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Kanton Uri
Der Kanton Uri ist ein Kanton in der Zentralschweiz.
Geographie
Der Kanton Uri liegt in der Zentralschweiz zwischen dem Vierwaldstättersee im Norden und dem Gotthard im Süden. Uri ist einer der drei Urkantone (Gründungsmitglieder) der Eidgenossenschaft. Die anderen beiden sind: Schwyz und Unterwalden.
Uri grenzt an die Kantone Graubünden (SO), Tessin (S), Wallis (SW), Bern (W), Obwalden (W), Nidwalden (W), Schwyz (N) und Glarus (NO).
Verwaltungstechnisch gliedert er sich in 20 Gemeinden. Amtssprache ist Deutsch.
Der Fläche nach rangiert der Kanton auf Platz 11, der Einwohnerzahl nach auf Platz 23 unter den insgesamt 26 Schweizer Kantonen.
Deutsch
Bevölkerung
Sprachen
Die im Kanton Uri gesprochenen deutschen Mundarten gehören dem Höchstalemannischen an.
Religionen - Konfessionen
Es dominiert nach wie vor die römisch-katholische Konfession. Öffentlichrechtlich anerkannt ist heute aber auch die evangelisch-reformierte Konfession.
Verfassung und Politik
Die [http://www.ur.ch/rechtsbuch/1-1101.pdf Kantonsverfassung] datiert von 1984 (mit Änderungen).
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der Landrat, der vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht auf vier Jahre gewählt wird und 64 Mitglieder umfasst.
Verfassungs- und Gesetzesänderungen unterliegen obligatorisch der Volksabstimmung. Gegen Landratsverordnungen können 300 Wahlberechtigte das Referendum ergreifen und sie somit der Volksabstimmung zuführen. Mittels Volksinitiative können 300 Wahlberechtigte auch den Erlass, die Änderung oder die Aufhebung von Verfassungs-, Gesetzes- oder Verordnungsbestimmungen vorschlagen, welche darauf der Volksabstimmung zu unterbreiten sind. Mittels Volksinitiative kann auch die Abberufung einer Behörde verlangt werden.
Im Folgenden die Sitzzahl nach den Wahlen von 2004 (in Klammer die Resultate von 2000 und 1996)
- CVP: 29 (30 - 37) Mitglieder
- FDP: 14 (20 - 19) Mitglieder
- SP und Grüne: 10 (10 - 8) Mitglieder
- SVP: 9 (4 - 0) Mitglieder
Bundesversammlung: Uri entsendet wie jeder Vollkanton zwei Abgeordnete in den Ständerat und aufgrund seiner Einwohnerzahl einen Vertreter in den Nationalrat.
Exekutive
Vollziehende Behörde ist der sieben Mitglieder zählende Regierungsrat, der direkt vom Volk gemäss Mehrheitswahlrecht für vier Jahre gewählt wird. Der/die Vorsitzende heisst Landammann, sein/e Stellvertreter/in Landesstatthalter und wird jeweils auf zwei Jahre gewählt.
Dem Regierungsrat gehören aktuell an:
- Josef Arnold (CVP) (Landammann) Bildungs- und Kulturdirektion
- Markus Stadler (parteilos) (Landesstatthalter) Finanzdirektion
- Isidor Baumann (CVP) Volkswirtschaftsdirektion
- Heidi Z'graggen (CVP) Justizdirektion
- Josef Dittli (FDP) Sicherheitsdirektion
- Markus Züst (SP) Baudirektion
- Stefan Fryberg (FDP) Gesundheits-/Sozial- und Umweltdirektion
Die aktuelle Legislatur begann am 1. Juni 2004 und endet am 31. Mai 2008.
Judikative
Uri hat ein Obergericht für den ganzen Kanton, diesem untergeordnet zwei Landgerichte (für das Reusstal und das Urserntal). Ferner kennt es Spezialgerichte wie das Versicherungsgericht und das Jugendgericht, neuerdings auch ein Verwaltungsgericht.
Parteiensystem
Gemeinden
Uri kennt Einwohnergemeinden, Kirchgemeinden und Korporationsbürgergemeinden. Die Einwohnergemeinde ist die Trägerin der lokalen Selbstverwaltung. Die Korporationen sind in der Korporation Uri und in der Korporation Ursern organisiert. Die Korporationen sind die grössten Landeigentümer des Kantons.
Für die Einwohnergemeinden siehe auch: Gemeinden des Kantons Uri
Wirtschaft
Am schweizerischen Volkseinkommen ist Uri zu 0.4% beteiligt, seine Finanzkraft liegt nur etwa bei zwei Dritteln des Schweizer Durchschnitts. Da der Kanton Uri hohe Kosten für die Infrastruktur (Autobahn, Gotthardtunnel, fünf Passstrassen, usw.) tragen muss, ist er auf die finanzielle Unterstützung anderer Kantone angewiesen, welche diese Kosten teilweise mitfinanzieren. Trotzdem weist der Kanton Uri im schweizerischen Durchschnitt eine der grössten Steuerbelastungen aus. Im Jahr 2004 lag der Steuerfuss bei 105%. Ab 2005 wird der Steuerfuss, dank einer Sonderausschüttung der Urner Kantonalbank auf 100% gesenkt. Dies soll sich ab 2008 ändern, wenn der NFA (kurz für: Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung) eingeführt werden soll. Dann soll der Steuerfuss auch ohne Sonderausschüttung auf diesem Niveau dauerhaft gehalten werden können.
Tourismus
Uri erlebt einen eher sanften Tourismus, da die Infrastrukturen für Massentouristen weitgehend fehlen. Mit Andermatt, der Heimat des Olympiasiegers und Weltmeisters Bernhard Russi, kennt der Kanton Uri aber einen Skiort der ersten Stunde. Das Urserental mit Andermatt, Hospental und Realp gilt als eigentliches Skisportparadies für Familien, Ski- und Snowboardfreaks. Zur Sommerszeit ist der Kanton Uri ein Paradies für Bikerinnen und Biker sowie für Wanderfreunde, Alpinistinnen und Alpinisten.
Verkehr
Der Verkehr ist seit Jahrhunderten ein treuer, wenn auch nicht immer gern gesehener, Begleiter des Kantons Uri. Der Gotthardpass als kürzester Nord-Süd-Übergang der Alpen hat seit Jahrhunderten eine grosse Anziehungskraft auf die Menschen dies- und jenseits des Alpenbogens ausgeübt. 1882 wurde der Gotthard-Eisenbahntunnel eröffnet. 1980 folgte der Gotthard-Autobahntunnel. Derzeit wird die grösste Flachbahn der Gegenwart gebaut, die Neue Eisenbahn-Alpentransversale (Neat). Mit rund 57 Kilometern wird am längsten Eisenbahntunnel der Welt bis 2015 gebaut, ehe die Flachbahn durch die Alpen eröffnet werden kann. Seit 2002 wird von Amsteg aus mittels eines Zwischenangriffs Richtung Süden gebohrt, 2005 wurde mit den Arbeiten für den letzten Abschnitt zwischen Erstfeld und Amsteg begonnen, welcher das Tunnel-Nordportal sowie eine Verzweigung im Berginnern für die allfällige Bergvariante, einer Verlängerung des Tunnels Richtung Norden bis nach Altdorf zur Schonung der bevölkerungsdichten Gegend, beinhaltet.
Bildung
Geschichte
Siehe Geschichte des Kantons Uri.
Städte und Orte
Im Kanton Uri gibt es keine Städte (Gemeinden mit mehr als 10'000 Einwohnern). Die gesamte "ständige Wohnbevölkerung" beträgt am Jahresende 2004 35'121 Einwohner. Nachfolgend aufgelistet sind Gemeinden über 1000 Einwohner:
Geschichte des Kantons Uri
- Altdorf (UR), 8'635 (2004) resp. 8'648 (2002)Einwohner
- Schattdorf, 4'821 (2004) resp. 4'883 Einwohner (2002)
- Bürglen (UR), 3'968 (2004) resp. 3'979 (2002) Einwohner
- Erstfeld, 3'789 (2004) resp. 3'872 (2002) Einwohner
- Silenen, 2'246 (2004) resp. 2'180 (2002)Einwohner
- Flüelen, 1'839 (2004) resp. 1'834 (2002) Einwohner
- Seedorf (UR), 1'585 (2004) resp. 1'525 (2002) Einwohner
- Attinghausen, 1'535 (2004) resp. 1'509 (2002) Einwohner
- Andermatt, 1'306 (2004) resp. 1'312 (2002) Einwohner
siehe auch: Gemeinden des Kantons Uri
Bezirke mit Hauptort
Der Kanton Uri ist nicht in Bezirke aufgeteilt.
Bilder
Image:Tell vorm Hut.jpg
Weblinks
- [http://www.ur.ch/ Offizielle Website]
- [http://www.bfs.admin.ch/content/bfs/portal/de/index/regionen/regionalportraets/uri/blank/kennzahlen.html Offizielle Statistik]
- [http://www.neatindenberg.ch/ Website des Urner Komitees 'NEAT in den Berg']
Uri
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als:Kanton Uri
Kanton (Schweiz)
Die 26 Kantone der Schweiz sind die Gliedstaaten der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Politisches System
Jeder Kanton hat eine eigene Verfassung und eigene gesetzgebende, vollziehende und rechtsprechende Behörden. Alle Kantone besitzen ein Einkammer-Parlament (Grosser Rat, Kantonsrat, Landrat, Parlament; siehe auch: Kantonsparlament). Dieses hat je nach Kanton 58 bis 200 Parlamentssitze. Die Kantonsregierung (Regierungsrat, Regierung, Staatsrat) besteht je nach Kanton aus fünf bis neun Mitgliedern.
