 km; das Einzugsgebiet ist 1831 km² gross. Die Reuss kommt als Bergfluss aus dem Gotthard-Massiv, bringt grosse Mengen Material aus den Bergen, Geschiebe, so hat sich die Delta inzwischen um 10 km weiter nördlich in den Urnersee verschoben. Der Reussgletscher hat am Ende der letzten Eiszeit vor 12'000 Jahren den See hinterlassen, im Luzerner "Gletschergarten" erzählt eine anschauliche Dokumentation die Geschichte der Alpen, der Eiszeiten und ihrer Gletscher.

Name

Seinen Namen hat der Vierwaldstättersee von den vier "Waldstätten", den Anrainer-Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern.

Geschichte

Die drei Schweizer Urkantone Uri, Unterwalden und Schwyz sollen sich am Vierwaldstättersee auf der Rütliwiese anfangs August 1291 die ewige Treue geschworen (Rütli-Schwur) haben. Solche Schwurgemeinschaften von benachbarten Orten waren in der damaligen Zeit durchaus üblich, diejenige von 1291 ist aber in dem Bundesbrief (aufbewahrt in Schwyz im Kanton Schwyz) bis heute schriftlich belegt und wird als der eigentliche Anfang der Schweizer Eidgenossenschaft betrachtet. In dem "Ewigen Bund" ging es damals darum, den Weg zum Gotthard vom allzu fremden Einfluss fernzuhalten, waren doch diese Warentransporte für damalige agrarische Bergsiedlungen ein äusserst wichtiges Einkommen. Der Kaiser Friedrich II. gewährte für den Bergübergang Reichsfreiheit, die weiter – hauptsächlich gegen die Habsburger Machtansprüche – verteidigt werden sollte. Doch de facto erst 1648 – am Ende des 30-jährigen Krieges – wurde im Westfälischen Frieden die Schweiz dann definitiv aus dem Deutschen Reich entlassen.

Verkehr

Bis zum Bau der Axenstrasse 1863 bis 1865 war der Wasserweg die einzige mögliche Verbindung zum Kanton Uri, zum Gotthardpass und damit auch der einzige Weg von den Hansestädten im Norden zu den Häfen und Handelsstädten am Mittelmeer, ob Genua oder Venedig. Nach dem Bau der Gotthardbahn und der Gotthardautobahn ist die Gegend um den Vierwaldstättersee immer noch ein Verkehrsknoten, auch wenn die Schiffe meist nur noch für Vergnügungsrundfahrten benützt werden. Am Gotthard wird weiter gebaut, der neue Gotthard-Basistunnel soll mit 57 km Länge einst der längste Eisenbahntunnel der Welt werden. Der 1991 auf alten Verkehrswegen angelegte Wanderweg Weg der Schweiz führt rund um den südlichsten Teil des Sees, den Urnersee.

Tourismus

Auf dem Weg nach dem Orient entdeckten abenteuerlustige Engländer die malerische Bergwelt der Innerschweiz und liessen hier Kur- und Badeorte entstehen: Luzern, Küssnacht am Rigi, Weggis, Vitznau, Gersau, Buochs, Beckenried, Brunnen, Seelisberg, Flüelen. Im 18. Jahrhundert begannen sie mit einheimischer Hilfe, aber auch zur Verwunderung der Einheimischen, die ihnen so exotische Bergwelt zu erobern, zunächst an der Rigi (1797 m ü.M.), zuerst zu Fuss, auf dem Rücken der Maultiere oder in Sänften getragen von einheimischen Lastenträgern. Später erbaute man hier die allererste Zahnradbahn der Welt, die Vitznau-Rigi-Bahn. Einen solchen Aufstieg auf die Rigi beschrieb auch Mark Twain als Journalist, was in den USA des 19. Jahrhunderts zum Aufblühen des Schweizer Tourismus führte. Am Vierwaldstättersee war der allererste Schweizer Alpenclub beheimatet, und zwar als eine rein britische Angelegenheit. Die grossartige Landschaft, das milde Klima und die fast schon mediterrane Vegetation machen den Vierwaldstättersee zu einer der meistbesuchten Reisedestinationen Europas. Hier wollen zahlreiche japanische Paare ihren Flitterwochen verbringen oder gar heiraten, hier drehen indische Regisseure ihre bei ihnen zu Hause so beliebten Bollywood-Filme, seitdem die Bergwelt von Kaschmir durch Unruhe und Krieg heimgesucht wird.

Sehenswürdigkeiten


- bekannte Aussichtsgipfel: Rigi, Pilatus, Bürgenstock, Stanserhorn, Mythen, Urirotstock
- Erinnerungsorte der Mythologie: Rütli, Tellsplatte, Tellskapelle, Hohle Gasse Hohle Gasse

Flüelen und Axenstrasse

In Flüelen haben früher die Reisenden aus dem Süden vom Maultier auf das Schiff gewechselt, der Urnersee kann beim Föhnsturm Wellen wie am Meer bringen, die Schiffsfahrt mit einem der 20 Motorschiffe ist dagegen heute ein reines Vergnügen, 5 alte, ehrwürdige Raddampfer kreuzen auch das grosse Berggewässer. 38 km ist es von hier nach Luzern. Links führt die vierspurige Autobahn durch den Seelisbergtunnel und dann in nördlicher Richtung bis nach Basel und weiter nach Hamburg oder Amsterdam. Am rechten Ufer führt die romantische Axenstrasse, mit vielen Tunnels, Kurven und Galerien, immer an Steinschlagwarntafeln vorbei, von Flüelen über Sisikon nach Brunnen. An dieser Strecke trifft man häufig Baustellen an, da es hier oft zu Steinschlag und Erdrutschen kommt. Die Bahnlinie führt fast nur unterirdisch von Flüelen nach Brunnen. Von Brunnen nach Zürich braucht der Intercity dann kaum noch eine Stunde. Die Fortsetzung der Axenstrasse von Brunnen in Richtung Küssnacht ist nicht weniger romantisch, hier gibt es auch schöne Plätze zum Verweilen oder zum Schwimmen. Hier wachsen Reben, Feigen, Palmen, Kiwis, ja auch diverse Zitrusbäumchen gedeihen in manchen sonnigen Gärten. Prachtvolle Hotelbauten, viele weit über hundert Jahre alt, manche sehr stilvoll restauriert, erinnern an die grossen Zeiten der aufkommenden Tourismusindustrie. Doch recht viele dieser Zeitzeugen sind zwischenzeitlich verkommen, verschwunden, oder aber sind durch An- und Umbauten verunstaltet worden.

Luzern

Kiwis Kiwis Die Reuss verlässt in der Stadt Luzern den See. Jetzt schon ein mächtiger Strom unter der hölzernen Kapellbrücke, die nicht nur für die Touristen, nach dem verheerenden Brand 1993, wieder aufgebaut wurde und die jeden Tag tausendmal aufs Neue fotografiert wird. Das 1999 erbaute Kunst- und Kongresshaus Luzern vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel, mit einem weit auskragenden Dach ist nach viel Skepsis zum Stolz der Luzerner geworden. Es ist an erstklassiger Lage, gleich zwischen dem Hauptbahnhof und See gelegen. Der ehrwürdige alte Bahnhof aus der Pionierzeit der Südbahn ist vor 30 Jahren abgebrannt und durch einen schlichten Zweckbau ersetzt worden. Einzig der verglaste Portikus von dem inzwischen auch schon international berühmten spanisch-schweizerischen Architekten-Ingenieur Santiago Calatrava ist eine leicht verspielte und witzige Auflockerung. Ein Torboden vom Nordportal des alten Gebäudes und eine Wandmalerei erinnern an die alte Herrlichkeit. Hier im Bahnhof treffen sich die InterCity-Verbindungen zu den Agglomerationen der Schweiz und die roten Schmalspurzüge der Bergbahnen nach Engelberg und über den Brünigpass nach Interlaken. Letztere ist Teil der GoldenPass Line von Zürich über Luzern, Brünigpass, Interlaken, Gstaad zum Genfersee.

