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Altdorf Bei Nürtingen

Altdorf bei Nürtingen

Altdorf ist eine Gemeinde im Landkreis Esslingen, 8 km von Nürtingen entfernt.

Geografie

Altdorf liegt einige Kilometer östlich des Neckars im Vorland der Schwäbischen Alb.

Geschichte

Altdorf wurde erstmals 1291 urkundlich erwähnt.

Politik

Altdorf gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Neckartenzlingen an.

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

Wirtschaft und Infrastruktur

Bildung

Altdorf verfügt über eine eigene Grundschule und einen Kindergarten. Weiterführende Schulen müssen in den Nachbarorten besucht werden. Kategorie:Ort in Baden-WürttembergKategorie:Landkreis Esslingen

Landkreis Esslingen

Der Landkreis Esslingen ist ein Landkreis in Baden-Württemberg. Er gehört zur Region Stuttgart im Regierungsbezirk Stuttgart. Der Landkreis Esslingen grenzt im Nordosten an den Rems-Murr-Kreis, im Osten an den Landkreis Göppingen, im Süden an den Landkreis Reutlingen, im Westen an den Landkreis Böblingen und im Nordwesten an die kreisfreie Stadt Stuttgart.

Geografie

Der Landkreis Esslingen wird vom Neckar, der von Südwesten kommend in das Kreisgebiet eintritt, in zwei Teile geteilt. Der westliche Teil umfasst überwiegend die Hochebene der „Filder“ (Filderebene), der östliche Teil hat Anteil an den Ausläufern der Schwäbischen Alb und am Schurwald (Teil des schwäbisch-fränkischen Berglandes). Im Kreisgebiet mündet die Fils bei Plochingen in den Neckar, der bei Esslingen-Mettingen das Kreisgebiet in Richtung Stuttgart wieder verlässt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Durch das Kreisgebiet führt in west-östlicher Richtung die Bundesautobahn A 8 Stuttgart - Ulm. Die wichtigsten Bundesstraßen sind die B 10 Stuttgart - Ulm, die B 27 Stuttgart - Tübingen, die B 312 Stuttgart - Reutlingen und die B 313 Plochingen - Reutlingen. Die wichtigsten Bahnlinien, die das Kreisgebiet durchqueren, sind die Neckar-Alb-Bahn von Stuttgart über Plochingen nach Reutlingen sowie die Filsbahn, die ebenfalls von Stuttgart nach Plochingen und dann weiter Richtung Ulm verläuft. Von der Neckar-Alb-Bahn zweigen in Wendlingen die Teckbahn und in Nürtingen die Tälesbahn ab. Der Landkreis ist auch das S-Bahn-Liniennetz Stuttgart angeschlossen. Die Linie führt von Stuttgart über Esslingen nach Plochingen. Eine Verlängerung in Richtung Kirchheim unter Teck bzw. Reutlingen ist geplant. Ferner führen die Linien und von Stuttgart in das westliche Kreisgebiet nach Leinfelden-Echterdingen und weiter zum Flughafen Stuttgart bzw. nach Filderstadt. Von Leinfelden () und Ostfildern () führen ferner Stadtbahnlinien in die Stuttgarter Innenstadt.

Geschichte

Der Landkreis Esslingen geht zurück auf das alte gleichnamige württembergische Oberamt, das nach Übergang der ehemals freien Reichsstadt Esslingen am Neckar an Württemberg 1803 errichtet wurde. Im Laufe der Geschichte wurden es mehrmals verändert. Ab 1810 gehörte es zur Landvogtei Rothenberg und ab 1818 zum Neckarkreis, der 1924 aufgelöst wurde. 1934 wurde es in Kreis Esslingen umbenannt und nach dem Gesetz über die Landeseinteilung vom 24. April 1938 wurde der nunmehrige Landkreis Esslingen zum 1. Oktober 1938 um einige Gemeinden des aufgelösten Amtsoberamts Stuttgart sowie der Kreise Schorndorf, Kirchheim unter Teck und Göppingen vergrößert. Am 16. Oktober 1964 genehmigte die Landesregierung die Änderung der bisherigen Schreibweise Landkreis Eßlingen in die heutige Schreibweise. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Esslingen um den Landkreis Nürtingen (ohne Grafenberg) vergrößert. 1975 kamen noch die beiden Orte Leinfelden und Musberg vom Landkreis Böblingen hinzu. Damit erreichte er seine heutige Ausdehnung. Nach Abschluss der Gemeindereform umfasst der Landkreis Esslingen noch 44 Gemeinden, darunter 13 Städte und hiervon wiederum sechs Große Kreisstädte (Esslingen am Neckar, Filderstadt, Kirchheim unter Teck, Leinfelden-Echterdingen, Nürtingen und Ostfildern). Die größte Stadt des Kreises ist Esslingen am Neckar, die kleinste Gemeinde ist Altdorf bei Nürtingen.

Politik

Der Landkreis wird vom Kreistag und vom Landrat verwaltet.

Kreistag

Der Kreistag wird von den Wahlberechtigten im Landkreis auf 5 Jahre gewählt. Die Wahl am 13. Juni 2004 ergab folgendes Ergebnis: #CDU 30,4% (-0,7) - 31 Sitze (=) #FWG 25,1% (-3,0) - 27 Sitze (-3) #SPD 22,3% (-1,6) - 21 Sitze (=) #GRÜNE 12,7% (+3,3) - 12 Sitze (+3) #FDP/DVP 4,9% (+1,8) - 5 Sitze (+2) #REP 4,7% (+0,3) - 4 Sitze (=) (100 statt 98 Sitze)

Landrat

Der Kreistag wählt den Landrat für eine Amtszeit von 8 Jahren. Dieser ist gesetzlicher Vertreter und Repräsentant des Landkreises sowie Vorsitzender des Kreistags und seiner Ausschüsse, hat aber kein Stimmrecht in den Gremien. Er leitet das Landratsamt und ist Beamter des Kreises. Zu seinem Aufgabengebiet zählen die Vorbereitung der Kreistagssitzungen sowie seiner Ausschüsse. Er beruft Sitzungen ein, leitet diese und vollzieht die dort gefassten Beschlüsse. Sein Stellvertreter ist der Erste Landesbeamte. Die Landräte des Landkreises Nürtingen 1945-1972:
- 1945 - 1946: Karl Eberhardt (kommissarisch)
- 1946 - 1972: Ernst Schaude Die Oberamtmänner bzw. Landräte des Oberamts bzw. Landkreises Esslingen ab 1803:
- 1803 - 1808: Christian Kausler
- 1808 - 1813: Johann Gottlob Christoph Seeger
- 1813 - 1837: Johann Karl Pistorius
- 1837 - 1845: Gottlieb Friedrich Stump
- 1846 - 1858: Friedrich Klemm
- 1858 - 1866: Christoph Anton Wolff
- 1866 - 1887: Heinrich Ludwig Baur
- 1887 - 1896: Rudolf Schlehner
- 1896 - 1918: Julius Pommer
- 1918 - 1933: Benjamin Richter
- 1933 - 1938: Ernst Mäulen
- 1938 - 1945: Hans Häcker
- 1945 - 1946: Fritz Landenberger
- 1946 - 1966: Georg Geist
- 1966 - 1972: Richard Schall
- 1973 - 2000: Dr. Hans Peter Braun
- 2000 - : Heinz Eininger

Wappen

Das Wappen des Landkreises Esslingen zeigt in Gold über einem von Schwarz und Gold mit Teilungen schräggerauteten (geweckten) Schildfuß einen rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Adler, belegt mit einem goldenen Hifthorn an goldener Fessel. Das Wappen wurde dem Landkreis Esslingen am 13. August 1975 durch das Innenministerium Baden-Württemberg verliehen. Das Wappen wurde aus den Wappensymbolen der früheren Landkreise bzw. Herrschaften entnommen. Der Adler symbolisiert die ehemals freie Reichsstadt Esslingen, Rauten und Hifthorn sind dem alten Kreiswappen von Nürtingen entnommen, wobei die Rauten die Herrschaft Teck (u.a. Stadt Kirchheim unter Teck) und das Hifthorn die Stadt Nürtingen versinnbildlichen. Vor der Kreisreform hatte der (alte) Landkreis Esslingen ein anderes Wappen. Es zeigte in Gold unter einer liegenden schwarzen Hirschstange einen rot bewehrten schwarzen Adler, dessen Brust mit drei nebeneinander stehenden grünen Schildchen belegt war. Dieses Wappen war dem Landkreis Esslingen am 1. Oktober 1951 durch die Landesregierung von Württemberg-Baden verliehen worden. Der Adler sollte auf die ehemalige Reichsstadt Esslingen, die Hirschstange auf die Zugehörigkeit zu Württemberg und die drei Schildchen auf die drei Landschaften im Kreisgebiet (Schurwald, Filder und Neckartal) hinweisen.