Alle Bereiche, die nicht von der schweizerischen Bundesverfassung dem Bund zugewiesen bzw. von einem Bundesgesetz geordnet werden, gehören in die Kompetenz der Kantone (staatliche Organisation, Schulwesen, teilweise Gesundheitswesen, teilweise Planungs- und Baurecht, Polizeiwesen, teilweise Gerichtsverfassung, Notariatswesen, kantonales und kommunales Steuerrecht u. a.). Bei vielen dieser Bereiche hat aber der Bund ebenfalls grosse Kompetenzen, so dass oft ein Kompetenzwirrwarr festzustellen ist. Die Kantone ihrerseits können ihren Gemeinden auch eine gewisse Autonomie gewähren. Das Ausmass ist jedoch, wie so oft in der Schweiz, von Kanton zu Kanton verschieden.
In zwei Kantonen, Glarus sowie Appenzell Innerrhoden, bestimmt das Volk in Form der Landsgemeinde seine Kantonsvertreter und entscheidet über Sachfragen. In allen anderen Kantonen werden Wahlen und Abstimmungen über die Urne abgewickelt.
Siehe auch: Politisches System der Schweiz, Föderalismus in der Schweiz
Geschichte
Die sogenannten Urkantone, welche 1291 die Eidgenossenschaft begründeten, sind Uri, Schwyz und Unterwalden. In der Alten Eidgenossenschaft wurden die Kantone auch Orte genannt. Deshalb spricht man in Bezug auf die Ausweitungsphasen der Schweiz von den Acht Alten Orten und den Dreizehn Alten Orten (bzw. der achtörtigen und der dreizehnörtigen Eidgenossenschaft). Verbündete, welche nicht Vollmitglied der Eidgenossenschaft waren, wurden als zugewandte Orte bezeichnet.
In der Helvetischen Republik (1798-1803) waren die Kantone blosse Verwaltungsbezirke ohne Autonomierechte. Die Grenzziehung wurde geändert, um annähernd gleich grosse Kantone zu schaffen und die alte Ordnung zu zerschlagen. Dabei entstanden auch die kurzlebigen Kantone Säntis, Linth, Waldstätten, Oberland, Baden, Lugano und Bellinzona.
Mit der Mediationsverfassung 1803 erhöhte sich die Zahl der Kantone auf 19 und mit dem Wiener Kongress 1815 auf 22. Die Zugewandten Orte wie z.B. die altfrye Republik Gersau, das Gebiet der Abtei Engelberg, usw., wurden allerdings (teilweise gegen ihren Willen) einzelnen Kantonen zugeschlagen. 1979 spaltete sich der Kanton Jura vom Kanton Bern ab.
Anzahl und Reihenfolge
Heute wird die Zahl der Kantone meistens mit 26, manchmal aber auch mit 23 angegeben.
Das rührt daher, dass sechs Kantone (Obwalden, Nidwalden, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Basel-Stadt und Baselland) aus historischen Gründen als Halbkantone bezeichnet werden (bis zur Totalrevision der Bundesverfassung von 1999 wurde diese Unterscheidung noch vorgenommen). Diese Unterscheidung ist lediglich bei der Besetzung des Ständerates und beim Ständemehr relevant, hat jedoch keinen Einfluss auf die innere Autonomie, weshalb es korrekt wäre, von 26 Kantonen, aber von 23 Ständen zu sprechen.
Die übliche Reihenfolge der Kantone (siehe untenstehende Liste) ist in der Bundesverfassung festgelegt. Sie hat jedoch einen viel älteren Ursprung. In der Eidgenossenschaft der Acht Alten Orte standen die Städte Zürich, Bern und Luzern als Vororte in der Hierarchie vor den Landkantonen. Die weiteren Kantone stehen in der Reihenfolge ihres Beitritts.
Liste der Schweizer Kantone mit ihren Eckdaten
In Klammern jeweils der Rang.
Bemerkungen: 1 Stand: 31. Dezember 2004, [http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/bevoelkerung/uebersicht/blank/analysen__berichte/result.html Bundesamt für Statistik], 2 km², 3 Einwohner pro km², Stand 2000 4 Sitz der Regierung und des Parlaments, Sitz der Justiz ist Trogen. 5 Stand: 1. Januar 2005.
8 bis hierher: Die Acht Alten Orte, 13 bis hierher: Die Dreizehn Alten Orte
Die zweibuchstabigen Kantonsabkürzungen (Siglen) sind verbreitet, sie werden u.a. bei den Kfz-Kennzeichen verwendet und sind auch in der ISO 3166-2:CH verwendet (mit dem Präfix "CH-", z.B. CH-SZ für den Kanton Schwyz).
Kantonsnamen in anderen Sprachen
Kanton in allen Schweizer Landessprachen sowie in weiteren Sprachen
Bemerkungen: 1Schweizer Landessprache, 2Wenn es sich von der Sprache oder der Schrift des Hauptortes unterscheidet
Ehemalige Kantone
- Ausserschwyz
- Baden
- Bellinzona
- Fricktal
- Innerschwyz
- Linth
- Lugano
- Oberland
- Säntis
- Waldstätten
Siehe auch
Föderalismus in der Schweiz, Liste der Städte in der Schweiz, Liste der Gemeinden der Schweiz (nach Kantonen und Alphabet), Liste der Bezirke und Distrikte der Schweiz
Weblinks
- [http://www.admin.ch/ch/d/schweiz/kantone/index.html Schweizer Kantone im Internet]
- [http://www.eye.ch/swissgen/kanton-m.htm Informationen über Schweizer Kantone] - viersprachig
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Kategorie:Liste (Geographie)
Kategorie:Politik (Schweiz)
Kategorie:Schweiz
als:Kanton (Schweiz)
ja:スイスの地方行政区画
ko:스위스의 주
simple:Canton
ZentralschweizDie Zentralschweiz ist die Schweizer Region, die den zentral gelegenen Teil der Alpen und Voralpen umfasst. Zu ihr gehören die Kantone Uri, Schwyz, Obwalden, Nidwalden, Luzern und Zug. Das städtische Zentrum der Zentralschweiz ist Luzern.
Begriffliche Abgrenzung
Der Kanton Glarus wird oft fälschlicherweise zur Zentralschweiz gezählt, obwohl er mit ihr weder geografisch noch wirtschaftlich, politisch, mentalitätsmässig oder linguistisch grössere Gemeinsamkeiten aufweist.
Nicht deckungsgleich mit der Zentralschweiz, obschon häufig mit ihr verwechselt, ist die Innerschweiz. Ihr Gebiet wird rein nach geografischen Kriterien definiert. Zur Innerschweiz gehören die Kantone Uri, Obwalden und Nidwalden sowie die dem Vierwaldstättersee zugewandten Teile der Kantone Luzern und Schwyz (auch Innerschwyz genannt) - im wesentlichen also das Gebiet, das z. T. noch heute als Waldstätte bezeichnet wird.
Davon wiederum abzugrenzen ist das historische Gebiet der Urschweiz, franz. ohne abschätzigen Beiklang Suisse primitive genannt. Sie umfasst die Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Obwalden und Nidwalden).
Unterschiede zu anderen Schweizer Regionen
Die Zentralschweiz unterscheidet sich nicht nur geografisch, sondern auch geschichtlich, religiös, mentalitätsmässig und politisch von den anderen Kantonen:
- die Zentralschweiz, vor allem die Urkantone, versteht sich als die Wiege der Eidgenossenschaft
- die Reformation vermochte hier im Gegensatz zum Mittelland nicht durchzudringen, so dass diese Kantone bis heute katholisch geblieben sind; dadurch wurde seit der Reformation die Verbindung zu den unmittelbar anschliessenden Teilen des Mittellandes eingeschränkt; das Gefühl der Isolation wurde durch die Religionskriege des 17. Jahrhunderts noch verstärkt
- im 19. Jahrhundert wehrten sich die Innerschweizer Kantone erbittert gegen die Errichtung des Bundesstaats der modernen Eidgenossenschaft und wollten am herkömmlichen lockeren Staatenbund mit einer starken Stellung der katholischen Kirche festhalten; dies gipfelte im gegenseitigen Abkommen des Sonderbundes, dessen von den liberalen Kantonen verfügte Auflösung 1847 sogar zu einem Bürgerkrieg, dem Sonderbundskrieg führte, den die schwachen Innerschweizer Kantone nach wenigen Tagen verloren.
- In der Folge wurde die Zentralschweiz die Hochburg der streng föderalistisch und katholisch ausgerichteten heutigen CVP. Die siegreichen liberalen Kantone betrachteten die Innerschweizer als unsichere Kantonisten und schlossen diese weit gehend von der Errichtung des modernen Staatswesens aus. Die Katholisch-Konservativen gingen ihrerseits ins sog. "Ghetto". Dieser Gegensatz kam erstmals 1848 zum Ausdruck, als die Bundesversammlung die Hauptstadt des neuen Staates nicht im zentral gelegenen Luzern, sondern in Bern einrichtete (siehe auch: Hauptstadtfrage der Schweiz).
- die Einbindung der Zentralschweiz gelang erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, als durch die Einrichtung der (halb-)direkten Demokratie die in Bern herrschenden Kreise zunehmend Kompromisse mit den Gegnern eingehen musste und mit Joseph Zemp 1891 erstmals ein von dieser anerkannter Repräsentant der Zentralschweiz in den Bundesrat einzog.
- In den letzten Jahren hat sich der konfessionelle Gegensatz zur übrigen Schweiz gemildert, während sich intern wirtschaftliche Gräben auftun, da besonders die Kantone Zug, Schwyz und Nidwalden sich zu reichen Steueroasen entwickelt haben, währenddessen vor allem Obwalden und Uri unter starken wirtschaftlichen Schwierigkeiten leiden.