Pilatus und Bürgenstock

Genfersee Der Hausberg der Luzerner ist der Pilatus, mit einer Seilbahn und mit einer Zahnradbahn erreichbar, oft aber leider in den Wolken versteckt. Wer weniger hoch lieber hat und doch 440 m über dem Vierwaldstättersee gemütlich tafeln möchte, der möge mit dem Schiff und einer Standseilbahn den Bürgenstock aufsuchen, den Zauberberg für Millionäre, ein luxuriöses Hotel- und Kongresszentrum über eine steilen Seeklippe.

Verkehrshaus

Weil der Verkehr am See stets sehr wichtig war, ist auch das Schweizer Verkehrshaus in Luzern gelegen. Hier kann man die ganze Verkehrsgeschichte rekapitulieren, Sänften und Kutschen, Alpenpost, Schiffe, Bahnen, Autos und Flugzeuge bewundern. Bis im Juli 2004 brachte der Fesselballon HiFlyer das Publikum in die Höhe. Nach einem Unfall bei stürmischem Wetter wurde dessen Betrieb jedoch eingestellt.

Pilgerwege

Am See führten schon früher Pilgerwege vorbei. Nach Rom geht es von hier aus über den Gotthardpass. Auch der westwärts nach Santiago de Compostela führende Jakobsweg führt von dem schweizerischen Hauptsammelort Einsiedeln nach Brunnen am Seeufer. Von hier führt er weiter westlich mit dem Schiff nach Luzern oder über den Alpnachersee, in Richtung Süden zum Brünigpass. Auch nach der Schweizer Reformation blieb hier in den Bergen die Urschweiz treu katholisch: In Unterwalden fand der Schweizer Nationalheilige und Eremit Bruder Klaus seine Klause und weiter oben, am Ende vom Tal, dem Himmel noch bisschen näher, entfaltete sich das Kloster Engelberg (1050 m ü.M.) in seiner Pracht. Hier werden auch die Rekruten für die berühmte Schweizer Garde des Heiligen Stuhls ausgebildet, die Kleinstarmee und Polizei des Papstes, zugleich auch buntkostümierte Touristenattraktion im Vatikan.

Flugaktivitäten

In Buochs bei Stans liegt ein Flugplatz, der früher fast nur von der Schweizer Armee und den Pilatus Flugzeugwerken benutzt wurde. Heute ist der Flugplatz für den zivilen Flugverkehr offen. Am Flugplatz Alpnach sind Helikopter der Schweizer Armee stationiert. An schönen Tagen sieht man über den Bergen rund um den See viele Hängegleiter und Gleitschirme am Himmel kreisen, da die Thermik der besonnten Felswände den Luftsportlern viele Aufwinde bescheren.

Wasserqualität

Das Wasser verweilt durchschnittlich dreieinhalb Jahre im Seebecken. Die Qualität ist heute hervorragend, zum grössten Teil kann man von Trinkwasser sprechen. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Limnologie der EAWAG, angesiedelt im luzernischen Kastanienbaum, überwacht die Wasserqualität sehr akkurat und kontinuierlich, ist dieser See doch ein grosses natürliches Trinkwasserreservoir, von dem einige hundert Kilometer weiter nördlich auch noch die Kölner, die Niederrheiner und die Niederländer trinken wollen. Man kann im Seewasser baden. Im Sommer ist es bis 22°C warm, im Winter ein wenig kälter (5°C höchstens). In sehr kalten Wintern (so in den Jahren 1929 und 1963) können der Alpnachersee und die Luzerner Bucht zufrieren. Aus dem 17. und 19. Jahrhundert sind auch Vereisungen des ganzen Vierwaldstättersees dokumentiert. 1684 und 1685 konnte das Gersauer Becken überquert werden.
Kategorie:See in der Schweiz Kategorie:Luzern (Kanton) Kategorie:Nidwalden (Kanton) Kategorie:Obwalden (Kanton) Kategorie:Schwyz (Kanton) Kategorie:Uri (Kanton)

Seelisberg

Seelisberg ist eine Schweizer Gemeinde, etwa 400 m oberhalb des Vierwaldstättersees auf einem Berghang gelegen. Dazu gehören auch Volligen, Beroldingen, Wyssig und Geissweg.

Geographie

Die Gemeinde ist die nördlichste im Kanton Uri, ohne direkte Strassenverbindung zum übrigen Kantonsteil.

Regierung

Der Gemeindepräsident ist seit dem 01. Januar 2004 der parteilose Beat Aschwanden (2005).

Wirtschaft

Verkehr

Vom Vierwaldstättersee, genauer von Treib aus führt eine Standseilbahn in den Ort. Seelisberg ist von Luzern mit dem Auto in 30 Minuten zu erreichen.

Tourismus

In einem grösseren Bergsee, dem Seelisbergsee, kann im Sommer gebadet werden; ein idyllischer Campingplatz (nur Zelte) befindet sich unmittelbar beim Seeli.

Geschichte

Zu den Füssen von Seelisberg befindet sich das Rütli, der Sage nach die Geburtsstätte der Schweizerischen Eidgenossenschaft.

Weblinks


- [http://www.seelisberg.ch/ Offizielle Website der Gemeinde Seelisberg]
- [http://www.seelisberg.com/ Touristische Informationen]
- [http://www.seelisberger.ch/ Käserei Aschwanden, Seelisberg - Bergkäse aus Rohmilch]
- [http://www.bellevue-seelisberg.ch/ Hotel Bellevue Seelisberg] Schweizerischen Eidgenossenschaft Schweizerischen Eidgenossenschaft Kategorie:Ort in der Schweiz Kategorie:Ort im Kanton Uri Kategorie:Schweizer Gemeinde

Urkanton

Die Urkantone, auch genannt Waldstätte, sind die drei ersten Kantone der Eidgenossenschaft, Uri, Schwyz und Unterwalden. Als Datum ihres Zusammenschlusses gilt das Unterzeichnungsdatum des Bundesbriefes, der 1. August 1291. Es bestand jedoch zwischen den Urkantonen ein allmählich aufgebautes Geflecht von Bündnissen und gegenseitigen Hilfeleistungen, ohne dass ein einzelnes Ereignis, welches als eigentliche Gründung der Schweiz bezeichnet werden könnte, besonders hervorsticht. Aus diesem Bund entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte durch weitere Bündnisse und teilweise auch durch kriegerische Expansion die Schweiz in ihrem heutigen Umfang. Siehe auch: Geschichte der Schweiz, Rütli-Schwur, Zentralschweiz Kategorie:Schweizerische Geschichte als:Urkanton

Kanton Schwyz

Der Kanton Schwyz ist ein Kanton in der Zentralschweiz. Deutsch: Schwyz []; Französisch: Schwytz oder Schwyz; Italienisch: Svitto; Rätoromanisch: Sviz; Englisch: Schwyz.

