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Drei Eidgenossen

Drei Eidgenossen

Bei den Drei Eidgenossen handelt es sich um drei mythologische Männer, die - je nach Überlieferung - 1291 oder 1307 als Vertreter der drei Urkantone auf dem Rütli einen Bund geschlossen und damit die Eidgenossenschaft gegründet haben sollen (siehe auch Rütlischwur). Rütlischwur Die 3 Eidgenossen gehören zu den Gründungsmythen der Schweiz und die von ihnen transportierte Idee der Gleichheit in der Verschiedenheit ist ein in der schweizerischen Staatsideologie immer wiederkehrendes Motiv. Seit Aegidius Tschudi (Chronicon Helveticum) werden die 3 Eidgenossen mit Werner Stauffacher, Walter Fürst und Arnold von Melchtal gleichgesetzt. Andere Varianten ersetzten Fürst durch Wilhelm Tell. Das stärkste Motiv der 3 Eidgenossen ist die vielbeschworene Vielfalt in der Einheit. Drei Männer verschiedener Herkunft, verschiedenen Alters und mit verschiedenen Motivationen finden sich gleichberechtigt in einem gemeinsamen Ziel wieder. Die 3 Eidgenossen stehen für eine kooperierende Gemeinschaft, die es mit Hilfe dieser Kooperation schafft, eine bestehende, als ungerecht empfundene Rechtsordnung durch einen beschworenen Gesellschaftsvertrag zu ersetzen. Die Zahlensymbolik ist ebenfalls sehr aussagekräftig und steht hier für 3 Völker, 3 Generationen und 3 Stände (Bauernstand, Bürgertum und Handwerkerstand). Während der Einzelkämpfer Wilhelm Tell gegen Ende des 19. Jahrhunderts insbesondere von nationalistischen Strömungen verwertet wurde, beanspruchte die Arbeiterbewegung das 3 Eidgenossen-Motiv für sich als Symbol für eine klassenlose Gesellschaft, in der Arbeiter, Bauern und Angestellte solidarisch zusammenstehen.

Ikonographie

Während in frühen Darstellungen der 3 Eidgenossen diese alleine dastehen, befinden sie sich später in Begleitung ihrer jeweiligen Gefolgschaft, die "das einig Volk von Brüdern" repräsentiert. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts wurden bildliche Darstellungen des 3 Eidgenossen-Motivs beliebt. Am bekanntesten dürfte das Gemälde Die drei Eidgenossen beim Schwur auf dem Rütli des Malers Johann Heinrich Füssli von 1780 sein (s. Illustration). Der oft abgebildete, aus drei Quellen gespiesene und ebenfalls mythologische Brunnen auf dem Rütli wurde im Jahr 1865 eingeweiht. Sehr imposant ist die von James Vibert erstellte Monumentalgruppe an der Nordfassade des Bundeshaus. Auf einer Darstellung aus dem Jahr 1908 wird einer der 3 Eidgenossen sogar als Frau dargestellt, wodurch das "einig Volk von Brüdern" erstmals auch die "Schwestern" mit einbezog.

Literatur


- von Tavel, H.-C.: Nationale Bildthemen. 1992 Kategorie:Schweizerische Geschichte

1291

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 17. Juni - Akkon, die letzte Kreuzfahrerbastion, fällt. Ende der Kreuzzüge
- 1. August (in Wahrheit: "Anfang August") - Gründung der Schweizer Eidgenossenschaft, (Rütli-Schwur, Bundesbrief) durch die drei Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden auf der Rütliwiese am Vierwaldstättersee.
- Erste urkundliche Erwähnung von Altdorf bei Nürtingen und Illerrieden.
- Maunu wird Erzbischof von Tartu.

Geboren


- Philippe de Vitry, französischer Dichter, Komponist, Politiker, Bischof von Meaux († 1361)
- Guido Gonzaga, Graf von Mantua
- 8. Februar - Alfons IV. (Portugal), König von Portugal († 1357)
- 9. März - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona († 1329)

Gestorben


- 15. Juli - Rudolf I. von Habsburg, römisch-deutscher König (
- 1218)
- 16. August - Friedrich Tuta, Regent der Markgrafschaft Meißen (
- 1269) als:1291 ko:1291년

1307

Ereignisse

Politik und Weltgeschehen


- 18. Januar – König Albrecht I. beleiht seinen Sohn Rudolf mit Böhmen
- 31. MaiSchlacht bei Lucka
- 13. JuliHeinrich von Kärnten wird nach dem Tod Rudolfs zum böhmischen König gewählt
- 1. August – Im Rütli-Schwur finden sich die Wurzeln der schweizerischen Eidgenossenschaft (Dieses Ereignis ist historisch nicht verbürgt; andere Datierung: 1291)
- 13. Oktober – Der Templerorden wird von Guillaume de Nogaret auf Geheiß von Phillipp dem Schönen in ganz Frankreich inhaftiert.
- In England stirbt Eduard I. während eines Feldzuges gegen die Schotten. Eduard II. wird sein Nachfolger.
- Die Städte Berlin und Cölln schließen sich zusammen.

Geboren


-

Gestorben


- 7. JuliEduard I., aus dem Haus Anjou-Plantagenet war der älteste Sohn von Heinrich III. und dessen Gemahlin Eleonore von der Provence (
- 1239)
- 10. Dezember - Diezmann, Markgraf der Lausitz (
- um 1260)
- Rudolf von Böhmen (
- um 1282) ko:1307년

Urkantone

Die Urkantone, auch genannt Waldstätte, sind die drei ersten Kantone der Eidgenossenschaft, Uri, Schwyz und Unterwalden. Als Datum ihres Zusammenschlusses gilt das Unterzeichnungsdatum des Bundesbriefes, der 1. August 1291. Es bestand jedoch zwischen den Urkantonen ein allmählich aufgebautes Geflecht von Bündnissen und gegenseitigen Hilfeleistungen, ohne dass ein einzelnes Ereignis, welches als eigentliche Gründung der Schweiz bezeichnet werden könnte, besonders hervorsticht. Aus diesem Bund entwickelte sich im Laufe der Jahrhunderte durch weitere Bündnisse und teilweise auch durch kriegerische Expansion die Schweiz in ihrem heutigen Umfang. Siehe auch: Geschichte der Schweiz, Rütli-Schwur, Zentralschweiz Kategorie:Schweizerische Geschichte als:Urkanton

Rütli

Das Rütli (älter: Grütli "kleine Rodung", daher auch franz. le Grütli) ist eine Bergwiese am Urnersee (der Urnersee ist ein Teil des Vierwaldstättersees), in Seelisberg, auf der nach der Legende das "ewige Bündnis" der Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden (Ob- und Nidwalden) geschlossen wurde (Rütli-Schwur). Rütli-Schwur Man weiss jedoch nicht, wo, an welchem Tag genau und wie die Vertreter von Uri, Schwyz und Unterwalden den Beistandspakt von 1291 besiegelt haben. Ein Rütli – am Mythen – wird erst 1307 erwähnt. Dort hätten die Urner nachts zu den Schwyzern stossen können, um im Morgengrauen nördlich ins Territorium des Klosters Einsiedeln einzufallen. Als "Wiege der Schweiz" hat die Wiese den Charakter eines nationalen Denkmals, wobei die Verantwortlichen auf die sonst übliche Monumentalität verzichteten. Auf dem Rütli finden sich statt dessen ein Gasthaus, eine Picknickwiese, der Drei-Länder-Brunnen und eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Ortes. Über einen Bootsanlegestelle lässt sich das Rütli bequem vom Urnersee aus erreichen, dagegen ist der Zugang von Land her sehr zeitraubend und mühsam. Urnersee] Ermöglicht wurde die Erhaltung des Rütlis in seiner historischen Form durch eine Geldspende Schweizerischer Schulkinder an die "Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft" im Jahre 1859, die damit das Gelände käuflich erwarb und den Schweizer Behörden als unveräusserliches Nationaleigentum übergab. Der Anstoss für diese Aktion war der später gescheiterte Versuch, an dieser Stelle ein Hotel bauen zu wollen. Am 25. Juli 1940 fand hier der Rütlirapport durch General Henri Guisan statt. Seit 1991 beginnt hier der Weg der Schweiz als Wanderweg rund um den Urnersee. Auch heute noch feiert die Schweiz an jedem 1. August auf dem Rütli ihren Geburtstag (Bundesfeier), bei dem unter anderem ein prächtiges Feuerwerk entfacht wird. Die Rütlifeier wurde in den letzten Jahren immer häufiger durch Rechtsradikale gestört. Bisheriger Höhepunkt dieser Störungen bildet hierbei die Feier vom 1. August 2005, an der Bundespräsident Samuel Schmid beschimpft wurde.