- Dennoch bildet die konservativ gebliebene Zentralschweiz - vor allem der Kanton Schwyz - verstärkt das Zentrum der "Neinsager", die allen politischen und gesellschaftlichen Öffnungstendenzen scharf ablehnend gegenübersteht und mit ihren jeweils fünf ablehndenden Standesstimmen bei Volksabstimmungen trotz der geringen Bevölkerungszahl schon manche eidgenössische Vorlage verwerfen half.
Weblinks
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D15334.html Artikel Innerschweiz] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://www.centralswitzerland.ch/ Tourismusregion Luzern-Zentralschweiz]
- [http://www.zentral-schweiz.com/ Links-Sammlung zur Zentralschweiz]
Kategorie:Geographie (Schweiz)
Vierwaldstättersee
Der Vierwaldstättersee (engl. Lake Lucerne, franz. Lac des Quatre Cantons, it. Lago dei Quattro Cantoni/Lago di Lucerna, romanisch Lag Lucerna) ist ein von hohen Bergen umgebener, fjordartiger See in der Zentralschweiz (434 m ü.M., 114 km², bis 214 m tief).
Der Vierwaldstättersee wird von der Reuss durchflossen; von deren Einmündung bis zum Ausfluss ist er 38 km lang. Er ist in mehrere Becken gegliedert: Luzerner Bucht, Küssnachter Bucht und Alpnachersee, die Buchten von Horw, Stansstad, Weggis, Buochs, Gersau sowie der Urnersee. Die Küstenlinie beträgt 115 km; das Einzugsgebiet ist 1831 km² gross.
Die Reuss kommt als Bergfluss aus dem Gotthard-Massiv, bringt grosse Mengen Material aus den Bergen, Geschiebe, so hat sich die Delta inzwischen um 10 km weiter nördlich in den Urnersee verschoben. Der Reussgletscher hat am Ende der letzten Eiszeit vor 12'000 Jahren den See hinterlassen, im Luzerner "Gletschergarten" erzählt eine anschauliche Dokumentation die Geschichte der Alpen, der Eiszeiten und ihrer Gletscher.
Name
Seinen Namen hat der Vierwaldstättersee von den vier "Waldstätten", den Anrainer-Kantonen Uri, Schwyz, Unterwalden und Luzern.
Geschichte
Die drei Schweizer Urkantone Uri, Unterwalden und Schwyz sollen sich am Vierwaldstättersee auf der Rütliwiese anfangs August 1291 die ewige Treue geschworen (Rütli-Schwur) haben. Solche Schwurgemeinschaften von benachbarten Orten waren in der damaligen Zeit durchaus üblich, diejenige von 1291 ist aber in dem Bundesbrief (aufbewahrt in Schwyz im Kanton Schwyz) bis heute schriftlich belegt und wird als der eigentliche Anfang der Schweizer Eidgenossenschaft betrachtet.
In dem "Ewigen Bund" ging es damals darum, den Weg zum Gotthard vom allzu fremden Einfluss fernzuhalten, waren doch diese Warentransporte für damalige agrarische Bergsiedlungen ein äusserst wichtiges Einkommen. Der Kaiser Friedrich II. gewährte für den Bergübergang Reichsfreiheit, die weiter – hauptsächlich gegen die Habsburger Machtansprüche – verteidigt werden sollte. Doch de facto erst 1648 – am Ende des 30-jährigen Krieges – wurde im Westfälischen Frieden die Schweiz dann definitiv aus dem Deutschen Reich entlassen.
Verkehr
Bis zum Bau der Axenstrasse 1863 bis 1865 war der Wasserweg die einzige mögliche Verbindung zum Kanton Uri, zum Gotthardpass und damit auch der einzige Weg von den Hansestädten im Norden zu den Häfen und Handelsstädten am Mittelmeer, ob Genua oder Venedig.
Nach dem Bau der Gotthardbahn und der Gotthardautobahn ist die Gegend um den Vierwaldstättersee immer noch ein Verkehrsknoten, auch wenn die Schiffe meist nur noch für Vergnügungsrundfahrten benützt werden. Am Gotthard wird weiter gebaut, der neue Gotthard-Basistunnel soll mit 57 km Länge einst der längste Eisenbahntunnel der Welt werden.
Der 1991 auf alten Verkehrswegen angelegte Wanderweg Weg der Schweiz führt rund um den südlichsten Teil des Sees, den Urnersee.
Tourismus
Auf dem Weg nach dem Orient entdeckten abenteuerlustige Engländer die malerische Bergwelt der Innerschweiz und liessen hier Kur- und Badeorte entstehen: Luzern, Küssnacht am Rigi, Weggis, Vitznau, Gersau, Buochs, Beckenried, Brunnen, Seelisberg, Flüelen. Im 18. Jahrhundert begannen sie mit einheimischer Hilfe, aber auch zur Verwunderung der Einheimischen, die ihnen so exotische Bergwelt zu erobern, zunächst an der Rigi (1797 m ü.M.), zuerst zu Fuss, auf dem Rücken der Maultiere oder in Sänften getragen von einheimischen Lastenträgern. Später erbaute man hier die allererste Zahnradbahn der Welt, die Vitznau-Rigi-Bahn.
Einen solchen Aufstieg auf die Rigi beschrieb auch Mark Twain als Journalist, was in den USA des 19. Jahrhunderts zum Aufblühen des Schweizer Tourismus führte. Am Vierwaldstättersee war der allererste Schweizer Alpenclub beheimatet, und zwar als eine rein britische Angelegenheit.
Die grossartige Landschaft, das milde Klima und die fast schon mediterrane Vegetation machen den Vierwaldstättersee zu einer der meistbesuchten Reisedestinationen Europas. Hier wollen zahlreiche japanische Paare ihren Flitterwochen verbringen oder gar heiraten, hier drehen indische Regisseure ihre bei ihnen zu Hause so beliebten Bollywood-Filme, seitdem die Bergwelt von Kaschmir durch Unruhe und Krieg heimgesucht wird.
Sehenswürdigkeiten
- bekannte Aussichtsgipfel: Rigi, Pilatus, Bürgenstock, Stanserhorn, Mythen, Urirotstock
- Erinnerungsorte der Mythologie: Rütli, Tellsplatte, Tellskapelle, Hohle Gasse
Hohle Gasse
Flüelen und Axenstrasse
In Flüelen haben früher die Reisenden aus dem Süden vom Maultier auf das Schiff gewechselt, der Urnersee kann beim Föhnsturm Wellen wie am Meer bringen, die Schiffsfahrt mit einem der 20 Motorschiffe ist dagegen heute ein reines Vergnügen, 5 alte, ehrwürdige Raddampfer kreuzen auch das grosse Berggewässer. 38 km ist es von hier nach Luzern. Links führt die vierspurige Autobahn durch den Seelisbergtunnel und dann in nördlicher Richtung bis nach Basel und weiter nach Hamburg oder Amsterdam. Am rechten Ufer führt die romantische Axenstrasse, mit vielen Tunnels, Kurven und Galerien, immer an Steinschlagwarntafeln vorbei, von Flüelen über Sisikon nach Brunnen. An dieser Strecke trifft man häufig Baustellen an, da es hier oft zu Steinschlag und Erdrutschen kommt. Die Bahnlinie führt fast nur unterirdisch von Flüelen nach Brunnen. Von Brunnen nach Zürich braucht der Intercity dann kaum noch eine Stunde. Die Fortsetzung der Axenstrasse von Brunnen in Richtung Küssnacht ist nicht weniger romantisch, hier gibt es auch schöne Plätze zum Verweilen oder zum Schwimmen. Hier wachsen Reben, Feigen, Palmen, Kiwis, ja auch diverse Zitrusbäumchen gedeihen in manchen sonnigen Gärten. Prachtvolle Hotelbauten, viele weit über hundert Jahre alt, manche sehr stilvoll restauriert, erinnern an die grossen Zeiten der aufkommenden Tourismusindustrie. Doch recht viele dieser Zeitzeugen sind zwischenzeitlich verkommen, verschwunden, oder aber sind durch An- und Umbauten verunstaltet worden.
Luzern
Kiwis
Kiwis
Die Reuss verlässt in der Stadt Luzern den See. Jetzt schon ein mächtiger Strom unter der hölzernen Kapellbrücke, die nicht nur für die Touristen, nach dem verheerenden Brand 1993, wieder aufgebaut wurde und die jeden Tag tausendmal aufs Neue fotografiert wird.
Das 1999 erbaute Kunst- und Kongresshaus Luzern vom französischen Stararchitekten Jean Nouvel, mit einem weit auskragenden Dach ist nach viel Skepsis zum Stolz der Luzerner geworden. Es ist an erstklassiger Lage, gleich zwischen dem Hauptbahnhof und See gelegen.
Der ehrwürdige alte Bahnhof aus der Pionierzeit der Südbahn ist vor 30 Jahren abgebrannt und durch einen schlichten Zweckbau ersetzt worden. Einzig der verglaste Portikus von dem inzwischen auch schon international berühmten spanisch-schweizerischen Architekten-Ingenieur Santiago Calatrava ist eine leicht verspielte und witzige Auflockerung. Ein Torboden vom Nordportal des alten Gebäudes und eine Wandmalerei erinnern an die alte Herrlichkeit. Hier im Bahnhof treffen sich die InterCity-Verbindungen zu den Agglomerationen der Schweiz und die roten Schmalspurzüge der Bergbahnen nach Engelberg und über den Brünigpass nach Interlaken. Letztere ist Teil der GoldenPass Line von Zürich über Luzern, Brünigpass, Interlaken, Gstaad zum Genfersee.