Städte und Gemeinden

(Einwohner am 30. Juni 2005)

Städte und Gemeinden vor der Kreisreform

Vor der Kreisreform 1973 bzw. vor der Gemeindereform gehörten zum (alten) Landkreis Esslingen seit 1938 insgesamt 30 Gemeinden, darunter 2 Städte. 1968 wurde auch Wernau (Neckar) zur Stadt erhoben, die 1938 aus den Gemeinden Pfauhausen und Steinbach gebildet worden war. Bereits 1923 waren die bis dahin selbständigen Gemeinden Untersielmingen und Obersielmingen zur Gemeinde Sielmingen (heute Filderstadt) vereinigt worden. Am 7. März 1968 stellte der Landtag von Baden-Württemberg die Weichen für eine Gemeindereform. Mit dem Gesetz zur Stärkung der Verwaltungskraft kleinerer Gemeinden war es möglich, dass sich kleinere Gemeinden freiwillig zu größeren Gemeinden vereinigen konnten. Den Anfang im alten Landkreis Esslingen machten am 1. Januar 1971 die Gemeinden Hegenlohe und Thomashardt, die sich zur neuen Gemeinde Lichtenwald vereinigten. In der Folgezeit reduzierte sich die Zahl der Gemeinden stetig. Alle verbliebenen Gemeinden des alten Landkreises Esslingen gingen am 1. Januar 1973 im neuen vergrößerten Landkreis Esslingen auf. Größte Gemeinde des alten Landkreises Esslingen war die Kreisstadt Esslingen am Neckar, die seit 1. April 1956 Große Kreisstadt war, kleinste Gemeinde war Thomashardt. Der alte Landkreis Esslingen umfasste zuletzt eine Fläche von 253 km² und hatte bei der Volkszählung 1970 insgesamt 251.150 Einwohner. Es folgt eine Liste der Gemeinden des alten Landkreises Esslingen vor der Gemeindereform. Alle Gemeinden gehören auch heute noch zum Landkreis Esslingen. 1970

Weblinks


- [http://www.landkreis-esslingen.de/ Offizielle Internetseite des Landkreises]
Esslingen

Nürtingen

Nürtingen ist eine Stadt in Baden-Württemberg, im Südosten der Region Stuttgart etwa 19 km südöstlich von Stuttgart. Sie ist nach Esslingen am Neckar und Filderstadt die drittgrößte Stadt des Landkreises Esslingen und ein Mittelzentrum innerhalb des Oberzentrums Stuttgart. Die Einwohnerzahl der Stadt Nürtingen überschritt 1960 die Grenze von 20.000. Daraufhin stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die baden-württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Februar 1962 beschloss. Mit den Gemeinden Frickenhausen, Großbettlingen, Oberboihingen, Unterensingen und Wolfschlugen hat die Stadt Nürtingen eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geografie

Geografische Lage

Nürtingen liegt am Vorland der mittleren Schwäbischen Alb. Die Altstadt liegt auf einem ehemaligen Umlaufberg des Neckars, der von Neckartailfingen kommend im Südwesten das Stadtgebiet betritt, östlich des Stadtteils Neckarhausen vorbeifließt, dann die Kernstadt westlich streift und schließlich durch Zizishausen in Richtung Nordosten zwischen Unterensingen und Oberboihingen das Nürtinger Stadtgebiet wieder verlässt. Zwischen Oberensingen und Zizishausen mündet die Aich, ein linker Nebenfluss des Neckars ein.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Nürtingen. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
Unterensingen, Oberboihingen, Kirchheim unter Teck, Dettingen unter Teck, Frickenhausen, Großbettlingen, Altdorf bei Nürtingen, Neckartailfingen, Aichtal und Wolfschlugen (alle Landkreis Esslingen)

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Nürtingen besteht aus der Kernstadt Nürtingen sowie den im Rahmen der Gemeindereform 1973 und 1974 eingegliederten Stadtteilen Hardt, Neckarhausen, Raidwangen, Reudern und Zizishausen. Die ehemalige Gemeinde Oberensingen wurde bereits am 1. Januar 1919 mit Nürtingen vereinigt. Die erst bei der jüngsten Gemeindereform eingegliederten Gemeinden sind zugleich Ortschaften im Sinne der baden-württembergischen Gemeindeordnung, das heißt sie haben jeweils einen von der Bevölkerung bei jeder Kommunalwahl neu zu wählenden Ortschaftsrat, dessen Vorsitzender der Ortsvorsteher ist. In der Kernstadt Nürtingen werden zum Teil Wohngebiete mit eigenem Namen unterschieden, deren Bezeichnungen sich im Laufe der Geschichte aufgrund der Bebauung ergeben haben und die jedoch meist nicht genau abgrenzbar sind. Hierzu gehören beispielsweise Braike, Ersberg, Lerchenberg sowie Enzenhardt und Roßdorf (ab 1950er Jahre entstandene sogar räumlich etwas getrennte Stadtteile).

Einwohnerzahl und Fläche der Ortsteile


- Hardt: 955 (2005) - 175 ha
- Neckarhausen: 3.747 (2005) - 606 ha
- Raidwangen: 2.134 (2005) - 292 ha
- Reudern: 2.539 (2005) - 283 ha
- Zizishausen: 3.262 (2005) - 245 ha
- Oberensingen: 2.450 (1995)

Raumplanung

Nürtingen bildet ein Mittelzentrum innerhalb der Region Stuttgart, deren Oberzentrum Stuttgart ist. Zum Mittelbereich Nürtingen gehören neben Nürtingen noch die Städte und Gemeinden im Südwesten des Landkreises Esslingen, im Einzelnen: Aichtal, Altdorf bei Nürtingen, Altenriet, Bempflingen, Beuren, Frickenhausen, Großbettlingen, Kohlberg, Neckartailfingen, Neckartenzlingen, Neuffen, Oberboihingen, Schlaitdorf, Unterensingen und Wolfschlugen.

Geschichte

Wie zahlreiche archäologische Funde zeigen, war die Gegend des heutigen Nürtingen bereits von den Kelten besiedelt. Während der Römerzeit befand sich auf dem Gebiet unter anderem ein römischer Gutshof, eine Villa und eine bedeutende Töpferei. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Nürtingen im Jahre 1046 ("Niuritingin") und erhielt 1335 die Stadtrechte. Schon damals gehörte Nürtingen zu Württemberg und wurde Sitz eines Amtes. Der hier geschlossene Nürtinger Vertrag teilt Württemberg 1442 für 50 Jahre in eine Stuttgarter und eine Uracher Grafschaft. 1634 wird Nürtingen im Dreißigjährigen Krieg erobert und stark verwüstet. Der anschließenden Pest fällt die Hälfte der Einwohner zum Opfer. Einige Gemeinden im Umkreis verlieren in der Zeit nahezu ihre gesamte Bevölkerung oder sind zum Teil sogar völlig menschenleer. 1750 wurde die Stadt durch einen verheerenden Brand weitestgehend zerstört, jedoch wieder aufgebaut. Dieser alte Stadtkern ist in einigen Teilen bis heute erhalten geblieben. Das Nürtinger Schloss diente vom 15. bis zum 17. Jahrhundert den Witwen der Württemberger Fürsten als Alterssitz. In den Jahren 1770 - 1773 wurde es abgerissen. Heute erinnert nur noch der Name "Schlossberg" daran, dass neben der Stadtkirche St. Laurentius einst ein Stadtschloß stand. Die erste Realschule Württembergs wird im Jahre 1783 in Nürtingen gegründet. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Amt Nürtingen zum Oberamt erhoben. Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Nürtingen zu einer Industriestadt. In der Zeit des Nationalsozialismus gab es am heutigen Standort der Realschulen das Mühlwiesenlager mit Kriegsgefangenen und "Fremdarbeitern", die in den örtlichen Firmen, beispielsweise der Maschinenfabrik Gebr. Heller arbeiten mussten. Die NSDAP-"Kreisleitung" der damaligen Oberamts- bzw. Kreisstadt Nürtingen sorgte dafür, dass sämtliche jüdischen Schüler bzw. solche, die als "Halbjuden" galten, und noch vor dem reichsweiten Ausschluss jüdischer Schüler, die Schulen verließen. In Nachbarkreisen wie Reutlingen war dies nicht der Fall. Sie veranlasste, dass Julius von Jan, Pfarrer in Oberlenningen (Lenningen (Württemberg), das damals im Kreisgebiet lag, von Mitgliedern der SA in Zivilkleidung zusammengeschlagen wurde und betrieb sein absichtliches Umkommen in einer Strafkompanie an der Ostfront. Julius von Jan hatte in seiner Predigt am Buß- und Bettag 1938 die Novemberpogrome offen angeprangert. Weiter veranlasste sie, dass sämtliche in so genannter "Mischehe" lebenden, von ihr als "Juden" angesehene Männer verhältnismäßig früh in Konzentrationslager kamen und dort umgebracht wurden. Die letzte Jüdin der Stadt wurde ins Ghetto Haag in Haigerloch deportiert. Bei der Kommunalreform 1938 wurde das Oberamt Nürtingen in den Landkreis Nürtingen umgewandelt, der im Wesentlichen auch das Oberamt Kirchheim unter Teck aufnahm. Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 verlor Nürtingen seine Funktion als Kreisstadt des Landkreises Nürtingen und kam zum vergrößerten Landkreis Esslingen.

