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Politik und Weltgeschehen
- In Breslau findet der erste Streik Deutschlands statt: die Gürtlergesellen streiken ein Jahr lang.
- 6. Januar - Ulman Stromer, deutscher Kaufmann im Mittelalter († 1407)
- 7. Juni - Robert I. (Schottland), heute besser bekannt als Robert the Bruce, war der älteste Sohn von Robert Bruce und dessen Gemahlin Marjorie von Carrick ( - 1274)
- 22. Juli - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona ( - 1291)
ko:1329년
Kategorie:1329
StreikEin Streik ist eine kollektive Arbeitsniederlegung (Verweigerung), mit dem Ziel, den im Rahmen eines Arbeitskampfes erhobenen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Arbeitgeber können mit Aussperrung antworten.
Historisches
Der wohl erste Streik in der Geschichte der Menschheit wurde beim Bau des Totentempels in Medinet Habu dokumentiert. Am zehnten Tag, im zweiten Monat der Winterzeit im Jahr 29 der Regentschaft des Pharao Ramses III. (etwa Mitte November im Jahr 1159 v. Chr.) legten einige hungrige Arbeiter ihre Bautätigkeit nieder. Zu dieser Zeit wurden die Arbeiter auf der Basis von Getreideeinheiten, also mit Lebensmitteln bezahlt.
Der Schlachtruf dieses Streiks wird mit "Wir sind hungrig!" in einem Papyrus des Schreibers Neferhotep dokumentiert. Dieser Papyrus wird heute in Turin unter der Nummer 1875 aufbewahrt.
Allgemeines
Das Streikrecht wird in Deutschland aus Art. 9 Abs. 3 des Grundgesetzes hergeleitet. Träger dieser Arbeitskampfmaßnahme dürfen nur die Gewerkschaften sein. Von nicht anerkannten Arbeitnehmervertretungen, welche nicht notwendigerweise Gewerkschaften sein müssen, getragene Streiks - also spontane Arbeitsniederlegungen - werden häufig als "wilde Streiks" bezeichnet. In Deutschland sind diese seit einiger Zeit rechtswidrig. Gleichwohl werden sie als Kampfmittel eingesetzt, wenngleich auch anders deklariert (etwa als betriebliche Informationsveranstaltungen), so zuletzt im Oktober 2004 bei Opel in Bochum. 1975/76 dauerte ein sog. wilder Streik und eine begleitende Werksbesetzung in einer Zementfabrik in Erwitte (Westfalen) 449 Tage. Sowohl der Streik als auch die Gegenmaßnahmen der Firma (Kündigungen) wurden später vom Bundesarbeitsgericht als rechtswidrig verworfen. Dessen Rechtsprechung war in solchen Fragen oft starken Schwankungen unterworfen.
Man unterscheidet zwischen dem Warnstreik, einer relativ kurzen Arbeitsniederlegung, und einem regelrechten Streik. Ein solcher ist erst nach Auslaufen des gültigen Tarifvertrags zulässig. Erst wenn die Tarifverhandlungen offiziell für gescheitert erklärt und - in den meisten Tarifbereichen - der Schlichtungsspruch einer neutralen Schlichtungskommission abgelehnt worden ist, erlischt die Friedenspflicht. Die Einleitung eines Streiks bedarf zudem noch von gewerkschaftlicher Seite des Streikbeschlusses des Hauptvorstands. In der Regel wird zuvor auch eine Urabstimmung durchgeführt, in der 75 Prozent der betroffenen Gewerkschaftsmitglieder für den Streik stimmen müssen.
Vor den Toren der bestreikten Betriebe stehen in der Regel sog. Streikposten. Diese sollen zum einen zum Ausdruck bringen, dass der Betrieb bestreikt wird, zum anderen sollen sie arbeitswillige Arbeitnehmer von der Arbeit abhalten.
Arbeitnehmer, die gleichwohl in dem bestreikten Betrieb arbeiten, werden von den Streikenden als Streikbrecher bezeichnet. Sie erhalten gelegentlich vom Arbeitgeber eine Prämie ("Streikbrecherprämie").