Pilatus und Bürgenstock
Genfersee
Der Hausberg der Luzerner ist der Pilatus, mit einer Seilbahn und mit einer Zahnradbahn erreichbar, oft aber leider in den Wolken versteckt. Wer weniger hoch lieber hat und doch 440 m über dem Vierwaldstättersee gemütlich tafeln möchte, der möge mit dem Schiff und einer Standseilbahn den Bürgenstock aufsuchen, den Zauberberg für Millionäre, ein luxuriöses Hotel- und Kongresszentrum über eine steilen Seeklippe.
Weil der Verkehr am See stets sehr wichtig war, ist auch das Schweizer Verkehrshaus in Luzern gelegen. Hier kann man die ganze Verkehrsgeschichte rekapitulieren, Sänften und Kutschen, Alpenpost, Schiffe, Bahnen, Autos und Flugzeuge bewundern. Bis im Juli 2004 brachte der Fesselballon HiFlyer das Publikum in die Höhe. Nach einem Unfall bei stürmischem Wetter wurde dessen Betrieb jedoch eingestellt.
Pilgerwege
Am See führten schon früher Pilgerwege vorbei. Nach Rom geht es von hier aus über den Gotthardpass. Auch der westwärts nach Santiago de Compostela führende Jakobsweg führt von dem schweizerischen Hauptsammelort Einsiedeln nach Brunnen am Seeufer. Von hier führt er weiter westlich mit dem Schiff nach Luzern oder über den Alpnachersee, in Richtung Süden zum Brünigpass.
Auch nach der Schweizer Reformation blieb hier in den Bergen die Urschweiz treu katholisch: In Unterwalden fand der Schweizer Nationalheilige und Eremit Bruder Klaus seine Klause und weiter oben, am Ende vom Tal, dem Himmel noch bisschen näher, entfaltete sich das Kloster Engelberg (1050 m ü.M.) in seiner Pracht. Hier werden auch die Rekruten für die berühmte Schweizer Garde des Heiligen Stuhls ausgebildet, die Kleinstarmee und Polizei des Papstes, zugleich auch buntkostümierte Touristenattraktion im Vatikan.
Flugaktivitäten
In Buochs bei Stans liegt ein Flugplatz, der früher fast nur von der Schweizer Armee und den Pilatus Flugzeugwerken benutzt wurde. Heute ist der Flugplatz für den zivilen Flugverkehr offen.
Am Flugplatz Alpnach sind Helikopter der Schweizer Armee stationiert.
An schönen Tagen sieht man über den Bergen rund um den See viele Hängegleiter und Gleitschirme am Himmel kreisen, da die Thermik der besonnten Felswände den Luftsportlern viele Aufwinde bescheren.
Wasserqualität
Das Wasser verweilt durchschnittlich dreieinhalb Jahre im Seebecken. Die Qualität ist heute hervorragend, zum grössten Teil kann man von Trinkwasser sprechen. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Limnologie der EAWAG, angesiedelt im luzernischen Kastanienbaum, überwacht die Wasserqualität sehr akkurat und kontinuierlich, ist dieser See doch ein grosses natürliches Trinkwasserreservoir, von dem einige hundert Kilometer weiter nördlich auch noch die Kölner, die Niederrheiner und die Niederländer trinken wollen.
Man kann im Seewasser baden. Im Sommer ist es bis 22°C warm, im Winter ein wenig kälter (5°C höchstens).
In sehr kalten Wintern (so in den Jahren 1929 und 1963) können der Alpnachersee und die Luzerner Bucht zufrieren. Aus dem 17. und 19. Jahrhundert sind auch Vereisungen des ganzen Vierwaldstättersees dokumentiert. 1684 und 1685 konnte das Gersauer Becken überquert werden.
Kategorie:See in der Schweiz
Kategorie:Luzern (Kanton)
Kategorie:Nidwalden (Kanton)
Kategorie:Obwalden (Kanton)
Kategorie:Schwyz (Kanton)
Kategorie:Uri (Kanton)
Urkantone
Die Urkantone, auch genannt Waldstätte, sind die drei ersten Kantone der Eidgenossenschaft, Uri, Schwyz und Unterwalden.
Als Datum ihres Zusammenschlusses gilt das Unterzeichnungsdatum des Bundesbriefes, der 1. August 1291. Es bestand jedoch zwischen den Urkantonen ein allmählich aufgebautes Geflecht von Bündnissen und gegenseitigen Hilfeleistungen, ohne dass ein einzelnes Ereignis, welches als eigentliche Gründung der Schweiz bezeichnet werden könnte, besonders hervorsticht.
Aus diesem Bund entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte durch weitere Bündnisse und teilweise auch durch kriegerische Expansion die Schweiz in ihrem heutigen Umfang.
Siehe auch: Geschichte der Schweiz, Rütli-Schwur, Zentralschweiz
Kategorie:Schweizerische Geschichte
als:Urkanton
Kanton Schwyz
Der Kanton Schwyz ist ein Kanton in der Zentralschweiz.
Deutsch: Schwyz []; Französisch: Schwytz oder Schwyz; Italienisch: Svitto; Rätoromanisch: Sviz; Englisch: Schwyz.
Name
Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz.
Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Mittelhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Noch später diente auch die Flagge des Kantons als Modell für die Flagge der Schweiz.
Geographie
Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz, zwischen Zugersee, Vierwaldstättersee und Zürichsee.
Der Kanton Schwyz grenzt an die Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug und Luzern.
Luzern
Bevölkerung
Sprachen
Die im Kantonsgebiet gesprochenen deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe dem Höchstalemannischen an.
Religionen - Konfessionen
Der Kanton Schwyz ist nach wie vor stark dominant katholisch. Grosse Ausstrahlungskraft hat das Benediktinerkloster Einsiedeln.
Geschichte
Siehe Geschichte des Kantons Schwyz.
Verfassung und Politik
Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert von 1898 (mit zahlreichen Änderungen).
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern, die vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Verfassungs- und Gesetzesänderungen unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen.
Zusammensetzung 2004 (in Klammern 2000 und 1996):
- Christlichdemokratische Volkspartei (CVP): 34 (43 - 46)
- Freisinnig-demokratische Partei (FDP): 24 (26 - 29)
- Schweizerische Volkspartei (SVP): 27 (20 - 12)
- Sozialdemokratische Partei (SP): 15 (11 - 11)
Bundesversammlung: Der Kanton Schwyz entsendet zwei Vertreter in den Ständerat und vier Vertreter in den Nationalrat.
Exekutive
Vollziehende Behörde ist der Regierungsrat, dessen sieben Mitgliedern direkt vom Volk gemäss Mehrheitswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Den Vorsitz hat der Landammann inne, sein Stellvertreter ist der Landstatthalter.
Departemente:
- Departement des Innern
- Volkswirtschaftsdepartement
- Erziehungsdepartement
- Justizdepartement
- Militär- und Polizeidepartement
- Finanzdepartement
- Baudepartement
Gemäss den Wahlen von 2004 stellt die CVP 3, die FDP 2, die SP 1 und die SVP ebenfalls 1 Regierungsrat.
Judikative
Auf kantonaler Ebene gibt es das Kantonsgericht, das Verwaltungsgericht sowie das Kantonale Strafgericht, auf der Ebene der Bezirke die dem Kantonsgericht untergeordneten Bezirksgerichte und auf kommunaler Ebene die Vermittler (in anderen Kantonen Friedensrichter genannt).
Gemeinden und Bezirke
Im Kanton Schwyz sind sowohl die Gemeinden wie, anders als in den meisten anderen Schweizer Kantonen, die Bezirke autonome Selbstverwaltungseinheiten. Während die Gemeinden aber auch einen eigenen, vom Kanton unabhängigen Wirkungskreis haben, erfüllen die Bezirke nur solche Aufgaben, die ihnen das kantonale Recht überträgt. Sowohl Gemeinden wie Bezirken kommt das Besteuerungsrecht zu; sie setzen die Höhe ihrer Steuern selbst fest.
Öffentlichrechtlich anerkannt sind überdies die römisch-katholischen und die evangelisch-reformierten Kirchgemeinden. Bürgergemeinden gibt es im Kanton Schwyz, im Gegensatz zu vielen anderen Kantonen, nicht.
siehe auch: Gemeinden des Kantons Schwyz
Wirtschaft
Am Volkseinkommen der Schweiz ist der Kanton mit einem Anteil von 1,9% beteiligt, seine Finanzkraft liegt nur einige Prozent unter dem gesamtschweizerischen Durchschnitt.
Städte und Orte
Gemeinden des Kantons Schwyz
Gemeinden mit über 10'000 Einwohnern:
- Schwyz, 14069 Einwohner (2002)
- Freienbach, 13866 Einwohner (2002)
- Einsiedeln, 12868 Einwohner (2002)
- Küssnacht am Rigi, 11345 Einwohner (2002)
- Arth, 10000 Einwohner (April 2004)
Bezirke
Der Kanton Schwyz unterteilt sich in 6 Bezirke und 30 Gemeinden, wobei die Bezirke Einsiedeln, Küssnacht und Gersau jeweils nur aus der gleichnamigen Gemeinde bestehen.