Religionen

Die Bevölkerung von Nürtingen gehörte ursprünglich zum Bistum Konstanz und war dem Archidiakonat Rauhe Alb, Landkapitel Owen-Kirchheim unterstellt. Da die Stadt schon früh zu Württemberg gehörte wurde auch hier ab 1535 durch Herzog Ulrich die Reformation eingeführt, daher war Nürtingen über Jahrhunderte eine überwiegend protestantische Stadt. In jener Zeit wurde die Stadt Sitz eines Dekanats, dessen Dekanatskirche die Stadtkirche ist. Die Kirchengemeinde Nürtingen wuchs vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg infolge Zuzugs stark an und wurde daher geteilt. Es entstand die Luthergemeinde (Kirche von 1930), die Versöhnungskirchengemeinde (Kirche von 1963) und die Stephanuskirchengemeinde (Kirche von 19??)und die Kirchengemeinde Enzenhardt(1992). Diese fünf Gemeinden bilden zusammen die Evangelische Gesamtkirchengemeinde Nürtingen. Auch in den Stadtteilen wurde infolge der frühen Zugehörigkeit zu Württemberg die Reformation eingeführt. Daher gibt es fast in jedem Stadtteil eine evangelische Kirchengemeinde und meist auch eine eigene Kirche. Hardt bildet mit Oberensingen eine Kirchengemeinde, deren Kirche auch in Oberensingen ist. Raidwangen war früher Filiale von Großbettlingen dann von Neckarhausen (jedoch seit 1909 mit eigener Kirche), ist jedoch heute ebenfalls eine eigene Kirchengemeinde mit Filiale in Altdorf. Alle evangelischen Gemeinden im Nürtinger Stadtgebiet gehören zum Dekanat Nürtingen innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Katholiken gibt es in Nürtingen erst wieder seit dem späten 19. Jahrhundert. Für sie wurde 1907 eine eigene Kirche St. Johannes Evangelist gebaut. Die Kirche wurde 1956 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt. Die Kirchengemeinde St. Johannes Evangelist bildet heute die Seelsorgeeinheit 3 innerhalb des Dekanats Nürtingen des Bistums Rottenburg-Stuttgart. Zur Kirchengemeine gehören auch die Gemeindeglieder aus den Stadtteilen Neckarhausen, Hardt, Reudern, Zizishausen und Oberensingen sowie aus der Nachbargemeinde Wolfschlugen. Die Katholiken aus dem Stadtteil Raidwangen gehören zur Kirchengemeinde St. Nikolaus von Flüe der Nachbargemeinde Frickenhausen des Dekanats Nürtingen. Die Juden Nürtingens gehörten zur Jüdischen Gemeinde Cannstatt. Muslime treffen sich in einer Moschee in der Tiefenbachtalstraße. Neben den beiden großen christlichen Kirchen gibt es in Nürtingen auch Freikirchen und Gemeinden, darunter die Evangelisch-methodistische Kirche mit der Christuskapelle in Nürtingen sowie Gemeindehäusern in Neckarhausen und Raidwangen und die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde (Baptisten) mit der Erlöserkirche in Nürtingen. Auch die Neuapostolische Kirche und die Christengemeinschaft sind in Nürtingen vertreten.

Eingemeindungen


- 1. Januar 1919: Oberensingen
- 1. Januar 1973: Hardt
- 1. Juli 1974: Zizishausen
- 1. Oktober 1974: Neckarhausen, Raidwangen und Reudern

Ortsteile

Reudern

Reudern wurde erstmals im Jahre 1338 urkundlich erwähnt, der Namen des Ortes geht auf die gerodeten Wälder zurück. Im Laufe der Jahrhunderte hatte sich aus dem "Roden" über diverse Zwischenformen Reudern entwickelt. Das Wappen des Ortes ist ein weißer Hirsch auf grünem Grund.

Hardt

Hardt ist mit ca. 950 Einwohnern der kleinste Ortsteil von Nürtingen, er wurde 1973 eingemeindet. Gründer von Hardt soll Herzog Ulrich von Württemberg sein. Der Sage nach soll der Pfeifer von Hardt den Herzog auf dessen Flucht vor dem Bund im "Hohelen Stein" versteckt haben. Der Ulrich-Stein und das Wahrzeichen von NT-Hardt, der Pfeiferbrunnen, erinnern an diese - urkundlich nicht belegte - Sage, die sehr ausführlich in Wilhelm Hauffs Roman "Lichtenstein" beschrieben wird. In Hardt gibt es ein Rathaus und eine kleine Mehrzweckhalle. Der SV Hardt 1981 e.V. ist eine feste Größe im unteren Regional-Tischtennisgeschehen.

Einwohnerentwicklung

Die Einwohnerzahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze). ¹ Volkszählungsergebnis

Politik

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Bürgermeister

An der Spitze der Stadt Nürtingen werden schon früh Bürgermeister und Rat genannt. Das aus 12 Mitgliedern bestehende Gericht war auch die Verwaltungsbehörde. Die beiden Bürgermeister waren die städtischen Beamten. Daneben gab es einem vom Landesherrn eingesetzten Schultheiß, später ein Vogt. Dieser war Stadt- und Amtsoberhaupt. Im 18. Jahrhundert gab es vorübergehend einen Obervogt. Seit dem 19. Jahrhundert trug das Stadtoberhaupt die Bezeichnung "Stadtschultheiß" seit 1930 Bürgermeister und mit der Erhebung zur Großen Kreisstadt am 1. Februar 1962 lautet die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Dieser wird von den Wahlberechtigten auf 8 Jahre direkt gewählt. Er ist Vorsitzender des Gemeinderats. Seine allgemeinen Stellvertreter sind der 1. Beigeordnete mit der Amtsbezeichnung "Erster Bürgermeister" und der Technische Beigeordnete. Stadtoberhäupter seit 1819
- 1819-1828: Gottlob Friedrich Schickhardt
- 1828-1846: Heinrich Schickhardt
- 1846-1868: Dr. Karl Friedrich Eßig
- 1868-1896: Ferdinand Schmid
- 1896-1930: Matthäus Baur
- 1930-1939: Hermann Weilenmann
- 1939-1943: Dr. Walter Klemm
- 1943-1945: August Pfänder, kommissarisch
- 1945-1948: Hermann Weilenmann
- 1948-1959: August Pfänder
- 1959-1979: Karl Gonser
- 1979-2004: Alfred Bachofer
- 2004-: Otmar Heirich SPD

Gemeinderat

Die Kommunalwahl am 13. Juni 2004 ergab folgende Sitzverteilung:

Wappen und Flagge

Das Wappen der Stadt Nürtingen zeigt in Gold unter einer liegenden schwarzen Hirschstange ein mit dem Mundstück nach links weisendes rotes Hifthorn mit schwarzer Fessel, darunter eine blaue Raute. Die Nürtinger Stadtflagge ist blau-gelb. Wappen und Flagge werden schon seit vielen Jahrhunderten geführt. Hifthorn und Hirschstange symbolisieren die frühere Zugehörigkeit der Stadt zu Württemberg (diese hatten ein rotes Hifthorn als Helmzier). Die Raute ist wohl als späteres Beiwerk hinzugekommen. Die älteste farbliche Darstellung stammt bereits aus dem Jahr 1535.

Städtepartnerschaften

Nürtingen unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
- Oullins in Frankreich seit 1962
- Rhondda Cynon Taff in Wales seit 1968
- Soroksár in Ungarn seit 1988
- Zerbst in Sachsen-Anhalt seit 1992

Wirtschaft und Infrastruktur

Die Industrialisierung begann im Nürtinger Raum in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Zunächst war die Textilindustrie bestimmende Branche. So war Nürtingen lange Jahre als "Stadt der Strickwaren" bekannt. Mit der zunehmenden Verlagerung der Textilproduktion in Niedriglohnländer im ausgehenden 20. Jahrhundert nahm die Bedeutung dieses Industriezweiges für den Nürtinger Raum immer mehr ab, so dass zu Beginn des 21. Jahrhunderts die Maschinenbauindustrie die wichtigste Branche darstellt. Die Maschinenfabrik Gebr. Heller, 1894 gegründet, und der Elektrowerkzeughersteller Metabo, 1924 gegründet, beschäftigen beide jeweils rund 1.700 Mitarbeiter in Nürtingen. Derzeit sind in Nürtingen ca 15.000 Arbeitnehmer beschäftigt (Stand 2003). Davon kommen ca. 5.300 aus Nürtingen selbst, 9.700 pendeln aus den umliegenden Städten und Gemeinden zu ihren Arbeitsplätzen in der Stadt. Dem gegenüber stehen ca. 8.600 Auspendler; viele davon sind bei den Großunternehmen der Region Stuttgart angestellt. Insgesamt weist Nürtingen damit eine positive Pendler-Bilanz auf. Nürtingen hat die LZB-Platznummer 612.

Verkehr

Nürtingen liegt an der Neckar-Alb-Bahn Stuttgart- Esslingen am Neckar- Nürtingen-Reutlingen-Tübingen. Außerdem führt vom Nürtinger Bahnhof die Tälesbahn - eine Nebenbahn der WEG - bis nach Neuffen. In unmittelbarer Nähe des Bahnhofes befindet sich der zentrale Omnibusbahnhof über den Nürtingen mit den Stadtteilen und den umliegenden Gemeinden verbunden ist. Alle Linien im Stadtgebiet Nürtingens verkehren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS). Die Bundesautobahn A 8 Stuttgart-München verläuft wenige Kilometer nördlich der Stadt vorbei. Nürtingen ist über die Anschlussstellen Wendlingen und Kirchheim unter Teck zu erreichen. Außerdem führt die Bundesstraße B 297 (Lorch (Württemberg) - Tübingen) durch die Stadt. Der Flughafen Stuttgart ist ca. 15 km von Nürtingen entfernt.

Ansässige Unternehmen


- Gebr. Heller Maschinenfabrik GmbH.
- Metabowerke GmbH
- [http://www.malerwerkstaette-schmid.de Malerwerkstätte Schmid]

Medien

In Nürtingen erscheint als Tageszeitung die "Nürtinger Zeitung". Ausschließlich online erscheint die [http://www.nuertinger-stattzeitung.de/ Nürtinger StattZeitung], die ehrenamtlich erstellt wird (www.nuertinger-stattzeitung.de).

Behörden

Nürtingen verfügt auch über ein Finanzamt und ein Notariat. Ferner gibt es hier eine Außenstelle des Landratsamts Esslingen.

Gerichte

In Nürtingen besteht ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Stuttgart gehört.