Der erste Streik Deutschlands fand 1329 in Breslau statt: damals streikten die Gürtlergesellen für ein Jahr. Zum ersten bekannten Streik der Geschichte kam es 1156 v. Chr. in Medinet Habu in Ägypten. Die mit dem Bau des Totentempels von Ramses III. beschäftigten Arbeiter legten die Arbeit nieder, weil sie zwei Monate lang nicht entlohnt worden waren.
In der Schweiz gilt der "Arbeitsfrieden". Er ist begründet auf ein Friedensabkommen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden aus dem Jahr 1937. Streiks finden daher in der Schweiz nur selten statt.
Politische Streiks
In Italien ist der Streik ein anerkannter Ausdruck der politischen Willensäußerung (etwa gegen Berlusconi).
In Deutschland sind politische Streiks verboten. Begründet wird dies damit, dass in einer parlamentarischen Demokratie die politische Willensentscheidung durch die dafür vorgesehenen Organe in dem verfassungsmäßig vorgesehenen Verfahren frei von Zwängen zu treffen sei.
Der Generalstreik nach dem Kapp-Putsch 1920 in Deutschland führte zu dessen Niederschlagung. In diesem Falle war die Demokratie bedroht und wurde durch den Generalstreik verteidigt. Die Pariser Mai-Unruhen von 1968 und der anschließende Generalstreik führten zu Neuwahlen, Lohnerhöhungen und einer Hochschulreform in Frankreich.
Streiks außerhalb des Arbeitslebens
Es gibt auch Streiks außerhalb des Arbeitslebens. Sie zeichnen sich dadurch aus, dass sich die Beteiligten den üblichen Abläufen oder Geschehnissen bewusst und gezielt verweigern oder diese behindern, um bestimmte Forderungen deutlich zu machen oder ihnen Nachdruck zu verleihen. So werden bei Studentenprotesten häufig Betrieb der Universität und Lehrveranstaltungen bestreikt, obwohl ja eigentlich die Studenten selbst das "Produkt" der Universität sind. Einen Konsum-Streik stellen der Boykott und der Kauf-Nix-Tag dar.
Bummelstreik
Beim sog Bummelstreik oder auch Dienst nach Vorschrift besteht der Streik daraus, zwar nach Vorschrift zu arbeiten, die Vorschriften aber (im Gegensatz zur sonstigen Praxis) dermaßen exakt, bürokratisch und wörtlich auszulegen, dass Arbeitsabläufe erheblich verlangsamt werden.
Streikformen
- Generalstreik: Streik aller Arbeitnehmer einer Volkswirtschaft
- Vollstreik: Streik aller Beschäftigten eines Wirtschaftszweiges
- Flächenstreik: siehe Vollstreik
- Totaler Streik: siehe Vollstreik
- Teilstreik: Nur bestimmte Arbeitnehmergruppen oder Betriebsabteilungen streiken.
- Punktstreik: Abwechselnd werden Abteilungen oder Produktionsstandorte bestreikt.
- Schwerpunktstreik: Betriebswichtige Arbeitnehmer streiken.
- Betriebsstreik: Erfasst alle Beschäftigten eines bestimmten Betriebes.
- Abwehrstreik: Verhinderung von Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen oder der sozialen Sicherheit.
- Warnstreik: nur 1-7 Stunden, Aussperrung lohnt dann nicht
- Proteststreik: Befristet, gegen einen konkreten Vorfall gerichtet
- Bummelstreik: Es wird langsamer als normal gearbeitet. Siehe auch Dienst nach Vorschrift.
- Solidaritätsstreik: zum Ausdruck der Solidarität für Kollegen eines anderen Betriebes
- Sympathiestreik: siehe Solidaritätsstreik
- Wilder Streik: "unorganisierter", spontaner Streik, ohne Unterstützung einer Gewerkschaft.
- politischer Streik: Streik gegen oder für politische Ziele, in Europa meist erlaubt in Deutschland verboten
- Sitzstreik (auch "sit-in"): Die Streikenden bleiben untätig am Arbeitsplatz; kann auch in Form von Straßenblockaden geschehen, um für bestimmte politische Ziele zu demonstrieren. Siehe auch Sitzblockade.
- Verbraucherstreik: Wortschöpfung für eine Form des Boykotts von Waren oder Dienstleistungen.
