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| Guido Gonzaga |
Guido GonzagaGuido Gonzaga ( - 1291, † 22. September 1369 war der älteste Sohn des Luigi I. Gonzaga, Stadtherr von Mantua. Er folgte seinem Vater 1360 und wurde 1362 von Kaiser Karl IV. zum Grafen von Mantua ernannt.
Er war in erster Ehe verheiratet mit Agnes Pico, Tochter des Francesco Pico von Mirandola, mit der er eine Tochter hatte: Beatrice Gonzaga, die am 21. Januar 1335 Niccolò I. d'Este († 1355) heiratete. Seine zweite Ehe mit Camilla Beccaria blieb ohne Nachkommen.
In dritter Ehe heiratete er Beatrice von Bari, Tochter des Grafen Odoardo, von der er drei Söhne bekam:
- Ugolino Gonzaga († ermordet 14. Oktober 1362) ∞ 1358 Caterina Visconti († 10. Oktober 1382), Tochter des Matteo II. Visconti - Nachkommen
- Luigi II. Gonzaga (1334-1382) Graf von Mantua ab 1369 ∞ 1356 Adla d'Este (1333-1381), Tochter des Obizzo III. d'Este
- Francesco Gonzaga († 7. Juli 1369)
Gonzaga, Guido
Gonzaga, Guido
Gonzaga, Guido
Kategorie:Geboren 1291
Kategorie:Gestorben 1369
1291
Politik und Weltgeschehen
- 17. Juni - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1. August (in Wahrheit: "Anfang August") - Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, (Rütli-Schwur, Bundesbrief) durch die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee.
- Erste urkundliche Erwähnung von Altdorf bei Nürtingen und Illerrieden.
- Maunu wird Erzbischof von Tartu.
- Philippe de Vitry, französischer Dichter, Komponist, Politiker, Bischof von Meaux († 1361)
- Guido Gonzaga, Graf von Mantua
- 8. Februar - Alfons IV. (Portugal), König von Portugal († 1357)
- 9. März - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona († 1329)
- 15. Juli - Rudolf I. von Habsburg, römisch-deutscher König ( - 1218)
- 16. August - Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen ( - 1269)
als:1291
ko:1291년
1369
Politik und Weltgeschehen
- Karl VI.s zweiter Italienfeldzug. Der deutsche Kaiser schickt ein großes Heeresaufgebot zur Unterstützung des 1367 nach Rom zurückgekehrten Papst Urban V..
- Der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich kommt nach dem 1360 ausgehandelten "Frieden von Brétigny" wieder in Fahrt.
- Am 28. März besiegt Frankreich das mit England verbündete Kastilien und bindet es mittels Regierungswechsel an sich.
- Die Franzosen verzichten in Erinnerung an die Schlacht von Crécy auf ein schwerfälliges Ritterheer und setzen stattdessen mehr auf Infanterie und Artillerie.
- Im hundertjährigen Krieg kommt es von Seiten Frankreichs zum ersten großen Artillerieeinsatz der Geschichte (gegen England).
- Philipp der Kühne, Sohn des französischen König Karl V., begründet die französische Herrschaft in den Niederlanden.
- Freiburg im Breisgau fällt an Österreich.
- 10. Juni - Muzio Attendolo Sforza, Condottiere bäuerlicher Herkunft († 1424)
- um 1369 - Jan Hus, tschechischer Reformator (verbrannt 1415)
- 14. August - Philippa von Hennegau, Frau Eduards III. ( - 1311)
- 22. September - Guido Gonzaga, Graf von Mantua ( - 1291)
- 3. Oktober - Margarethe, Gräfin von Tirol, Tochter von Herzog Heinrich von Kärnten und Tirol ( - 1318)
- 8. Dezember - Konrad von Waldhausen, vorreformatorischer Prediger ( - um 1300?)
ko:1369년
Luigi I. GonzagaLuigi I. Gonzaga ( - 1267, † 18. Januar 1360) war Stadtherr von Mantua seit 1328. 1329 machte Kaiser Ludwig IV. ihn zum Reichsvikar von Mantua.
Er war in erster Ehe verheiratet mit Richilde von Ferrara († 1319), Tochter des Rambert. Ihre Kinder waren:
- Guido Gonzaga (1291-1369)
- Philippino Gonzaga († 5. April 1346) - Nachkommen, darunter die Tochter
- Gigliola Gonzaga ∞ Matteo II. Visconti († 1355)
- Feltrino Gonzaga († 1371) - Nachkommen: Grafen von Novellara, ausgestorben 1728
In zweiter Ehe war er mit Caterina Malatesta verheiratet, in dritter seit 1340 mit Novella Malaspina.
Gonzage, Luigi I.
Gonzage, Luigi I.
Gonzage, Luigi I.
Gonzage, Luigi I.
Gonzage, Luigi I.
1360
Politik und Weltgeschehen
- Im Frieden von Brétigny verzichtet Eduard III. von England gegen Zugeständnisse auf die französische Krone.
- In Englands Parlament trennen sich Ober- und Unterhaus.
- In England wird ein Bettelverbot erlassen.
- Nach einer verheerenden Pest wird Belosersk in Nordrussland neugegründet.
- 24. Juni - Nuno Álvares Pereira, portugiesischer Heerführer und Karmelit († 1431)
- 18. Januar - Luigi I. Gonzaga, Stadtherr und Reichsvikar von Mantua ( - 1267)
- 18. Mai - Gerhard I. von Berg, Herrscher der Grafschaft Berg
ko:1360년
Karl IV. (HRR)
Karl IV. ( - 14. Mai 1316 in Prag; † 29. November 1378 ebenda) war römisch-deutscher König (ab 1346), König von Böhmen (ab 1347) und römisch-deutscher Kaiser (ab 1355). Er stammte aus dem Geschlecht der Luxemburger und gilt allgemein als der bedeutendste Kaiser des Spätmittelalters sowie als einer der bedeutendsten europäischen Herrscher jener Zeit.
Chronologie der Titel:
- 1. Wahl zum römischen König (Gegenkönig) in Rhens am 11. Juli 1346, Krönung am 26. November 1346 in Bonn
- ab 2. September 1347 König von Böhmen als Karl I.
- 2. Wahl zum römischen König am 17. Juni 1349, Krönung am 25. Juli 1349
- ab 6. Januar 1355 König von Italien
- ab 5. April 1355 römisch-deutscher Kaiser als Karl IV.
- ab 4. Juni 1365 König von Burgund
Leben
Jugend und der Weg zum Königtum
Burgund
Karl IV., getauft auf den Namen Wenzel, war der Sohn von Johann von Luxemburg (auch bekannt als Johann der Blinde), des Königs von Böhmen (1311-1346), und seiner dem Přemyslidengeschlecht entstammenden Gattin Elisabeth, der zweitältesten Tochter des Königs Wenzel II. Přemysl.
Die Luxemburger unterhielten seit langer Zeit gute Kontakte zum französischen Hof, so dass es der französische König Karl IV. war, der ihm seinen Taufnamen gab. In Paris erhielt Karl denn auch eine umfassende und für die damalige Zeit keineswegs selbstverständliche Erziehung (ca. 1323-30). 1331 begab er sich nach Italien, wo sein Vater Johann weitreichende Pläne verfolgte. Hier nahm Karl auch zum ersten Mal selbständige Amtshandlungen vor, auch wenn das Vorhaben seines Vater, in Oberitalien einen luxemburgischen Herrschaftskomplex zu errichten, 1333 vor allem aufgrund der Opposition einiger mächtiger italienischer Stadtstaaten und des Königreichs Neapel scheiterte. Das Verhältnis zwischen Vater und Sohn muss als ambivalent bezeichnet werden. Es war keineswegs frei von Spannungen, was teilweise wohl auch auf die Auseinandersetzung zwischen Karls Eltern zurückzuführen ist, aber auch auf die unterschiedlichen Charaktere. Johann galt als ein ritterlicher und verwegener Charakter, wobei Karl eher als nachdenklicher und dem Turnier (außer in seiner Jugend) abgeneigter Mensch wirkte.
Karl verfasste auch eine Autobiographie, die jedoch nicht sein gesamtes Leben abdeckt, sonder nur seine Kindheits- und Jugendjahre abdeckt; aus dieser Autobiographie erfahren wir jedenfalls, dass er fünf Sprachen beherrscht habe (Latein, Deutsch, Tschechisch, Französisch und Italienisch). 1333 kehrte Karl nach Böhmen zurück und wurde 1334 mit der Markgrafschaft Mähren belehnt. Im Konflikt mit den einflussreichen Baronen und seinem Vater konnte er sich weitgehend behaupten. 1335 war er am Vertragsabschluss zwischen dem Königreich Böhmen mit Polen und Ungarn beteiligt (es war dabei um die Thronansprüche der böhmischen Krone auf die beiden Reiche gegangen) und unterstützte seinen Vater auch auf dem Kreuzzug gegen Litauen (1336/37). Am 8. Juni 1341 übertrug Johann, aufgrund seiner Erblindung, Karl die Administration über das Königreich; bald darauf zog sich Johann faktisch völlig aus der Regierung zurück.