Gersau
- Bezirk Schwyz
- mit den Gemeinden Schwyz, Arth, Ingenbohl, Muotathal, Steinen, Sattel, Rothenthurm, Oberiberg, Unteriberg, Lauerz, Steinerberg, Morschach, Alpthal, Illgau, Riemenstalden,
- Bezirk Einsiedeln mit der Gemeinde Einsiedeln SZ
- Bezirk Gersau mit der Gemeinde Gersau
- Bezirk Höfe
- mit den Gemeinden Wollerau, Freienbach, Feusisberg
- Bezirk Küssnacht mit der Gemeinde Küssnacht am Rigi
- Bezirk March
- mit den Gemeinden Lachen, Altendorf, Galgenen, Vorderthal, Innerthal, Schübelbach, Tuggen, Wangen, Reichenburg
Siehe auch: Gemeinden des Kantons Schwyz
Weblinks
- [http://www.sz.ch/ Offizielle Website]
- [http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/regionen/regionalportraets/schwyz/blank/kennzahlen.html Kennzahlen für Schwyz vom Bundesamt für Statistik]
- [http://www.GoldauerBergsturz.ch/index.html Die Internetseite zum Goldauer Bergsturz von 1806]
Schwyz
!
als:Kanton Schwyz
simple:Schwyz
UnterwaldenUnterwalden gehört zu den drei Gründungskantonen (Uri, Schwyz, Unterwalden), die 1291 auf der Rütliwiese die Eidgenossenschaft gründeten (Rütlischwur).
Unterwalden ist der Sammelbegriff für die beiden Halbkantone Obwalden und Nidwalden die seit jeher (bereits vor 1291) in die Gebiete ob und nid dem Wald unterteilt sind.
Kategorie:Kanton (Schweiz)
Kategorie:Unterwalden (Kanton)
als:Kanton Unterwalden
Graubünden
Der Kanton Graubünden (Deutsch: Graubünden; Französisch: Grisons; Italienisch: Grigioni; Romanisch: Grischun; Englisch: Graubunden (manchmal auch Grisons)) ist der östlichst gelegene und flächenmässig grösste Kanton der Schweiz. In der deutschsprachigen Schweiz wird er im allgemeinen Sprachgebrauch als Bündnerland bezeichnet.
Geographie
Der Kanton nimmt den gesamten südöstlichen Teil der Schweiz ein und ist vor allem durch Berglandschaften und Täler geprägt. Graubünden hat daher für Touristen bedeutende Naturschönheiten zu bieten.
Graubünden ist flächenmässig der grösste Kanton der Schweiz, ist aber aufgrund der geographischen Bedingungen nur sehr dünn besiedelt. Von der Einwohnerzahl her belegt er Platz 15. Er hat somit genauso viele Einwohner wie der flächenmässig kleinste Kanton der Schweiz, Basel-Stadt.
Gemeinsame Kantonsgrenzen hat Graubünden im Südwesten mit dem Kanton Tessin, im Westen mit Uri, im Norden mit Glarus und St.Gallen. Graubünden bildet die Landesgrenze der Schweiz mit Liechtenstein sowie mit Österreich (Bundesländer Vorarlberg und Tirol) im Norden und den italienischen Regionen Südtirol im Osten und der Lombardei im Süden.
Lombardei
Entwässert wird Graubünden zum größten Teil vom Rhein mit seinen in Graubünden entspringenden Quellflüssen Vorderrhein und Hinterrhein. Den Osten des Landes, nämlich das Engadin, entwässert der Inn, der ebenfalls in Graubünden entspringt. Jenseits des Alpenhauptkamms liegen die zum Po entwässernden und italienschsprachigen Bündner Südtäler: das Misox mit dem Calanca-Tal, das Bergell und das Puschlav. Der östlichste Teil des Landes schließlich, das Münstertal, entwässert zur Etsch. Die drei Meeresgebiete der Nordsee, des Mittelmeers und des Schwarzen Meers treffen sich unweit der Inn-Quelle nahe dem Lunghin-Pass oberhalb von Maloja. Von dort fliesst Richtung Norden die Julia, die via Rhein zur Nordsee führt, nach Süden die Maira, deren Wasser über den Po ins Mittelmeer kommt, und nach Osten der Inn, der in die Donau mündet und damit ins Schwarze Meer fliesst.
Bevölkerung
Sprachen
Schwarze Meer
Als einziger Kanton der Schweiz hat Graubünden drei Amtssprachen: Deutsch, Rätoromanisch und Italienisch. Aufgrund dieser Vielfalt, aber auch wegen seiner Form und Beschaffenheit wird der Kanton auch als kleine Schweiz innerhalb der Schweiz bezeichnet.
Die Gemeinden und Kreise sind autonom, ihre Amts- und Schulsprache festzulegen.
Die deutschen Mundarten Graubündens gehören zu zwei Gruppen des Schweizerdeutschen:
- dem hochalemannischen Südostschweizerdeutschen, das in der Region Chur, in der Bündner Herrschaft, den Fünf Dörfern und im Domleschg gilt; diese Dialekte verbreiteten sich im Hochmittelalter und der frühen Neuzeit von Norden (Bodensee und Rheintal) bzw. von Nordwesten (Walensee-Seeztal) her und überlagerten ursprünglich rätoromanisches Siedlungsgebiet
- dem höchstalemannischen Südwestschweizerdeutschen, das in den im Hochmittelalter vom Wallis her besiedelten Walserdörfern gesprochen wird.
- dem Tirolischen (Bairisch-Österreichischen) hingegen gehört die Mundart von Samnaun an.
Im Romanischen, das in verschiedenen Gegenden des Kantons (vor allem in der Surselva, in Teilen Mittelbündens, im Engadin und im Münstertal) gesprochen wird gibt es sowohl fünf regionale Schrift- und Mundartdialekte (sogenannte Idiome), nämlich Surselvisch (Sursilvan), Sutselvisch (Sutsilvan), Surmeirisch (Surmiran), Oberengadinisch (Puter) und Unterengadinisch (Vallader), als auch eine einheitliche Schriftsprache Rumantsch Grischun, die erst gegen Ende des zwanzigsten Jahrhunderts als Kunstsprache geschaffen wurde. Münstertalisch (Jauer) wiederum hat keine schriftsprachliche Tradition. In den Münstertaler Schulen wird in Unterengadinisch unterrichtet.
Die italienischen Mundarten im Misox, Bergell, Bivio und Puschlav gehören dem Alpinlombardischen an, wobei der Bergeller Dialekt (inkl. Bivio) eine Übergangsform zum Rätoromanischen darstellt.
Bemerkenswerterweise hat der Kanton Graubünden seine Schulbücher bis etwa Mitte der 2000er-Jahre in sieben Sprachen herausgegeben. Dies beinhaltete neben Deutsch und Italienisch alle fünf rätoromanischen Schriftdialekte. Seither wird der Schulstoff nur noch in Rumantsch Grischun herausgegeben.
Wohnbevölkerung nach Sprachen (Volkszählung 2000):
- Deutsch: 127'755 (68%)
- Rätoromanisch: 27'038 (14%)
- Italienisch: 19'106 (10%)
- Andere: 13'159 (8%)
Religionen – Konfessionen
2000er
Infolge der Souveränität der einzelnen Gemeinden konnte im 16. Jahrhundert jede Gemeinde ihre Konfession autonom bestimmen. Fläsch war die erste reformierte Gemeinde im Kanton, danach folgte St. Antönien und der Rest des Kantonsterritoriums. Graubünden gehört somit zu den traditionell paritätischen Kantonen. Überwiegend katholisch sind Vorderrheintal mit Lugnez (aber ohne Safiental und Waltensburg) sowie Oberhalbstein (ohne Bivio) und mittleres Landwassertal (ohne Bergün), Misox und Puschlav, überwiegend reformiert sind Prättigau, oberes Landwassertal, Hinterrheintal mit Avers sowie Engadin (ohne Tarasp und Samnaun), Bergell und Schanfigg, gemischt sind Domleschg und Münstertal.
Verfassung
Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert vom Jahre 2003.
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der Grosse Rat, der 120 Mitglieder zählt und vom Volk gemäss Majorzverfahren fest auf vier (nach der alten Verfassung erst auf zwei, dann auf drei) Jahre gewählt wird.
Das Volk ist überdies direkt an der Gesetzgebung beteiligt: 4000 Stimmberechtigte oder ein Siebtel der Gemeinden können eine Änderung der Verfassung verlangen, 3000 Stimmberechtigte oder ein Achtel der Gemeinden können ein Gesetz oder eine Gesetzesänderung vorschlagen (Volksinitiative), 1500 Stimmberechtigte oder ein Zehntel der Gemeinden können verlangen, dass ein vom Grossen Rat erlassenes Gesetz oder eine solche Gesetzesänderung der Volksabstimmung zu unterwerfen sei (Referendum). Änderungen der Verfassung unterliegen obligatorisch der Volksabstimmung.
Exekutive
Die Regierung (früher: Kleiner Rat) zählt fünf Mitglieder und wird vom Volk ebenfalls im Majorzverfahren auf ebenfalls vier (nach der alten Verfassung erst auf ein, dann auf zwei) Jahre gewählt. Das Präsidium wechselt turnusgemäss jährlich.
Judikative
Oberstes Gericht ist das Kantonsgericht. Untere Instanzen sind die Bezirksgerichte und die Kreispräsidenten. Daneben gibt es das Verwaltungsgericht, das auch als Verfassungsgericht waltet.
Gemeinden, Kreise und Bezirke
Graubünden ist derjenige Kanton, in dem die Gemeinden (208 an der Zahl) historisch bedingt die wohl ausgeprägteste Gemeindeautonomie der Schweiz haben.
(siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden)
Autonomie geniessen ebenfalls die Kreise, die aus einer kleinen Zahl Gemeinden (ausnahmsweise aus einer einzigen Gemeinde) bestehen. Sie sind zugleich die Wahlkreise des Grossen Rats, wo die Grossräte teilweise noch an den traditionellen Landsgemeinden gewählt werden. Die Bezirke hingegen sind reine Verwaltungsorgane des Kantons ohne innere Autonomie.