- Steuerstreik: Revolte der Steuerzahler gegen als nicht legitimiert wahrgenommene Ausgaben-, Einnahmenpolitik
- Hungerstreik: Essenverweigerung
- Schüler-/Studentenstreik: Die Schüler oder Studenten boykottieren die Lehrveranstaltungen.
- Organisierter Streik ( gewerkschaftl. genemigter Streik)
Zwangsschlichtung
Eine Alternative zum Streik ist die Zwangsschlichtung, bei der die Konfliktparteien den Spruch eines gemeinsam bestimmten Schlichters von vornherein anerkennen. In US-Bundesstaaten, wo Streiks zugunsten von Zwangsschlichtung im Arbeitskampf verboten sind, sind die Löhne nicht niedriger als in den streikenden Bundesstaaten. Befürworter der Zwangsschlichtung weisen darauf hin, dass durch die geringeren Produktivitätsverluste der Zwangsschlichtung langfristig sogar höhere Löhne gezahlt werden könnten (aber nicht werden).
Oben Genanntes lässt offensichtlich keinen Rückschluss auf die Nichtnotwendigkeit von Streiks zu. In Deutschland erhalten viele Nichtgewerkschaftler denselben Lohn wie Tarifgebundene, eben damit sie keine Gewerkschaftsmitglieder werden.
Atypisch Beschäftigte
In Österreich streikten 2004 erstmals atypisch Beschäftigte, und zwar die einer Wiener Fahrradbotenfirma, der Anteil atypischen Beschäftigten an den Beschäftigungsverhältnissen ist rund 40 Prozent. Diese atypischen Beschäftigten waren nicht bereit, relative Verschlechterungen hinzunehmen: der Unternehmer erhöhte die Preise für den Kunden und gab die Erhöhung nicht an die Fahrer weiter, die bislang mit einem bestimmen Prozentsatz an den Aufträgen beteiligt waren. Ein Großteil der Fahrer wurde ausgesperrt, die Märzlöhne waren im April noch ausständig, die Ankündigung einer Betriebsratswahl wurde unterbunden. Die Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA) unterstützt die Streikenden.
Filme
- Statschka [Streik], Regie: Sergeij M. Eisenstein, UDSSR 1924
- Brüder, Regie: Werner Hochbaum, Deutschland 1929 - Über den Generalstreik im Hamburger Hafen 1896/97
- Salt of the Earth, Regie: Herbert J.Biberman, USA 1953, Langer Streik der Bergarbeiter in Silver City
- La Reprise du travail aux usines Wonder, Regie: Jacques Willemont Frankreich 1968 - Kurzer Film über die Wiederaufnahme der Arbeit nach dem Mai 68
- Harlan County, U.S.A., Regie: Barbara Kopple, USA 1976
"Die Kumpels streikten dreizehn Monate, um den Minenbesitzern den ersten Tarifvertrag in der Geschichte des Kohlebergbaus in ihrem County abzuringen. Dabei mussten sich die Kumpels nicht nur gegen die Besitzer und Aktionäre durchsetzen, sondern auch gegen bewaffnete Streikbrecher und Provokateure sowie nicht zuletzt gegen eine korrupte Gewerkschaftsführung." Daniel Krönke
- [http://www.facing-reality.de.be facing reality] - Standortsicherungsstreik (2004, 11 min, deutsch). Kurz-Doku über den wilden Streik im Oktober 2004 bei Opel Bochum [http://video.indymedia.org/de/2004/12/2.shtml 106MB, MPEG, downloadbar]
Siehe auch
- Arbeit
- Arbeiterbewegung
- Anarchosyndikalismus
- Klassenkampf
- Rätekommunismus
!
Kategorie:Arbeiterbewegung
Kategorie:Politischer Widerstand
ja:ストライキ
GürtlerDer traditionelle Beruf des Gürtlers ist auch heute noch ein anerkannter Ausbildungsberuf nach der Handwerksordnung (HwO). Die heutige Bezeichnung lautet Metallbildner/in - Gürtler- und Metalldrücktechnik. Der Beruf gehört in den Bereich der Bearbeitung von Eisen-, Blech- und Nichteisenmetallwaren und ist eher kunstgewerblerisch ausgerichtet. Die Ausbildung dauert 3 Jahre.