Im selben Zeitraum spitzte sich der Konflikt zwischen Ludwig dem Bayern und seinen Gegnern im Reich immer mehr zu. Papst Klemens VI., ein Jugendfreund Karls, förderte die Opposition, und so wurde Karl, unterstützt von seinem Onkel Balduin von Trier, einem der bedeutendsten Reichspolitiker des 14. Jahrhunderts, schließlich als Gegenkönig zu Ludwig aufgestellt und am 26. November 1346 in Bonn zum König gekrönt. Nach Erhalt der Approbation, um die Karl nicht gebeten hatte, ließ er sich am 17. Juni 1349 noch einmal in Frankfurt am Main wählen.
Bereits im August 1346 war Karls Vater Johann in der Schlacht von Crécy gefallen, an der auch Karl teilgenommen hatte; Karl hatte sich jedoch frühzeitig und unter nicht geklärten Umständen zurückgezogen. Am 2. September 1347 folgte er seinem Vater als König von Böhmen nach. Ludwig der Bayer starb bald darauf, so dass ein offener Konflikt verhindert wurde. Nun jedoch wurde Günther von Schwarzburg zum Gegenkönig Karls erhoben (1349).
Die Reichspolitik Karls bis zu seinem Tod
Karls erste Regierungsjahre: Sicherung der Herrschaft, Pest und Judenpogrome
1349]
Karl konnte sich gegen Günther von Schwarzburg rasch durchsetzen. Noch im Mai 1349 verzichtete der schwache Gegenkönig in einem Vertrag auf seinen Titel und starb bald darauf. Nachdem Karl seine Gegner durch ein Heiratsbündnis mit dem Pfalzgrafen am Rhein und dem falschen Woldemar (einem angeblich überlebenden Mitglied der Herrscherfamilie der Askanier, der die Wittelsbacher in der Mark Brandenburg unter Druck setzte) empfindlich geschwächt hatte, kam es zu einer Verständigung: mit den Habsburgern 1348 und mit den Wittelsbachern 1350. Nun konnte Karl darangehen, seine Herrschaft zu festigen.
Gleichzeitig erreichte die Pestwelle ihren Höhepunkt. Während der Pestpogrome in Deutschland 1349 machte sich Karl mindestens der Mitwisserschaft schuldig: Um seine Schulden zu tilgen, verpfändete Karl das königliche Judenregal, u.a. an Frankfurt am Main. Es wurde gar geregelt, was mit dem Besitz von Juden zu geschehen habe, falls "die Juden daselbst nächstens erschlagen" würden (Frankfurter Urkunden vom 23., 25., 27. und 28. Juni 1349, bezogen auf Nürnberg, Rothenburg ob der Tauber und Frankfurt am Main). Obwohl er in seinem Herrschaftsbereich die Juden effektiv schützen konnte, wirft dieses Ereignis viele Fragen bezüglich Karls Charakter auf. Besonders, da Karl sonst immer bestrebt war, das Bild eines gerechten christlichen Herrschers zu vermitteln. Dabei verstieß nämlich die Duldung der Morde auch gegen das damalige Rechtsverständnis, da die Juden unter dem direkten Schutz des König standen und dafür auch Zahlungen leisteten. Es zeigte sich, dass Karl oft mehr nach Zweckmäßigkeiten handelte, wobei er sich mit seinem Verhalten die Loyalität vieler Städte sicherte, die in die Judenpogrome verwickelt waren.
Die Italien- und Frankreichpolitik Karls
1354-55 zog Karl, dessen Kommen Cola di Rienzo, der einige Zeit in Prag geweilt hatte, immer wieder ermahnt hatte, mit nur einem kleinen Heer nach Italien. Er ließ sich mit der eisernen Krone der Lombardei krönen und wurde in Rom am 5. April 1355 von einem von Papst Innozenz VI. beauftragten Kardinal zum Kaiser gekrönt. Bereits wenig später verließ er Italien wieder, ohne sich um die Ordnung der dortigen Verhältnisse bemüht zu haben, wenn er auch durch die Zahlungen zahlreicher Kommunen finanziellen Gewinn aus dem Romzug ziehen konnte und die Kaiserkrönung wenigstens ohne Blutvergießen erreicht hatte. Dennoch trug sein Verhalten gegenüber dem Papsttum dazu bei, dass er von Wilhelm von Ockham als „Pfaffenkönig“ (rex clericorum) bezeichnet wurde, was so sicherlich falsch ist, aber doch bezeichnend für Karls kuriale Politik war, die sehr auf Einvernehmen mit dem Papst setzte.
Karls erster Italienzug hatte ebenso wie der zweite Italienzug 1368-69 (bei dem er mit Papst Urban V. kooperierte, von dem er sich eine Rückkehr des Papsttums von Avignon nach Rom erhoffte) wenig Bedeutung. Seine Italienpolitik war im Großen und Ganzen ineffektiv. Denn Karl gab sich mit der Kaiserkrone zufrieden, er kassierte Gelder der Kommunen ein und vergab dafür Privilegien, mischte sich sonst jedoch nicht weiter in die italienischen Angelegenheiten ein; dafür wurde sein Verhalten als das eines Kaufmanns bezeichnet (siehe Matteo Villani und Petrarca). Karl gab damit die universale Politik seines Großvaters Heinrich VII. zu Gunsten einer auf die Hausmacht gestützten Reichspolitik auf. Allerdings erreichte er die Anerkennung seiner Stellung als Kaiser durch Florenz und Mailand und gab in Italien auch keine Reichsrechte auf.
Im Westen tat Karl kaum etwas, um der dortigen Expansionspolitik des Königreichs Frankreich, mit dessen Königshof er gute Beziehungen pflegte, entgegen zu wirken. Im Gegenteil: Trotz seiner Krönung in Arles 1365 entließ er Avignon aus der Lehnsherrschaft des Imperiums und gab 1378 das Reichsvikariat im Königreich Burgund (Arelat) preis, wohl um so ungestört von äußeren Einmischungen seine Reichspolitik betreiben zu können. Dennoch wurde so dem Vordringen Frankreichs Vorschub geleistet, auch wenn er 1361 Genf und Savoyen aus dem Königreich Burgund löste und direkt ins deutsche Königreich integrierte.
Die Goldene Bulle und Politik in Deutschland
Savoyen
1354 war Karls Onkel Balduin von Trier verstorben, der sich als die wichtigste Stütze des Königs im Westen erwiesen hatte. Der wohl wichtigste Schritt in seiner Regierung, die Verabschiedung der Goldenen Bulle 1356, war denn erst nach schwierigen Verhandlungen möglich. Die Bulle regelte unter anderem das Wahlverfahren des römisch-deutschen Königs und setzte die Anzahl und Namen der Kurfürsten fest. So wurde sie zum "Grundgesetz" des Reichs bis zu seinem Untergang 1806. Es ist in der Forschung allerdings strittig, ob Karl damit einen Erfolg verbuchen konnte, oder ob es nicht eher ein Erfolg der Kurfürsten war, die damit Karls Bestrebungen zu einem hegemonialen Königtum einen Riegel vorschieben konnten. Karls ältester Sohn Wenzel, der bereits seit 1363 König von Böhmen war, wurde noch zu Lebzeiten Karls am 10. Juni 1376 zum römisch-deutschen König gewählt. Die Goldene Bulle sah dies zwar nicht vor, verbot es aber auch nicht, so dass Karl durch eine recht geschickte Politik die Wahl seines Sohnes durchsetzten konnte, wobei er sich die Stimmen der anderen Kurfürsten jedoch mit einer extrem hohen Geldsumme erkaufen musste.
Im Norden wurde Karl auf die Hanse aufmerksam und besuchte als erster römisch-deutscher König seit Friedrich I. 1375 die Stadt Lübeck. Eine wichtige Rolle in Karls Politik spielte auch die Stadt Nürnberg, mit der der Kaiser eng zusammenarbeitete (siehe auch die Förderung der Hohenzollern). Dabei verfolgte Karl auch das Ziel, eine in dieser Region gelegene „Reichslandschaft“ zu errichte (so genanntes Neuböhmen). Im Osten verfolgte Karl im Hinblick auf Polen und Ungarn hausmachtpolitische Ziele (siehe unten).
Karl starb zudem im gleichen Jahr, in dem sich auch das abendländische Schisma ereignete (1378). Der Kaiser, der persönlich fromm war und immer versucht hatte, im Einklang mit dem Papst zu regieren, konnte nichts mehr unternehmen, um diese Kirchenspaltung zu verhindern, entschied sich aber für den römischen Papst.