Literatur


- Georg Kreis: Mythos Rütli - Geschichte eines Erinnerungsortes (2004) Orell Füssli, Zürich, 272 S. mit 72 Abb., ISBN 3-280-06042-7

Siehe auch

1. August, Rütli-Schwur, Rütlirapport Kategorie:Schweizerische Geschichte Kategorie:Geographie (Schweiz) Kategorie:Uri (Kanton) als:Rütli

Rütlischwur

Der Rütlischwur ist ein schweizer Nationalmythos. Er besagt, dass Abgesandte aus den drei Orten oder Waldstätten (den Urkantonen der Schweiz) auf dem Rütli am Vierwaldstättersee einen Schwur leisteten, der ein Schutz- und Trutz-Bündnis besiegelte. Als Anführer dieser Abgesandten werden Walter Fürst von Uri, Werner Stauffacher von Schwyz und Ueli von Melchtal aus Unterwalden genannt.

Geschichte

Der Rütlischwur wird erstmals im weissen Buch von Sarnen 1470 erwähnt, allerdings noch ohne Datierung. Der Geschichtsschreiber Aegidius Tschudi setzte in seiner Mitte des 16. Jahrhunderts entstandenen Schweizer Chronik das Datum des Rütlischwures auf den "Mittwoch vor Martini" 1307 fest, also auf den 8. November 1307.

Gründungsmythos

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde der nicht belegbare Gründungsmythos des Rütlischwures durch einen neuen Gründungsmythos ersetzt. Die Idee, das Jahr 1291 als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft und den ersten August als Nationalfeiertag festzulegen, geht auf die Initiative der Berner zurück. In Bern wollte man 1891 das 700jährige Bestehen der Stadt feiern. Die Verbindung mit einer 600-Jahrfeier der Eidgenossenschaft kam da sehr gelegen. Im Bericht, den das Departement des Innern am 21. November 1889 für den Bundesrat verfasste, ist denn auch tatsächlich eine zweitägige Feier in Bern, und nicht etwa in der Innerschweiz vorgesehen. Mit dem Bundesbrief von Anfang August 1291, der das Verteidigungsabkommen zwischen den drei Urkantonen festhielt, hatte man ein Dokument gewählt, das nicht unumstritten war. Historiker zählten schon im 19. Jahrhundert für den Zeitraum von 1251 bis 1386 82 Dokumente, mit denen ähnliche Bünde besiegelt wurden. Namentlich der Bund zu Brunnen von 1315 galt vielen als eige Gründungsakt der Eidgenossenschaft, wenn man denn nicht überhaupt von einer schrittweisen Entstehung der Eidgenossenschaft ausging. Noch bis ins 20. Jahrhundert hielt sich auch Tschudis Datum des Rütli-Schwurs als Gründungjahr der Eidgenossenschaft. 1907 wurde in Altdorf im Beisein einer Bundesratsdelegation das 600jährige Bestehen der Eidgenossenschaft gefeiert. Seither hat sich die Erinnerung an das Jahr 1307 als Datum des Rütli-Schwurs und damit als Gründungsjahr der Eidgenossenschaft verloren. Im neuen Nationalmythos, der in der Zeit des Zweiten Weltkrieges – unter anderem mit dem Rütlirapport von General Henri Guisan oder mit der 650 Jahr-Feier von 1941 – geprägt wurde, verband sich der Rütli-Schwur Mythos mehr und mehr mit dem 1. August, dem vom Bundesrat 1889 festgelegten Schweizer Nationalfeiertag.

Der Rütli-Schwur im Drama Wilhelm Tell von Friedrich Schiller:

Eng verbunden mit dem Rütli-Schwur ist die Sage von Wilhelm Tell. :Wir wollen sein ein einzig Volk von Brüdern, :in keiner Not uns trennen und Gefahr. :Wir wollen frei sein, wie die Väter waren, :eher den Tod, als in der Knechtschaft leben. :Wir wollen trauen auf den höchsten Gott :und uns nicht fürchten vor der Macht der Menschen.

Literatur


- zu Patto di Torre' als möglicher Vorläufer des Rütli-Schwurs vgl.', Il castello di Serravalle, Punti di storia della Valle di Blenio, Don Pietro Berla, Edizioni Arca, ISBN 88-85232-04-3
- Georg Kreis: Der Mythos 1291: Zur Entstehung des schweizerischen Nationalfeiertags. Basel: F.Reinhardt, 1991.
- Georg Kreis: Mythos Rütli: Geschichte eines Erinnerungsortes. Zürich. Orell Füssli, 2004.
Siehe auch: Drei Eidgenossen, Geschichte der Schweiz. Kategorie:Schweizerische Geschichte Kategorie:1291 als:Rütli-Schwur

Gründungsmythen der Schweiz

Die Nationalmythen der Schweiz sind eine Reihe von Mythen und Legenden, die das schweizerische Nationalbewusstsein prägen und durch ihre Identifikationsfunktion entscheidend zur nationalen Kohärenz dieses kleinen Vielvölkerstaates beitragen. Dazu gehören unter anderem die Tellsage, die Erzählungen rund um den Burgenbruch, der Bundesschwur auf dem Rütli (Drei Eidgenossen), aber auch Winkelrieds Selbstaufopferung in der Schlacht bei Sempach und die Ereignisse rund um die Schlacht bei Morgarten. Obwohl sich in all diesen Erzählungen historische Ereignisse mit rein fiktiven Elementen vermischen, prägen diese Befreiungsmythen noch heute das Geschichtsbewusstsein und sogar die Geschichtsschreibung der Schweiz. Die schriftliche Überlieferung von der Gründung der Eidgenossenschaft setzte im 15. Jahrhundert ein. Die im Weissen Buch von Sarnen von 1470 erstmals vollständig schriftlich festgehaltenen und so in die Geschichtsschreibung eingegangenen "Berichte" sind eine Mischung aus lokalen Legenden und fremden Sagenmotiven. Trotz zahlreicher Versuche über mehrere Jahrhunderte hinweg, konnten die beschriebenen Ereignisse nie mit tatsächlichen Ereignissen um das Jahr 1300 herum in Übereinstimmung gebracht werden. Trotzdem sind die aus diesen Mythen heraus entstandenen Leitbilder höchst persistent, spielen in der Staatsideologie der Schweiz eine wichtige Rolle und werden auch im Geschichtsunterricht der Unterstufenschulen weiter tradiert. Ab den 1950er Jahren setzte in der Geschichtsforschung eine Strömung der "Entmystifizierung" der Schweiz ein, die später durch die Ideengeschichtliche Annäherung verdrängt wurde. Die heutige Geschichtsforschung interessiert sich weniger für den Wahrheitsgehalt der Mythen, als für ihren Wandel und ihre soziale und politische Funktion über die Jahrhunderte hinweg.

siehe auch


- Nationaler Mythos Kategorie:Schweizerische Geschichte Kategorie:Nationalismus Kategorie:Mythologie

Aegidius Tschudi

Aegidius Tschudi (
- 5. Februar 1505 in Glarus; † 28. Februar 1572 ebenda) war der erste schweizerische Historiker und zugleich auch Politiker, etwa als Landvogt in Sargans. Eine Büste des auch Gilg Tschudi genannten Geschichtsschreibers ist in der von König Ludwig I. von Bayern errichteten Walhalla aufgestellt.

Leben

Tschudi entstammt einer lange schon ansässigen Landammannsfamilie und wächst in den bewegten Zeiten der Reformation auf. Er besucht die in Glarus von Ulrich Zwingli etablierte Lateinschule. Tschudi versteht es, seine späteren jeweiligen Ämter mit der Einblicknahme in alte Urkunden und Dokumente vor Ort zu verbinden und Erkenntnisse zur Gelehrtenarbeit zu nutzen. Er setzt sich als Anwalt für die katholische Seite ein. Grundbesitz, Solddienste für die Franzosen und Pensionen gestatten ihm einen Lebenswandel ohne materielle Sorgen. Seine letzten sieben Lebensjahre verbringt der auch als Herodot der Schweiz bezeichnete Tschudi im heimatlichen Glarus: Dort bringt er die Gallia comata und das Chronicon Helveticum zu Papier.

Politisches Wirken

Die Landsgemeinde überträgt ihm die Landvogtei in Sargans 1530 bis 1532 und nach einem Intermezzo als von der Abtei Sankt Gallen bestellter Obervogt in Rorschach die gemeine Herrschaft Baden 1533 bis 1535 und 1549 bis 1551. Zwischen beiden Badener Amtszeiten betätigt er sich wissenschaftlich. In der zweiten Jahrhunderthälfte entwickelt sich der bisher in Glaubensfragen verständige Wissenschaftler zu einem fanatischen Gegenreformator. Als Schiedsmann im Locarner Handel entscheidet er zu Gunsten der Katholiken. Seine hartnäckigen Bemühungen, altgläubige Innerschweizer zur militärischen Besetzung des mehrheitlich reformierten Glarnerlandes zu motivieren, veranlassten seine Landsleute, den Glaubensstreit um Glarus "Tschudikrieg" (1560-1564) zu nennen. Tschudi ist als Landammann Führer der katholischen Glarner. Nächste Station Tschudis wird Rapperswil, von wo aus er den Abschluss des Konzils von Trient verfolgt.