Bildung

Nürtingen hat folgende Hochschulen und Ausbildungseinrichtungen:
- Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen
- Fachhochschule für Kunsttherapie Nürtingen
- Freie Kunstakademie Nürtingen e.V.
- Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung Nürtingen In Nürtingen gibt es zwei Gymnasien (Hölderlin- und Max-Planck-Gymnasium), zwei Realschulen (Geschwister-Scholl- und Neckar-Realschule), eine Förderschule (Theodor-Eisenlohr-Schule), vier Grund- und Hauptschulen bzw. Grund- und Hauptschulen mit Werkrealschule (Ersbergschule Grund- und Hauptschule, Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule Neckarhausen, Grund- und Hauptschule Zizishausen und Mörikeschule Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule) sowie fünf selbständige Grundschulen, nämlich die Braikeschule in der Kernstadt sowie je eine Grundschule in den Stadtteilen Oberensingen (Friedrich-Glück-Schule Grundschule), Raidwangen, Reudern und Roßdorf. Der Landkreis Esslingen ist Schulträger der Beruflichen Schule (Akademie für Landbau Fachschule für Technik, Albert-Schäffle-Schule - Kaufmännische Schule, Otto-Umfrid-Schule und Philipp-Matthäus-Hahn-Schule - Gewerbliche Schule sowie Fritz-Ruoff-Schule - Hauswirtschaftliche und Landwirtschaftliche Schule) sowie der Bodelschwinghschule für Geistigbehinderte mit Regenbogen-Schulkindergarten für Geistigbehinderte und des Schulkindergartens für Körperbehinderte. Ferner gibt es noch die Johannes-Wagner-Schule - Staatliche Schule für Schwerhörige und Sprachbehinderte mit Internat in Trägerschaft des Landes Baden-Württemberg. Die private Rudolf-Steiner-Schule - Freie Waldorfschule runden das schulische Angebot in Nürtingen ab.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Nürtingen liegt an der Württemberger Weinstraße und der Römerstraße Neckar-Alb mit vielen Sehenswürdigkeiten.

Theater

In der Stadthalle K3N finden regelmäßig Theatervorstellungen von Tourneetheatern und Landesbühnen statt. Außerdem finden unter anderem noch regelmäßig Theateraufführungen der hiesigen Theater-Gruppen der Nürtinger Schulen statt.

Museen

Zwischen Neckar- und Steinachufer liegt das alte Schützenhaus von 1565. Hier ist das Stadtmuseum Nürtingen mit literarischer Abteilung Hölderlin untergebracht. Außerdem besteht die private Sammlung Domnick.

Bauwerke

Die historische Altstadt Nürtingens bietet eine Reihe von Sehenswürdigkeiten, darunter die evangelische Stadtkirche St. Laurentius, das Wahrzeichen der Stadt. Die spätgotische dreischiffige Hallenkirche hat einen 48m hohen Turm. Das Langhaus wurde 1895 neu gewölbt. Weiter sind zu erwähnen, der Salemer Hof, die ehemalige Lateinschule, das Rathaus, der Blockturm, die Kreuzkirche und das Ehemalige Spital. Weitere Kirchen in der Kernstadt sind die Lutherkirche von 1930, die evangelische Versöhnungskirche von 1963 und die katholische Kirche St. Johannes Evangelist von 1956 (der Vorgängerbau von 1907 wurde abgebrochen). In den Stadtteilen gibt es folgende Kirchen: Evangelische Kirche St. Bernhard Neckarhausen (spätgotische Elemente mit Langhaus von 1606), evangelische Kirche Raidwangen (Baujahr 1909), evangelische Pfarrkirche Oberensingen (im 19. Jahrhundert völlig erneuert, doch ältern Ursprungs), evangelische Friedenskirche Reudern (Baujahr 1969), sowie evangelische Christuskirche Zizishausen (erbaut 1963).

Regelmäßige Veranstaltungen


- Mai/Juni: Seit über 400 Jahren wird der "Nürtinger Maientag" als traditionelles Fest der Schulen mit Maisingen, Festumzug, Spielen und Rummelplatz gefeiert. Von seinem ursprünglichen Termin am dritten Samstag im Mai wurde das Fest dann später auf einen beliebigen Samstag im Mai (in sehr seltenen Ausnahmefällen auch im Juni) verlegt.
- Stadtfest: Seit 1977 wird in der Nürtinger Fußgängerzone von örtlichen Vereinen und Gruppen in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung das Stadtfest gefeiert. Das Fest fand zunächst immer an einem Samstag im September statt. Seit einigen Jahren wurde es auf ein Wochenende im Juli vorverlegt und wird bis auf einzelne Ausnahmen alljährlich gefeiert.
- Altstadtfescht: Ein von den am Nürtinger Schloßberg angesiedelten Händlern und Gastwirten komerziell veranstatltes Fest, für das von den Besuchern Eintritt verlangt wird. In den Gassen unterhalb des Schloßbergs verwandelt sich die schöne Nürtinger Altstadt mit Musikern, Gauklern, Akrobaten, Marktständlern und Kunsthandwerkern zu einem unvergleichlichen Altstadtfeschd.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Nürtingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:
- 1868: Theodor Eisenlohr, Rektor des Lehrerseminars
- 1930: Mathäus Baur, Stadtschultheiß
- 1948: Hermann, Weilenmann, Bürgermeister
- 1949: Dr. Robert Reiner, Industrieller
- 1959: August Pfänder, Bürgermeister
- 1966: Paul Jordery, Maire der Partnerstadt Oullins
- 1970: Walter Rauch, Fabrikant Metabo
- 1979: Karl Gonser, Oberbürgermeister
- 1986: Prof. Fritz Ruoff, Maler und Bildhauer
- 2004: Peter Härtling, Schriftsteller und Journalist

Söhne und Töchter der Stadt


- 1831, 24. Februar, Albert Schäffle, † 25. Dezember 1903; deutscher Wissenschaftler und Staatsmann
- 1840, 2. Februar, Gustav Siegle, † 10. Oktober 1905 in Stuttgart, Mitbegründer der I.G. Farbenfabriken
- 1857, 2. Mai, Otto Umfrid, † 23. Mai 1920 in Winnenden; deutscher Theologe.
- 1906, 31. Dezember, Fritz Ruoff, † 5. Oktober 1985; deutscher Maler und Bildhauer
- 1933, 24. Januar, Erwin Waldner, deutscher Fußballnationalspieler
- 1946, 6. April, Wolfgang Ischinger; deutscher Diplomat, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den USA.
- 1975, 23. Januar, Thomas Brdaric, Fußballnationalspieler
- 1975, 5. April, Wolf Henzler, Automobilrennfahrer

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

Berühmte Persönlichkeiten, die einen Teil ihres Lebens in oder um Nürtingen verbracht haben sind:
- Wilhelm Schickard (
- 22. April 1592; † 23. Oktober 1635) wirkte ab 1614 nach Anschluss seines seines Studiums als evangelischer Diakon in Nürtingen und später als Professor biblischer Sprachen, Astronomie und Mathematik an der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen; er wurde der erste Konstrukteur einer mechanischen Rechenmaschine.
- Friedrich Hölderlin, (
- 20. März 1770; † 6. Juni 1843); deutscher Lyriker, verbrachte als Stiefsohn des Nürtinger Bürgermeisters Gock seine Kindheit und Jugend in Nürtingen; besuchte die Nürtinger Lateinschule.
- Friedrich Wilhelm Joseph von Schelling, (
- 27. Januar 1775; † 20. August 1854); deutscher Philosoph, besuchte in Nürtingen die Lateinschule.
- Eduard Mörike, (
- 8. September 1804; † 4. Juni 1875); deutscher Lyriker und Pfarrer. War als Vikar auf verschiedenen Stellen in der Gegend um Nürtingen tätig und wohnte einige Zeit in der Stadt.
- Jakob Kocher, (
- 17. Oktober 1871 in Dußlingen, † 8. März 1944 in Nürtingen; Lehrer, Heimatforscher, Ordner von Urkunden der Stadt, Verfasser eines bedeutenden Geschichtswerkes der Stadt.
- Gerhard Mayer-Vorfelder, (
- 3. März 1933); deutscher Politiker und Sportfunktionär, seit 2001 Präsident des Deutschen Fußball-Bundes, begann seine berufliche Laufbahn als Referent am Landratsamt Nürtingen.
- Peter Härtling, (
- 13. November 1933); deutscher Schriftsteller. Verbrachte seine Jugend in Nürtingen; besuchte hier das Gymnasium. Seit Oktober 2004 zehnter Ehrenbürger.
- Harald Schmidt, (
- 18. August 1957); deutscher Kabarettist, Schauspieler und Fernsehentertainer. Verbrachte Kindheit und Jugend in Nürtingen. Besuchte das Nürtinger Hölderlin-Gymnasium und war Organist der katholischen Kirchengemeinden Nürtingen.

Literatur


- Jakob Kocher: Geschichte der Stadt Nürtingen. Band 1/2, Stuttgart 1924. Band 3, Stuttgart 1928
- Erich Keyser: Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte - Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages, Stuttgart, 1961
- Manuel Werner: Juden in Nürtingen in der Zeit des Nationalsozialismus. Nürtingen-Frickenhausen 1998, ISBN 3-928812-18-1

Weblinks


- [http://www.nuertingen.de/ Internetpräsenz der Stadt Nürtingen]
- [http://www.ntz.de/ Nürtinger Zeitung]
- [http://www.nuertinger-stattzeitung.de/ Nürtinger StattZeitung]
- [http://www.stadtkapelle-nuertingen.de/ Stadtkapelle Nürtingen] Kategorie:Landkreis Esslingen Kategorie:Ort in Baden-Württemberg

Schwäbische Alb

Die Schwäbische Alb ist ein Mittelgebirge in Südwestdeutschland. Es erstreckt sich vom Südwesten Baden-Württembergs bei Donaueschingen bis zur bayrischen Grenze des Bundeslandes nordöstlich von Ulm.

Geographie

Lage

Die Schwäbische Alb erstreckt sich vom Hochrhein im Südwesten bis zum Nördlinger Ries, welches sie von der Fränkischen Alb abgrenzt. Südöstlich wird die Alb durch die Donau begrenzt, nach Norden hin vom oberen Neckar und vom Schwäbisch-Fränkischen Wald.