Karl als König von Böhmen
Als 1344 das Prager Bistum zum Erzbistum erhoben wurde, leitete Karl den Baubeginn des gotischen St. Veitsdoms (katedrála sv. Víta, Václava und Vojtěcha) ein. Die große Bautätigkeit in seiner Hauptstadt machte Prag zur Goldenen Stadt. Davon zeugt vor allem die Karlsbrücke über die Moldau. 1348 gründete Karl die erste mitteleuropäische Universität, die Karls-Universität (Karlova univerzita). Prag wurde von ihm zu einem der wichtigsten geistigen und kulturellen Zentren seiner Zeit ausgebaut und zur de facto Haupt- und Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches (Praga Caput Regni: Prag Hauptstadt des Reiches lautet eine Inschrift am Altstädter Rathaus); weiterhin von Bedeutung waren jedoch Frankfurt am Main und Nürnberg. Seine Kanzlei war vorbildlich für die spätere Weiterentwicklung der deutschen Sprache und stellte einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der nur rudimentären kaiserlichen Verwaltung dar.
Allerdings scheiterte Karl mit seinem Landfrieden (Maiestas Carolina)
1355 am Widerstand des einheimischen Adels. In seine Regierungszeit fällt auch die endgültige Eingliederung Schlesiens in den böhmischen Herrschaftsverband mit dem Vertrag von Namslau 1348, für die sein Vater die Voraussetzungen geschaffen hatte. Im Gegenzug erhielt der polnische König Kasimir der Große Masowien als persönliches Lehen. Karls Heirat mit Elisabeth, einer Enkelin Kasimirs, 1363 sollte den alten böhmisch-polnischen Konflikt vorerst beilegen.
Weiterführende Informationen zu diesem Thema: Geschichte Prags
Hausmachtpolitik Karls
Geschichte Prags
Karl war ohne Zweifel der erfolgreichste Hausmachtpolitiker des Spätmittelalters. Es wurde auch die böhmische Oberhoheit über Schlesien (endgültig 1368) und die Niederlausitz (Kauf 1367) gesichert. 1373 erhielt er die volle Verfügungsgewalt über die Mark Brandenburg und damit eine zweite Kurwürde für sein Haus. Die Hochzeit seines Sohnes Sigismund mit der Erbin König Ludwigs I. von Ungarn (Verlobung 1372) sicherte den Luxemburgern auch dieses Königreich. Der erhoffte Erwerb Polens gelang jedoch nicht. Um seine Hausmacht zu stärken, scheute sich Karl nicht, Reichsgüter zu verpfänden oder gar Reichsrechte aufzugeben, wie im Westen Burgund (siehe oben).
Karls Verpfändungspolitik war teils durch seinen chronischen Geldmangel begründet (er hatte allein zur Sicherstellung seiner Wahl zum römisch-deutschen König eine enorme Summe aufbringen müssen), teils auch durch seine dynastische Politik. Von nun an war und sollte jeder nachfolgende König auf seine Hausmacht angewiesen, und die des Hauses Luxemburg war nun fast unangreifbar geworden. Doch sollte sich dies für seinen Sohn Sigismund als schwere Hypothek erweisen, da er im Reich selber über keine nennenswerte Hausmacht und keine größeren Reichsgüter verfügte. Karl verfügte zudem, dass seine Söhne und Verwandten nach seinem Tode aus dem Hausmachtskomplex versorgt werden sollten, womit die von Karl geschaffene Machtstellung letztendlich wieder verloren ging.
Nachkommen
Erste Ehe: Karl IV. heiratete 1329 Blanca Margarete von Valois.
- Margarete (1335-1349) - 1338 verheiratet mit Ludwig I., König von Ungarn und Polen
- Katharina (1342-1395)
- - 1353 verheiratet mit Rudolf IV., Erzherzog von Österreich
- - 1366 verheiratet mit Otto V., Kurfürst von Brandenburg
Zweite Ehe: Karl IV. heiratete 1349 Anna von der Pfalz.
- Wenzel (1350-1351)
Dritte Ehe: Karl IV. heiratete 1353 Anna von Schweidnitz.
- Elisabeth (1358-1373) - 1366 verheiratet mit Albrecht III., Herzog von Österreich
- Wenzel IV. (1361-1419), König von Böhmen
- - 1370 verheiratet mit Johanna von Bayern
- - 1389 verheiratet mit Sophie von Bayern
Vierte Ehe: Karl IV. heiratete 1365 Elisabeth von Pommern.
- Anne (1366-1394) - verheiratet mit Richard II., König von England.
- Sigismund (1368-1437), römisch-deutscher Kaiser
- - 1385 verheiratet mit Maria (Ungarn)
- - 1408 verheiratet mit Barbara von Cilli
- Johann (Görlitz) (1370 - 1396), Herzog von Görlitz, Markgraf von Brandenburg - 1388 verheiratet mit Richardis von Mecklenburg-Schwerin
- Karl (1372-1373)
- Margarete (1373-1410) - 1387 verheiratet mit Johann III., Burggraf von Nürnberg
- Heinrich (1377-1378)
Forschungsmeinung
Karl IV. wird oft als der größte römisch-deutsche Kaiser des Spätmittelalters betrachtet. Unstrittig ist, dass Karl hoch intelligent und ein hervorragender Diplomat war sowie ein Patron der Künste und der Wissenschaft. Allerdings werfen gerade die Judenmorde (die teils in der Literatur nur beiläufig genannt werden) einen Schatten auf seinen Charakter, der auch nicht den ritterlichen Persönlichkeitsbildern seines Vaters Johann und seines Großvaters Heinrich VII. zu ähneln scheint. Karl war Diplomat - als solcher agierte er allerdings skrupellos und wirkte dabei teilweise verschlagen.
Negativ angerechnet wurde ihm teils unter anderem die Verpfändungspolitik, wodurch sich das Kaisertum zu einem reinen Hausmachtskönigtum entwickelte. In Italien war er zudem nicht bereit, die politische Lage vor Ort zu regeln. Sein Italienzug, bei dem er sich nach der Kaiserkrönung sofort wieder nach Norden aufmachte, wurde von Zeitgenossen sehr kritisch gesehen (Petrarca und Matteo Villani).
In der modernen Forschung wird er jedoch dafür gelobt, dass er sich nicht in die italienischen Verhältnisse verwickeln ließ wie noch sein Großvater Heinrich VII. Seine Regierungszeit wird als der letzte Höhepunkt des alten Reichs im Mittelalter empfunden, wenn auch das Kaisertum Karls kaum noch Ähnlichkeiten mit dem universalen Kaisertum vergangener Zeiten hatte. Zudem gelang es nicht, die erschaffene Machtstellung auch zu bewahren.
Vertreter der positiven Sicht Karls sind (neben anderen) F. Seibt, P. Moraw und teilweise J. Hoensch. Teils sehr kritisch, dabei auch höchst differenziert betrachtet ihn H. Thomas.
Standbilder und Denkmäler
- 1851, Kolossalstatue für Prag, ausgeführt von Jacob Daniel Burgschmiet
Literatur
- Jörg K. Hoensch: Die Luxemburger. Eine spätmittelalterliche Dynastie von gesamteuropäischer Bedeutung 1308-1437, Stuttgart 2000, S. 105-192.
- Martin Kintzinger: Karl IV., in: Bernd Schneidmüller/Stefan Weinfurter (Hrsg.): Die deutschen Herrscher des Mittelalters, Historische Porträts von Heinrich I. bis Maximilian I., München 2003, S. 408-32 und S. 593-94 (Bibliographie). Gute und informative Kurzbiographie. Dort auch weitere Angaben zur modernen Forschungsliteratur.
- Hans Patze (Hrsg.): Kaiser Karl IV. 1316-1378. Forschungen über Kaiser und Reich, Göttingen 1978. Wichtige Aufsatzsammlung.
- Ferdinand Seibt: Karl IV. Ein Kaiser in Europa, Frankfurt am Main 2003 (Nachdruck der Ausgabe von 1978). Teils etwas zu romantisierend.
- Ders. (Hrsg.): Kaiser Karl IV. Staatsmann und Mäzen, Katalog der Ausstellung in Nürnberg und Köln 1978/79, München 1978. Katalog zur Ausstellung mit Aufsätzen von namhaften Historikern.
- Heinz Thomas: Deutsche Geschichte des Spätmittelalters, Stuttgart 1983, besonders S. 212ff. Beste Gesamtdarstellung des deutschen Spätmittelalters.
Weblinks
- [http://www.mittelalter-genealogie.de/mittelalter/koenige/boehmen/karl_4_von_luxemburg_deutscher_koenig_+_1378.html Materialsammlung mit Bibliographie]
- [http://resikom.adw-goettingen.gwdg.de/artikel.php?ArtikelID=94 Eintrag in der "Residenzen-Kommission"]
- [http://www.bautz.de/bbkl/k/Karl_IV_k.shtml Karl IV. im BBKL (Bautz)]
- [http://mdz.bib-bvb.de/digbib/urkunden1/rimages/ri08/ri08_hub1877/@Generic__BookView;cs=default;ts=default;lang=de Regesta Imperii]
Karl IV.
Karl I.
Kategorie:Luxemburger (Geschlecht)
Karl IV.
Karl IV.