Werke

Als sein Hauptwerk gilt die zwischen 1534-1536 entstandene Schweizer Chronik, welche die Landesgeschichte von 1001 bis zum Jahre 1470 behandelt. Sie existiert in einer zuerst vorhandenen Urschrift zur Geschichtsperiode von 1200 bis 1470 und der späteren Reinschrift zur Zeit nach dem Jahr 1000. Bei Tschudis Tod war bei dieser Schlussfassung das Jahr 1370 erreicht. Aus der eben erwähnten Chronicon Helveticum (2 Bände, erst 1734-1736 von Johann Rudolf Iselin in Basel herausgegeben) gewinnt die Sage von Wilhelm Tell weitere Verbreitung. Friedrich von Schiller bedient sich später unter anderem dieser Quellensammlung für sein gleichnamiges Drama. Tschudis Geschichtswerk ist vergleichbar mit der "Bairischen Chronik" des Johannes Aventinus. Eine ähnliche Bedeutung hat sein Werk Gallia comata, eine Beschreibung der helvetischen Frühgeschichte bis zum Jahr 1000. Tschudi vollendet es in seinem Todesjahr 1572, gedruckt wird es 1758. Die Urallt warhafftig Alpisch Rhetia (1538), das einzige zu seinen Lebzeiten veröffentlichte Buch, enthält die erste genaue Schweizer Karte und einen deutschen Text. Damit erhält die Kartografie in seinem Lande Anstösse und Impulse. Theologisch äussert sich der Historiker in seiner grossen Schrift Vom Fegfür (Vom Fegefeuer).

Literatur

Tschudi, Aegidius: Chronicon Helveticum; Historisch-kritische Ausgabe in 22 Teilbänden; Basel 2001; ISBN 3-8551-3126-0

Weblinks


- Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius Tschudi, Aegidius

Werner Stauffacher

Werner Stauffacher war der Abgesandte des Urkantons (auch Ort oder Waldstätte) Schwyz, der gemäss der Legende im Jahre 1291 mit dem Rütlischwur zusammen mit Walter Fürst für Uri und Arnold von Melchtal für Unterwalden auf der Wiese Rütli hoch über dem Vierwaldstättersee die schweizerische Eidgenossenschaft begründete. Grund für diese Union waren Pläne des deutschen Königs Albrecht I. und seines Landvogtes Gessler die drei Urkantone dem deutschen Reich einzuverleiben. Friedlich Schiller verewigte Stauffacher 1804 im Stück Wilhelm Tell mit seinem Ausspruch Frei wollen wir sein. In Zürich ist heute ein Platz und eine Tramhaltestelle nach Werner Stauffacher benannt. Kategorie:Schweizer Kategorie:Mann

Walter Fürst

Walter Fürst war ein Bauernführer im späteren Kanton Uri im späten 13. und frühen 14. Jahrhundert. Nach dem Schweizer Nationalmythos war er einer der Drei Eidgenossen. Spuren eines historisch erwiesenen Fürst sind in Altdorf für die Jahre 1303 - 1317 nachgewiesen. Als ein Mitstreiter der Landammanns Werner von Attinghausen trat er an Gerichtstagen in Erscheinung, war eine der Geiseln, die 1313 beim Einsiedler Marchenstreit genommen wurden und 1315 einer der Unterhändler, die den Waffenstillstand zwischen Uri und Glarus ausarbeiteten. Laut dem Weissen Buch von Sarnen von 1470 soll Fürst einer der ursprünglichen Drei Eidgenossen gewesen sein. Aegidius Tschudi erhärtete diese These in seinem Chronicon Helveticum und gab ihr damit einen historischen Anstrich. Andere Quellen hingegen, darunter insbesondere die Chronik von Melchior Russ bestehen auf Wilhelm Tell als drittem Mann neben Arnold von Melchtal und dem Stauffacher. Fürst, Walter Fürst, Walter Fürst, Walter

Zahlensymbolik

Unter Numerologie bzw. Zahlenmystik versteht man die Überzeugung, dass Zahlen und Kombinationen aus Zahlen außer ihrer mathematischen Funktion eine weitere Bedeutung zukommt. Aus mathematisch-naturwissenschaftlicher Sicht gilt die Numerologie weithin als Pseudowissenschaft, denn zu den oft verblüffenden Ergebnissen, die sich aus Verknüpfungen von Personen und Ereignissen mit mystischen Zahlen ergeben, führt die einfache Tatsache, dass im Verlauf der menschlichen Geschichte sehr viele solcher Verknüpfungen von Zahlen mit Ereignissen, Gegenständen, Menschen und was sonst noch vorstellbar ist, entstanden sind. Darum ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man zu jeder beliebigen und nicht all zu großen Zahl Bemerkenswertes zusammentragen kann. Wenn nun alles zu einer Verknüpfung zwischen Ereignissen und Zahlen passende herausgegriffen und alles nicht passende ignoriert wird, entsteht der Eindruck, dass diesen Zahlen eine besondere Bedeutung zukäme. Auf die Spitze trieb Cornelis de Jager, ein holländischer Wissenschaftler die Zahlenspiele, indem er aus den Maßen eines holländischen Damenfahrrads (Radosophie)allerlei Konstanten aus der Physik und Astronomie errechnete. (siehe auch Video unten "Was ist Radosophie") Jedoch haben bestimmte Zahlen oft eine kulturelle oder religiöse Bedeutung in den verschiedensten Kulturen. Daher stammt auch die Aufteilung der Woche in sieben Tage, des Tages und der Nacht in je zwölf Stunden, der Stunden und Minuten in jeweils sechzig Teile. Die Zahl zehn hat für den Menschen schon aufgrund der Finger eine grundsätzliche Bedeutung.

Griechische Zahlensymbolik

Schon Pythagoras formulierte Gedanken zur Numerologie.
- eins: Gott, Sonne, Mann - Grundlage aller Zahlen
- zwei: Teufel, Mond, Frau - steht für weibliche Eigenschaften
- drei: Trinität, Versöhnung von Gegensätzen, Gott Jupiter
- vier: Materie, Gott Uranus
- fünf: Sinnlichkeit, Männlichkeit, Sexualität, Gott Merkur
- sechs: Ehe, Harmonie, Göttin Venus
- sieben: Geburt, Tod, Magie, Gott Neptun
- acht: materielle Welt, Gerechtigkeit, Gott Saturn
- neun: Geist, Gott Mars

Biblische Zahlensymbolik

Auch in der Bibel wird den Zahlen 1, 2, 3, 4, 6, 7, 9, 10, 12, 13, 40, 153, 144.000 und ihren Vielfachen besondere Bedeutung zugeschrieben:
- eins: Einzigartigkeit, z. B. in Bezug auf Gott (5. Mose 6,4), Einmaligkeit (Jesaja 42,8), Einigkeit (Johannes 10,30; 17,21; Galater 3,28), z.B. auch in der Ehe (1. Mose 2,24; Matthäus 19,6; Epheser 5,28-32)
- zwei: Bei Rechtsbestimmungen zwei Zeugen zur Bekräftigung (5. Mose 17,6; 19,15; Matthäus 18,16; Johannes 8,17f; 2. Korinther 13,1; 1. Timotheus 5,19; Hebräer 10,28). Wiederholung zur Erhöhung des Wahrheitsgehalts (1. Mose 41,32)
- drei: Höhere Eindringlichkeit als bei Zwei (Prediger 4,12; Matthäus 26, 34. 75; Johannes 21, 15-17). Betonung der Heiligkeit Gottes (Jesaja 6,3; Offenbarung 4,8). In nachbiblischer Zeit auch auf die Trinität aus Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist angewendet. Jesus am dritten Tage auferstanden von den Toten.
- vier: Anzahl der Evangelien im Neuen Testament.
- sechs: Bleibt im Zahlenwert unter der Sieben und deutet damit auf Unvollkommenheit und Unzulänglichkeit hin, in dreifacher Steigerung bei sechshundertsechsundsechzig in Offenbarung 13,18 zu sehen.
- sieben: Vollkommenheit, Vollständigkeit, nach der Weisheit Gottes. Schöpfungswoche mit dem siebten Tag als besonderem Ruhetag Sabbat = Samstag. Das Fest der ungesäuerten Brote und das Laubhüttenfest dauerten je sieben Tage (2. Mose 34,18; 3. Mose 23,34).
Steht als 7 x 7 x 7 (sieben mal sieben mal sieben) auch für die Unendlichkeit / das Unendliche. Außerdem: die sieben Bitten des Vaterunsers, die sieben Freuden der Mariä, die sieben Gaben des Heiligen Geistes, die sieben Worte Christi am Kreuz, die sieben Todsünden, die sieben Sakramente.
- neun: Als Dreimaldrei Bezug zur Dreifaltigkeit; Zahl der Engelchöre (unter Bezug auf Kolosser 1,16; Epheser 1,12.3,10; Römer 8,38f.: Throne, Cherubim, Seraphim; Herrschaften, Fürstentümer, Gewalten; Engel, Erzengel, Tugenden).
- zehn: Repräsentiert alle. Gebote, Plagen (2. Mose 10f), Aussätzige (Lukas 17), Jungfrauen (Matthäus 25), etc.
- zwölf: Stämme Israels, Jünger Jesu. Die Zwölf ist wie die Sieben eine Zahl der Begegnung von Gott und Mensch: 3 x 4 = 12. Die Zwölf Söhne Jakobs als die Stammväter der 12 Stämme Israels und die 12 Apostel gelten als vollkommenen Kultgemeinschaften Gottes, die die noch ausstehende Erlösung vorwegnehmen.
- dreizehn: Nicht in der Bibel belegt: teuflische Zahl, entstanden aus der Störung der Zahl zwölf, die das göttliche Gleichgewicht darstellt.
- vierzig: Jahre in der Wüste nach dem Auszug aus Ägypten, 40 Tage Versuchung Jesu in der Wüste. Allgemein sind vierzig Tage eine häufige Vorbereitungszeit für Menschen: Mose war 40 Tage auf dem Berg (2. Mose 24,18), Elia war 40 Tage unterwegs, um Gott am Horeb zu begegnen (1. Kön. 19,8), Jona verkündigte den Bewohnern von Ninive eine 40-Tage-Frist (Jon 3,4), Jesus zeigte sich nach der Auferstehung vierzig Tage seinen Jüngern (Apg. 1,3)...
- Hundertdreiundfünfzig: 144 + 9 = 12 x 12 + 3 x 3 Fische im Netz, Johannes 21,11
- 144.000: 12 x 12 x 1.000 - die (symbolische?) Anzahl der "versiegelten" Israeliten in der Offenbarung Diese Zahlen markieren in der Bibel oftmals besondere Situationen, teils scheinen sie nachträglich an- bzw. eingepasst worden zu sein um den Menschen des damaligen Kulturkreises die zusätzliche Signale für die große schlüssige Sinnhaftigkeit der jeweiligen Erzählung zu geben. Zahlenmystik findet sich vor allem im Buch Daniel und in der Offenbarung des Johannes.