Naturraum

Die nordwestliche Kante, der Albtrauf, stellt eine bis zu 400 Meter hohe Steilstufe dar. Die Alb ist eine Hochfläche, die von ihrem Nordwestrand stetig nach Südosten abfällt. Die Länge von Südwest nach Nordost beträgt etwa 200 km, die Breite ca. 30 Kilometer. Die Schwäbische Alb wird in verschiedene Teile gegliedert (hier annähernd von Südwesten ausgehend noch Nordosten aufgezählt):
- Randen
- Hegau
- Großer Heuberg
- Zollernalb
- Zwiefalter Alb
- Reutlinger Alb
- Münsinger Alb
- Vordere Alb
- Hintere Alb
- Blaubeurer Alb
- Hochalb
- Stubersheimer Alb
- Niedere Alb
- Heidenheimer Alb
- Albuch
- Härtsfeld

Berge

Die höchsten Erhebungen befinden sich auf der westlichen Hochfläche der Schwäbischen Alb, dem sogenannten Heuberg; so etwa der Lemberg bei Gosheim, der mit 1015 m ü. NN der höchste Berg ist und der höchstgelegene Ort Böttingen mit 911-991 m. ü. NN. Die mit Stern (
- ) markierten Berge sind so genannte Zeugenberge und stellen zum Teil Vorberge der Alb dar. # Lemberg (1.015 m) # Oberhohenberg (1.011 m) # Wandbühl (1.007 m) # Bol (1.002 m) # Hummelsberg (1.002 m) # Plettenberg (1.002 m) # Schafberg (1.000 m) # Ortenberg (999 m) # Weichenwang (989 m) # Dreifaltigkeitsberg (983 m) # Lupfen
- (977 m) # Lochen (963 m) # Raichberg (956 m) # Hohenkarpfen
- (912 m) # Böllat (921 m) #Zoller
- (855 m) #Farrenberg (820 m) #Bossler (800 m) #Teck (775 m) #Stuifen
- (757 m) #Achalm
- (707 m) #Hohenrechberg
- (707 m) #Hohenstaufen
- (684 m) #Ipf
- (668 m) #Limburg (597 m)

Geologie

Die Alb stellt eine Schichtstufe des Süddeutschen Schichtstufenlands dar. Sie besteht aus sedimentären marinen Ablagerungen. Diese Gesteine entstanden während des Jura am Boden eines Meeres. Die jurassischen Gesteine bilden drei Hauptformationen. Nach ihrer Farbe unterscheidet man lokal von unten nach oben Lias oder Schwarzer Jura, Dogger oder Brauner Jura und Malm, den Weißen Jura. Die Gesteine des Schwarzen Jura sind Tonschiefer und werden durch einen hohen Gehalt an Bitumen und Pyrit gefärbt. Man spricht auch (fälschlich) von Ölschiefer. Dieses Gestein tritt am Fuß des Albtraufs auf und ist berühmt für seine Funde von Ichthyosauriern. Am besten kann man diese im Urweltmuseum Hauff in Holzmaden betrachten. Die Schichten des Braunen Jura, sandig-tonige Mergel, erhalten ihre braune Farbe durch einen recht hohen Gehalt an Eisen. Dieses Eisen wurde in Wasseralfingen bei Aalen auch als oolithisches Eisenerz abgebaut. Der Weiße Jura, der die Steilstufe des Albtraufs bildet, besteht aus fast reinem Kalzit, das in einem sauerstoffreichen und lebendigen Meer abgelagert wurde. Er ist charakterisiert durch viele Riffe. Der weiße Jura wird im Blautal bei Ulm abgebaut - sein CaCO3-Gehalt beträgt teilweise über 99% - und wird als Ulmer Weiß an die chemische Industrie in alle Welt verkauft. In allen Jurasedimenten sind vielfältige Fossilien enthalten, die man auf einer Wanderung leicht selbst finden kann. Die Schwäbische Alb ist eines der größten zusammenhängenden Karstgebiete in Deutschland. Kalkstein, der wie hier ein von Flußtälern umgebenes Hochplateau bildet, löst sich durch Regenwasser langsam auf, wobei es zur Bildung von Höhlen, Dolinen und Trockentälern kommt. Die Trockentäler sind ein Überbleibsel aus der Zeit, als die Alb noch tiefer lag und die Entwässerung noch an der Oberfläche erfolgte. Heute ist die Entwässserung etwa 150 bis 200 m tief in das Gestein verlagert und erfolgt durch Klüfte und Höhlen. Eine der wichtigsten Höhlen ist wohl die Blauhöhle mit dem Blautopf als Abfluss. Viele Höhlen sind als Schauhöhlen erschlossen (darunter die tiefst begehbare Schachthöhle von Deutschland die Laichinger Tiefenhöhle und eine der längsten Schauhöhlen Süddeutschlands, die Charlottenhöhle) und können besichtigt werden. Andere können im Rahmen von Wanderungen auf eigene Faust besucht werden. Verschiedene geologische und karstkundliche Wanderwege erlauben es auch dem interessierten Laien viele dieser Besonderheiten zu erkennen und zu verstehen. Aufgrund ihrer erdgeschichtlichen Vielfalt und Besonderheiten wurde die Schwäbische Alb Anfang 2003 als Nationaler GeoPark in Deutschland ausgezeichnet.

Flüsse

Durch den Karstcharakter der Schwäbischen Alb gibt es kaum Flüsse auf der Albhochfläche, die meisten Flüsse entspringen am Fuße der Alb aus Karstquellen mit zum Teil immenser Schüttung. Die Donau dagegen durchbricht die Alb.
- Bära, Nebenfluss der Donau
- Blau, Nebenfluss der Donau
- Brenz, Nebenfluss der Donau
- Donau
- Echaz, Nebenfluss des Neckars
- Egau, Nebenfluss der Donau
- Erms, Nebenfluss des Neckar
- Fils, Nebenfluss des Neckars
- Lauter bzw. Große Lauter, Nebenfluss der Donau
- Lauter, Nebenfluss des Neckars
- Lauchert, Nebenfluss der Donau
- Lindach, Nebenfluss der Lauter
- Lone
- Kocher, Nebenfluss des Neckars
- Rems, Nebenfluss des Neckars
- Schmiecha (Schmeie), Nebenfluss der Donau

Böden

Die aus dem Weißjura entstandenen Böden sind überwiegend schwer und lehmig. Örtlich auch locker und krümelig. Neben tiefgründigen Böden finden sich auch Standorte mit sehr geringer Bodenauflage. Zu den typischen Böden zählen: Rendzina, Terra fusca und Braunerde-Pelosol.

Kultur

Die Schwäbische Alb bietet auch in kultureller Hinsicht vieles. Es gibt unzählige Burgen und Klöster. Viele Dörfer besitzen interessante Heimatmuseen. Industrien waren zum Beispiel Trikotagen und Feinmechanik bei Albstadt und Leinenweberei in und um Laichingen.
- Liste der Burgen in Deutschland
- Liste deutscher Museen nach Themen
- Liste deutscher Museen nach Orten Die Schwäbische Alb ist eines der am frühesten besiedelten Gebiete Deutschlands. Archäologische Zeugnisse gehen bis in die Altsteinzeit zurück, insbesondere am Rande des Nördlinger Rieses und in den zahlreichen Tropfsteinhöhlen. Die ältesten Kunstwerke der Menschheit, kleine Schnitzereien aus Mammutelfenbein, stammen aus dem Lonetal (Vogelherdhöhle) und dem Aachtal/Blautal (Geißenklösterle, Hohler Fels) bei Ulm. Sie sind ungefähr 30.000 Jahre alt. Die Funde sind im Urgeschichtlichen Museum in Ulm und im Museum für Vor- und Frühgeschichte in Tübingen zu sehen.

Städte und Orte

Größere und bedeutende Städte/Orte der Schwäbischen Alb; alphabetisch sortiert
- Albstadt, 46.700 Ew.
- Bad Urach, 12.800 Ew.
- Balingen, 34.300 Ew.
- Blaubeuren, 12.870 Ew.; Blautopf
- Burladingen, 13.000 Ew.
- Ehingen (Donau), 25.900 Ew.
- Gammertingen, 6.800 Ew.
- Geislingen, 27.800 Ew.
- Heidenheim, 50.000 Ew.
- Hechingen, 19.400 Ew.; Burg Hohenzollern
- Kirchheim, 39.900 Ew.
- Lichtenstein, 9.300 Ew.; Schloss Lichtenstein
- Laichingen, 11.000 Ew.; Laichinger Tiefenhöhle
- Meßstetten, 11.000 Ew.
- Münsingen, 14.400 Ew.
- Reutlingen, 110.000 Ew.
- Sigmaringen, 16.700 Ew.; Hohenzollernschloss Sigmaringen
- Sonnenbühl, 7.000 Ew.
- Trochtelfingen, 6.600 Ew.
- Ulm, 120.100 Ew.

Wanderwege

Es gibt zahlreiche gut markierte Wanderwege auf der Schwäbischen Alb. Besonders empfehlenswert ist der Hauptweg 1, der sich am nördlichen Albrand von Donauwörth bis Tuttlingen über 320 km erwandern lässt. [http://www.schwaebischer-albverein.de/wandern/wanderwege/hauptwanderwege/hw1.htm Hauptweg 1]

Wintersport

Durch ihre Höhenlage zwischen 600 und 1000 m über dem Meer bietet die Schwäbische Alb viele Möglichkeiten zum Wintersport. Viele Skihänge und Skilanglaufloipen laden zu sportlicher Betätigung ein.