Karl IV.
ja:カール4世 (神聖ローマ皇帝)
21. Januar
Der 21. Januar (in Österreich: 21. Jänner) ist der 21. Tag des Gregorianischen Kalenders.
Ereignisse
- 1216 - Erste urkundliche Erwähnung von Schönfeld
- 1276 - Innozenz V. wird als Nachfolger von Papst Gregor X. gewählt.
- 1643 - Abel Tasman entdeckt Tonga.
- 1720 - Schweden und Preußen unterzeichnen den Frieden von Stockholm.
- 1793 - Der französische König Ludwig XVI. wird in Paris guillotiniert.
- 1899 - Der Autobauer Opel (heute bei General Motors) nimmt seine Tätigkeit auf.
- 1904 - Uraufführung der Oper Jenufa
- 1924 - UdSSR. Tod Lenins (Wladimir Iljitsch Uljanow)
- 1925 - Die Republik Albanien wird ausgerufen.
- 1950 - Gründung der "Deutschen Reichspartei (DRP) durch Fusion der DKP-DRP mit der NDP.
- 1954 - Das erste atomgetriebene U-Boot, die "Nautilus", läuft in der USA vom Stapel.
- 1960 - Japan und die USA unterzeichnen einen Sicherheitsvertrag, der den USA weiterhin die Möglichkeit gibt, Truppen in Japan zu stationieren.
- 1997 - Deutschland und Tschechien unterzeichnen die deutsch-tschechische Aussöhnungserklärung.
- 1999 - Version 2.2 des Betriebssystem-Kernels Linux wird freigegeben.
- 2000 - Quito, Ecuador. Demonstrierende Indios sperren sämtliche Zufahrtsstraßen. Es kommt zum Putsch und Staatspräsident Jamil Mahuad Witt wird abgesetzt.
- 2002 - Bundespräsident Johannes Rau trifft zu einem offiziellen Besuch in Südafrika ein
- 2002 - Estland. Siim Kallas wird neuer Regierungschef.
- 2004 - Das Auswärtige Amt finanziert zwei Justizaufbauprojekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht (Heidelberg) in Afghanistan.
Wirtschaft
- 1976 - Die ersten beiden Flüge der Concorde starten zeitgleich in London und Paris.
Wissenschaft und Technik
Kultur
- 1801 - Uraufführung der Oper Le Grand Deuil von Henri Montan Berton an der Opéra-Comique in Paris.
- 1841 - Uraufführung der komischen Oper Le Guittarero von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1904 - Uraufführung der Oper Jenufa von Leoš Janáček in Brünn, (Brno)
- 1908 - Uraufführung der Operette Der Mann mit den drei Frauen von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 1920 - Uraufführung der Oper Der Schatzgräber von Franz Schreker in Frankfurt am Main.
- 1980 - Die Chinesische Mauer wird unter Denkmalschutz gestellt
Religion
- 1998 - Papst Johannes Paul II. besucht Kuba
Katastrophen
- 1917 - Ein Erdbeben unbekannter Stärke auf Bali, Indonesien fordert etwa 15.000 Todesopfer.
- 1980 - Nähe Teheran, Iran. Absturz einer iranischen Verkehrsmaschine. 128 Tote.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2001 - Jutta Kleinschmidt gewinnt als erste Frau die Rallye Paris-Dakar.
- 2005 - Der Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer legt sein Amt nieder nachdem Vorwürfe bekannt werde, er habe den Ausgang von ihm geleiteter Fußballspiele beeinflusst, um bei Fußballwetten Gewinne zu erreichen.
Geboren
Robert Hoyzer
- 1277 - Galeazzo I. Visconti, Regent von Mailand von 1322 bis 1328
- 1338 - Karl V., der Weise, König von Frankreich
- 1489 - Sebastian Münster, deutscher Kosmograph und Hebraist († 1552)
- 1673 - Johann Georg Fischer, deutscher Baumeister des Barock
- 1675 - Franziska Sibylla Augusta, Regentin von Baden
- 1732 - Friedrich Eugen (Herzog von Württemberg), Herzog von Württemberg
- 1754 - Johann Kaspar Riesbeck, Jurist, deutscher Schriftsteller, Schauspieler und Illuminat
- 1756 - Claude Chauveau-Lagarde, französischer Advokat
- 1763 - Augustin Robespierre, französischer Politiker
- 1784 - Georg Moller, deutscher Architekt und Stadtplaner
- 1794 - Adolf Ludwig Follen, deutscher Burschenschafter, Schriftsteller und Verleger
- 1800 - Theodor Fliedner, Begründer der evangelischen Diakonissenbewegung
- 1802 - Adolphe Monod, Schweizer reformierter Erweckungsprediger
- 1804 - Moritz von Schwind, deutsch-österreichischer Maler
- 1810 - Pierre Louis Charles Achille de Failly, französischer General
- 1811 - Roderich Benedix, deutscher Schauspieler, Theaterleiter und Stückeschreiber
- 1815 - Elisabeth Koch, Nonne und Ordensgründerin
- 1820 - Egide Walschaerts, belgischer Maschinenbau Ingenieur
- 1821 - John Cabell Breckinridge, US-amerikanischer General und Staatsmann
- 1823 - Imre Madách, ungarischer Dichter
- 1824 - Thomas Jonathan Jackson, Südstaaten-Kommandeur im amerikanischen Bürgerkrieg
- 1826 - Carl Johann Bogislaw Lüdecke, deutscher Architekt
- 1829 - Oskar II., König von Schweden und König von Norwegen
- 1829 - Paul Leopold Haffner, Theologe
- 1843 - Émile Levassor, französischer Automobilpionier und Rennfahrer
- 1845 - Harriet Backer, norwegische Malerin
- 1846 - Albert Lavignac französischer Musikwissenschaftler und Komponist
- 1850 - Paul Vinzenz Busch, deutscher Zirkusdirektor
- 1855 - John Moses Browning, US-amerikanischer Erfinder
- 1855 - Rudolf Cronau, Journalist und Maler
- 1858 - André Antoine, französischer Theaterdirektor und Filmregisseur
- 1867 - Ludwig Thoma, deutscher Schriftsteller
- 1868 - Felix Hoffmann, deutscher Chemiker
- 1874 - Johannes Warns, evangelischer Theologe
- 1878 - Egon Friedell, österreichischer Schriftsteller
- 1882 - Pawel Florenski, russischer Religionsphilosoph, Theologe
- 1883 - Michail Fabianowitsch Gnessin, russischer Komponist
- 1885 - Umberto Nobile, italienischer Luftschiffkonstrukteur und -pionier
- 1887 - Wolfgang Köhler, Mitbegründer der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie
- 1889 - Edith Mary Tolkien, Ehefrau von J. R. R. Tolkien
- 1889 - Hermann Glöckner, deutscher Maler
- 1895 - Cristóbal Balenciaga, spanischer Modedesigner der Haute Couture
- 1896 - Artur Anders, deutscher Politiker und MdB
- 1896 - Paula Hitler, Schwester von Adolf Hitler
- 1900 - Bernhard Rensch, deutscher Evolutionsbiologe
- 1900 - Werner Schwarz, deutscher Politiker und Bundesminister
- 1901 - Ricardo Zamora, spanischer Fußballspieler
- 1903 - John Carew Eccles, australischer Physiologe und Nobelpreisträger
- 1905 - Christian Dior, französischer Modeschöpfer
- 1905 - Wanda Wasilewska, polnische und sowjetische Schriftstellerin.