Babylonische Zahlensymbolik

Für altorientalische Religionen wie z. B. in Babylon haben Zahlen eine mystische Bedeutung. Bestimmte Zahlen entsprechen dem Einfluss der Gestirne und Konstellationen
- eins: Ist das Zeichen für Einheit.
- zwei: Ist das Zeichen für die Zweiteilung des Weltalls, oben und unten; auch Mond und Sonne, Winter und Sommer wurden damit in Verbindung gebracht.
- drei: Entspringt der Dreiteilung des Kosmos in drei Sphären der Fixsterne; ebenso Dreiteilung des irdischen Alls in Lufthimmel, Erde und Ozean. Auch die Trias Vater, Mutter, Sohn (Ea, Damkina, Marduk) lässt sich damit in Verbindung bringen.
- vier: Die vier Weltecken, vier Weltrichtungen, vier Winde, vier Jahreszeiten, vier Phasen des Mondes usw. stehen in damit in Zusammenhang.
- fünf: Das mystische Pentagramm entstand durch Hinzuziehen der Venus als 5. Dimension zu den Planeten der vier Weltecken. Die Woche von fünf Tagen, die kosmischen Türme von fünf Stufen sind zu identifizieren.
- sechs: Zahl des Hadad. Sechs Doppelmonate, sechs Weltalter zuweilen wird das Sonnenrad mit sechs Strahlen dargestellt.
- sieben: Zahl der Planeten, sieben kosmische Türme mit sieben Stufen, sieben Locken des Gilgamesch, sieben Zweige des Lebensbaums, sieben Plejaden, sieben Hauptsterne am großen Himmelswagen, sieben Namen des Mars, sieben Wochentage mit Hervorhebung des 7. als Unglückstag. Sieben Tage steigt die babylonische Flut, sieben Tage fällt die Flut, sieben Sühneriten, Schlange mit sieben Köpfen oder sieben Zungen. Sieben Tore hat die Unterwelt in der Höllenfahrt der Ištar.
- acht: Ist die Zahl der Ištar-Venus. Sie wird durch ein 8-strahliges Zeichen dargestellt, verdreifacht bedeutet das Zeichen "Stern". Acht Richtungen der Windrose, acht Speichen des Glücksrades, acht Tore hat ein Bauwerk Sanheribs.
- neun: Hervorgehoben in bestimmten Kalendersystemen, zerlegt in 3 x 3; multipliziert mit 3 ergibt den Tag, an dem sich Mond und Sonne die Bestimmung teilen (27).
- zehn: Zahl des Marduk.
- elf: Die elf Strahlen Marduks, elfsaitige Harfe aus Telloh.
- zwölf: Zahl des Nergal. Grundlage des Duodezimalsystems (5 + 7; 5 x 12). Der zwölfjährige Umlauf des Jupiter, Zwölfteilung des Tierkreises, 12 Doppelstunden für den Tag. 12 Schaubrote in den Ritualtafeln, bisweilen auch die Zahl des babylonischen Olymp.
- dreizehn: Die 13 gehört zur Zwölf. Galt als Glückszahl durch (12 + 1) Götterpaare.
- vierzehn: Zahl der bösen Dämonen. Verdoppelung der Sieben. Vierzehn Tore hat die Unterwelt in der Legende, vierzehn Nothelfer begleiten Nergal in die Unterwelt.
- fünfzehn: Zahl der Ištar. Ruhetag im Mondlauf, Vollmondstag, Nebukadnezar baut in 15 Tagen seinen Palast. Niniveh, Stadt der Ištar hat 15 Tore.
- fünfzig: 50 Ehrennamen des Marduk, 50 Tempel.
- siebzig: Zahl des vollendeten Kreislaufs. 70 Seelen ziehen mit Jakob nach Ägypten.
- zweiundsiebzig: 72 Älteste; Sonnenrechnung (5 x 72 = 360); Präzessionszahl (in 72 Jahren wandert der Frühlingspunkt um 1 Grad).
- dreihundertsechzig: Rundzahl des Jahres. 30 x 12 Brote aus Weizenmehl werden beim Tempelbau-Ritus aufgelegt.

Numerologie nach Reichstein

Herbert Reichstein ist der Begründer der klassischen Numerologie /1/ im deutschen Sprachraum. Seine Umrechnungsmethode der 26 Buchstaben des lateinischen Alphabets basiert auf deren Zuordnung zu den 22 Buchstaben des hebräischen Alphabets. Alphabet-Zahlenschlüssel /2/: A, Ä = 1 ; hebr.: Aleph B = 2 ; hebr.: Beth (Beis) C = 11 ; hebr.: Caph (Kaf) D = 4 ; hebr.: Daleth E = 5 ; hebr.: He (Hei) F = 17 ; hebr.: Phe (Pe) G = 3 ; hebr.: Ghimel (Gimel) H, CH = 8 ; hebr.: Chet (Cheth) I, J = 10 ; hebr.: Jod (Jut) K = 11 ; hebr.: Caph (Kaf) L = 12 ; hebr.: Lamed M = 13 ; hebr.: Mem N = 14 ; hebr.: Nun O, Ö = 16 ; hebr.: Hain (Ajin) P, PH = 17 ; hebr.: Phe (Pe) Q = 19 ; hebr.: Coph (Koph) R = 20 ; hebr.: Resch S = 21 ; hebr.: Shin SCH, SH = 18 ; hebr.: Tsade (Zade) T = 9 ; hebr.: Theth (Tet) TH = 22 ; hebr.: Thau (Taw) TS, TZ = 18 ; hebr.: Tsade (Zade) U, Ü, V, W = 6 ; hebr.: Vau (Vav) X = 15 ; hebr.: Samech (Sameck) Y = 10 ; hebr.: Jod (Jut) Z = 7 ; hebr.: Zain (Zayin) Nach Herbert Reichstein haben die Zahlen 1 bis 22 folgende Bedeutung /2/: 1 = Wille 2 = Wissen 3 = Ehe, Gemeinschaft 4 = Tat 5 = Religion, Heilung 6 = Versuchung, Sex 7 = Sieg 8 = Gerechtigkeit 9 = Weisheit 10 = Wechsel des Glücks 11 = Spirituale Macht 12 = Opferung, Sühne 13 = Transformation 14 = Aktivität, Selbstzucht 15 = Wirkungskraft, Magie 16 = Probleme, Katastrophen 17 = Wahrheit, Glaube, Hoffnung 18 = Falschheit, Krankheit 19 = Harmonie, Freunde 20 = Erwachen, Wiedergeburt 21 = Erfolg 22 = Illusionen, Misserfolge