Name

Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz. Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Mittelhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Noch später diente auch die Flagge des Kantons als Modell für die Flagge der Schweiz.

Geographie

Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz, zwischen Zugersee, Vierwaldstättersee und Zürichsee. Der Kanton Schwyz grenzt an die Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug und Luzern. Luzern

Bevölkerung

Sprachen

Die im Kantonsgebiet gesprochenen deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe dem Höchstalemannischen an.

Religionen - Konfessionen

Der Kanton Schwyz ist nach wie vor stark dominant katholisch. Grosse Ausstrahlungskraft hat das Benediktinerkloster Einsiedeln.

Geschichte

Siehe Geschichte des Kantons Schwyz.

Verfassung und Politik

Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert von 1898 (mit zahlreichen Änderungen).

Legislative

Gesetzgebende Behörde ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern, die vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Verfassungs- und Gesetzesänderungen unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen. Zusammensetzung 2004 (in Klammern 2000 und 1996):
- Christlichdemokratische Volkspartei (CVP): 34 (43 - 46)
- Freisinnig-demokratische Partei (FDP): 24 (26 - 29)
- Schweizerische Volkspartei (SVP): 27 (20 - 12)
- Sozialdemokratische Partei (SP): 15 (11 - 11) Bundesversammlung: Der Kanton Schwyz entsendet zwei Vertreter in den Ständerat und vier Vertreter in den Nationalrat.

Exekutive

Vollziehende Behörde ist der Regierungsrat, dessen sieben Mitgliedern direkt vom Volk gemäss Mehrheitswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landammann inne, sein Stellvertreter ist der Landstatthalter. Departemente:
- Departement des Innern
- Volkswirtschaftsdepartement
- Erziehungsdepartement
- Justizdepartement
- Militär- und Polizeidepartement
- Finanzdepartement
- Baudepartement
Gemäss den Wahlen von 2004 stellt die CVP 3, die FDP 2, die SP 1 und die SVP ebenfalls 1 Regierungsrat.

Judikative

Auf kantonaler Ebene gibt es das Kantonsgericht, das Verwaltungsgericht sowie das Kantonale Strafgericht, auf der Ebene der Bezirke die dem Kantonsgericht untergeordneten Bezirksgerichte und auf kommunaler Ebene die Vermittler (in anderen Kantonen Friedensrichter genannt).

Gemeinden und Bezirke

Im Kanton Schwyz sind sowohl die Gemeinden wie, anders als in den meisten anderen Schweizer Kantonen, die Bezirke autonome Selbstverwaltungseinheiten. Während die Gemeinden aber auch einen eigenen, vom Kanton unabhängigen Wirkungskreis haben, erfüllen die Bezirke nur solche Aufgaben, die ihnen das kantonale Recht überträgt. Sowohl Gemeinden wie Bezirken kommt das Besteuerungsrecht zu; sie setzen die Höhe ihrer Steuern selbst fest. Öffentlichrechtlich anerkannt sind überdies die römisch-katholischen und die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden. Bürgergemeinden gibt es im Kanton Schwyz, im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen, nicht. siehe auch: Gemeinden des Kantons Schwyz

Wirtschaft

Am Volkseinkommen der Schweiz ist der Kanton mit einem Anteil von 1,9% beteiligt, seine Finanzkraft liegt nur einige Prozent unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.

Städte und Orte

Gemeinden des Kantons Schwyz Gemeinden mit über 10'000 Einwohnern:
- Schwyz, 14069 Einwohner (2002)
- Freienbach, 13866 Einwohner (2002)
- Einsiedeln, 12868 Einwohner (2002)
- Küssnacht am Rigi, 11345 Einwohner (2002)
- Arth, 10000 Einwohner (April 2004)

Bezirke

Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke und 30 Gemeinden, wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen. Gersau
- Bezirk Schwyz
  - mit den Gemeinden Schwyz, Arth, Ingenbohl, Muotathal, Steinen, Sattel, Rothenthurm, Oberiberg, Unteriberg, Lauerz, Steinerberg, Morschach, Alpthal, Illgau, Riemenstalden,
- Bezirk Einsiedeln mit der Gemeinde Einsiedeln SZ
- Bezirk Gersau mit der Gemeinde Gersau
- Bezirk Höfe
  - mit den Gemeinden Wollerau, Freienbach, Feusisberg
- Bezirk Küssnacht mit der Gemeinde Küssnacht am Rigi
- Bezirk March
  - mit den Gemeinden Lachen, Altendorf, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Schübelbach, Tuggen, Wangen, Reichenburg Siehe auch: Gemeinden des Kantons Schwyz

Weblinks


- [http://www.sz.ch/ Offizielle Website]
- [http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/regionalportraets/schwyz/blank/kennzahlen.html Kennzahlen für Schwyz vom Bundesamt für Statistik]
- [http://www.GoldauerBergsturz.ch/index.html Die Internetseite zum Goldauer Bergsturz von 1806] Schwyz ! als:Kanton Schwyz simple:Schwyz

Unterwalden

Unterwalden gehört zu den drei Gründungskantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden), die 1291 auf der Rütliwiese die Eidgenossenschaft gründeten (Rütlischwur). Unterwalden ist der Sammelbegriff für die beiden Halbkantone Obwalden und Nidwalden die seit jeher (bereits vor 1291) in die Gebiete ob und nid dem Wald unterteilt sind. Kategorie:Kanton (Schweiz) Kategorie:Unterwalden (Kanton) als:Kanton Unterwalden

Rütli-Schwur

Der Rütlischwur ist ein schweizer Nationalmythos. Er besagt, dass Abgesandte aus den drei Orten oder Waldstätten (den Urkantonen der Schweiz) auf dem Rütli am Vierwaldstättersee einen Schwur leisteten, der ein Schutz- und Trutz-Bündnis besiegelte. Als Anführer dieser Abgesandten werden Walter Fürst von Uri, Werner Stauffacher von Schwyz und Ueli von Melchtal aus Unterwalden genannt.

Geschichte

Der Rütlischwur wird erstmals im weissen Buch von Sarnen 1470 erwähnt, allerdings noch ohne Datierung. Der Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi setzte in seiner Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Schweizer Chronik das Datum des Rütlischwures auf den "Mittwoch vor Martini" 1307 fest, also auf den 8. November 1307.

Gründungsmythos

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der nicht belegbare Gründungsmythos des Rütlischwures durch einen neuen Gründungsmythos ersetzt. Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den ersten August als Nationalfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahrfeier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 für den Bundesrat verfasste, ist denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern, und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen. Mit dem Bundesbrief von Anfang August 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war. Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als eige Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging. Noch bis ins 20. Jahrhundert hielt sich auch Tschudis Datum des Rütli-Schwurs als Gründungjahr der Eidgenossenschaft. 1907 wurde in Altdorf im Beisein einer Bundesratsdelegation das 600jährige Bestehen der Eidgenossenschaft gefeiert. Seither hat sich die Erinnerung an das Jahr 1307 als Datum des Rütli-Schwurs und damit als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft verloren. Im neuen Nationalmythos, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges – unter anderem mit dem Rütlirapport von General Henri Guisan oder mit der 650 Jahr-Feier von 1941 – geprägt wurde, verband sich der Rütli-Schwur Mythos mehr und mehr mit dem 1. August, dem vom Bundesrat 1889 festgelegten Schweizer Nationalfeiertag.