Literatur


- Alber, Frahm, Stadler: Die Schwäbische Alb. Bildlegenden (Eine Bildreise). 1996. ISBN 3-89234-665-8,
- Freier: Schwäbische Alb. 35 Wanderungen. Wandern kompakt. 2001. ISBN 3-7654-3734-4
- Fieselmann, Grohe: Die Schwäbische Alb. ISBN 3-87407-350-578
- Mayr, Herbert: Schwäbische Alb - West (Rother Wanderführer) ISBN 3-7633-4118-8
- Mayr, Herbert: Schwäbische Alb - Ost (Rother Wanderführer) ISBN 3-7633-4117-X

Siehe auch


- Albuch
- Brenztal
- Reußenstein
- Schwäbische Albstraße
- Schwaben (Artikel zu weiteren Aspekten, Geschichte, Kultur u.a.)

Weblinks


- [http://www.schwaebischer-albverein.de Schwäbischer Albverein] Dieser Verein unterhält Wanderwege und Hütten, betreibt Umweltschutz und veranstaltet Vorträge und Kurse.
- [http://www.schwaebischealb.de Schwäbische Alb], offizielle Seite des Schwäbische Alb Tourismusverbandes.
- [http://www.showcaves.com/german/de/region/SchwaebischeAlb.html Schwäbische Alb], eine Sammlung von geologischen Sehenswürdigkeiten wie Höhlen, Quellen und Dolinen.
- [http://www.erdgeschichte.de/www-geopark-schwaebische-alb-de/index.html Geopark Schwäbische Alb], Infos über den Geopark Schwäbische Alb.
- [http://www.reiseziel-natur.de/ Reiseziel Natur], Eine einzigartige Landschaft entdecken, erleben und genießen.
- [http://www.donauradweg.org/ Beschreibung des Donauradweges]
- [http://www.lonetal.net/ Das Lonetal] Perle der Schwäbischen Alb und Wiege von Kunst und Kultur
- [http://www.uwe-kazmaier.de/alb.htm Naturbilder von der Schwäbischen Alb] ! Kategorie:Deutsches Mittelgebirge Kategorie:Region in Baden-Württemberg simple:Swabian Alb

Grundschule

Eine Grundschule ist ...

Deutschland

] Der Begriff Grundschule umfasst in Deutschland die ab Ende der 1960er Jahre aus den unteren Klassen der Volksschulen hervorgegangenen Schulen, die von Kindern der Klassen 1 bis 4 (nur in Berlin und Brandenburg Kl. 1 bis 6) besucht werden. Dies umfasst Alterstufen von etwa 6 bis 10 Jahren bzw. 12 Jahren. In der Schweiz wird die Grundschule als Primarschule bezeichnet, in Österreich als Volksschule. Vor und in der Kaiserzeit hieß die Grundschule im deutschen Sprachraum Elementarschule, eine Benennung, die sich bis heute im Englischen als Elementary School gehalten hat. In der Regel wurden in der Grundschule bislang Jahrgangsklassen gebildet. Aktuelle politische Trends in einzelnen Bundesländern wie NRW zielen allerdings auf die Einrichtung jahrgangsübergreifender Eingangsstufen der Klassen 1 und 2, in denen dann Kinder aus beiden Jahrgängen gemeinsam unterrichtet werden sollen. Auch können bei geringer Schülerzahl pro Jahrgang sogenannte kombinierte Klassen gebildet werden, die aufeinanderfolgende Jahrgänge zusammenfassen. In der Grundschule sollen grundlegende Lern- und Arbeitsformen sowie mathematische, sprachliche und sachunterrichtliche Kenntnisse vermittelt werden, welche das Fundament der weiterführenden Schulbildung auf Hauptschule, Realschule, Gymnasium oder Gesamtschule legen. Daneben sind auch ästhetische, kulturelle und oft auch religiöse Themen Gegenstände des Unterrichts. In der Regel gibt es für jede Schulklasse einen Klassenlehrer, der diese Klasse die ganze Grundschulzeit hindurch oder im zweijährigen Wechsel in einer Reihe von Fächern unterrichtet. Dies wird damit begründet, dass es für Kinder im Grundschulalter wichtig ist, eine feste Bezugsperson zu haben. Kritik hieran wird häufig aus zwei Gründen geübt: Zum einen sind Grundschullehrer meist nur für zwei Unterrichtsfächer ausgebildet, wodurch ihnen in den übrigen Fächern sowohl Wissen wie fachdidaktische Kenntnisse fehlen können. Zum anderen gibt es einen starken Zusammenhang zwischen den Unterrichtsmethoden des Lehrers und den Lernerfolgen der Schüler. Dass meist über die ganze Grundschulzeit überwiegend eine Lehrerkraft unterrichtet, kann im Fall eines schlecht unterrichtenden Lehrers oder persönlicher Anpassungsschwierigkeiten von Lehrer und Schüler erhebliche negative Konsequenzen für die Schüler haben. Das Fächerspektrum und die Nomenklatur in den jeweiligen Bundesländern ist differenziert. Mathematik, Deutsch und Sachunterricht zählen zu den Hauptfächern. Das gemeinsame Lernen von Kindern aller Leistungsstufen wird zumeist als positiv angesehen. Nachdem der PISA-Test so gedeutet werden kann, dass dies auch für die Sekundarstufe I gilt, begann in Deutschland eine generelle Debatte zur Reform des deutschen Schulsystems. Dabei wurde unter anderem auch eine Ausweitung der Grundschule auf das sechste oder neunte/zehnte Schuljahr gefordert.

Lernziele

Das inhaltliche Spektrum in den Hauptfächern Mathematik, Deutsche Sprache und Sachunterricht:
- Das Lesen lernen
- Schrift in vorgegebener lesbarer Weise
- etwas Memorieren können
- Grundrechenarten im Zahlenraum 1 bis 10 000.
- Orientierung über physikalische Grundlagen
- räumliche und z. T. historische Orientierung des Wohngebiets (ca. 20 km Umkreis)
- grafische Grundlagen (Zeichnen) aber auch freier Ausdruck
- Musik (Singstimme, Orff´sche Instrumente) In einigen Ländern auch eine
- religiös gepräge Werteerziehung

Großbritannien

Als "Primary Schools" (Grundschule) bezeichnet man in Großbritannien die Schulen, welche von Kinder im Alter von fünf bis elf Jahren besucht werden. Besonderes Augenmerk lenkt man dabei auf die Unterrichtung von Mathematik und Englisch/ Sprache. Danach folgt die sogenannte zweite Ausbildung mit elf bzw. zwölf. Meist sind diese Schulen staatlich gefördert.

Weblinks


- [http://www.muenster.de/~josch/gsl.htm 3500 Grundschullinks]
- [http://www.grundschulverband.de Grundschulverband]
- [http://www.grundschulmarkt.de Grundschulmarkt]
- [http://www.vbe.de/index.php?id=74 Positionspapier des Verbands Bildung und Erziehung zur Grundschule, vom 16. November 2002]
- [http://www.gew.de/Allgemein_bildende_Schulen.html Informationen der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft u.a. zu Grundschulthemen]
- [http://www.wissen24.de/vorschau/33636.html Diplomarbeit: Offene Ganztagsgrundschule - Kooperation von Jugendhilfe und Schule]
- [http://www.grundschulstunden.de/index.html Grundschulmaterialien von Lehrern für Lehrer] Kategorie:Schultypen/-system ! Kategorie:Leseförderung ja:初等教育 ms:Pendidikan rendah

Kindergarten

]] Ein Kindergarten ist zum einen das Gebäude, zum anderen eine Einrichtung zur Kindertagesbetreuung für Kinder.

Geschichte

Nach ersten Ansätzen gegen Ende des 18. Jahrhunderts (bei Johann Friedrich Oberlin und Louise Scheppler) gründete der Thüringer Friedrich Fröbel den ersten Kindergarten 1840 in Rudolstadt. Den Namen wählte er, da das Kind wie eine Pflanze heranwachsen soll. 1851 bis 1860 wurde der Kindergarten in Preußen verboten.

Überblick

Zumeist wird als Kindergarten die Einrichtung für Kinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren bezeichnet; in Abgrenzung zur Kinderkrippe (0 bis 3 Jahre) und zum Hort (Kinder im Grundschulalter). In Anlehnung an Friedrich Wilhelm August Fröbel, den Gründer des ersten (in jedem Fall des ersten deutschen) Kindergartens wird die Bezeichnung auch wieder als Sammelbegriff für alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung verwendet. Der Kindergarten hat einen Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsauftrag und gilt als Elementarbereich des Bildungswesens (s. auch Vorschule). Hinsichtlich der Öffnungszeiten gibt es drei unterschiedliche Modelle:
- Teilzeitbetreuung, am Vor- und am Nachmittag
- Verlängertes Vormittagsangebot, von Morgens bis nach dem Mittagessen
- Ganztagsbetreuung, von Morgens bis zum Spätnachmittag. Diese Kindergärten werden in Deutschland als Kindertagesstätten (kurz KiTa) bezeichnet. In den meisten Kindergärten arbeiten unterschiedliche pädagogische Fachkräfte, wie Erzieher/innen, Sozialpädagogen und Kinderpfleger. Die meisten Kindergärten werden durch örtliche kommunale, kirchliche Träger, Bundesländer oder durch die Freie Wohlfahrtspflege unterhalten. Darüber hinaus gibt es auch andere freie Träger (wie Vereine oder Elterninitiativen) und mittlerweile immer häufiger auch privatwirtschaftliche Träger, die Kindergärten betreiben. Zusätzlich bzw. ergänzend zu den Regelkindergärten gibt es sonderpädagogische und heilpädagogische Kindergärten, welche meist als Integrative Kindergärten ausgelegt sind. Weitere besondere Formen von Kindergärten sind Waldkindergarten und Kindergärten, die nach speziellen pädagogischen Theorien arbeiten, wie Montessorikindergärten oder Waldorfkindergärten. Zunehmend werden die Einrichtungen nicht mehr nach Altersgruppen (Krippe, Kindergarten, Hort) oder nach Zielgruppen (Kinder mit besonderen Förderbedarfen) getrennt betrieben, sondern in integrierter oder zumindest kombinierter Form.