Weiteres

Im ostasiatischen Raum herrscht eine ganz eigene Interpretation, die z.B. in die dortige ganzheitliche Baubiologie gemäß der Feng Shui Lehre eingeflossen ist. Verwandte Themen sind hier unter anderem die auf Yin und Yang basierende Sichtweise der Welt. Auch die Chinesen messen Zahlen eine große Bedeutung zu. Zum Beispiel ist hier die "4" die Unglückszahl, weil sie im Chinesischen ähnlich wie "Sterben" und "Tod" klingt. "8" ist die Glückszahl, "38" jedoch bedeutet "blöd" oder "Idiot". Einige Verschwörungstheoretiker messen Zahlen eine große Bedeutung zu – siehe Dreiundzwanzig. In den USA wird auch heute noch vermieden ein 13tes Stockwerk zu benennen. Stattdessen wird es z.B. mit 12A beziffert oder gleich das 14. daraus gemacht. Ähnlich ist es auch in Flugzeugen oder auf Kreuzfahrtschiffen, wo es ebenfalls keine 13. Sitzreihe bzw. 13. Deck gibt. Auch in Krankenhäusern wird auf ein Zimmer Nr. 13 verzichtet, im Formel1-Motorsport auf die Startnummer 13. Auch gebräuchlich – hat aber nichts mit Numerologie zu tun – ist das Beschreiben eines Buchstabens durch den Zahlenwert seiner Position im lateinischen Alphabet
- In Zusammenhang mit den Hells Angels wird oft auch das Kürzel 81MC (Hells Angels Motorcycle Club) verwendet.
- In Kreisen mit nationalsozialistischem Gedankengut sind folgende Kürzel gebräuchlich:
  - 18 (AH = Adolf Hitler)
  - 28 (BH = Blood & Honour)
  - 88 (HH = Heil Hitler)
  - 198 (SH = Sieg Heil)
  - 244 (2
- 44 = 88, siehe oben)
  - 1347 (Mit deutschem Gruß)
- Der Ku Klux Klan wird oftmals mit 311 umschrieben (3×11 = 3
- K)
- Auch steht 14 für die "berühmten" vierzehn Worte des Ku-Klux-Klan-Mannes David Lane:
"We must secure the existence of our people and a future for white children"
"Wir müssen den Fortbestand unserer Leute (der arischen Rasse) und die Zukunft der weißen Kinder sicherstellen" Siehe auch: Gematrie, Liste besonderer Zahlen

Weblinks


- [http://www.kreudenstein-online.de/Bibelkritik/zahlensymbolik.htm hebräische Zahlensymbolik in der Bibel]
- [http://www.numex.de/ Texte zur Numerologie nach Reichstein ("Schicksal in Zahlen") und Numerologie-Programm NumeX®]

Video


- Real Video: [http://www.br-online.de/cgi-bin/ravi?v=alpha/centauri/v/&f=010401.rm Was ist Radosophie?] (Aus der Fernsehsendung Alpha Centauri)

Literatur


- Underwood Dudley: Die Macht der Zahl, 1999, ISBN 3764359781 (Kritik an Numerologie)
- Gerd Heinz-Mohr: Lexikon der Symbole. Bilder und Zeichen der christlichen Kunst, (Diederichs) Düsseldorf/Köln (6) 1981, S. 311; ISBN 3-424-00702-1
- /1/ Herbert Reichstein: Praktisches Lehrbuch der Kabbala. Magie und Mystik der Namen und Zahlen, (Richard Schikowski) Berlin (6) 1995; ISBN 3-87702-025-9
- /2/ Inhalt des [http://www.numex.de/ Numerologie-Programms NumeX®], © TOKO Institut e.V., Hagen, 1997 - 2005 Kategorie:Esoterik Kategorie:Pseudowissenschaft ja:数秘学

Arbeiterbewegung

Die Arbeiterbewegung ist ein zusammenfassender Begriff für Zusammenschlüsse und Organisationen, die sich seit Beginn der Industrialisierung bildeten, um sich um die Belange der Arbeiter zu kümmern. Einer der wohl wichtigsten Arbeiterführer Deutschlands war Ferdinand Lassalle. Ihr Ziel ist vornehmlich, die wirtschaftliche Situation der Arbeiter und ihrer Familien zu verbessern, aber auch die Arbeiter zur Umgestaltung der Gesellschaft durch Revolution (Sozialismus) oder Reformen (Sozialdemokratie) zu organisieren. Zur klassischen Arbeiterbewegung in Deutschland gehörten vor allem die Gewerkschaften, gesellschaftliche Zusammenschlüsse wie Bildungs-, Sport- und Gesangsvereine, Naturfreunde, soziale Organisationen wie die Arbeiterwohlfahrt und der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) und schließlich Genossenschaften, die vorrangig der Versorgung der Arbeiter mit Nahrungsmitteln, Wohnungen u.ä. dienten. Partei, Gewerkschaften und proletarische Selbsthilfeorganisationen werden auch als die "3 Säulen der Arbeiterbewegung" bezeichnet. Diese linken Organisationen werden oder wurden oft mit dem Adjektiv "frei" verknüpft. Eine andere Richtung stellen konfessionelle Gruppierungen wie die katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) oder das ebenfalls katholische Kolpingwerk dar. Daneben entstand auch eine Evangelische Arbeiterbewegung. Generell betonen konfessionelle Gesellschaftskonzeptionen allerdings den sozialen Ausgleich gegenüber sozialen Konfliktstrategien. Die Entstehung der Arbeiterbewegung ist eng mit den Barrikadenkämpfen der Märzrevolution von 1848 verbunden. Karl Marx und Friedrich Engels waren die Theoretiker der sozialistisch-kommunistischen Strömung innerhalb der Arbeiterbewegung. Ferdinand Lassalle und August Bebel begründeten Ende des 19. Jahrhunderts die sozialdemokratische Richtung. Die Verantwortung der Kirche für die Arbeiter wurde zuerst durch Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler als "Innere Mission" begriffen. Die Arbeiterinnenbewegung als Bestandteil der Arbeiterbewegung entstand ebenfalls im Zusammenhang mit der Märzrevolution. Eine ihrer Protagonistinnen war die Publizistin Louise Otto-Peters, die in der 1848 von ihr gegründeten politisch motivierten Frauenzeitung den Zusammenschluss von Arbeiterinnen nach dem Vorbild der Assoziationen männlicher Gesellen forderte. Die ersten Arbeiterinnenvereine wurden jedoch vom Staat verboten. Bedeutende Schrittmacherinnen der sozialistisch-kommunistischen Bewegung waren Clara Zetkin und Rosa Luxemburg. Am Anfang des 20. Jahrhunderts gab es sozialdemokratische, evangelische und katholische, sowie sozialistische, kommunistische und anarchistische Arbeiterinnenvereine.

Forderungen

Zu den wichtigsten Forderungen der frühen Arbeiterbewegung gehörten ein menschenwürdiges Dasein, also Mindestlöhne, der "Achtstundentag", die "Fünf-Tage-Woche", Arbeitsschutz, der Kündigungsschutz und die Absicherung bei Krankheit und Arbeitslosigkeit. Diese Errungenschaften wurden mit Streiks Stück für Stück erkämpft. Seitdem diese Hauptziele erreicht schienen, spielte die Arbeiterbewegung bei Arbeitern und Angestellten nicht mehr eine so große Rolle. Der Organisationsgrad in Gewerkschaften und Parteien sank. Organisationen wie Arbeitersportvereine oder Arbeitergesangsvereine existieren kaum noch, seit sie im Faschismus zerschlagen wurden.

Siehe auch


- Arbeiterpartei, Kapitalismuskritik, Kapitalismus, Industrialisierung, Arbeitersport in Deutschland

Literatur


- Arno Klönne: Die deutsche Arbeiterbewegung, Geschichte - Ziele - Wirkungen, Broschiert - 390 Seiten - DTV, Mchn. ISBN 3423110732
- Peter Decker / Konrad Hecker: [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/prol/prolix.htm Das Proletariat], ISBN 3-929211-05-X
- Karl Heinz Roth, Die "andere" Arbeiterbewegung und die Entwicklung der kapitalistischen Repression von 1880 bis zur Gegenwart ; Ein Beitr. zum Neuverständnis d. Klassengeschichte in Deutschland. Mit ausführl. Dokumentation zu Aufstandsbekämpfung, Werkschutz u.a., 2. Auflage, München: Trikont-Verlag 1976
- Helga Grebing: Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung. dtv, 1974, ISBN 3-423-00647-1
- Wolfgang Abendroth: Einführung in die Geschichte der Arbeiterbewegung. Distel Verlag, 2. Auflage, Heilbronn 1988, ISBN 3923208197

Weblinks


- [http://library.fes.de/fulltext/bibliothek/tit00148/00148toc.htm Chronologie der deutschen Gewerkschaftsbewegung von den Anfängen bis 1918]
- [http://www.stamokap.org/symbole.html Symbole und Traditionen der ArbeiterInnenbewegung] Jugendorganisationen, die aus der Arbeiterbewegung entstanden sind:
- [http://www.wir-falken.de SJD Die Falken]
- [http://www.naturfreundejugend-berlin.de Naturfreundejugend]
- [http://www.dgb-jugend.de DGB Jugend] ! Kategorie:Soziale Bewegung Kategorie:Marxismus ja:労働運動

Johann Heinrich Füssli

Johann Heinrich Füssli (
- 7. Februar 1741 in Zürich; † 16. April 1825 in Putney bei London) war ein schweizerisch-ungarischer Maler und Publizist, der in England als Henry Fuseli bekannt wurde.