- 1907 - Dixie Dean, englischer Fussballspieler
- 1908 - Bengt Strömgren, Ein Bruce-Medailliengewinner
- 1908 - Else Moshammer, deutsche Schneiderin und Philanthropin
- 1909 - Fritz Polcar, österreichischer Politiker
- 1912 - Konrad Bloch, deutsch-US-amerikanischer Biochemiker, Nobelpreisträger
- 1915 - Josef Oberhauser, Mitglied der SS-Totenkopfverbände
- 1922 - Paul Scofield, britischer Schauspieler
- 1924 - Benny Hill, britischer Komiker
- 1924 - Friedrich Feustel, Bankier und Förderer der Bayreuther Festspiele
- 1924 - Telly Savalas, US-amerikanischer Schauspieler
- 1925 - Charles Aidman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1926 - Truck Branss, deutscher Rundfunk- und Fernsehregisseur
- 1928 - Heinrich Franke, deutscher Politiker
- 1929 - Bibi Johns, schwedische Schlagersängerin
- 1930 - Günter Lamprecht, deutscher Schauspieler
- 1931 - Anatol Herzfeld, deutscher Bildhauer
- 1934 - Franz Böhmert, Sportfunktionär
- 1938 - Wolfman Jack, amerikanischer DJ
- 1939 - Anna Polony, polnische Schauspielerin
- 1939 - Friedel Lutz, deutscher Fußballspieler
- 1939 - Heinz Hornig, deutscher Fußballspieler
- 1940 - Eberhard Weber, deutscher Musiker
- 1940 - Jack Nicklaus, US-amerikanischer Golfer
- 1941 - Plácido Domingo, spanischer Opern-Sänger (Tenor)
- 1941 - Richie Havens, US-amerikanischer Folk-Sänger
- 1942 - Edwin Starr, US-amerikanischer Sänger
- 1942 - Freddy Breck, deutscher Schlagersänger
- 1942 - Mac Davis, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber
- 1944 - Hasso Plattner, deutscher Manager
- 1944 - Joe Frazier, US-Boxer
- 1945 - Chris Britton, britischer Musiker
- 1945 - Kristian Schultze, deutscher Musiker
- 1945 - Martin Shaw, britischer Schauspieler
- 1945 - Peter Lauster, deutscher Psychologe
- 1946 - Johnny Oates, US-amerikanischer Baseballspieler
- 1947 - Michel Jonasz, französischer Sänger und Songschreiber
- 1947 - Pye Hastings, britischer Musiker
- 1949 - Kristín Marja Baldursdóttir, isländische Schriftstellerin
- 1950 - Agnes van Ardenne, niederländische Politikerin
- 1950 - Marion Becker, ehemalige deutsche Leichtathletin
- 1950 - Silke Maier-Witt, Krankenschwester, Psychologin, RAF-Terroristin und Friedensfachkraft
- 1951 - Jeff Koons, US-amerikanischer Künstler
- 1952 - Billy Ocean, Musiker aus Trinidad
- 1952 - Werner Grissmann, österreichischer Schirennläufer
- 1953 - Paul Allen, mit Bill Gates Mitbegründer des Unternehmens "Microsoft"
- 1954 - Thomas de Maizière, deutscher Politiker
- 1955 - Jeff Koons, amerikanischer Künstler
- 1955 - Nikolina Schtereva, bulgarische Leichtathletin und Olympionikin
- 1956 - Geena Davis, US-amerikanische Schauspielerin
- 1956 - Jürgen Kehrer, deutscher Krimi-Schriftsteller
- 1959 - Günter Nooke, DDR-Oppositioneller und deutscher Politiker
- 1959 - Oskar Roehler, deutscher Filmregisseur
- 1960 - Jacek Wójcicki, polnischer Sänger und Schauspieler
- 1961 - Cornelia Pröll, österreichische Skirennläuferin
- 1961 - Manfred Müller, deutscher Lokalpolitiker im Kreis Paderborn
- 1962 - Marie Trintignant, französische Schauspielerin
- 1962 - Peter Lohmeyer, deutscher Schauspieler
- 1963 - Detlef Schrempf, deutscher Basketballer in der NBA
- 1963 - Hakeem Olajuwon, US-amerikanischer Basketballspieler
- 1964 - Marianne Tritz, deutsche Politikerin
- 1970 - Michael Jakosits, deutscher Sportler
- 1972 - Sabina Valbusa, italienische Skilangläuferin
- 1974 - Kim Schmitz, Hacker und Unternehmer
- 1976 - Emma Bunton, britische Sängerin
- 1977 - Phil Neville, englischer Fußballspieler
- 1977 - Ralf Schmitt, deutscher Fußballspieler
- 1981 - Dany Heatley, Eishockeyspieler
- 1981 - Marko Babic, kroatischer Fußballspieler
- 1982 - Simon Rolfes, deutscher Fußballspieler
- 1983 - Moritz Volz, deutscher Fußballspieler
- 2004 - Ingrid Alexandra von Norwegen, Thronfolgerin von Norwegen
Gestorben
- 917 - Erchanger, Herzog von Schwaben
- 1118 - Paschalis II., Papst
- 1354 - Balduin von Luxemburg, war Erzbischof von Trier
- 1519 - Vasco Núñez de Balboa, spanischer Entdecker
- 1609 - Joseph Justus Scaliger, französischer Philosoph und Naturwissenschaftler
- 1628 - Gregor Aichinger, deutscher Komponist
- 1773 - Alexis Piron, französischer Jurist und Schriftsteller
- 1774 - Mustafa III., Sultan des Osmanischen Reiches (1757 bis 1774)
- 1775 - Jemeljan Iwanowitsch Pugatschow, russischer Don-Kosake und Anführer des Bauernaufstands
- 1789 - Abdülhamid I., Sultan des Osmanischen Reiches
- 1789 - Paul Heinrich Dietrich von Holbach, in Paris lebender deutschstämmiger Baron
- 1793 - Ludwig XVI. (Frankreich), König von Frankreich von 1774 bis 1792
- 1814 - Henri Bernardin de Saint-Pierre, französischer Schriftsteller
- 1815 - Matthias Claudius, deutscher Schriftsteller
- 1831 - Ludwig Achim von Arnim, deutscher Dichter
- 1848 - John Vincent, britischer General
- 1851 - Albert Lortzing, deutscher Komponist
- 1856 - Benedictus Gotthelf Teubner, Buchhändler, Verlagsgründer
- 1860 - Ludwig Benjamin Henz, deutscher Eisenbahningenieur
- 1861 - Ernst Friedrich August Rietschel, deutscher Bildhauer des Spätklassizismus
- 1872 - Franz Grillparzer, österreichischer Schriftsteller
- 1881 - Wilhelm Matthias Naeff, Schweizer Politiker
- 1883 - Karl von Preußen, Sohn Friedrich Wilhelms III. und Königin Luise
- 1891 - Calixa Lavallée. kanadischer Komponist
- 1894 - Carl Johann Bogislaw Lüdecke, deutscher Architekt
- 1901 - Elisha Gray, US-amerikanischer Lehrer, Erfinder und Unternehmer
- 1918 - Emil Jellinek, deutscher Geschäftsmann und Konsul
- 1922 - Marie Ennemond Camille Jordan, französischer Mathematiker
- 1924 - Lenin, russischer Politiker, Kopf der Oktoberrevolution
- 1926 - Camillo Golgi, italienischer Mediziner und Physiologe
- 1931 - Felix Michailowitsch Blumenfeld, russischer Komponist
- 1932 - Lytton Strachey, englischer Schriftsteller
- 1933 - George A. Moore, irischer Schriftsteller ("Confessions of a Young Man")
- 1934 - Paul Ludwig Troost, deutscher Architekt
- 1938 - Georges Méliès, ursprünglich Magier und Regisseur
- 1948 - Ermanno Wolf-Ferrari, deutsch-italienischer Komponist
- 1950 - George Orwell, britischer Schriftsteller und Essayist
- 1954 - Billy Jenkins, Kunstschütze, Lassowerfer (Trick-Roper) und Greifvogeldresseur
- 1955 - Archie Hahn, US-amerikanischer Leichtathlet
- 1957 - Adolf Ahrens, deutscher Politiker und MdB
- 1958 - Josef Brönner, deutscher Politiker
- 1959 - Cecil B. DeMille, US-amerikanischer Regisseur
- 1961 - Blaise Cendrars, schweizerisch-französischer Schriftsteller
- 1961 - Heinrich Studer, schweizerischer Verleger
- 1961 - Heinrich Wienken, von 1951 bis 1957 Bischof des Bistums Meißen
- 1961 - John J. Becker, US-amerikanischer Komponist
- 1963 - Franz Jung, deutscher Schriftsteller, Ökonom und Politiker
- 1964 - Josef Baumgartner, deutscher Politiker
- 1968 - Georg Dertinger, Minister für Auswärtige Angelegenheiten der DDR
- 1969 - Giovanni Comisso, italienischer Schriftsteller
- 1979 - Hermann Gösmann, 6. Präsident des DFB
- 1984 - Jackie Wilson, US-amerikanischer Sänger
- 1985 - Josef Dahmen, deutscher Schauspieler
- 1988 - Werner Nachmann, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland
- 1989 - Billy Tipton, transsexuelle(r) US-amerikanische(r) Jazz-Musikerin/-er
- 1989 - Harald Zusanek, österreichischer Schriftsteller
- 1990 - Wilhelm Flitner, Pädagoge
- 1992 - Edmund Collein, deutscher Architekt
- 1992 - Champion Jack Dupree, US-amerikanischer Blues-Sänger
- 1993 - Leo Löwenthal, Soziologe
- 1996 - Gerry Mulligan, US-amerikanischer Jazzmusiker und Komponist
- 1997 - Hans Egon Holthusen, deutscher Schriftsteller
- 1997 - Ernst von Khuon, deutscher TV-Journalist
- 1997 - Colonel Tom Parker, Manager von Elvis Presley
- 1998 - Jack Lord, US-amerikanischer Schauspieler (Hawaii 5-0)
- 1999 - Jacques Chailley, französischer Musikwissenschaftler und Komponist
- 1999 - Susan Strasberg, US-amerikanische Schauspielerin
- 2001 - Sandy Baron, US-amerikanischer Schauspieler
- 2001 - Ludwig Engelhardt, deutscher Bildhauer
- 2002 - Peggy Lee, US-amerikanische Sängerin
- 2003 - Ulrich Berger, deutscher Politiker, MdB und Gewerkschafter
- 2005 - Parveen Babi, indische Schauspielerin
- 2005 - René Bardet, Schweizer Musiker und Pressesprecher des Schweizer Fernsehens
- 2005 - Maria Milde, deutsche Schauspielerin
- 2005 - Theun de Vries, niederländischer Schriftsteller
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage:
- Hl. Meinrad von Einsiedeln (katholisch)
- Hl. Agnes von Rom (katholisch, anglikanisch, orthodox) - siehe auch: Sankt Agnes
- Namenstage: Agnes, Hartmut, Ines, Klara, Meinrad, Valerian
Siehe auch
- 20. Januar - 22. Januar
- 21. Dezember - 21. Februar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0121
ja:1月21日
ko:1월 21일
simple:January 21
th:21 มกราคม
1335
Politik und Weltgeschehen
- Im Vertrag von Visegrád zwischen Polen und Böhmen verzichtet Johann von Luxemburg auf die geerbte, polnische Krone und erhält Schlesien zur Abfindung. Dies wird 1336 offiziell.