Der Rütli-Schwur im Drama Wilhelm Tell von Friedrich Schiller:

Eng verbunden mit dem Rütli-Schwur ist die Sage von Wilhelm Tell. :Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, :in keiner Not uns trennen und Gefahr. :Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, :eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. :Wir wollen trauen auf den höchsten Gott :und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Literatur


- zu Patto di Torre' als möglicher Vorläufer des Rütli-Schwurs vgl.', Il castello di Serravalle, Punti di storia della Valle di Blenio, Don Pietro Berla, Edizioni Arca, ISBN 88-85232-04-3
- Georg Kreis: Der Mythos 1291: Zur Entstehung des schweizerischen Nationalfeiertags. Basel: F.Reinhardt, 1991.
- Georg Kreis: Mythos Rütli: Geschichte eines Erinnerungsortes. Zürich. Orell Füssli, 2004.
Siehe auch: Drei Eidgenossen, Geschichte der Schweiz. Kategorie:Schweizerische Geschichte Kategorie:1291 als:Rütli-Schwur

1291

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 17. Juni - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1. August (in Wahrheit: "Anfang August") - Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, (Rütli-Schwur, Bundesbrief) durch die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee.
- Erste urkundliche Erwähnung von Altdorf bei Nürtingen und Illerrieden.
- Maunu wird Erzbischof von Tartu.

Geboren


- Philippe de Vitry, französischer Dichter, Komponist, Politiker, Bischof von Meaux († 1361)
- Guido Gonzaga, Graf von Mantua
- 8. Februar - Alfons IV. (Portugal), König von Portugal († 1357)
- 9. März - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona († 1329)

Gestorben


- 15. Juli - Rudolf I. von Habsburg, römisch-deutscher König (
- 1218)
- 16. August - Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen (
- 1269) als:1291 ko:1291년

1307

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 18. Januar – König Albrecht I. beleiht seinen Sohn Rudolf mit Böhmen
- 31. MaiSchlacht bei Lucka
- 13. JuliHeinrich von Kärnten wird nach dem Tod Rudolfs zum böhmischen König gewählt
- 1. August – Im Rütli-Schwur finden sich die Wurzeln der schweizerischen Eidgenossenschaft (Dieses Ereignis ist historisch nicht verbürgt; andere Datierung: 1291)
- 13. Oktober – Der Templerorden wird von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Phillipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
- In England stirbt Eduard I. während eines Feldzuges gegen die Schotten. Eduard II. wird sein Nachfolger.
- Die Städte Berlin und Cölln schließen sich zusammen.

Geboren


-

Gestorben


- 7. JuliEduard I., aus dem Haus Anjou-Plantagenet war der älteste Sohn von Heinrich III. und dessen Gemahlin Eleonore von der Provence (
- 1239)
- 10. Dezember - Diezmann, Markgraf der Lausitz (
- um 1260)
- Rudolf von Böhmen (
- um 1282) ko:1307년

Schweiz

Die Schweizerische Eidgenossenschaft (franz. Confédération suisse, ital. Confederazione Svizzera, rätoroman. Confederaziun svizra, lat. Confoederatio Helvetica), kurz Schweiz, ist ein Binnenstaat in Mitteleuropa. Der Name Schweiz ist die ins Hochdeutsche übertragene Form des Kantonsnamens Schwyz, der auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert wurde. Die Schweiz liegt zwischen Bodensee und Genfersee, Alpenrhein und Jura, Hochrhein und Alpensüdrand. Sie grenzt nördlich an Deutschland (345.7 km Grenzlänge), östlich an Liechtenstein (41.1 km) und Österreich (165.1 km), südlich an Italien (734.2 km). Der westliche Nachbar ist Frankreich mit 571.8 km gemeinsamer Grenzlänge.

In Kürze

Frankreich Die Schweiz ist geprägt von Gebirgen, Seen und Wäldern. Die Schweizer verstehen sich als «Willensnation» – sie bilden weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit. Ihr Zusammengehörigkeitsgefühl speist sich aus der gemeinsamen Geschichte, den gemeinsamen Mythen, gemeinsamen politischen Grundhaltungen (Föderalismus, Volksrechte) und zum Teil aus dem Gefühl, in Europa einen Sonderfall zu bilden. Der Legende nach wurde die Eidgenossenschaft am 1. August 1291 auf der Rütli-Wiese gegründet. Der 1. August ist deshalb heute Nationalfeiertag. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat besteht seit 1848. Sie gliedert sich in 26 Kantone. Die ständige Wohnbevölkerung beträgt 7.4 Millionen, davon sind 20.6 % Ausländer. Die Lebenserwartung beträgt 82.8 Jahre für Frauen und 77.2 für Männer (BFS, 2005). Offizielle Landessprachen sind deutsch, französisch, italienisch und rätoromanisch. 41 % der Schweizer Bürger sind römisch-katholisch und 40 % sind evangelisch-reformiert. Die Schweiz ist mit einem Bruttoinlandsprodukt von durchschnittlich 58'000 Schweizer Franken (38'000 Euro) pro Einwohner und Jahr eines der wirtschaftlich stärksten Länder der Welt. Drei Viertel der Erwerbstätigen sind im Dienstleistungssektor tätig. Die Schweiz versteht sich als aussenpolitisch neutral. Sie ist Mitglied der UNO, der EFTA, des Europarats, der WTO, nicht aber der Europäischen Union. Das Landeskennzeichen der Schweiz ist «CH», für Confœderatio Helvetica, die lateinische Bezeichnung für Schweizerische Eidgenossenschaft.

Geografie

CH Die Schweiz gliedert sich in fünf geografische Räume, die klimatisch grosse Unterschiede aufweisen: den Jura, das Mittelland, die Voralpen, die Alpen und die Alpensüdseite. 38% (14'813 km²) der Schweizer Fläche werden landwirtschaftlich genutzt. Davon sind 30.4% (12'522 km²) Wald. Überbaut sind 5.8% (2418 km²). 25.5 % (10'531 km²) – vorwiegend in den Bergen – gelten als unproduktive Naturfläche. Die maximale Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 220 km, die grösste West-Ost-Ausdehnung 348 km.

Geologie

Die geologische Struktur der Schweiz ist im Wesentlichen das Ergebnis einer Plattenkollision Afrikas und Europas während der letzten Jahrmillionen. Geologisch wird die Schweiz in fünf Hauptregionen eingeteilt: Die Alpen bestehen im Kern aus Granit, der Jura ist ein junges Faltengebirge aus Kalkstein. Zwischen dem Jura und den Alpen liegt das teils flache, teils hügelige Mittelland. Dazu kommen noch die Poebene im südlichsten Zipfel des Tessins, dem Mendrisiotto (Mendrisio), sowie die Oberrheinische Tiefebene um Basel, welche zum allergrössten Teil ausserhalb der Schweiz liegen.