Leben

Johann Heinrich Füssli war ein Sohn des Malers und Schriftstellers Johann Caspar Füssli (1707-82), dessen Liebe für Kunst und Literatur sich auf den Sohn übertrug. Füßli studierte zunächst Theologie und erlangte gute Kenntnisse der alten und neuen Sprachen, widmete sich aber zugleich auch der Malerei. Im Alter von 20 Jahren wurde er in Zürich Pfarrer, aber eine Unstimmigkeit mit seinem Vater trieb ihn 1763 dazu, die Schweiz und die Kirche zu verlassen. Durch die Übersetzung einiger Dramen Shakespeares mit dem englischen Gesandten in Berlin bekannt geworden, ging er auf dessen Veranlassung 1765 nach London. Dort lernte er 1767 Sir Joshua Reynolds kennen, der ihm riet, die Feder mit dem Pinsel zu vertauschen. 1770 ging Füßli nach Rom, wo er, mit Winckelmann und Mengs verkehrte. Dort studierte er neben den Antiken vornehmlich die Werke Michelangelos. Als er 1779 nach London zurückkehrte, war er dort bereits neben Reynolds und West ein gefeierter Künstler. 1788 wurde er in die Royal Academy aufgenommen. 1799 zum Professor und 1804 zum Direktor der Academy ernannt, widmete er sich der Ausarbeitung verschiedener Schriften zur Malerei.

Werk

Füßli schuf neun Gemälde zur Boydellschen Shakespeare-Galerie und einen Zyklus von 47 Bildern zu Miltons "Das verlorene Paradies". Weitere Werke sind: Der Bund der Stifter der schweizerischen Freiheit (auf dem Züricher Rathaus), Theseus, am Eingang des Labyrinths von Ariadne Abschied nehmend; Zug der Schatten im Elysium, nach Lukians Beschreibung und Ugolino im Hungerturm

Literatur


- Christoph Becker, Claudia Hattendorff: Johann Heinrich Füssli, Das verlorene Paradies, 2002. ISBN 3-775-70665-8.
- Paul Ganz: Die Zeichnungen Hans Heinrich Füsslis (Henry Fuseli), 1947. ISBN B0000BIB03.

Weblinks


- [http://www.dhs.ch/externe/protect/textes/d/D11809.html Artikel Füssli, Johann Heinrich (Henry Fuseli)] im Historischen Lexikon der Schweiz
- [http://aronsson.se/adb/8/260 Biographie] in der ADB Fussli, Johann Heinrich Fussli, Johann Heinrich Fussli, Johann Heinrich Fussli, Johann Heinrich Fussli, Johann Heinrich als:Johann Heinrich Füssli

1865

Ereignisse


- 29. Mai: Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger wird gegründet
- 14. Juli: Erstbesteigung des Matterhorn durch Edward Whymper, Lord Douglas, Hudson, Hadow, Michel Croz und Peter Taugwalder Vater und Sohn
- am Hudson River entsteht der erste Eissegelclub der Welt

Politik


- in Leipzig wird der Allgemeine Deutsche Frauenverein (ADF) unter führender Mitwirkung von Louise Otto-Peters gegründet
- 9. April: Kapitulation der Virginia-Armee der Konföderierten Staaten von Amerika im Gerichtshaus zu Appomattox gegenüber der Nordstaaten-Armee (USA)
- 14. August: Gasteiner Konvention zwischen Preußen und Österreich zur Verwaltung von Schleswig und Holstein
- 24. Dezember: General Nathan Bedford Forrest und andere heimgekehrte Soldaten der Südstaaten gründen nach dem verlorenen Bürgerkrieg den originalen Ku Klux Klan in Pulaski, Tennessee
- Mihail Kogălniceanu (
- 6. September 1817 in Iaşi, † 1. Juli 1891 in Paris) erster rumänischer Ministerpräsident, Historiker und Publizist tritt zurück

Katastrophen


- 5. Mai: Großer Brand in Oberstdorf: Eine Feuersbrunst vernichtet am 5. und am 6. Mai zwei Drittel der Gebäude des Ortes
- 16. Juli: Eisenbahnunglück in Buckau. Ein Sonderzug mit Eisenbahnmitarbeitern fährt am späten Abend auf einen stehenden mit Kohle beladenen Güterzug auf. 29 Tote und 50 Schwerverletzte
- 25. Oktober: Das Dampfschiff „S. S. Republic“ (USA) sinkt im Sturm ca. 150 km südöstlich von Savannah (Georgia/USA). 25 Tote (von 92 Menschen an Bord)

Wirtschaft


- BASF wird gegründet

Wissenschaft und Technik


- Johann Josef Loschmidt berechnet die Anzahl der Moleküle in einem gegebenen Volumen eines Gases unter Normalbedingungen, die so genannte Loschmidt-Zahl L, auch Avogadrozahl (in Berichte der Wiener Akademie 52 (1865), 345)

Kultur


- 17. Februar: Uraufführung der Oper Der Deserteur von Ferdinand Hiller in Köln
- 4. April: Max und Moritz von Wilhelm Busch erscheint erstmals
- 15. April: Uraufführung der Oper Le Bœuf Apis von Léo Delibes am Théâtre des Bouffes-Parisiens in Paris
- 28. April: Uraufführung der Oper L'Africaine (Die Afrikaberin) von Giacomo Meyerbeer an der Opéra-Comique in Paris
- 21. Mai: Uraufführung des lyrischen Dramas Der Cid von Peter Cornelius am Hoftheater Weimar
- 10. Juni: Uraufführung der Oper Tristan und Isolde von Richard Wagner im Königlichen Hof- und Nationaltheater München
- 2. Juli: Gründung der Heilsarmee
- 28. September: Uraufführung der Oper Straszny Dwór (das Gespensterschloß) von Stanislaw Moniuszko in Warschau
- 18. Oktober: Allgemeiner Deutscher Frauenverein in Leipzig gegründet
- 9. Dezember: Uraufführung der Oper Le Voyage en Chine von François Bazin an der Opéra-Comique in Paris