Kinderbetreuung in Deutschland (2004)

Quelle: Familienforschung Baden Württemberg, Statistisches Bundesamt

Rechtsanspruch

Deutschland

Seit 1996 gibt es in Deutschland einen Rechtsanspruch nach KJHG auf einen Kindergartenplatz (BVerfG im Urteil zum § 218 StGB) für Kinder vom vollendeten dritten Lebensjahr bis zur Einschulung. Für jüngere und ältere Kinder sollen bedarfsgerecht Plätze vorgehalten werden. Zuweilen ist dieser weitergehende Rechtsanspruch konditioniert; d.h. die Kinder haben nur einen Anspruch, wenn ihre Eltern berufstätig oder sonstwie an der Ausübung ihrer Erziehungspflicht gehindert sind.

Österreich

In Österreich gibt es diesen Rechtsanspruch nicht. In der Praxis kann es in einigen Gegenden auch eine Verzögerung bis zu einem Jahr geben. Da aber die Geburtenrate rückläufig ist, sind zumindest in den Ballungsräumen eher Kapazitäten frei. Die Kindergärten sind Angelegenheit der Bundesländer. Dementsprechend sind auch Kostenbeiträge durch die Eltern unterschiedlich. In einigen Bundesländern ist nur für das Essen zu bezahlen, in anderen sind die Kosten sozial gestaffelt. Oft decken private Kindergärten, die zwar teurer sind, Randzeiten ab, die von öffentlichen mangels größeren Bedarfs nicht abgedeckt werden.

Internationaler Vergleich

Vereinigte Staaten von Amerika

1. Kindergarten In den USA sind den Grundschulen (Elementary Schools) häufig Kindergärten angegliedert, die Teil des US-amerikanischen Schulsystems sind. Dieser Kindergarten ist ein einjähriges Programm, in dem Grundfertigkeiten u. a. im Lesen und Rechnen vermittelt werden. Die Teilnahme ist kostenlos und freiwillig, nach der Anmeldung erfolgt jedoch ein straffes Curriculum. Der Schultag der Kindergartenkinder entspricht weitgehend dem der übrigen Grundschüler. Auf den Kindergarten folgt der Besuch der ersten Klasse. Die Klassen werden dafür neu zusammengesetzt und erhalten neue Lehrerinnen. Als Datum der Einschulung wird in den meisten amerikanischen Familien nicht der Beginn der ersten Klasse, sondern der Eintritt des Kindes in den Kindergarten gefeiert. 2. Child Day Care Vom Kindergarten als Teil des staatlichen Bildungssystems sind die anderen Frühförderungs- und Betreuungsprogrammen zu unterschieden, die es in den USA in großer Zahl und Vielfalt gibt. Den deutschen Kindertagesstätten entsprechen hierbei am ehesten die Day Care Centers und Nursery Schools, die sich gleichermaßen als Schulen wie als Ganztagsbetreuung für Kinder berufstätiger Eltern verstehen. Da der Mutterschutz in den USA bereits 12 Wochen nach der Geburt endet und eine darüber hinaus reichende Erziehungszeit weder von den Arbeitgebern noch vom Staat unterstützt wird, fördern und betreuen Day Care Centers Kinder von 3 Monaten bis zu 5 Jahren. Day Care Centers erhalten keine staatlichen Fördermittel, werden häufig jedoch von lokalen Arbeitgebern bezuschusst. Daneben werden je nach Geschäftstüchtigkeit der Leitung zum Teil erhebliche private Zuschüsse eingeworben (fundraising). Der Besuch eines Day Care Centers ist kostenpflichtig und um ein Vielfaches teurer als bei deutschen Kindergärten. Eltern mit geringem Einkommen können oft jedoch Förderung beantragen. Die Betreuungszeiten sind flexibel und ermöglichen den Eltern normale Arbeitszeiten. Die Kinder sind in Gruppen zusammengefasst, deren Größe vom Alter der Kinder abhängt. Qualität und Ausstattung variieren stark. Für die Qualitätssicherung sorgt einerseits die Lobby der (zahlenden) Eltern und andererseits Institutionen wie z. B. die National Association for the Education of Young Children, die vielbeachtete Akkreditierungen aussprechen. 3. Frühforderungsprogramme Unter den reinen Förderungsangeboten sind v. a. die von privater Hand, z. B. Kirchen oder YMCA, getragenen Preschools und das staatliche Programm HeadStart zu nennen. Als Teilzeitprogramm bilden die Preschools die Entsprechung zu (west-)deutschen Halbtags-Kindergärten.

Großbritannien

Das erste Schuljahr wird in England und Wales "Rezeption" oder auch das "Jahr Null" genannt. Kindertagesstätten, welche nicht im Schulsystem integriert sind, werden "Nursery School" genannt. Die Bezeichnung Nursery School wird auch öfters durch die Bezeichnung Kindergarten ersetzt, jedoch nur für Werbungszwecke. In Schottland ist der Ausdruck Kindergarten im Allgemeinen nicht die Bezeichnung für Nursery School. Das erste Bildungsjahr wird in Schottland "Primary 1" bezeichnet.

Schweden

In Schweden beispielsweise sehen sich Erzieher als Lehrer. Der Kindergarten setzt bereits in einem früheren Alter der Kinder ein. Sie lernen den Umgang mit komplexen Situationen und beschäftigen sich oft in zum Kindergarten gehörenden Ställen mit der Nahrungsversorgung von Tieren. Statt nur zu basteln, werden bereits früh sprachliche Fähigkeiten geschult. Bewusst werden komplexe Fotos mit Menschen und kulturellen Errungenschaften statt Häschen und Strichmännchen aufgehängt. Wegen des hohen Anteils an Migrantenkindern nimmt die Sprachförderung in den Kindertageseinrichtungen mittlerweile einen breiten Raum ein.

Finnland

Das finnländische Bildungswesen gilt entsprechend der PISA-Studie als eines der besten weltweit. Für Kindergärten in Finnland gilt z.B. folgendes: Die leitenden Erzieherinnen haben Abitur und ein Hochschulstudium. Der Kindergartenbesuch ist für Kinder ab dem ersten Lebensjahr möglich. Die Gruppengrösse liegt bei ca. 14 Kindern. Fremdsprachenlernen oder naturwissenschaftliche Experimente im Kindergarten werden gefördert.

China

In China wird der Kindergarten auch gleichzeitig als Vorschule gesehen. Die Übersetzung für Kindergarten lautet dort "you er yuan".

Literatur


- Konrad, Franz Michael: Der Kindergarten. Seine Geschichte von den Anfängen bis in die Gegenwart. Freiburg: Lambertus Verlag 2004. ISBN 3-7841-1532-2 (294 S.; EUR 19,00)

Siehe auch


- Schulhort, Kinderladen, Kinderkrippe
- Spielschule, Vorschule, Elternvertretung
- Waldkindergarten
- Katholische Kindertagesstätten

Weblinks


- [http://www.mbjs.brandenburg.de/kita/kita-startseite Länderübersichten zu gesetzlichen Regelungen, Versorgungsgraden, Finanzierungen, Personalschlüsseln]
- [http://www.kita-eltern-sh.de kita-eltern-sh.de] Stichwort: Elternvertretung in Schleswig-Holstein
- [http://www.erzieher-online.info/content/de/neues/ Mehr Männer in den Kindergarten]
- [http://www.chindegarte.ch/ Kindergarten in der Schweiz]
- http://www.bildungsserver.de Kategorie:Kindheit Kategorie:Vorschulpädagogik Kategorie:Kommunalpolitik Kategorie:Wortexport ja:幼稚園

Kategorie:Landkreis Esslingen

Orte im Landkreis Esslingen Navigationsleiste: Esslingen

Rise of the Labour party 1900's

The Labour Party is the principal centre-left political party in the United Kingdom (see British politics). It is one of the United Kingdom's three main political parties and is currently the party of government in the United Kingdom. It describes itself as a Democratic Socialist party and is a member of the Socialist International. Under the leadership of Tony Blair it won by a landslide victory in the 1997 general election, and formed its first government since the 1979 general election. It retained its position with two further large victories in the 2001 and the 2005 general elections. Under Blair's leadership, the party has adopted a number of liberal policies.

Structure

2005 The Labour Party is a membership organisation consisting of Constituency Labour Parties, affiliated trade unions and socialist societies, including the Co-operative Party, with which it has an electoral agreement. Members who are elected to parliamentary positions take part in the Parliamentary Labour Party (PLP) and European Parliamentary Labour Party (EPLP). The party's decision-making bodies, on a national level, formally include the National Executive Committee (NEC), Labour Party Conference, and National Policy Forum (NPF) - although in practice the Parliamentary leadership has the final say. Questions of internal party democracy have frequently provoked disputes in the party. For many years, Labour had a policy of Irish unity by consent, and did not allow residents of Northern Ireland to apply for membership, instead supporting the nationalist Social Democratic and Labour Party (SDLP). The 2003 Labour Party Conference accepted legal advice that the party could not continue to prohibit residents of the province joining, but the National Executive has decided not to organise or contest elections there.