Berge

Oberrheinische Tiefebene In der Schweiz gibt es insgesamt 74 Viertausender. Davon befinden sich 55 ganz in der Schweiz; 19 sind an der Grenze zu Italien. Die zwölf höchsten Berge der Schweiz befinden sich alle in den Walliser Alpen. Der höchste unter ihnen ist die Dufourspitze im Monte-Rosa-Gebirgsmassiv mit 4634 m. Die Dufourspitze ist damit gleichzeitig der höchste Punkt der Schweiz. Der im Ausland bekannteste Berg in den Schweizer Alpen ist das Matterhorn (4478 m) südlich von Zermatt. Im Berner Oberland bilden der Eiger (3970 m), der Mönch (4107 m) und die Jungfrau (4158 m) eine bekannte Dreiergruppe. Die markanten Punkte der Ostalpen sind der Piz Bernina (4049 m), der östlichste Viertausender der Alpen, und der Piz Palü (3901 m). In den Voralpen sind die Erhebungen deutlich tiefer, nicht desto weniger existieren hier bekannte Punkte, so der Luzerner Hausberg Pilatus (2032 m), der Titlis (3238 m), die Rigi (1797 m) im Kanton Schwyz oder der Säntis (2502 m) im Alpstein in der Ostschweiz. Erwähnenswert sind auch die Gebirge im Tessin. Die grösste Erhebung im Jura befindet sich in Frankreich, es ist der Crêt de la Neige mit 1718 m. Der höchste Schweizer Jura-Berg ist der Mont Tendre mit 1679 m. Der bekannteste Vertreter ist jedoch vermutlich das Chasseral (1607 m). Weitere Berge sind la Dôle (1677 m), Chasseron (1607 m) und le Suchet (1588 m). Siehe auch: Liste der Berge in der Schweiz Liste der Berge in der Schweiz]]

Seen

Die Schweiz hat aufgrund ihrer topographischen Struktur und vor allem aufgrund der Vergletscherung während der Eiszeiten viele Seen. Ein Grossteil sind kleinere Bergseen. Der grösste See der Schweiz ist der Genfersee (580.03 km²) an der französischen Grenze. Er liegt zu knapp 60 % auf Schweizer Boden. Der an Deutschland und Österreich grenzende Bodensee ist mit 536.00 km² etwas kleiner (23.73 % der Uferlänge auf Schweizer Boden). Der Lago Maggiore an der italienischen Grenze (19,28 % auf Schweizer Territorium) bildet mit 193 m ü.M. den tiefsten Punkt der Schweiz. Die grössten sich ausschliesslich in der Schweiz befindenden Seen sind der Neuenburgersee (215.20 km²), der Vierwaldstättersee (113.72 km²) und der Zürichsee (88.17 km²). Siehe auch: Liste der Seen in der Schweiz

Flüsse

Liste der Seen in der Schweiz]] Zwei der drei grössten Flüsse Europas, der Rhein und die Rhône, haben ihren Ursprung in der Schweiz. Beide entspringen im Gotthardmassiv. In der Schweiz befinden sich mehrere Wasserscheiden. Der Rhein fliesst bei Reichenau im Kanton Graubünden aus Vorder- und Hinterrhein zusammen, wobei nur der Vorderrhein tatsächlich dem östlichen Gotthardmassiv entspringt. Der Hinterrhein entspringt im weiter südlich gelegenen Rheinwald, in der Nähe des San Bernhardino-Passes an der Grenze zum Tessin. Der Rhein fliesst von Reichenau in nördlicher Richtung durch das Rheintal und bildet die Grenze zum Fürstentum Liechtenstein und dem Österreichischen Bundesland Vorarlberg bis in den Bodensee. Bei Konstanz, verlässt er den Bodensee in westlicher Richtung und bildet zu einem grossen Teil die Grenze zu Deutschland (Der grösste Teil des Kantones Schaffhausen und ein Teil des Halbkantons Basel-Stadt befindet sich nördlich des Rheins). Kurz nach Schaffhausen (Neuhausen) befindet sich der grösste Wasserfall Mitteleuropas, der Rheinfall (siehe Bild). Im weiteren Verlauf durchquert er die Stadt Basel und verlässt die Schweiz daraufhin in Richtung Norden bis er schliesslich in die Nordsee mündet. Die Rhône entspringt auf der westlichen Seite des Gotthardmassivs (Rhônegletscher) und fliesst durch den gesamten Kanton Wallis in den Genfersee. Am westlichen Seeende fliesst die Rhône durch die Stadt Genf, verlässt kurz darauf die Schweiz und mündet ins Mittelmeer. Mit Ausnahme der Engadiner und Tessiner Gewässer münden alle Gewässer der Schweiz in Rhein oder Rhône. Der Inn entspringt südlich von St. Moritz (Maloja) im Engadin (Graubünden). Er fliesst durch Silser- und Silvaplanersee in Richtung Norden und verlässt die Schweiz bei Vinadi. Er passiert die bekannten Tiroler Städte Landeck und Innsbruck und mündet im bayerischen Passau in die Donau. Der Namensgeber des Kantons Tessin, der Ticino, entspringt im südlichen Gotthardmassiv und fliesst durch die Nordhälfte des Kantons in den Lago Maggiore und verlässt damit die Schweiz. Er mündet schliesslich in den Po. Innerhalb der Schweiz hat der Rhein mit 375 km den längsten Lauf, gefolgt vom Rhein-Zubringer Aare mit 295 km (die Aare entspringt wie die Rhône im westlichen Gotthardmassiv). Die Rhône hat eine Länge von 264 km innerhalb der Schweiz. Im nördlichen Gotthardmassiv entspringt zusätzlich der aus der Schweizer Geschichte bekannte Fluss Reuss (Fluss), welcher in den Vierwaldstättersee, durch Luzern und schliesslich zusammen mit der aus Zürich kommenden Limmat in die Aare fliesst. Der wohl bekannteste Fluss des Jura ist der Le Doubs, der in Frankreich entspringt nach Norden fliesst und teils die schweiz/französische Grenze bildet, teils auf Schweizer Boden fliesst. Im Kanton Jura macht der Le Doubs einen Richtungswechsel und fliesst in südwestlicher Richtung in die Saône. Siehe auch: Liste der Flüsse in der Schweiz