- In Venedig wird der „Rat der Zehn“ eingeführt, dies ist eine Geheimpolizei.
- Die erste Art Turmuhr wird in der Kirche von St.Gottardo in Mailand installiert. Sie besteht aus einem Apparat, der einem Türmer zu jeder vollen Stunde ein Zeichen gibt, worauf dieser die Glocke ein oder mehrere Male läutet. Jahrzehnte später erhält die Uhr einen Stundenzeiger und noch viel später einen Zeiger zur Minutenanzeige.
- Gregor XII. (Papst), Papst († 1417)
- 2. April - Heinrich von Kärnten, als Heinrich VI. war er Herzog von Kärnten, Graf von Tirol, König von Böhmen und Polen ( - 1265)
- 19. Oktober - Elisabeth Richza von Polen, Königin von Böhmen ( - 1286)
ko:1335년
Ugolino Gonzaga
Gonzaga ist der Name einer nach der Burg Gonzaga bei Mantua benannten italienischen Fürstenfamilie.
Familiengeschichte
Fürst
Die Gonzaga ist mit Corradi di Gonzaga seit dem 12. Jahrhundert nachgewiesen. Die Gonzaga regierten in Mantua von 1328 bis 1708 als Nachfolger der Familie Bonacolsi, die seit 1276 in Mantua an der Macht gewesen war. 1329 belehnte Kaiser Ludwig IV. Luigi I. (auch Ludovico I.) Gonzaga mit dem Reichsvikariat Mantua, 1362 wurden sie zu Grafen erhoben. 1433 nahm Gianfrancesco Gonzaga den Titel eines Markgrafen (Marchese) und 1530 Federico II. den eines Herzogs von Mantua an. 1536 erhielt die Familie das Markgrafschaft Montferrat (Monferrato) durch Heirat, 1539 die Grafschaft Guastalla durch Kauf, und erreichte damit den Höhepunkt ihrer politischen und kulturellen Bedeutung. Der Hauptstamm erlosch 1627, was den mantuanischen Erbfolgekrieg auslöste. Der Kaiser versuchte, Mantua als erledigtes Reichslehen einzuziehen, doch erhielt am Ende des Krieges der Herzog von Nevers und Rethel aus einer jüngeren Linie der Gonzaga auch das Herzogtum Mantua. Erst der Spanische Erbfolgekrieg erledigte die Frage im Sinne des Kaisers: der Herzog von Mantua und Montferrat (Nevers und Rethel waren 1659 an den Kardinal Mazarin verlauft worden) stellte sich auf die französische Seite, der Kaiser zog das Land ein.
Die Nebenlinien der Gonzaga starben im 18. Jahrhundert aus: Die Fürsten von Bozzolo 1703, die Fürsten von Novellara 1728, die Herzöge von Guastalla 1746, die Markgrafen von Luggara 1794. Nur eine Seitenlinie der Fürsten von Vescovado, Nachkommen von Giovanni Gonzaga (1474-1525), blüht noch heute.
Die Herrschaft Mantua
Die Regenten Mantuas aus der Familie Gonzaga waren:
#Luigi I. (Stadtherr von Mantua 1328-1360)
#Guido (1360-1369, Graf von Mantua seit 1362)
#Luigi II. (1369-1382)
# Francesco I. (1382-1407)
# Gianfrancesco I. (1407-1444, Markgraf von Mantua seit 1433)
# Luigi III. genannt „il Turco“ (1444-1478)
# Federico I. (1478-1484)
# Gianfrancesco II. (1484-1519)
# Federico II. (1519-1540, Herzog von Mantua 1530)
# Francesco III. (1540-1550)
#Guglielmo (1550-1587)
#Vincenzo I. (1587-1612)
#Francesco IV. (1612)
#Ferdinando (1612-26)
#Vincenzo II. (1626-1627)
Das Herzogtum Mantua fiel anschließend an die jüngere Linie Gonzaga-Nevers:
#Carlo I. (1630-1637), Herzog von Nevers und Rethel
#Carlo II. † 1631 als Herzog von Rethel
#Carlo III. (1637-1665), Herzog von Nevers und Rethel bis 1659
#Carlo IV. (1665-1708)
1708 wurde Mantua in der Folge des Spanischen Erbfolgekrieges von den Habsburgern übernommen.
Die Herzogtümer Nevers und Rethel
Die Herzogtümer Nevers und Rethel kamen durch die Ehe Luigi Gonzagas mit Henriette von Kleve, der Tochter des Herzogs Franz I. von Nevers, in die Familie. Die Regenten von Nevers und Rethel aus der Familie Gonzaga waren:
# Luigi (1566–1595)
# Carlo I. (1595–1637, Herzog von Mantua 1630, siehe oben)
# Francesco († 1622 als Herzog von Rethel)
# Carlo II. († 1631 als Herzog von Rethel)
# Carlo III. (1637–1659)
Die Herzogtümer Nevers und Rethel wurden 1659 an den Kardinal Mazarin verkauft
Die Herrschaft Guastalla
Die Regenten Guastallas aus der Familie Gonzaga waren:
# Ferrante I. (Graf von Guastalla 1539-1557); Feldherr des Kaisers Karl V., 1536-46 Vizekönig von Sizilien, 1546-1555 Gouverneur von Mailand.
# Cesare I. (1557-1575, auch Herzog von Amalfi)
# Ferrante II. (1575-1632, 1621 Herzog von Guastalla)
# Cesare II. (1632-1632)
# Ferrante III. (1632-1678)
# Zwangsverwaltung (1678-1692)
# Vincenzo (1692-1714)
# Antonio Ferrante (1714-1729)
# Giuseppe (1729-1746)
Gustalla fällt an die Habsburger und wird mit dem Herzogtum Parma und Piacenza vereinigt.
Die Herrschaft Montferrat (Monferrato)
Die zum Herzogtum erhobene Markgrafschaft Montferrat kam 1533 durch die Ehe des Herzogs Federico II. von Mantua mit Margarete, der Tochter des Wilhelm IX. von Montferrat an die Gonzaga. Die Regenten Montferrats aus der Familie Gonzaga waren:
# Federico II. (1533-1540)
# Francesco III. (1540-1550)
# Guglielmo (1550-1587)
# Vincenzo I. (1587-1612)
# Francesco IV. (1612)
# Ferdinando (1612-26)
# Vincenzo II. (1626-1627)
# Carlo I. (1627-1637), Herzog von Nevers und Rethel
# Carlo III. (1637-1665), Herzog von Nevers und Rethel bis 1659
# Carlo IV. (1665-1708)
Montferrat fiel 1708 an Savoyen
Familienbeziehungen
Hauptlinie 1267–1444
# Luigi I. Gonzaga (1267-1360), Stadtherr von Mantua 1328 ∞ 1) Richilde von Ferrara († 1319), Tochter des Rambert, ∞ 2) Caterina Malatesta, ∞ 3) 1340 Novella Malaspina
## Guido Gonzaga (1291-1369) ∞ 1) Agnese, Tochter des Francesco Pico de Mirandola, ∞ 2) Camilla Beccaria, ∞ 3) Beatrix, Tochter des Grafen Eduard von Bari
### Beatrice Gonzaga ∞ 1335 Niccolò I. d'Este († 1344)
### Ugolino Gonzaga († 1362) ∞ 1358 Caterina Visconti († 1382), Tochter des Matteo II. Visconti - Nachkommen
### Luigi II. Gonzaga (1334-1382) ∞ 1356 Alda d'Este (1333-1381), Tochter des Obizzo III. d'Este
#### Francesco I. Gonzaga (1363-1407) ∞ 1) Agnes Visconti († 1391), Tochter des Bernabo Visconti; ∞ 2) Margharita Malatesta († 1399), Tochter des Galeotto Malatesta
##### Gianfrancesco I. Gonzaga (1395-1444) Graf von Mantua 1407, Marchese von Mantua 1433, ∞ 1410 Paola Malatesta († 1449), Tochter der Galeotto Malatesta (Nachkommen siehe unten)
#### Elisabeta Gonzaga ∞ 1386 Carlo Malatesta († 1429)
### Francesco Gonzaga († 1369)
## Filippino Gonzaga († 1356) ∞ 1) 1322 Anna, Tochter des Niccolò von Cremona, ∞ 2) 1345 Verena von Camerino – Nachkommen