Early years

The Labour Party's origins lie in the late 19th century, when it became apparent that there was an increasing need for a third party in Britain to represent the interests and needs of the large working-class population (for instance, the 1899 Lyons vs. Wilkins judgement that limited certain types of picketing). Some members of the trade union movement were interested in moving into the political field and after the extension of the franchise to working class men in 1867 and 1885, the Liberal Party had endorsed some trade union-sponsored candidates. In addition several small socialist groups had been formed which wanted to link to the movement and give it a wider policy. Among these were the Independent Labour Party, the Fabian Society (an intellectual group whose members were mainly middle-class), the Social Democratic Federation and the Scottish Labour Party. British politics in the late nineteenth and early twentieth century was divided between the perceived 'establishment', represented by the Conservative Party (nicknamed the Tories), and a more radical 'non-conformist' tradition, based around for example Welsh and North Midlands Methodism. The non-conformist tradition was embodied by the Liberal Party under leaders like William Ewart Gladstone and David Lloyd George. After the Representation of The People Act, 1884, most adult men had the vote but about 40% were still unenfranchised, mainly among the working class who would be more likely to support parties of the left. David Lloyd GeorgeIn 1899 a Doncaster member of the Amalgamated Society of Railway Servants, Thomas R. Steels, proposed in his union branch that the Trade Union Congress call a special conference to bring together all the left-wing organisations and form them into a single body which would sponsor Parliamentary candidates. The motion was passed at all stages including by the TUC and this special conference was held at the International Hall, Farringdon Street, London on February 27-28, 1900. The meeting was attended by a broad spectrum of working-class and left-wing organisations; trade unions representing about one-third of the membership of the TUC sent delegates. The Conference created an association called the Labour Representation Committee, and it was to have acted as a body coordinating attempts to elect to Parliament members who had been sponsored by trade unions as representing the working-class population. It had no single leader. In default of any other candidate, the Independent Labour Party's nominee Ramsay MacDonald was elected as Secretary. He had the difficult task of keeping the various strands of opinions in the LRC united. The October 1900 'Khaki election' came too soon for the new party to effectively campaign. Only 15 candidatures were sponsored, but two were successful: Keir Hardie in Merthyr Tydfil and Richard Bell in Derby. Two candidates from the Social Democratic Federation were endorsed but the SDF was unhappy with the essentially compromising agenda of the Labour Representation Committee. At the SDF's 1901 conference it voted to withdraw. However support for the LRC among the trade unions was boosted by the 1901 Taff Vale case, a dispute between strikers and a railway company that ended with the union ordered to pay £23,000 damages for a strike. The judgment effectively made strikes illegal (since employers could recoup the cost of lost business from the unions). The apparent acquiescence of the Conservative government of Arthur Balfour intensified support for the LRC against a government that appeared uninterested in the problems of working people. In the 1902-03 period the LRC won two by-elections. Arthur Balfour The LRC won 29 seats in the 1906 election, helped by the secret 1903 pact between Ramsay Macdonald and Liberal Chief Whip Herbert Gladstone which aimed at avoiding Labour/Liberal contests in the interest of removing the Conservatives from office. In their first meeting after the election, the group's Members of Parliament decided to take the name "The Labour Party" (February 15, 1906). James Keir Hardie, who had taken a leading role in getting the party established, was elected as Chairman of the Parliamentary Labour Party (in effect, the Leader), although only by one vote over David Shackleton after several ballots. In the party's early years, the Independent Labour Party (ILP) provided much of its activist base as the party did not have an individual membership until 1918 and operated as a conglomerate of affiliated bodies until that date. The Fabian Society provided much of the intellectual stimulus for the party. One of the first acts of the new Liberal government was to reverse the Taff Vale judgement. In 1909 the Osbourne judgment ruled that Trade Unions could not raise funds for political purposes, a move which threatened one of Labour's main funding sources. This was especially detrimental to the Labour party as it supporters were generally poorer than other political parties. The two elections in 1910 saw Labour gain 40 seats and 42 seats respectively. In 1911 David Lloyd George gave MPs a wage of £400 per annum, which partly helped to alleviate the financial problems and the Osbourne judgment was overturned in 1913. Support grew for Labour during the 1910-1914 period as a result of an unprecedented scale of strike action. Seamen, rail workers, cotton workers, coal miners, dockers and many other groups all organised strikes, with many sympathy strikes also occurring. This increase in action can partly be explained by the recession of 1908-09 and subsequent rise in unemployment, as well as the growing support for radical change among the working-class (such as support for syndicalism). This was no doubt helped by the sometimes heavy-handed measures of the Liberal government; Winston Churchill sent in troops to the Rhondda valley in 1910 to deal with coal miners, resulting in some fatalities. During the First World War the Liberal Party split between factions supporting leader David Lloyd George and former leader Herbert Asquith. At the end of the war universal adult male suffrage was enacted, together with votes for women over the age of 30. The Liberal split, accompanied by this fundamental change in the system, allowed the Labour Party to co-opt some of The Liberals support, and by the 1922 general election Labour had supplanted the Liberal Party as the main opposition to the Conservatives. With the Liberals still in turmoil, Labour formed its first minority government with Liberal support in January 1924, with Ramsay MacDonald as Prime Minister; the government collapsed after nine months when the Liberals voted for a Select Committee inquiry which MacDonald had declared an issue of confidence but the Liberal electoral base had vanished. The ensuing general election saw the publication four days before polling day of the Zinoviev Letter implicating Labour in a plot for a Communist revolution, and the Conservatives returned to power. The Zinoviev letter is now generally believed to have been a forgery. Zinoviev Letter

The split under MacDonald

The election of May 1929 saw Labour returned for the first time as the largest party in the House of Commons, and Ramsay MacDonald formed a second Liberal-backed government, though Labour's lack of a parliamentary majority again prevented it from carrying out its desired legislative programme. The financial crisis of 1931 caused a disastrous split in the party, with MacDonald and a few senior ministers going into alliance with the Conservatives and Liberals as the "National Government" (August 24, 1931) while most of the party rank-and-file went into opposition under the leadership of first George Lansbury and (from 1935) Clement Attlee. The ILP under James Maxton disaffiliated from the Labour Party in 1932, removing a substantial proportion of the left of the party from membership. While MacDonald's "National Labour" following dwindled to a small parliamentary appendage to the Conservatives, opposition Labour rapidly regained most of the party's former electoral support, and entered the wartime coalition government of Winston Churchill (May 1940) on terms of near equality with the Conservative majority.

Post-War victory to the 1960s

1940] With the end of the war in Europe in May 1945, Labour resolved not to repeat the Liberals' error of 1918, and withdrew from the government to contest the subsequent general election (July 5) in opposition to Churchill's Conservatives. Surprisingly to many (especially overseas) observers, Labour won a landslide majority, reflecting voters' perception of it as the party to carry through wartime promises of reform. The results were announced on July 26; Labour won 48% of the vote and a landslide Parliamentary majority of 146 seats. Clement Attlee's government was one of the most radical British governments of the 20th century. It presided over a policy of selective nationalisation (the Bank of England, coal, electricity, gas, the railways and iron & steel). It developed a "cradle to grave" welfare state under health minister Aneurin Bevan. The party still considers the creation in 1948 of Britain's tax funded National Health Service its proudest achievement. Attlee's government however became split, over, amongst other things, the amount of money Britain was spending on defence (which reached 10% of GDP in 1950 due to the Korean War). Aneurin Bevan eventually quit the government over this issue. The government also faced a fuel crisis and a balance of payments crisis. Labour narrowly lost power to the Conservatives in October 1951, despite winning more votes. Throughout the 1950s and early 1960s the party became split between moderate modernisers led by Hugh Gaitskell and more traditional socialist elements within the party. This split, and the fact that the public was broadly content with the Conservative governments of the period, kept the party out of power for thirteen years. However, in the early 1960s, a series of scandals such as the Profumo affair engulfed the Conservative government, which damaged its popularity. The Conservative party was also seen as being out of touch with the changing country and the economy began to turn down. Due largely to this, the Labour party returned to government under Harold Wilson in 1964 and remained in power until 1970. 1970] The 1960s Labour government, though claiming to be far less radical on economic policy than its 1940s predecessor, introduced several social changes, such as the partial legalisation of homosexuality and the abolition of the death penalty. In the 1970 general election, Edward Heath's Conservatives narrowly defeated Harold Wilson's government. Wilson's party won power again in February 1974. After possessing a minority government, they achieved a small majority in the October 1974-- also under Harold Wilson.

The 1970s

The 1970s proved to be a disastrous time to be in government, and faced with a world-wide economic downturn and a badly suffering British economy, the Labour Government would be forced to go to the IMF for a loan to ease them through their financial troubles. However, conditions attached to the loan meant the adoption of a more liberal economic programme by the Labour Government, meaning a move away from the party's traditional policy base. The 1970s were also dogged by a host of industrial problems, including widespread strikes and trade union militancy. The Labour Party's close ties to the increasingly unpopular trade unions caused the party to gradually lose support throughout the decade. In 1976, citing his desire to retire on his sixtieth birthday, Wilson stood down as Labour Party leader and Prime Minister, and was replaced by James Callaghan. In the same year as Callaghan became leader, the party in Scotland suffered the breakaway of two MPs into the Scottish Labour Party (SLP). This breakaway was prompted by dissatisfaction with the lack of progress being made by the then Labour government on delivering a devolved Scottish Assembly. Whilst ultimately the SLP proved no real threat to the Labour Party's strong Scottish electoral base it did show that people were beginning to think of breaking with the mainstream UK Labour Party, Ultimately, the economic problems facing the Labour Government of the 1970s, and the political difficulties of Scottish and Welsh devolution, proved too great for it to surmount despite an arrangement negotiated in 1977 with the Liberals known as the Lib-Lab Pact. In 1979, they faced the disastrous "Winter of Discontent", and in the 1979 general election they suffered electoral defeat to the Conservatives, led by Margaret Thatcher.

The Thatcher years

The aftermath of the election defeat in 1979 provoked a period of bitter internal rivalry in Labour. From the mid 1970s, the party had became bitterly divided between left wingers under Michael Foot and Tony Benn, whose supporters dominated the party organisation at grassroots level, and right wingers under Denis Healey. After the defeat, the left had the upper hand when it asserted that the government had become unpopular because it had alienated its base by compromising, and needed to regain it by moving to a more left-wing policy. The election of Foot to the leadership and the change to a system of leadership elections in which party activists and affiliated trade unions had a vote led to the decision by the <