Klima

Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Liste der Flüsse in der Schweiz Nördlich der Alpen herrscht gemässigtes mitteleuropäisches Klima, südlich der Alpen ist es eher mediterran. Das Klima ist regional jedoch sehr unterschiedlich. Dies ist bedingt durch die Höhenlage wie auch durch die geografische Lage. Während in der Innerschweiz, in den Alpen und im Tessin die durchschnittliche Regenmenge bei ungefähr 2000 mm/Jahr liegt, beträgt sie im Wallis (Rhônetal) nur 550 mm/Jahr; der trockenste Ort ist Ackersand mit 521 mm im Jahresmittel. Im Mittelland beträgt die Menge etwa 1000–1500 mm/Jahr. Die Regenmenge ist im Sommer mit Ausnahme des Rhônetals ungefähr doppelt so hoch wie im Winter. So liegt das Monatsmittel in Zürich im Januar bei 73 mm und im Juni bei 131 mm. Das Monatsmittel für Juli in Sion im Rhônetal dagegen liegt bei 40 mm und im Januar bei 61 mm (jeweils Auswertungen der Jahre 1961–1990). Die Temperaturen in der Schweiz sind primär abhängig von der Höhenlage. Generell liegt in den Niederungen die Durchschnittstemperatur im Januar bei rund -1 bis +1 °C. Im wärmsten Monat, dem Juli, liegt diese bei 16 bis 19 °C. Die Jahrestemperaturen betragen ungefähr 7 bis 9 °C. In der Magadinoebene im Tessin liegt der Durchschnittswert etwa 2 bis 3 °C höher. Im Oberengadin ist es rund 10 °C kälter. Der durchschnittlich wärmste Ort (mit einer MeteoSchweiz-Messstation) ist Locarno-Monti mit einem Jahresmittel von 11.5 °C, der kälteste auf dem Jungfraujoch mit -7.5 °C. Absolute Rekorde mass man in Grono mit 41.5 °C am 11. August 2003, beziehungsweise in La Brévine mit -41.8 °C (12. Januar 1987). Während Hagel in den Alpen, in der Romandie wie auch im Tessin ein eher seltenes Ereignis ist, war deren Intensität in der Periode 1999–2002 vor allem im Emmental, im Laufental wie auch im Toggenburg am höchsten. Es hagelte dort bis zu 60 Minuten im Jahresdurchschnitt. In den anderen Regionen beschränkt sich Hagel auf unter 30 Minuten. Nebel ist im ganzen Mittelland zu beobachten. Besonders häufig ist der Nebel entlang der Aare, der nördlichen Reuss wie auch im Thurgau, wo er vor allem im Herbst über mehrere Wochen auftreten kann. In den Tälern erscheint der Nebel seltener. Häufig auftretende Winde in der Schweiz sind der milde Föhn und die kalte Bise. Die höchste je gemessene Windgeschwindigkeit ist 285 km/h (Jungfraujoch, 27. Februar 1990). Bekannte Formen von Naturkatastrophen in der Schweiz sind Schnee- und Gerölllawinen sowie Überschwemmungen.

Flora und Fauna

30 Prozent der Landoberfläche der Schweiz sind bewaldet. In den Alpen dominieren Nadelhölzer (Tannen, Fichten, Lärchen, Arven). Die Wälder in den Alpen haben wichtige Funktionen als Lawinen- (Bannwald) und Hochwasserschutz (der Wald fängt die Regenmenge auf und gibt sie nur langsam wieder ab). Im Mittelland, im Jura und auf der Alpensüdseite unterhalb von 1000 Metern wachsen Laubmischwälder und Laubwälder. Im Tessin gibt es als regionale Besonderheit ausgedehnte Kastanienwälder, die in früheren Zeiten eine Hauptrolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielten.

Bevölkerung

Sprachen

Kastanienwälder Der Artikel 4 der Bundesverfassung hält seit 1999 fest: «Die Landessprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.». Im Artikel 701 heisst es zudem: «Die Amtssprachen des Bundes sind Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.» Im Kanton Zürich ist zusätzlich die Gebärdensprache verfassungsmässig anerkannt. Wegen der oben zitierten Verfassungsbestimmung mit vier anerkannten Landessprachen, nehmen manche Leute irrtümlich an, Schweizer sprächen vier Sprachen, was jedoch nicht der Fall ist. Wirklich viersprachig ist einzig der Bundesstaat als Institution. Bereits auf Kantons- und Gemeindeebene ist es anders: In den meisten Fällen existiert nur eine Amtssprache. Wer aus einem anderssprachigen Landesteil zuzieht, hat kein Recht darauf, in seiner angestammten Sprache mit den neuen Kantons- und Gemeindebehörden zu verkehren. Mit 63.7 % ist Deutsch (hellgrau) die meistverbreitete Sprache. Die Bevölkerung spricht aber gemeinläufig einen der vielen schweizerdeutschen Dialekte. Französisch wird von 20.4 % (blau) der Bevölkerung gesprochen. Dieser Teil des Landes wird häufig die Suisse romande oder Romandie genannt. Im Kanton Tessin und vier Südtälern des Kantons Graubünden wird Italienisch (rot, Anteil 6.5 %) gesprochen. Die vierte Landessprache, Rätoromanisch (grün), hat einen Anteil von 0.5 % und wird in Graubünden gesprochen, wobei praktisch alle Rätoromanischsprachigen daneben noch deutsch sprechen. Durch Zuwanderung bedingt sprechen mittlerweile 9 % der Einwohner andere Sprachen als die Landessprachen. Von diesen ist das Serbisch-Bosnisch-Kroatische mit 1.5 % am weitesten verbreitet. Als Fremdsprachen beherrschen die meisten Schweizer eine zweite Landessprache und Englisch. Siehe auch: Sprachen in der Schweiz, :Kategorie:Schweizer Sprache

Religionen

:Kategorie:Schweizer Sprache] Von den Schweizer Bürgern sind 41 % katholisch, 40 % reformiert, 2.5 % in Freikirchen, 5.5 % gehören zu anderen Religionsgemeinschaften und 11 % sind ohne Religionszugehörigkeit. Von den Ausländern in der Schweiz sind 44 % römisch-katholisch, 5 % evangelisch-reformiert, 17 % orthodox, 18 % islamisch, und 2 % ohne Bekenntnis. Es ist den Kantonen überlassen, ob sie ausgewählten Religionsgemeinschaften einen besonderen Status als Landeskirche verleihen wollen. In den meisten Kantonen haben die Römisch-Katholische Kirche und die Evangelisch-Reformierte Kirche, in einigen Kantonen zusätzlich die Christkatholische Kirche diesen Status inne. In einigen Westschweizer Kantonen gibt es keine Landeskirchen, weil dort Kirche und Staat vollständig getrennt sind. Protestantisch dominiert sind der Kanton Bern, Teile von Graubünden und Schaffhausen, Zürich, Basel die meisten Westschweizer Kantone, insbesondere die Calvinstadt Genf. Die Römisch-Katholische Kirche dominiert in den Kantonen Freiburg, Jura, Wallis, Tessin, in den Kantonen der Zentralschweiz und in Teilen der Ostschweiz. Die Christkatholische Kirche ist nur in Teilen der Nordwestschweiz von Bedeutung. Mit 0.33 % ist der Buddhismus in der Schweiz stärker vertreten als in anderen Ländern Europas. Siehe auch: Religionen in der Schweiz