### Gigliola Gonzaga ∞ Matteo II. Visconti (&dagger, 1355)
## Feltrino Gonzaga († 1371) – Stammvater der Grafen von Novellara, ausgestorben 1728
Hauptlinie 1414–1595
# Gianfrancesco I. Gonzaga (1395-1444) (siehe oben)
## Luigi III. Gonzaga (1414-1478) ∞ 1433 Barbara von Brandenburg (1423-1481), Tochter der Markgrafen Johann
### Federico I. Gonzaga (1441-1484) ∞ 1463 Margarete von Bayern (1442-1479), Tochter des Herzogs Albrecht III.
#### Clara Gonzaga (1464-1503) ∞ 1481 Gilbert de Bourbon (um1443-1496), Herzog von Montpensier
#### Gianfrancesco II. Gonzaga (1466-1519) ∞ 1490 Isabella d'Este (1474-1539); Tochter des Ercole I. d'Este, Herzog von Ferrara
##### Federico II. Gonzaga (1500-1540), Herzog von Mantua 1530 ∞ 1531 Margharita von Montferrat (1510-1566), Tochter des Markgrafen Wilhelm IX.
###### Francesco III. Gonzaga (1533-1550) ∞ 1549 Katharina von Österreich (1533-1572) Tochter des Kaisers Ferdinand I.
###### Guglielmo Gonzaga (1538-1587) ∞ 1561 Eleonore von Österreich (1534-1594), Tochter des Kaisers Ferdinand I. (Nachkommen siehe unten)
###### Luigi Gonzaga (1539-1595) Herzog von Nevers und Rethel 1566, ∞ 1565 Henriette von Kleve, Tochter des Herzog Franz I. von Nevers (Nachkommen siehe unten)
###### Federico Gonzaga (1540-1565) Bischof von Mantua, 1563 Kardinal
##### Ercole Gonzaga (1505-1563), 1527 Kardinal, 1540 Regent
##### Ferrante I. Gonzaga (1507-1557), Graf von Guastalla 1539, Vizekönig von Sizilien 1536-1546 und Mailand seit 1546, ∞ 1529 Isabella von Capua († 1559), Tochter des Fürsten Ferdinand von Molfetta (Nachkommen siehe unten)
##### Pietro Gonzaga, 1527 Kardinal
##### Eleonore Gonzaga († 1570) ∞ 1) Antonio Herzog von Montalto, ∞ 2) Francesco Maria I. della Rovere, Herzog von Urbino (1490-1538)
#### Sigismondo Gonzaga (1469-1525), 1500 Kardinal
#### Elisabeta Gonzaga (1471-1526) ∞ 1486 Guidobaldo da Montefeltro († 1508), Herzog von Urbino
#### Maddalena Gonzaga († 1490) ∞ 1489 Giovanni Sforza, Graf von Pesaro
#### Giovanni Gonzaga (1474-1525) ∞ 1493 Laura di Bentivoglio († 1523), Tochter des Giovanni di Bentivoglio – Stammvater der Grafen und Fürsten von Vescovedi
### Francesco Gonzaga, 1444-1483, 1464 Kardinal
### Dorotea Gonzaga († 1468) ∞ 1466 Galeazzo Maria Sforza (1444-1476), Herzog von Mailand
### Barbara Gonzaga (1455-1503) ∞ 1474 Eberhard I. (1445-1496), Herzog von Württemberg
### Luigi Gonzaga (1458-1511), Bischof von Mantua 1483
### Gianfrancesco Gonzaga († 1498) ∞ Antonia del Balzo, Tochter des Pirro del Balzo, Fürst von Altamura – Stammvater der Herzöge von Sabioneda und der Fürsten von Bezzolo, ausgestorben 1703
### Rodolfo Gonzaga († 1494) ∞ 1480 Caterina Pico de Mirandola – Stammvater der Markgrafen und Fürsten von Castiglione, ausgestorben 1819
## Carlo Gonzaga (&dagger 1456) ∞ 1437 Lucia d'Este (1419-1437), Tochter des Niccolò III. d'Este
## Margharita Gonzaga († 1439) ∞ 1435 Markgraf Leonello d'Este (1407-1450)
## Gianlucio Gonzaga (1421-1448)
## Alessandro Gonzaga († 1466) ∞ Agnes da Montefeltro († 1447), Tochter des Guido da Montefeltro, Graf von Urbino
Hauptlinie 1562–1660
# Guglielmo Gonzaga (1538-1587) ∞ 1561 Eleonore von Österreich (1534-1594), Tochter des Kaisers Ferdinand I. (siehe oben)
## Vincenzo I. Gonzaga (1562-1612) ∞ 1) 1581, geschieden 1582, Margharita Farnese (1568-1643), Tochter des Alessandro Farnese, Herzog von Parma, ∞ 2) 1584 Eleonore de Medici (1566-1611), Tochter des Franz I. von Medici, Großherzog von Toskana
### Francesco IV. Gonzaga (1586-1612) ∞ 1608 Margharita von Savoyen (1589-1655), Tochter des Herzogs Karl Emanuel I.
#### Maria Gonzaga (1609-1660) ∞ 1627 Carlo II. Gonzaga (1609-1631) Herzog von Nevers und Rethel
### Ferdinando Gonzaga (1587-1626), 1605 Kardinal, 1612 Herzog von Mantua und Montferrat ∞ 1) 1615, geschieden 1616, Camilla Reticina, ∞ 2) 1617 Caterina de Medici (1593-1629), Tochter des Ferdinando I. de Medici, Großherzog von Toskana
### Margharita Gonzaga (1591-1632) ∞ 1606 Heinrich II. (1563-1624), Herzog von Lothringen
### Vincenzo II. Gonzaga (1591-1632), 1615 Kardinal, 1626 Herzog von Mantua und Montferrat ∞ 1616 Isabella Gonzaga, Tochter des Alfonso Gonzaga von Novellara
### Eleonora Gonzaga (1598-1655) ∞ 1622 Kaiser Ferdinand II. (1578-1637)
## Eleonora Gonzaga (1564-1618) ∞ 1579 Alfonso II. d'Este (1533-1597), Herzog von Ferrara
## Anna Caterina Gonzaga (1566-1621) ∞ 1582 Ferdinand II., Erzherzog von Österreich (1529-1595)
Nebenlinie Nevers und Rethel ab 1568, Mantua ab 1630
# Luigi Gonzaga (1539-1595) Herzog von Nevers und Rethel ∞ 1565 Henriette von Kleve, Tochter des Herzog Franz I. von Nevers
## Caterina Gonzaga (1568-1629) ∞ 1588 Heinrich I. von Frankreich (1568-1595), Herzog von Longueville
## Enrietta Gonzaga (1571-1601) ∞ 1599 Heinrich von Lothringen (1578-1621), Herzog von Mayenne
## Carlo I. Gonzaga (1580-1637), Herzog von Nevers und Rethel 1595, Herzog von Mantua und Montferrat 1630, ∞ 1599 Katharina von Lothringen (1585-1618), Tochter des Herzogs Karl V. von Mayenne
### Francesco Gonzaga (1606-1622), Herzog von Rethel
### Carlo II. Gonzaga (1609-1631), Herzog von Rethel ∞ 1627 Maria Gonzaga (1609-1660), Tochter des Herzogs Francesco IV. Gonzaga von Mantua.