Geboren


- 6. Januar: Nikolai Jakowlewitsch Marr, georgischer Sprachwissenschaftler († 1934)
- 8. Januar: Winnaretta Singer, Musikmäzenin († 1943)
- 13. Januar: Peter Bruckmann, Fabrikant († 1937)
- 22. Januar: Jean Paul Ertel, deutscher Komponist († 1933)
- 26. Januar: Sabino Arana Goiri, spanisch-baskischer Dichter und Politiker († 1903)
- 31. Januar: Henri Desgrange, Begründer der Tour de France († 1940)
- 9. Februar: Erich Dagobert von Drygalski, deutscher Geograph, Geophysiker und Polarforscher († 1949)
- 15. Februar: Emil Kraepelin, deutscher Psychologe († 1926)
- 17. Februar: Ernst Troeltsch, deutscher Theologe und Politiker († 1923)
- 19. Februar: Sven Hedin, schwedischer Geograf und Forschungsreisender († 1952)
- 21. Februar: Walter Boveri, Industrieller, Gründer von Brown, Boveri & Cie (BBC) († 1924)
- 22. Februar: Otto Modersohn, deutscher Maler († 1943)
- 25. Februar: Andranik Torosi Ozanyan, armenischer Widerstandskämpfer († 1927)
- 27. Februar: Jacques Mieses, deutsch-britischer Schachspieler († 1954)
- 19. März: William Morton Wheeler, US-amerikanischer Ethologe († 1937)
- 25. März: Pierre Ernest Weiß, französischer Physiker († 1940)
- 1. April: Richard Adolf Zsigmondy, Chemiker, Bergsteiger († 1929)
- 9. April: Charles Proteus Steinmetz, deutsch-amerikanischer Elektroingenieur († 1923)
- 9. April: Erich Ludendorff, deutscher Offizier und General († 1937)
- 29. April: Max Fabiani, Architekt, Schüler Otto Wagners († 1962)
- 18. Mai: Traugott von Jagow, Polizeipräsident von Berlin († 1941)
- 25. Mai: Friedrich August III. (Sachsen), König des Königreich Sachsen († 1932)
- 25. Mai: John Raleigh Mott, US-Amerikanischer evangelischer Theologe († 1955)
- 25. Mai: Pieter Zeeman, niederländischer Physiker († 1943)
- 1. Juni: Alfred Götze, deutscher Prähistoriker († 1948)
- 3. Juni: Georg V., englischer König von 1910 bis 1936 († 1936)
- 9. Juni: Carl Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 9. Juni: Nielsen, dänischer Komponist und Dirigent († 1931)
- 13. Juni: Karl Blossfeldt, deutscher Fotograf († 1932)
- 13. Juni: William Butler Yeats, irischer Dichter († 1939)
- 19. Juni: Alfred Hugenberg, deutscher Unternehmer und Politiker († 1951)
- 28. Juni: Otto Julius Bierbaum, deutscher Autor und Schriftsteller († 1910)
- 2. Juli: Lily Braun, deutsche Schriftstellerin und Frauenrechtlerin († 1916)
- 6. Juli: Emil Jaques-Dalcroze, Komponist und Musikpädagoge († 1950)
- 17. Juli: Bernhard Dernburg, deutscher Politiker und Bankier († 1937)
- 18. Juli: Robert Gradmann, deutscher Pfarrer, Geograph, Botaniker und Landeskundler († 1950)
- 21. Juli: Robert Kahn, deutscher Komponist und Musikpädagoge († 1951)
- 22. Juli: Rudolf Heinze, deutscher Jurist und Politiker († 1928)
- 26. Juli: Philipp Scheidemann, sozialdemokratischer Politiker († 1939)
- 31. Juli: Alfons Heinrich, Herzog von Oporto und Herzog zu Sachsen († 1920)
- 1. August: Alfred Hoche, deutscher Psychiater († 1943)
- 3. August: Carl Dorno, deutscher Naturforscher († 1942)
- 6. August: Hannah Chaplin, britische Tänzerin und Sängerin († 1928)
- 8. August: Robert Haab, Schweizer Politiker († 1939)
- 10. August: Alexander Konstantinowitsch Glasunow, russischer Komponist († 1936)
- 15. August: Hantaro Nagaoka, japanischer Physiker († 1950)
- 16. August: Ettore Tolomei, italienischer Nationalist († 1952)
- 16. August: Denis Joseph Dougherty, Erzbischoff von Philadelphia († 1951)
- 24. August: Ferdinand I. (Rumänien), rumänischer König († 1927)
- 28. August: Caspar Klein, Bischof und der erste Erzbischof von Paderborn
- 12. September: Sophus Claussen, dänischer Schriftsteller († 1931)
- 18. September: Friedrich Wilhelm Kuhnert, deutscher Maler und Illustrator († 1926)
- 19. September: Oskar Dressel, deutscher Chemiker († 1941)
- 21. September: Georg Ludwig Rudolf Maercker, deutscher Generalmajor († 1924)
- 23. September: Suzanne Valadon, französische Malerin († 1938)
- 26. September: Otto Tetens, deutscher Naturwissenschaftler († 1945)
- 1. Oktober: Paul Dukas, französischer Komponist († 1935)
- 4. Oktober: Max Halbe, deutscher Schriftsteller und Dramatiker († 1944)
- 4. Oktober: Friedrich Lienhard, deutscher Schriftsteller und Wortführer der Heimatkunstbewegung († 1929)
- 7. Oktober: Theodor Scheimpflug, Entdecker der fotografischen Regel († 1911)
- 10. Oktober: Rafael Merry del Val y Zulueta, Kardinal der römisch-katholischen Kirche († 1930)
- 11. Oktober: Emma Graf, Schweizer Frauenrechtlerin († 1926)
- 12. Oktober: Arthur Harden, britischer Biochemiker und Nobelpreisträger († 1940)
- 18. Oktober: Karl Eugen Neumann, Übersetzer der Reden des Buddha († 1915)
- 20. Oktober: Mackay-Hugh Baillie-Scott, britischer Architekt und Innenarchitekt († 1945)
- 25. Oktober: Walter Leistikow, Berliner Maler († 1908)
- 26. Oktober: Benjamin Guggenheim, US-amerikanischer Geschäftsmann († 1912)
- 28. Oktober: James Brendan Connolly, erster Olympiasieger der Neuzeit († 1957)
- 1. November: Sámuel Teleki, österreichisch-ungarischer Politiker († 1916)
- 2. November: Warren G, 29. Präsident der USA († 1923)
- 6. November: William Boog Leishman, britischer Mediziner († 1926)
- 19. November: Otto Eckmann, deutscher Maler und Grafiker († 1902)
- 24. November: Adolf Damaschke, Pädagoge und ein Führer der Bodenreformbewegung († 1935)
- 3. Dezember: Gustav Jenner, deutscher Komponist († 1920)
- 8. Dezember: Jacques Salomon Hadamard, französischer Mathematiker († 1963)
- 8. Dezember: Jean Sibelius, finnischer Komponist († 1957)
- 23. Dezember: Albrecht von Württemberg, deutscher Adliger († 1939)
- 30. Dezember: Rudyard Kipling, britischer Schriftsteller und Dichter († 1936)

Gestorben


- 19. Januar: Pierre Joseph Proudhon, französischer Ökonom, Soziologe und Anarchist (
- 1809)
- 10. Februar: Heinrich Friedrich Emil Lenz, deutscher Physiker (
- 1804)
- 25. Februar: Otto Ludwig, deutscher Schriftsteller (
- 1813)
- 1. März: Anna Pawlowna, Königin der Niederlande (
- 1795)
- 2. April: Ambrose Powell Hill, US-amerikanischer General (Konföderation) (
- 1825)
- 2. April: Richard Cobden, englischer Unternehmer (
- 1804)
- 5. April: Jan Kaňka, tschechischer Komponist (
- 1772)
- 15. April: Abraham Lincoln, 16. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (
- 1809)
- 26. April: John Wilkes Booth, US-amerikanischer Schauspieler (
- 1838)
- 28. April: Samuel Cunard, kanadischer Geschäftsmann und Reeder (
- 1787)
- 30. April: Robert FitzRoy, britischer Marineoffizier und Meteorologe (
- 1805)
- 21. Mai: Christian Jürgensen Thomsen, dänischer Altertumsforscher (
- 1788)
- 24. Mai: Sophie Barat, Gründerin des katholischen Frauenordens der Sacré Coeur-Schwestern (
- 1779)
- 29. Mai: Bernard-Pierre Magnan, französischer General und Marschall von Frankreich (
- 1791)
- 6. Juni: William Clark Quantrill, Partisanen-Führer im amerikanischen Sezessionskrieg (
- 1837)
- 13. August: Ignaz Semmelweis, österreichischer Arzt (Hygiene-Pionier) (
- 1818)
- 23. August: Ferdinand Georg Waldmüller, Maler und Kunstschriftsteller (
- 1793)
- 26. August: Johann Franz Encke, deutscher Astronom (
- 1791)
- 27. August: Thomas Chandler Haliburton, kanadischer Schriftsteller (
- 1796)
- 29. August: Gustav Harkort, deutscher Unternehmer, Bankier und Eisenbahnpionier (
- 1795)
- 2. September: William Rowan Hamilton, irisch-englischer Mathematiker und Physiker (
- 1805)
- 28. September: Carl Alexander Heideloff, deutscher Architekt und Denkmalpfleger (
- 1789)
- 12. Oktober: Samuel Marot, evangelischer Theologe (
- 1770)
- 18. Oktober: Henry John Temple, britischer Politiker (
- 1784)
- 25. November: Heinrich Barth, deutscher Afrikaforscher (
- 1821)
- 28. November: Johann Martin Lappenberg, deutscher Historiker (
- 1794)
- 1. Dezember: Abraham Emanuel Fröhlich, Schweizer Theologe und Schriftsteller (
- 1796)
- 4. Dezember: Adolph Kolping, deutscher katholischer Priester (
- 1813)
- 10. Dezember: Leopold I. (Belgien), König von Belgien (
- 1790)
- 31. Dezember: Fredrika Bremer, schwedische Schriftstellerin und Führerin der Frauenbewegung (
- 1801)

Staatsoberhäupter

Europa


- Portugal: Ludwig I., König von Portugal, (18611889)
- Schweiz: Karl Schenk, Bundespräsident der Schweiz ko:1865년 simple:1865

Bundeshaus

Als Bundeshaus (franz. Palais fédéral, ital. Palazzo federale; lat. gemäss Aufschrift am Fries Curia Confoederationis Helveticae) wird das Schweizer Regierungs- und Parlamentsgebäude in Bern bezeichnet. Das Gebäude wurde 1902 nach Plänen des Architekten Hans Wilhelm Auer (1847-1906) unter Verwendung ausschliesslich Schweizer Materialien fertig gestellt. Es besteht aus:
- dem Bundeshaus West (ehemaliges Bundes-Rathshaus, 1852-1857) und dem Bundeshaus Ost (1888-1892), wo sich ein kleiner Teil der Bundesverwaltung, namentlich die Zentralen der meisten Departemente (Ministerien) befindet
- dem Mittelteil, dem eigentlichen Parlamentsgebäude, mit:
  - dem Sitzungssaal des Nationalrates (im Gebäudeinneren)
  - dem Sitzungssaal des Ständerates (an der Nordseite)
  - der Wandelhalle ("Lobby"), wo auch Staatsempfänge stattfinden
  - zahlreichen Sitzungszimmern für Kommissionen und Fraktionen. Vor dem Bundeshaus liegt der 2003 neu gestaltete Bundesplatz. Westlich der Bundeshäuser liegt der Bernerhof, ein ehemaliges Hotel, das heute ebenfalls von der Bundesverwaltung genutzt wird. Daran anschliessend befindet sich die Kleine Schanze.