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte der Schweiz. Nach dem Untergang des Römischen Reiches besiedelten Burgunder und Alamannen das Gebiet der heutigen Schweiz. Bis 746 unterwarfen die Franken beide Völker, deren Territorium Teil des Fränkischen Reiches wurde. Bei der Teilung dieses Reiches kam das Gebiet der Schweiz zum Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Ihr Gebiet gehörte dabei grösstenteils zum Stammesherzogtum Schwaben und zum Königreich Burgund. In der frühen deutschen Geschichte spielen Adelsgeschlechter aus der Schweiz wie die Habsburger, Zähringer, Kyburger, Lenzburger und Rudolfinger eine wichtige Rolle. Ausserdem waren die Alpenpässe für die deutsche Herrschaft über Italien von grösster Wichtigkeit. So lässt sich erklären, weshalb die deutschen Herrscher immer ein ganz besonderes Augenmerk auf die Talschaften in den Alpen legten. Die Bewohner der Talschaften der Innerschweiz sahen diese «Reichsunmittelbarkeit» als Privileg. Burgund] Die drei «Urkantone» oder «Waldstätte» (Orte) Uri, Schwyz und Unterwalden schlossen 1291 nach dem Tod des deutschen KönigsRudolf I. von Habsburg einen Bund zum Schutz ihrer «alten Freiheiten». Eine diesbezügliche Urkunde, der sogenannte Bundesbrief, ist datiert auf Anfang August 1291. Der Legende nach geschah die Beschwörung dieses Bundes auf dem Rütli. Ins breite Bewusstsein der Menschen drang diese Legende mit dem 1804 veröffentlichten Theaterstück «Wilhelm Tell» von Friedrich Schiller. Im 19. Jahrhundert wurde der 1. August 1291 als Datum für die Begründung der alten Eidgenossenschaft und damit als schweizerischer Nationalfeiertag festgelegt. Beim Bündnis von 1291 ging es jedoch weniger um den Schutz vor dem Haus Habsburg, als vielmehr darum, sich für die Unsicherheiten nach der Wahl eines neuen deutschen Königs abzusichern. Tatsächlich folgte ja auf Rudolf eine eher unsichere Zeit mit schnell wechselnden Herrschern. Das schlechte Verhältnis zwischen den Eidgenossen und dem Herrscherhaus der Habsburger rührt von der deutschen Königswahl vom 25.11.1314 her, als der Wittelsbacher Ludwig der Bayer und der Habsburger Friedrich der Schöne gleichzeitig zum deutschen König gewählt wurden. Die Eidgenossen hielten zu Ludwig dem Bayer. Dies und ein Überfall auf das Kloster Einsiedeln bewog Leopold I. von Österreich 1315 zu einem Kriegszug gegen die Eidgenossen, der in der Schlacht am Morgarten unglücklich für ihn endete. Um ihre Selbständigkeit gegenüber Habsburg zu wahren, schlossen sich Luzern, Zürich, Glarus, Zug und Bern im 14. Jahrhundert dem Bund der Waldstätte an. Das resultierende Gebilde wurde als die Acht Alten Orte bezeichnet. Es folgten weitere Auseinandersetzungen mit dem Haus Habsburg: 1386 bei Sempach und 1388 bei Näfels gelang es den Eidgenossen habsburgische Ritterheere zu schlagen. 1415 eroberten sie sogar die habsburgischen Stammlande im Aargau. Zwischen der Stadt Zürich und den übrigen Eidgenossen kam es wegen der Erbschaft der Grafen von Toggenburg zum Alten Zürichkrieg (1436–1450) in dessen Verlauf sich Zürich mit Habsburg verbündete. In der Schlacht bei St. Jakob an der Birs wurden die habsburgischen Hilfstruppen der Armagnaken zwar nicht geschlagen, sie zogen sich jedoch angesichts der hohen Verluste wieder zurück. Zürich war schliesslich zur Rückkehr in die Eidgenossenschaft gezwungen. Ein weiterer Krieg brachte Habsburg 1460 um den Thurgau, so dass sich Herzog Sigismund von Tirol am 11.6.1474 in der «Ewigen Richtung» gezwungen sah, die alte Eidgenossenschaft als eigenständiges Staatswesen anzuerkennen. 1474 zogen die Eidgenossen auf Wunsch Kaiser Friedrich III. gegen Karl den Kühnen von Burgund und vernichteten den mächtigen burgundischen Staat. Bern und Freiburg expandierten in dieser Zeit ins vormals savoyisch und burgundisch kontrollierte Waadtland, das sie bis 1536 ganz eroberten. Der militärische Sieg über die Burgunder bestärkte die Eidgenossenschaft in ihrem Willen nach Selbständigkeit. Aus diesem Grund widersetzte sie sich der Reichsreform von Kaiser Maximilian I.. Der Versuch Maximilians, im sogenannten Schwabenkrieg die Eidgenossen gefügig zu machen, endete 1499 im Frieden zu Basel mit der faktischen Unabhängigkeit der Schweiz vom Heiligen Römischen Reich. Mit dem Beitritt von weiteren Kantonen erweiterte sich die Eidgenossenschaft bis 1513 auf Dreizehn Orte. Dazu kamen weitere Verbündete, die sogenannten zugewandten Orte. zugewandten Orte Die Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Oberitalien erfolgte zur Sicherung der Alpenpässe. Dadurch wurde die Eidgenossenschaft in die komplizierten italienischen Kriege zwischen Habsburg, Frankreich, Venedig, dem Papst, Spanien und den verschiedenen italienischen Potentaten verwickelt. Aus jener Zeit stammt auch die Schweizergarde, die der Papst Julius II. 1506 gründete. Bis 1513 gelang den Eidgenossen die Eroberung des heutigen Tessin und schliesslich sogar von Mailand, über welches sie die Schutzherrschaft ausübten. Nach einer Niederlage gegen Frankreich in der Schlacht bei Marignano 1515 endete die militärische Dominanz über Oberitalien. Der Mythos der Unbesiegbarkeit der Schweizer war widerlegt und es offenbarte sich die politische Zerstrittenheit der Orte untereinander. Dadurch wurde ab 1515 eine weitere wirksame Aussenpolitik verhindert und es begann die Phase des "Stillsitzens", was man später Neutralitätspolitik nannte. Die Dreizehn Orte schlossen 1521 ein Soldbündnis mit Frankreich ab und erhielten dafür Pensionen, Zoll- und Handelsvergünstigungen und politischen Beistand bei inneren und äusseren Konflikten. Die alte Eidgenossenschaft wurde damit faktisch ein französisches Protektorat. Die von Ulrich Zwingli 1519 eingeleitete Reformation in Zürich breitete sich im Mittelland aus und führte zu grossen Spannungen zwischen den verschiedenen Kantonen. Nach den religiös begründeten Kappelerkriegen kam es 1531 im Zweiten Kappeler Landfrieden zum Kompromiss: Zürich, Bern, Basel, Schaffhausen und Teile von Graubünden blieben reformiert; die Urkantone, Luzern, Zug, Solothurn und Freiburg blieben katholisch. 1541 setzte Johannes Calvin in Genf die Reformation durch. Trotzdem kam es noch zweimal in den Villmergerkriegen von 1656 und 1712 zu militärischen Auseinandersetzungen zwischen den beiden Konfessionsgruppen unter den Orten. Am 24. Oktober 1648 erreichte die Schweiz im Westfälischen Frieden die völkerrechtliche Anerkennung ihrer Souveränität und löste sich damit vom Heiligen Römischen Reich deutscher Nation. Am 5. Mai 1798 wurde die Alte Eidgenossenschaft von Frankreich besetzt. Im Gebiet der Schweiz wurde daraufhin nach französischem Vorbild eine Helvetische Republik als Zentralstaat errichtet. Die bisherigen Unterschiede zwischen Untertanenlande und herrschenden Städten und Orten wurden aufgehoben. Fünf Jahre später, 1803, verordnete Napoléon Bonaparte in der Mediationsakte der Schweiz jedoch wieder eine Verfassung, welche zum Prinzip des Föderalismus und damit zu autonomen Kantonen zurückkehrte. Die ehemaligen Untertanengebiete und die zugewandten Orte wurden in die neuen Kantone St. Gallen, Graubünden, Aargau, Thurgau, Tessin und die Waadt umgewandelt. Waadt 1815 wurde die «immer währende Neutralität der Schweiz» durch die europäischen Grossmächte am Wiener Kongress anerkannt. Eine neue Verfassung, der «Bundesvertrag», stärkte in der so genannten Restauration die Eigenständigkeit der Kantone, so das die Schweiz wieder zu einem Staatenbund wurde. Streitigkeiten zwischen den liberal-progressiven und den konservativ-katholischen Kantonen führten 1847 zum Sonderbundskrieg. Nach der Niederlage der konservativ-katholischen Kantone wurde die Schweiz in den modernen Bundesstaat umgewandelt und die Autonomie der Kantone durch eine neue Bundesverfassung (1848) eingeschränkt. Bern wurde der Sitz der Bundesbehörden und des Parlaments. Die Bundesverfassung wurde nur zweimal 1874 und 1999 revidiert. Auf Initiative von Henri Dunant erfolgt 1864 in Genf die Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Während der beiden Weltkriege bewahrte die Schweiz offiziell ihre Neutralität, die allgemeine Mobilmachung wurde jedoch angeordnet. Die Schweiz nahm im Zweiten Weltkrieg einerseits Flüchtlinge auf, wies aber zeitweise gezielt Juden an den Grenzen ab. Die Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg wurde in den 1990er-Jahren im Bergier-Berichtes kritisch aufgearbeitet. Unrühmliche Kapitel der neueren Zeit sind einerseits die Verfolgung der Jenischen zwischen 1926 und 1972 durch das «Hilfswerk» Kinder der Landstrasse und anderseits die sechsstellige Zahl an Verdingkindern, welche zwischen 1800 bis in die 1960er und 1970er-Jahren zu Zwangsarbeit auf Bauernhöfen eingesetzt wurden und häufig misshandelt worden sind. Die Volksrechte wurden seit 1848 immer stärker ausgebaut. 1919 wurde das Proporzwahlverfahren für den Nationalrat eingeführt. 1971 wurde in einer Volksabstimmung das Frauenstimmrecht nach jahrzehntelangen Kampf angenommen. Der von der Regierung angestrebte Beitritt zum EWR scheiterte 1992. Die Schweiz trat nach einer positv ausgegangenen Volksabstimmung am 10. September 2002 den Vereinten Nationen (UNO) bei.