(siehe: Kreise und Bezirke des Kantons Graubünden)
Vertretung auf nationaler Ebene
Für das Bundesparlament entsendet Graubünden wie jeder Vollkanton zwei Vertreter in den Ständerat und gemäss seinem Anteil an der Bevölkerung fünf Abgeordnete in den Nationalrat.
Wirtschaft
Die für die dauerhafte Besiedlung mancher Talschaften unabdingbare Berglandwirtschaft überlebt dank Nischenproduktion und grosszügigen Subventionen vonseiten des Bundes und des Kantons. Wichtigster Wirtschaftszweig ist heute aber der Tourismus.
Tourismus
Kreise und Bezirke des Kantons Graubünden]
Der Fremdenverkehr ist sowohl im Sommer wie im Winter von grosser Bedeutung, besonders in den Regionen Klosters, Davos, Arosa und St. Moritz, aber auch in zahlreichen weiteren Orten. Hervorzuheben ist auch der Bädertourismus in Vals und Scuol (Schuls). Nicht unerwähnt soll auch die teilweise bedeutende Baukunst bleiben: Graubünden ist derjenige Kanton mit der grössten Dichte an Burgen und weist mit dem Kloster von Müstair und der Kirche von Zillis Kulturgüter von Weltrang auf. Auch die Anlage der Rhätischen Bahn besonders im Albulatal und am Berninapass ist von grosser architektonischer und touristischer Bedeutung.
Seit 1991 ist die Salginatobelbrücke der Verbindungsstrasse von Schiers nach Schuders das bislang einzige Weltmonument der Schweiz. Diese Auszeichnung wurde von der [http://www.asce.org ASCE] vergeben.
Verkehr
Schuders
Die wichtigsten Talschaften und die grossen Tourismusorte Graubündens werden von der meterspurigen Rhätischen Bahn bedient. Zudem wird der Kanton in Nord-Süd-Richtung von einer Autobahn durchquert. Wichtigster Pass zwischen Nord und Süd ist heute der San Bernardino zwischen Rheinwald/Hinterrheintal und Misox/Tessin.
Geschichte
Siehe Geschichte des Kantons Graubünden.
Städte, Orte und Landschaften
Geschichte des Kantons Graubünden
Folgende Gemeinden des Kantons haben mehr als 5'000 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2004):
- Chur, 32'434 Einwohner
- Davos, 10'941 Einwohner
- Igis, 7'011 Einwohner
- Domat/Ems, 6'819 Einwohner
- St. Moritz, 5'084 Einwohner
Weitere Gemeinden siehe: Gemeinden des Kantons Graubünden
Bezirke
Gemeinden des Kantons Graubünden
Der Kanton Graubünden ist in 11 Bezirke eingeteilt. Sie entsprechen im Wesentlichen den natürlichen Landschaftsräumen. (Die Bezirke sind wiederum unterteilt in 39 Kreise):
- Albula mit den Kreisen Alvaschein, Belfort, Bergün und Surses
- Bernina mit den Kreisen Brusio und Poschiavo
- Hinterrhein mit den Kreisen Avers, Domleschg, Rheinwald, Schams und Thusis
- Imboden mit den Kreisen Trins und Rhäzüns
- Inn mit den Kreisen Ramosch, Sur Tasna, Suot Tasna und Val Müstair
- Landquart mit den Kreisen Maienfeld und Fünf Dörfer
- Maloja mit den Kreisen Bergell und Oberengadin
- Moësa mit den Kreisen Calanca, Misox und Roveredo
- Plessur mit den Kreisen Chur, Churwalden und Schanfigg
- Prättigau/Davos mit den Kreisen Davos, Jenaz, Klosters, Küblis, Luzein, Schiers und Seewis
- Surselva mit den Kreisen Disentis, Ilanz, Lumnezia/Lugnez, Ruis und Safien
Siehe auch: Gemeinden des Kantons Graubünden
Kultur
Bündner Küche
Der Kanton Graubünden hat eine eigenständige Küche entwickelt, welche sich von anderen Schweizer Regionalküchen unterscheidet. Typische regionale Produkte sind das luftgetrocknete Bünderfleisch und andere Trockenfleischspezialitäten wie Salsiz oder Andutgel. Typische Gerichte sind Capuns, Plain in Pigna, Pizokel, Maluns oder die Bündner Nusstorte, sowie ein Speckauflauf.
Weblinks
- [http://www.gr.ch Offizielle Website des Kantons Graubünden]
- [http://www.graubuenden.ch Graubünden]
- [http://www.link-gr.ch Suchmaschine Graubünden]
- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D7391.html Artikel Graubünden] im Historischen Lexikon der Schweiz
Graubuenden
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als:Kanton Graubünden
Tessin
Der Kanton Tessin ist der südlichste Kanton der Schweiz.
Zusammen mit einigen südlichen Tälern Graubündens bildet er die sogenannte "Svizzera Italiana" (die italienischsprachige Schweiz).
Deutsch: Tessin; Französisch: Tessin; Italienisch: Ticino; Rätoromanisch: Tessin; Englisch: Ticino.
Geographie
Englisch
Der Kanton Tessin liegt fast komplett auf der südlichen Seite des Alpenhauptkamms. Er wird weitgehend von italienischem Staatsgebiet umgeben, nur im Norden und Nordosten grenzt er an die Schweizer Kantone Graubünden, Wallis und Uri. Am Luganersee liegt die italienische Exklave Campione d’Italia, die komplett von Schweizer Staatsgebiet umgeben ist.
Die Fläche beträgt 2'812 km², - ca. drei Viertel davon gelten als produktiv. Ungefähr ein Drittel des Gebietes umfasst Wälder, aber auch die beiden grossen Seen Lago Maggiore (Langensee) und Lago di Lugano (Luganersee) nehmen einen nicht unbedeutenden Teil der Gesamtfläche ein.
Seinen Namen hat der Kanton vom Fluss Tessin, der auf der Südseite des Sankt-Gotthard-Massivs am Nufenenpass entspringt, das Val Bedretto und die Leventina in Richtung Südost durchfliesst um dann, ab der Kantonshauptstadt Bellinzona, nach Westen durch die Magadinoebene fließend, in den Lago Maggiore zu münden.
Magadinoebene
Hauptzuflüsse auf diesem Weg sind der Brenno aus dem Bleniotal und die Moesa aus dem bündnerischen Misox. Auch der übrige Teil des nördlich des Monte Ceneri gelegenen Teils des Kantons (Sopraceneri) wird in den Lago Maggiore entwässert, nämlich durch die Flüsse Maggia und Verzasca. Der grösste Teil des südlichen Kantonsteils entwässert in den Lago di Lugano (Luganer See), dessen Wasser über die Tresa in den italienischen Teil des Lago Maggiore fliesst. Nur ein kleines Gebiet rund um Chiasso und das östlich von Mendrisio gelegene Valle di Muggio entwässern in den Lago di Como (Comer See).
Die höchste Erhebung auf dem Gebiet des Kantons Tessin ist die 3402 m hohe Adula.
Seen
- Lago Maggiore (Verbano, deutsch: Langensee), im nördlichen Tessin (Sopraceneri)
- Lago di Lugano (Ceresio, deutsch: Luganersee), im südlichen Tessin (Sottoceneri)
Sprachen
Im Tessin ist Italienisch die Amtssprache. Eine Ausnahme ist die Walser-Gemeinde Bosco/Gurin, in der Deutsch die Hauptsprache ist. Dies hat heute jedoch nur noch historischen Charakter. Dagegen spricht heute die Hälfte der Bewohner von Indemini deutsch. Ein Grossteil der Bevölkerung spricht lokale Dialekte, die zur lombardischen Dialektengruppe gehören. Da die Dialekte aus der Lombardei (inklusive Italienische Schweiz), dem Piemont, Ligurien und Emilia-Romagna, einen gallischen Hintergrund besitzen, ist es nicht erstaunlich, dass sehr viele Tessiner Wörter dem Französischen ähneln, und auch nasale Laute sowie 'ö' und 'ü' vorkommen. Im Tessiner Dialekt heisst es z.B.: „un om al gheva dü fiöö“ [un ˈom al g ˈeva dy(ː) ˈfjøː], auf Standard-Italienisch würde man sagen: „un uomo aveva due figli“ (ein Mann hatte zwei Söhne). „Herz“ heisst im Dialekt „cör“ [køːr], ähnlich wie das französische „coeur“ [kœr] und nicht wie das italienische „cuore“ [kwɔre]. Und „500 Schweine“ (cinquecento maiali) heisst auf Tessinerisch „cinc-cent ciügn“ [ʧinˈʧeːn(t) ˈʧyɲ].
Das Tessin macht den grössten Teil der italienischen Schweiz aus.
Geschichte
Siehe Geschichte des Kantons Tessin.
Städte und Orte
Geschichte des Kantons Tessin
- Lugano, 48'123 Einwohner (2002)
- Bellinzona, 16'889 Einwohner (2002)
- Locarno, 14'320 Einwohner (2002)
- Chiasso, 7'992 Einwohner (2002)
Weitere bedeutende Orte:
- Ascona
- Mendrisio
Vollständige Liste unter: Gemeinden des Kantons Tessin
Bezirke mit Hauptort
Der Kanton Tessin (Repubblica e Cantone Ticino) ist in 8 Bezirke (distretti) eingeteilt, diese wiederum in 38 Kreise (circoli):
- Distretto di Bellinzona
- Distretto di Blenio
- Distretto di Leventina
- Distretto di Locarno
- Distretto di Lugano
- Distretto di Mendrisio
- Distretto di Riviera
- Distretto di Vallemaggia
Sonstiges
Am Luganersee liegt die italienische Exklave Campione, die durch ihr Spielkasino bekannt ist.