Weblinks


- [http://www.parlament.ch/homepage/in-pg-parlamentsgebaeude.htm parlament.ch - Bundeshaus (Parlamentsgebäude)] Kategorie:Politik (Schweiz) Kategorie:Parlamentsgebäude Kategorie:Regierungsgebäude Kategorie:Bauwerk in Bern Kategorie:Bern

1908

Ereignisse


- 3. Januar: Das Gebiet des Kaziranga-Nationalparks in Indien wird unter Schutz gestellt
- 8. März: Der italienische Traditions-Fußballclub Inter Mailand wird gegründet
- 14. Mai: Die Birresborner Lindenquelle wird als gemeinnützig anerkannt
- 8. November: Seligsprechung der Christina von Stommeln
- 4. Juni: In Hamburg wird die Laeiszhalle, eine Konzerthalle eingeweiht

Katastrophen


- 30. April: Untergang des Kleinen Kreuzers „Matsushima“ nach einer Munitionsexplosion bei Makung (Pescadores Inseln). Von den 347 Mann Besatzung kommen 206 Mann ums Leben
- 30. Juni: In Sibirien geschieht das Tunguska-Ereignis
- 17. September: Der erste Tote durch ein Flugzeugunglück in den USA
- 12. November: In der Zeche Radbod im münsterländischen Bockum Hövel (heute Stadt Hamm) ereignet sich eine Schlagwetterexplosion; 348 Bergleute kommen zu Tode. Infolgedessesn wird die Bergaufsicht im Ruhrgebiet verstärkt und im Bereich der Sicherheitsanforderungen die Grundlagenforschung (Ausgasungsverhalten der Kohle, Wetterführung) intensiviert. Nach diesem Unglück werden für den Bergbau elektrische Gruben- und Helmlampen zwingend vorgeschrieben
- 28. Dezember: Die sizilianischen Städte Messina und Reggio di Calabria werden durch ein schweres Erdbeben zerstört und über 70.000 Menschen sterben

Politik


- Streik der Warenhausangestellten in Berlin
- 1. Januar: Ernst Brenner wird erneut Bundespräsident in der Schweiz
- 1. Januar: Der Wirtschaftsausgleich zwischen Österreich und Ungarn tritt in Kraft
- 1. Januar: Das Gesetz über Nummernschilder für Fahrräder tritt in Frankreich in Kraft
- 1. Februar: Der portugiesische König Karl I. und sein Sohn, Kronprinz Ludwig Philipp, werden in Lissabon erschossen. Neuer König wird der Ludwig Philipps jüngerer Bruder Manuel II
- 4. April: Der finnische Landtag wird wegen „staatsfeindlicher Gesinnung“ vom Zaren mit sofortiger Wirkung aufgelöst
- 31. Mai Landtagswahlen: Mit 99 Sitzen bleibt das Zentrum stärkste Partei in Bayern
- 24. Juli: Auf Druck der Jungtürken setzt der osmanische Sultan Abdülhamid II. die liberale Verfassung von 1876 wieder in Kraft
- 5. Oktober: Bosnische Annexionskrise. Österreich-Ungarn proklamiert die Annexion Bosnien und Herzegowinas, was zu einer europäischen Krise führt
- 5. Oktober: Ferdinand von Bulgarien proklamiert das vom Osmanischen Reich unabhängige Zarentum Bulgarien und ernennt sich zum Zaren
- 2. Dezember: Der zweijährige Pu Yi wird in Peking zum chinesischen Kaiser gekrönt

Wissenschaft und Technik


- Ernest Rutherford und Hans Geiger entwickeln den ersten Ionisationsdetektor
- Melitta Bentz erfindet den Kaffeefilter: Aus ihrer Idee entsteht vom „Eine-Frau-Betrieb“ ein Weltunternehmen, die Melitta Unternehmensgruppe
- 13. Januar: Erstmalige Nutzung der neuen drahtlosen telegrafischen Verbindung zwischen Paris und Casablanca
- Mai: Heike Kamerlingh Onnes verflüssigt zum ersten Mal Helium (Siedepunkt 4,2 K = -269 °C)
- 7. August: Die Venus von Willendorf, eine ca. 10 cm grosse, etwa 35'000 Jahre alte Statuette aus Kalkstein, wird von Archäologen in Willendorf (Niederösterreich) gefunden
- 12. August: In Detroit wird das erste Model T der Ford Motor Company fertiggestellt
- 28. Oktober: Erster Motorflug in Deutschland durch Hans Grade in Magdeburg
- 31. Dezember: Der US-Amerikaner Wilbur Wright legt in einem Flugzeug in Le Mans (Frankreich) in knapp 2 1/2 Stunden 124,7 km zurück, was einen neuen neuen Weltrekord bedeutet

Kultur


- 1. Januar: Neuer Dirigent der Metropolitan Opera in New York wird der österreichische Komponist Gustav Mahler
- 2. Januar: John D. Rockefeller spendet der ehemals von im gegründeten Universität von Chicago rund 2.2 Millionen USD
- 2. Januar: Die Oper „Ein Wintermärchen“ von Karl Goldmark wird in Wien uraufgeführt
- 21. Januar: Uraufführung der Operette Der Mann mit den drei Frauen von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien
- 28. April: In der Schweiz wird der Esperanto-Weltbund gegründet, die „Universala Esperanto-Asocio
- 17. August: Erste Trickfilmvorstellung der Welt im Théatre du Gymnase in Paris
- 4. November: Uraufführung der Oper Versiegelt von Leo Blech in Hamburg
- 7. November: Uraufführung der Operette Die lustigen Weiber von Robert Stolz in Brünn, (Brno)
- 14. November: Uraufführung der Operette Der tapfere Soldat von Oscar Straus am Theater an der Wien in Wien
- 23. Dezember: Uraufführung der Operette Die geschiedene Frau von Leo Fall am Carl-Theater in Wien
- August Strindbergs „Gespenstersonate“ wird uraufgeführt
- Der österreichische Architekt Adolf Loos veröffentlicht seinen Aufsatz Ornament und Verbrechen, indem eine klare Forderung nach dem Ende des Jugendstils zum Ausdruck kommt
- Erscheinen von Robert Walsers RomanDer Gehülfe“ in Berlin

Sport

Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden siehe unter der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 5. April: erstes Länderspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft
- 27. April: Olympische Sommerspiele in London

Geboren


- 2. Januar: Robert Planel, französischer Komponist († 1994)
- 6. Januar: Menachem Avidom, israelischer Komponist († 1995)
- 9. Januar: Simone de Beauvoir, französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin († 1986)
- 15. Januar: Edward Teller, US-amerikanischer Physiker († 2003)
- 16. Januar: Ethel Merman, US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin († 1984)
- 16. Januar: Günther Prien, deutscher Marineoffizier († 1941)
- 17. Januar: Cus D'Amato, US-amerikanischer Boxtrainer († 1985)
- 17. Januar: Heinz Marten, deutscher Oratorien-Tenöre und Liedersänger († 1991)
- 21. Januar: Bengt Strömgren, dänischer Astronom und Astrophysiker († 1987)
- 21. Januar: Else Moshammer, deutsche Schneiderin und Philanthropin († 1993)
- 22. Januar: Atahualpa Yupanqui, argentinischer Sänger, Songwriter, Gitarrist und Schriftsteller († 1992)
- 22. Januar: Lev Landau, russischer Physiker († 1968)
- 26. Januar: Rupprecht Geiger, deutscher Maler
- 26. Januar: Stéphane Grappelli, französischer Jazz-Violinist († 1997)
- 30. Januar: Otto Heinrich Greve, deutscher Politiker († 1968)
- 6. Februar: Amintore Fanfani, italienischer Politiker und Ministerpräsident († 1999)
- 8. Februar: Emil Staiger, Professor der Germanistik († 1987)
- 11. Februar: Vivian Ernest Fuchs, britischer Geologe und Polarforscher († 1999)
- 12. Februar: Jacques Herbrand, französischer Logiker († 1931)
- 12. Februar: Olga Benario-Prestes, († 1942)
- 13. Februar: Kurt Seibt, Minister für Anleitung und Kontrolle der Bezirks- und Kreisräte der DDR
- 20. Februar: Heino Gaze, deutscher Komponist und Texter († 1967)
- 21. Februar: Hans Ertl, Bergsteiger, Kameramann, Kriegsberichterstatter, Regisseur († 2000)
- 22. Februar: Paul Sixt, deutscher Kapellmeister († 1964)
- 23. Februar: William McMahon, Australischer Politiker und Premierminister († 1988)
- 26. Februar: Jean-Pierre Wimille, französischer Rennfahrer († 1949)
- 26. Februar: Tex Avery, Regisseur und Zeichner von Zeichentrickfilmen († 1980)
- 29. Februar: Balthus, französischer Maler († 2001)
- 29. Februar: Dee Brown, US-amerikanischer Schriftsteller und Historiker († 2002)
- 2. März: Walter Bruch, deutscher Fernsehpionier († 1990)
- 2. März: Willi Steinhörster, deutscher Politiker der SPD († 1978)
- 5. März: Ludwig Goldbrunner, deutscher Fußballspieler († 1981)
- 5. März: Rex Harrison, britischer Schauspieler († 1990)
- 7. März: Anna Magnani, italienische Schauspielerin († 1973)
- 14. März: Maurice Merleau-Ponty, französischer Philosoph († 1961)
- 14. März: Nikolai Petrowitsch Rakow, russischer Komponist († 1990)
- 15. März: Thure von Uexküll, Begründer der psychosomatischen Medizin († 2004)
- 17. März: Josef Garovi, Schweizer Komponist (†