Politik

Hauptartikel: Politisches System der Schweiz

Politisches System

Die Schweiz, die weder ethnisch noch sprachlich noch religiös eine Einheit bildet, ist ein Bundesstaat. Sie unterscheidet sich von anderen Staaten durch
- die direkte Demokratie: Das Volk kann über Initiativen und Referenden direkten Einfluss auf die Regierungstätigkeit nehmen. In zwei Kantonen, Appenzell Innerrhoden und Glarus, gibt es noch eine Urform der schweizerischen Basisdemokratie: die Landsgemeinde.
- den ausgeprägten Föderalismus: Die Kantone sind neben dem Volk der Verfassungsgeber des Bundes und behalten alle Aufgaben, die in der Bundesverfassung nicht explizit dem Bund zugeordnet werden. Ausserdem starke Beteiligung der Kantone in allen Phasen der politischen Willensbildung (Vernehmlassung, Ständerat, Ständemehr)
- die Konkordanzdemokratie
- ihre selbstdeklarierte Neutralität

Gewaltenteilung

Wie in allen anderen Demokratien ist die Staatsgewalt, gestützt auf die Schweizerische Bundesverfassung, in drei Säulen gegliedert:
- Die Legislative (Bundesversammlung) besteht aus zwei Kammern, dem Nationalrat mit 200 Mitgliedern als Vertreter des Volks sowie dem Ständerat mit 46 Mitgliedern als Vertreter der Kantone. Das schweizerische Parlament ist ein sogenanntes Milizparlament: Die National- und Ständeräte üben ihr Mandat (wenigstens nominell) nebenberuflich aus.
- Die Exekutive ist der Bundesrat mit der Verwaltung. Er besteht aus sieben gleichberechtigten Mitgliedern (Kollegialitätsprinzip), den so genannten «Bundesräten» (Ministern), die je einem Departement der Bundesverwaltung vorstehen. Die Bundesräte werden vom Parlament gewählt. Für jeweils ein Jahr wird ein Mitglied des Bundesrates von der Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt. Er leitet die Sitzungen des Bundesrates und nimmt repräsentative Aufgaben im In- und Ausland wahr, hat aber keine Vorrechte gegenüber dem Restbundesrat.
- Die Judikative besteht aus dem Schweizerischen Bundesgericht mit Sitz in Lausanne, dem Eidgenössischen Versicherungsgericht mit Sitz in Luzern, dem Bundesstrafgericht in Bellinzona und dem Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen. Gewählt werden die Bundesrichter, welche meistens einer Partei angehören, von der Bundesversammlung. Das System der Bundesgerichte befindet sich gegenwärtig im Umbau, insbesondere wurden die beiden letztgenannten erstinstanzlichen Gerichte neu geschaffen. Das Strafgericht hat die Arbeit 2004 aufgenommen; das Verwaltungsgericht wird dies voraussichtlich 2007 tun. Ein besonderer Verfassungsgerichtshof wie in anderen Ländern existiert in der Schweiz nicht, doch können alle Gerichte eine (beschränkte) Verfassungsgerichtsbarkeit ausüben. Siehe auch: Liste der Bundespräsidenten der Schweiz, Liste der Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates

Parteien

Parteien mit Vertreter im Bundesrat («Bundesratsparteien») sind:
- die Schweizerische Volkspartei (SVP; Stimmenanteil 2003: 26.6%),
- die Sozialdemokratische Partei der Schweiz (SP; Stimmenanteil 2003: 23.3%),
- die Freisinnig-Demokratische Partei (FDP; Stimmenanteil 2003: 17.3%) sowie
- die Christlichdemokratische Volkspartei (CVP; Stimmenanteil 2003: 14.4%). SP, FDP und SVP haben je zwei Sitze, die CVP hat einen. Diese Verteilung ist neu seit Dezember 2003, davor galt die sogenannte Zauberformel. Von den übrigen Parteien hat die Grüne Partei der Schweiz den grössten Stimmenanteil (2003: 7.4%). Siehe auch: Politische Parteien in der Schweiz

Internationale Organisationen

Politische Parteien in der Schweiz Die Schweiz ist Mitglied in vielen internationalen Organisationen. Als eines der letzten Länder trat die Schweiz 2002 der UNO bei, ist aber zugleich das erste Land, dessen Volk über den Beitritt abstimmen durfte. Daneben ist die Schweiz in der OSZE, dem Europarat wie auch in der EFTA tätig. Die Schweiz nimmt an der Partnerschaft für den Frieden der NATO teil und ratifizierte das Kyoto-Protokoll. Die Schweiz ist weder Mitglied der Europäischen Union (EU) noch des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR); jedoch bestehen wichtige bilaterale Verträge zwischen der Schweiz und der EU. Ein Beitritt zur NATO stünde im Konflikt zur Neutralität der Schweiz. Siehe auch: Die Schweiz in den Vereinten Nationen

Politische Strukturen

Kantone

Die Schweiz in den Vereinten Nationen Die Schweiz besteht aus 26 Kantonen (vor der Totalrevision der Bundesverfassung von 1999: 23 Kantone, wovon drei in je zwei Halbkantone gegliedert waren). Die Schweiz weist im europäischen Vergleich einen sehr ausgeprägten Föderalismus auf, der die politische und wirtschaftliche Kleinräumigkeit und Fragmentiertheit der Schweiz verstärkt.

Enklaven und Exklaven

Büsingen am Hochrhein wie auch