Weblinks
- [http://www.ti.ch Offizielle Website]
- [http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber00/dkan_ti.htm Offizielle Statistik]
- [http://www.schweizerseiten.ch/geschichte_tessin.htm Geschichte des Kantons]
- [http://www.reiseziel-tessin.de/ Touristische Informationen]
- [http://www.alpi-ticinesi.de/ Alpinistische Dokumentation]
Kategorie:Kanton (Schweiz)
!
als:Tessin
Kanton Bern
Der Kanton Bern, Canton de Berne auf Französisch, ist ein Kanton im Westen der Schweiz. Bern ist flächenmässig (nach Graubünden) und bevölkerungsmässig (nach Zürich) jeweils der zweitgrösste Kanton der Schweiz.
Deutsch: Bern; Französisch: Berne; Italienisch: Berna; Rätoromanisch: Berna; Englisch: Bern (veraltet: Berne).
Der Kanton Bern ist zweisprachig. Das Deutsche und das Französische sind die bernischen Landes- und Amtssprachen.
Die inoffizielle Hymne ist der Berner Marsch.
Geographie
Der Kanton Bern hat die grösste Nord-Süd-Ausdehnung aller Kantone. Er erstreckt sich vom Jura über das Schweizerische Mittelland bis in die Alpen. Im Norden grenzt er an den Kanton Jura, im Westen an die Kantone Neuenburg, Waadt und Fribourg, im Osten an die Kantone Solothurn, Aargau, Luzern, Nidwalden, Obwalden und Uri und im Süden an den Kanton Wallis.
Auf Karten mit großem Maßstab entsteht der Eindruck, dass der Kanton Bern bei La Ferrière an Frankreich grenzt und somit ein Grenzkanton ist. Detaillierte Karten zeigen jedoch, dass Gemeinde- und Landesgrenze einige hundert Meter voneinander entfernt sind.
Frankreich
Der französischsprachige Berner Jura gehört zum Faltenjura, die Hauptstadt ist Moutier.
Südlich davon erstreckt sich zwischen dem Bielersee, Murtensee und der Stadt Bern im Aaretal das Berner Seeland, das durch die Juragewässerkorrektion von Sumpfland zum Gemüsegarten der Schweiz wurde.
Im Nordosten der Stadt Bern liegt die Region Oberaargau (die nicht zum Kanton Aargau gehört).
Östlich der Stadt Bern liegt das zu den Voralpen gehörende Emmental, aus dem der berühmte Emmentaler Käse kommt (nicht nur von dort), das im Osten vom Bergland des Napf abgeschlossen wird.
Im Süden des Kantons liegt das Berner Oberland, im Osten mit dem Haslital, Brienzersee, Thunersee und dem Jungfraugebiet, im Westen mit den Regionen Saanenland, Simmental, Frutigland (Adelboden) und Lötschberg.
Bevölkerung
Sprachen
:Deutsch: 802'740
:Französisch: 74'338 (im Berner Jura und der zweisprachigen Stadt (Bezirk) Biel/Bienne)
:Italienisch: 26'359
:Rätoromanisch: 875
:Andere: 53'880
Religionen - Konfessionen
:Reformiert: 691'812
:Katholisch: 172'906
:Christkatholisch: 1'263
:Jüdisch: 802
:Andere: 50'059
:Konfessionslos: 41'350
Die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn sind die grösste und reichste reformierte Kirchenorganisation der Welt. Daneben gibt es im Kanton Bern vergleichsweise viele Mitglieder protestantischer Freikirchen, besonders im Emmental und im Berner Oberland.
Verfassung
Die geltende Kantonsverfassung datiert von 1993.
Legislative
Der 200-köpfige [http://www.be.ch/gr Grosse Rat] (160 ab 2006) ist die Legislative des Kantons. 12 Sitze sind für den Berner Jura garantiert und 3 Sitze für die französischsprachige Minderheit des zweisprachigen Amtsbezirks Biel/Bienne. Er wird vom Volk für eine Amtsdauer von jeweils vier Jahren gewählt. Über Volksabstimmungen - obligatorisches Referendum bei Verfassungsänderungen, fakultatives Referendum bei Gesetzesänderungen (wenn von mindestens 10'000 Stimmberechtigten verlangt), sodann Volksinitiative (von mindestens 15'000 Stimmberechtigten unterstützt) - nimmt auch das Volk an der Gesetzgebung direkten Anteil. Das Volk kann auf dem Wege einer Volksabstimmung den Grossen Rat auch vor Ablauf der ordentlichen Amtsdauer abberufen, wenn es von mindestens 30'000 Stimmberechtigten beantragt wird.
Die Parteienzusammensetzung ist:
Der Berner Grosse Rat trifft sich nicht wöchentlich, wie bei einigen anderen Kantonsparlamenten üblich, sondern fünf Mal pro Jahr zu einer zweiwöchigen Session.
Exekutive
Die Exekutive ist der siebenköpfige Regierungsrat [http://www.be.ch/rr/default.htm] (3 SVP, 2 FDP, 2 SP), der vom Volk ebenfalls auf vier Jahre gewählt wird. Mindestens 30'000 Stimmberechtigte können dessen Abberufung schon vor Ablauf dieser Periode beantragen, worüber dann eine Volksabstimmung anzuordnen ist (Art. 57 KV). Das Regierungspräsidium wechselt wie auf Bundesebene und in den anderen Kantonen üblich jährlich im Turnus. Dem französischsprachigen Berner Jura ist ein Sitz in der Regierung garantiert (Art. 84 KV).
Zurzeit (2005) setzt sich die Berner Regierung wie folgt zusammen:
- Regierungspräsident Mario Annoni, FDP (Erziehungsdirektion )
- Regierungsrat Samuel Bhend, SPS (Gesundheits- und Fürsorgedirektion)
- Regierungsrätin Elisabeth Zölch-Balmer, SVP (Volkswirtschaftsdirektion)
- Regierungsrätin Dora Andres, FDP (Polizei- und Militärdirektion)
- Regierungsrat Werner Luginbühl, SVP (Justiz-, Gemeinden- und Kirchendirektion)
- Regierungsrat Urs Gasche, SVP (Finanzdirektion)
- Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer, SPS (Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion)
- Staatsschreiber Kurt Nuspliger, SPS (Staatskanzlei) (Stabschef mit beratender Stimme)
Judikative
Oberstes kantonales Gericht ist das [http://www.be.ch/OG Obergericht]; ihm untergeordnet sind die Amts- und Kreisgerichte. Weitere Gerichte sind das Verwaltungsgericht, das Wirtschaftsgericht und die Jugendgerichte.
Parteiensystem
Der Kanton Bern ist ein traditionell bürgerlicher Kanton, wobei die SVP (in Bern zum grossen Teil noch die traditionelle Bauern- und Gewerbepartei) die dominierende Rolle spielt. Die evangelischen Parteien EVP (Mitte) und EDU (weit rechts) sind im reformiert geprägten Bern sehr stark, während die (als katholische wahrgenommene) Bundesratspartei CVP im Kanton Bern eine Kleinpartei ist. Der Kanton Bern hat eines der fragmentiertesten Parteiensysteme der Schweiz.
Verkehr
Der Kanton Bern liegt an den Bahnverkehrsachsen Zürich - Freiburg - Lausanne - Genf (ost-west) und Basel - Lötschberg - Simplon - Italien (nord-süd), die sich in der Stadt Bern kreuzen. Im Norden quert die Jurasüdfusslinie (Zürich - Biel - Neuenburg - Lausanne), im Süden die Schmalspurbahn Luzern - Brünig - Interlaken - Montreux (Golden-Pass).
Weitere Täler sind durch diverse Schmalspurbahnen erschlossen: Berner Oberland-Bahn, Wengernalpbahn, Jungfraubahn, Meiringen-Innertkirchen Bahn.
Bergbahnen: u.a.Bergbahn Lauterbrunnen-Mürren, Schynige Platte-Bahn
Neben der Bahn spielt das [http://www.postauto.ch Postauto] eine grosse Rolle, einmal bei der Erschliessung der Seitentäler, dann aber auch für die berühmten touristischen Linien über Grimselpass, Sustenpass oder Grosse Scheidegg.
Die A1 St. Gallen - Genf führt durch das Mittelland und die Stadt Bern. In nord-südlicher Richtung führt die Autobahn A6 bis nach Meiringen östlich des Brienzersees. Von dort starten die Passrouten Brünig (nach Luzern), Susten (nach Uri) und Grimsel (nach dem Wallis, Graubünden und dem Tessin). Bei Spiez zweigt die Lötschbergroute ab, die mittels Autoverlad durch den Lötschbergtunnel mit dem Wallis und via Simplonpass mit Italien verbindet.
Geschichte
Bern gehört seit 1353 zur Eidgenossenschaft und somit zu deren Acht Alten Orten.
Siehe auch: Geschichte des Kantons Bern.