#### Carlo III. Gonzaga (1629-1665) ∞ 1649 Isabella Clara von Österreich (1629-1665), Tochter des Erzherzogs Leopold V.
##### Carlo IV. Gonzaga (1652-1708) ∞ 1) 1670 Anna Isabelle Gonzaga († 1703), Tochter des Herzogs Ferrante III. Gonzaga von Guastalla, ∞ 2) 1704 Susanna von Lothringen (1686-1710), Tochter des Herzogs Karl von Elboeuf
###### Giovanni Gonzaga (1671-1743) ∞ 1705 Charlotte Isabelle de Combardel ( - 1686), Tochter des Pierre - Nachkommen
#### Eleonora Gonzaga (1630-1686) ∞ 1651 Kaiser Ferdinand III. (1608-1657)
### Luisa Maria Gonzaga (1611-1667) ∞ 1) 1646 Wladyslaw IV. (1595-1648), König von Polen, ∞ 2) 1649 Johann II. Kasimir (1609-1672), König von Polen
### Fernando Gonzaga († 1632), Herzog von Mayenne
### Anna Gonzaga (1616-1684) ∞ 1645 Eduard (1624-1663) Pfalzgraf von Simmern
Nebenlinie Guastalla
# Ferrante I. Gonzaga (1507-1557), Graf von Guastalla (siehe oben)
## Cesare I. Gonzaga († 1575), Herzog von Amalfi ∞ 1560 Camilla Borromea
### Ferrante II. Gonzaga († 1632), Herzog von Guastalla 1621 ∞ Vittoria Doria
#### Cesare II. Gonzaga († 1632) ∞ Isabella Orsini
##### Ferrante III. Gonzaga (1618-1678) ∞ Margharita d'Este (1619-1692), Tochter des Alfonso I. d'Este, Herzog von Modena
###### Anna Isabella Gonzaga († 1703) ∞ 1670 Carlo IV. Gonzaga (1562-1708), Herzog von Mantua
###### Maria Vittoria Gonzaga ∞ Vincenzo Gonzaga (1634-1714), Herzog von Guastalla
#### Vincenzo Gonzaga († 1697), Vizekönig von Sizilien 1677
#### Andrea Gonzaga, Graf von San Paolo
##### Vincenzo Gonzaga (1634-1714), Herzog von Guastalla 1692 ∞ 1) Porzia, ∞ 2) Maria Vittoria Gonzaga, Tochter des Herzogs Ferrante III. Gonzaga von Guastalla
###### Eleonora Luisa Gonzaga (1686-1742) ∞ 1709 Francesco Maria Medici (1660-1711)
##### Antonio Ferrante Gonzaga (1687-1729) ∞ 1) Margherita Cesarini, ∞ 2) 1727 Theodora von Hessen (1706-1784), Tochter des Landgrafen Philipp in Darmstadt
##### Giuseppe Gonzaga (1690-1746) ∞ 1731 Eleonore von Holstein (1715-1760), Tochter des Herzogs Leopold in Wiesenburg
Weitere Gonzaga
- Aloisius von Gonzaga ( - 1568, † 1591), Jesuit, 1726 heilig gesprochen, Schutzpatron der Stadt Mantua
- Tomas Antonio Gonzaga ( - 1744, † 1810), Pseudonym Dirceu, portugiesisch-brasilianischer Lyriker
Literatur
- S. J. L. Brinton: The Gonzaga, Lords of Mantua, London 1927
- G. Coniglio (Hg.): Mantova, 1.: La storia, Band 1-3, Mantua 1958ff
- G. Coniglio: I Gonzaga, 1967
- G. Coniglio: Il tempo dei Gonzaga, 1985
Sonstiges
Verschiedene katholische Institutionen sind nach Aloisius von Gonzaga benannt:
- Gonzaga University ist eine renommierte Privatuniversität in Spokane im Staate Washington.
- Gonzaga College High School ist eine Jesuitenschule in Washington, DC.
- Gonzaga ist auch der Name einer exklusiven Schule in Irland, die viele führende Politiker, Akademiker und Unternehmer des modernen Irland zu ihren ehemaligen Schülern zählt.
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1362
Politik und Weltgeschehen
- Kaiser Karl IV. erkennt Zürichs Bündnisse mit der Eidgenossenschaft an.
- Die Türken erobern Adrianopel.
- Sultan Muhammad VI. von Granada verliert den Machtkampf gegen seinen Vorgänger Muhammad V. und flieht vor ihm nach Sevilla, wo ihn Peter I. von Kastilien umgehend hinrichten läßt.
- Algirdas besiegt die Tataren in der Schlacht am Blauen Wasser und nimmt Kiew und Podolien ein.
- 15. Januar-17. Januar: 1. Grote Mandränke. Die gewaltige Sturmflut erreicht am 16. Januar (Marcellustag) mit ca. 2,50 m über den Deichkronen Nordfrieslands ihren Höhepunkt. Die Stadt Rungholt versinkt. Die Harde Utholm wird vom Festland getrennt und zu einer Insel.
- 28. Oktober: Guillaume de Grimoard wird als Urban V. in Avignon zum Papst gewählt.
- Abraham von Worms, deutscher Jude, der sich mit Magie befasste ( - um 1362, † 1460)
- 15. September - Wilhelm von Gennep, Erzbischof von Köln ( - ?)
- Papst Innozenz VI. ( - 1285 oder 1292)
- Sultan Muhammad VI. von Granada ( - ?)
ko:1362년
10. OktoberDer 10. Oktober ist der 283. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 284. in Schaltjahren) - somit bleiben 82 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
Schaltjahren
- 680 - Geschichte des Islam: In der Schlacht von Kerbela fällt Al-Husain ibn 'Alī gegen die Umayyaden.
- 1847 - Auf der Heppenheimer Tagung entwerfen die gemäßigten Liberalen ihr politisches Programm zur Einigung Deutschlands.
- 1911 - Mit einem Aufstand kaiserlicher Truppen in Wuhan geht das Kaiserreich in China seinem Ende entgegen.
- 1913 - In Manchester gründen die britische Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst und ihre Tochter Christabel die Woman's Social and Political Union (WSPU) als militanten Flügel der Suffragetten.
- 1920 - Bei der Volksabstimmung in Kärnten gemäß dem Vertrag von Saint-Germain stimmt die Mehrheit gegen eine Angliederung an Slowenien.
- 1935 - In Langenberg zerstört eine Windhose den 160 Meter hohen Sendeturm. Als Folge dieses Ereignisses wird der Bau von Sendetürmen aus Holz in der Folgezeit in Deutschland praktisch vollständig eingestellt.
- 1941 - Die Luxemburger benutzen die rassistisch motivierte Personenstandsaufnahme von Gauleiter Gustav Simon, um ein eindeutiges Bekenntnis für ihr unterjochtes Vaterland abzulegen.
- 1964 - In Tokio beginnen die 18. Olympischen Sommerspiele.
- 1970 - Die Fidschi-Inseln erlangen ihre vollständige Unabhängigkeit von Großbritannien.
- 1973 - Der US-amerikanische Vizepräsident Spiro Theodore Agnew tritt wegen des Vorwurfs der Steuerhinterziehung und Bestechlichkeit zurück.
- 1974 - Erstes Volkskonzert von Mikis Theodorakis nach dem Sturz der griechisches Militärjunta vor mehreren zehntausend begeisterten Menschen im Karaiskakis-Stadion in Athen.
- 1982 - Nach Wahlen in Bolivien wird Siles Zuazo Regierungschef.
- 2002 - Kommunalwahlen in Algerien, aus denen die FLN erneut siegreich hervorging.
- 2002 - Parlamentswahlen in Pakistan.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1874 - J. C. Watson entdeckt als Teilnehmer einer China-Expedition anlässlich eines Venustransits den Asteroid Juewa.
Kultur
- 1784 - Uraufführung des Dramas I due supposti ossia Lo sposo senza moglie von Domenico Cimarosa am Teatro alla Scala di Milano in Mailand.
- 1935 - Am New Yorker Alvin Theatre, einem der Broadway-Theater, wird George Gershwins Oper Porgy and Bess uraufgeführt.
- 1943 - Uraufführung der komischen Oper Barbe-bleue von Jacques Ibert
Religion
Katastrophen
- 1955 - Eine jugoslawische Verkehrsmaschine stürzt über dem Leopoldsberg in Wien ab, wobei 6 Passagiere ums Leben kommen.
- 1956 - Atlantik. Eine Transportmaschine der U.S. Air Force mit 59 Menschen an Bord verschwindet nördlich der Azoren.
- 1980 - Ein Erdbeben der Stärke 7,7 zerstört El-Asnam (ehemals Orleansville), Algerien, fast vollständig und fordert ca. 20.000 Menschenleben.
- 1986 - Ein Erdbeben der Stärke 5,5 in El Salvador fordert über 1.000 Menschenleben.
- 1997 - Während eines Gewitters stürzt in Uruguay eine argentinische Douglas DC-9 ab. Alle 74 Insassen sterben.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 2004 - Der Teamchef der Deutschen Fußballnationalmannschaft, Jürgen Klinsmann, entlässt den Bundestorwarttrainer Sepp Maier
Geboren
Sepp Maier
Sepp Maier
Sepp Maier
- 1520 - Alessandro Farnese, italienischer Kardinal
- 1528 - Adam Lonitzer, deutscher Naturforscher, Arzt und Botaniker
- 1593 - Georg Pauli-Stravius, Weihbischof in Köln
- 1669 - Johann Nikolaus Bach, deutscher Komponist
- 1675 - Peter Kolb, deutscher Lehrer und Völkerkundler
- 1684 - Jean-Antoine Watteau, französischer Maler
- 1731 - Henry Cavendish, britischer Naturwissenschaftler
- 1738 - Benjamin West, englischer Maler
- 1766 - Leopold Maximilian Graf von Firmian, Fürsterzbischof der Erzdiözese Wien
- 1813 - Giuseppe Verdi, italienischer Komponist
- 1813 - Mark Pattison, englischer Autor
- 1825 - Paul Kruger, südafrikanischer Politiker und Gründer des Kruger-Nationalparks
- 1830 - Isabella II., Königin von Spanien
- 1834 - Aleksis Kivi, finnischer Nationalschriftsteller
- 1839 - Francisco Giner de los Ríos, spanischer Philosoph und Pädagoge
- 1845 - Anton Jörgen Andersen, norwegischer Kompon | | |