Städte und Orte
Geschichte des Kantons Bern
- Bern, 122'707 Einwohner (2002)
- Biel/Bienne, 50'295 Einwohner (2004)
- Thun, 40'597 Einwohner (2002)
- Köniz, 36'993 Einwohner (2002)
- Ostermundigen, 15'220 Einwohner (2002)
- Burgdorf, 14'672 Einwohner (2002)
- Steffisburg, 14'667 Einwohner (2002)
- Langenthal, 14'443 Einwohner (2002)
- Muri bei Bern, 12'394 Einwohner (2002)
- Spiez, 12'031 Einwohner (2002)
- Worb, 11'033 Einwohner (2002)
- Ittigen, 10'817 Einwohner (2002)
- Lyss, 10'817 Einwohner (2002)
- Münsingen, 10'727 Einwohner (2002)
Siehe auch: Gemeinden des Kantons Bern
Bezirke
Gemeinden des Kantons Bern
- Aarberg
- Aarwangen
- Bern
- Biel/Bienne (zweisprachig)
- Büren
- Burgdorf
- Courtelary (französischsprachig)
- Erlach
- Fraubrunnen
- Frutigen
- Interlaken
- Konolfingen
- La Neuveville (französischsprachig)
- Laupen
- Moutier (französischsprachig)
- Nidau
- Niedersimmental
- Oberhasli
- Obersimmental
- Saanen
- Schwarzenburg
- Seftigen
- Signau
- Thun
- Trachselwald
- Wangen
Siehe auch: Amtsbezirke (frz. districts) des Kantons Bern
Burgen und Schlösser
Siehe: Liste der Burgen und Schlösser (Bern)
Kultur
Musik
- Berner Troubadours
- Mani Matter
- Fritz Widmer
- Bernhard Stirnemann
- Berner Rock
- Züri West
- Polo Hofer
- Patent Ochsner
- Stiller Has
- Gölä
- Plüsch
- Berner Pop
- Lunik
- Berner Hip-Hop
- Wurzel 5
- PVP
- Thomes & Baze
- LPR
- 7962
Siehe auch
- :Kategorie:Berner und Liste der Berner Persönlichkeiten
Weblinks
- [http://www.be.ch Offizielle Website des Kantons Bern]
- [http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber00/dkan_be.htm Offizielle Statistik]
- [http://www.berntourismus.ch Tourismus-Website des Kantons Bern]
Bern
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als:Kanton Bern
Kanton Nidwalden
Der Kanton Nidwalden ist ein Kanton in der Zentralschweiz. Mit dem Halbkanton Obwalden bildete er Unterwalden, einen der drei Urkantone von 1291.
Deutsch: Nidwalden; Französisch: Nidwald; Italienisch: Nidvaldo; Rätoromanisch: Sutsilvania; Englisch: Nidwalden (veraltet: Nidwald); amtlich auch Unterwalden nid dem Wald.
Geografie
Nidwalden befindet sich im Zentrum der Schweiz. Im Norden ist der Kanton durch den Vierwaldstättersee begrenzt, in allen anderen Richtungen durch Bergketten.
Vierwaldstättersee
Verfassung
Innerhalb der Schweizer Eidgenossenschaft ist Nidwalden ein Halbkanton. Dies gibt Nidwalden grundsätzlich alle Rechte und Pflichten wie den anderen Kantonen; einzige Ausnahme ist, dass Nidwalden nur einen statt zwei Vertreter in den Ständerat entsenden kann und seine Abstimmung beim Ständemehr nur als eine halbe Stimme zählt.
Legislative
Der Landrat, das kantonale Parlament, hat 60 Sitze.
Exekutive
Wirtschaft
Bis ins 20. Jahrhundert war Nidwalden von der Landwirtschaft dominiert. Vieh und Käse wurde vor allem nach Norditalien exportiert. Seit der Mitte des 19. Jahrhundert begannen Handel, Industrie und Fremdenverkehr an Bedeutung zu gewinnen. Heute haben sich viele kleine und mittelgrosse Unternehmer in Nidwalden etabliert. Die Pilatus Aircraft, welche Flugzeuge herstellt, ist ein grosser Arbeitgeber. Viele der industriellen Betriebe haben sich in Maschinenbau, Medizinalapparaten, Internationalem Handel, Optik oder Elektronik spezialisiert.
Traditionelle Betriebe in Land und Forstwirtschaft sind immer noch bedeutsam. Die Landwirtschaft ist auf Viehzucht und Milchprodukte spezialisiert. Die Bauernbetriebe sind noch immer Familienbetriebe.
Fremdenverkehr
Wegen der bergigen Umgebung ist Fremdenverkehr in Nidwalden wichtig. Der See und die Berge ziehen viele Urlauber an, im Sommer wie auch im Winter. Die wichtigsten Fremdenverkehrsgebiete sind Klewenalp, das Stanserhorn, der Titlis Gletscher, die Bannalp und der Bürgenstock.
Geschichte
Im Jahre 1291 gründete Unterwalden (Nid- und Obwalden) zusammen mit Uri und Schwyz die Eidgenossenschaft. Zur damaligen Zeit war dies noch kein Staat, aber gegen das 14. und 15. Jahrhundert etablierten sich die ersten Staatsformen. Dies waren frühe Formen von Landsgemeinden und Gerichte. Im 14. und 15. Jahrhundert trafen sich Abgeordnete von Nidwalden mit solchen von Obwalden, um wichtige Angelegenheiten zu besprechen, aber die beiden Halbkantone waren nie eins. Zum Beispiel war Obwalden nicht daran beteiligt, als die Gebiete von Bellinzona, Riviera und Blenio annektiert wurden (heute Teil des Kantons Tessin).
Um 1500 gingen viele Nidwaldner als Söldner in fremde Dienste, weshalb die Nidwaldner von ihren Nachbarn auch Riisseckeler genannt wurden. Einige wanderten später für immer aus, viele ins Elsass. Nachdem Nidwalden die neue Verfassung von Napoleon abgelehnt hatte - die Ideen der Französischen Revolution waren nicht sehr populär im landschaftlichen Nidwalden -, wurde Nidwalden am 9. September 1798 von französischen Truppen heimgesucht. Wahllose Zerstörung wurde angerichtet, und mindestens 400 Menschen verloren das Leben. Nach Napoleons Ende im Jahr 1814 wurden viele der Änderungen rückgängig gemacht. Erst im Jahre 1877 führte Nidwalden eine neue Verfassung ein. Die Landsgemeinde wurde 1997 abgeschafft.
Städte und Orte
1997
Nidwalden umfasst elf Gemeinden: Beckenried, Buochs, Dallenwil, Emmetten, Ennetbürgen, Ennetmoos, Hergiswil, Oberdorf, Stans, Stansstad und Wolfenschiessen. Der Hauptort ist Stans.
- Stans 7'319 Einwohner (2002)
- Hergiswil (NW) 5'244 Einwohner (2002)
- Buochs 5'034 Einwohner (2002)
- Stansstad 4'566 Einwohner (2002)
- Ennetbürgen 4'048 Einwohner (2002)
- Oberdorf (NW) 2'960 Einwohner (2002)
- Beckenried 2'893 Einwohner (2002)
- Wolfenschiessen 1'983 Einwohner (2002)
- Ennetmoos 1'931 Einwohner (2002)
- Dallenwil 1'723 Einwohner (2002)
- Emmetten 1'196 Einwohner (2002)
siehe auch: Gemeinden des Kantons Nidwalden
Bezirke
Der Kanton Nidwalden kennt keine Einteilung in Bezirke.
Kultur
Die traditionelle Kultur wird in Nidwalden von vielen kleinen Vereinen am Leben gehalten. Es gibt traditionelle Musik, Jodeln, Tanz, Theater und traditionelle Feste. Aber auch moderne Kultur kommt nicht zu kurz. Konzerte oder Galerien sind weitverbreitet.
Weblinks
- [http://www.nw.ch Offizielle Website]
- [http://www.statistik.admin.ch/stat_ch/ber00/dkan_nw.htm Offizielle Statistik]
Nidwalden
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als:Kanton Nidwalden
Kanton Schwyz
Der Kanton Schwyz ist ein Kanton in der Zentralschweiz.
Deutsch: Schwyz []; Französisch: Schwytz oder Schwyz; Italienisch: Svitto; Rätoromanisch: Sviz; Englisch: Schwyz.
Name
Benannt ist der Kanton nach seinem Hauptort Schwyz.
Da der Kanton Schwyz der wichtigste der drei Schweizer Urkantone war, wurde sein Name bald auf die gesamte Eidgenossenschaft verallgemeinert. Die ins Mittelhochdeutsche übertragene Form Schweiz (mit dem typisch nicht-alemannischen Diphthong) wurde in der Folge im gesamten deutschen Sprachraum als Bezeichnung des Staates üblich; die einheimische Form (ohne Diphthong) wurde hingegen als Suisse ins Französische übernommen. Noch später diente auch die Flagge des Kantons als Modell für die Flagge der Schweiz.
Geographie
Der Kanton Schwyz liegt in der Zentralschweiz, zwischen Zugersee, Vierwaldstättersee und Zürichsee.
Der Kanton Schwyz grenzt an die Kantone Uri, Glarus, St. Gallen, Zürich, Zug und Luzern.
Luzern
Bevölkerung
Sprachen
Die im Kantonsgebiet gesprochenen deutschen Mundarten gehören mit Ausnahme des Bezirks Höfe dem Höchstalemannischen an.
Religionen - Konfessionen
Der Kanton Schwyz ist nach wie vor stark dominant katholisch. Grosse Ausstrahlungskraft hat das Benediktinerkloster Einsiedeln.
Geschichte
Siehe Geschichte des Kantons Schwyz.
Verfassung und Politik
Die gegenwärtige Kantonsverfassung datiert von 1898 (mit zahlreichen Änderungen).
Legislative
Gesetzgebende Behörde ist der Kantonsrat mit 100 Mitgliedern, die vom Volk gemäss Verhältniswahlrecht fest auf vier Jahre gewählt werden. Verfassungs- und Gesetzesänderungen unterliegen der Volksabstimmung. Das Volk kann selbst Verfassungs- und Gesetzesänderungen vorschlagen, wenn 2000 Wahlberechtigte einen dahingehenden Vorschlag unterstützen.
Zusammensetzung 2004 (in Klammern 2000 und | | |