Berufsinhalt
Gürtler bearbeiten und verformen Metalle zur Herstellung von Gebrauchs- und Schmuckgegenständen. Diese sind typischerweise technische Apparate, Möbelbeschläge, Beleuchtungskörper, Geländer und Tore. Die Werkstücke werden dabei von Hand oder heute auch zunehmend mit speziellen Werkzeugen und Maschinen bearbeitet, und zwar spanlos durch Hämmern, Drücken und Treiben, spanend durch Feilen, Fräsen und Stoßen oder auch mit Gusstechniken. Die fertigen Einzelteile werden zusammengesetzt, montiert und oberflächenbehandelt, z.B. galvanisiert.
Metalldrücken bezeichnet ein Kalt-Umformverfahren, bei dem runde Hohlkörper aus scheibenförmigen Blech-Zuschnitten (Ronden) hergestellt werden. Dabei wird das Metall rotierend, entweder von Muskelkraft mit Hilfwerkzeugen oder maschinell an eine mitdrehende Form angelegt. Typische Drückteile sind runde Pokale und Lampenschirme.
Mögliche Spezialisierungen der Gürtler- und Metalldrücktechnik sind
- Ziseliertechnik
- Goldschlagtechnik
- Schmuckgürtlerei: in die Metallteile werden Edelsteine, Perlen, Muscheln, Korallen, Email und Glas eingearbeitet
- Restauration metallischer Gegenstände
- Kunstgewerbe: Herstellung wertvoller Einzelstücke.
Arbeitsstätten
Gürtler arbeiten in den Werkstätten (oder bei Großbetrieben auch Werkhallen) von Schmieden, Schlossereien und spezialisierten Metalldrückereien, bei der Reparatur und Montage größerer Werkstücke auch auf Baustellen.
Geschichte
Im Jahre 1329 führten Gürtler in Breslau den ersten Streik Deutschlands durch. Sie streikten damals ein Jahr lang.
Weblinks
- [http://www.biv.org/ Bundesinnungsverband der Galvaniseure, Graveure und Metallbildner]
Kategorie:Handwerksberuf
Kategorie:Geboren 1329
6. JanuarDer 6. Januar (in Österreich: 6. Jänner) ist der 6. Tag des Gregorianischen Kalenders - somit verbleiben noch 359 (in Schaltjahren 360) Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1389 - In Köln wird die Alte Universität zu Köln mit einem Gottesdienst im Dom feierlich eröffnet.
- 1453 - Österreich wird Erzherzogtum.
- 1866 - Zum ersten Mal findet das "Dreikönigstreffen" der süddeutschen Liberalen statt.
- 1907 - Maria Montessori eröffnet ihre erste Schule und Kindertagesstätte in Rom (Casa dei Bambini in San Lorenzo).
- 1912 - New Mexico wird der 47. US-Bundesstaat.
- 1919 - Ein Putschversuch montenegrinischer Bauern auf die Hauptstadt Cetinje um die serbische Besatzung zu vertreiben scheitert am serbischen Weihnachtsabend.
- 1929 - Das Königreich Jugoslawien wird ausgerufen
- 1935 - Mao Tse-tung wird auf dem "Langen Marsch" während einer Ruhepause zum Vorsitzenden der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) gewählt.
- 1950 - Großbritannien nimmt diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf.
- 1965 - Hindi wird offizielle Staatssprache Indiens.
- 1976 - In Portugal einigen sich die drei großen Parteien des Landes, Sozialisten, Kommunisten und die liberale Demokratische Volkspartei, auf die Grundsätze einer Bodenreform.
- 1986 - Beginn der 2. Republik Liberia
- 1991 - Guatemala. Jorge Serrano Elías wird Staats- und Regierungspräsident.
- 1992 - Georgien. Staatspräsident Swiad Gamsachurdia wird gestürzt.
- 2001 - Parlamentswahlen in Thailand
Wirtschaft
- 1926 - Aus dem Zusammenschluss der "Aero Lloyd AG" und "Junkers Luftverkehr" entsteht die "Lufthansa AG".
- 2002 - Argentinien wertet seinen Peso um 40 Prozent ab.
Wissenschaft und Technik
- 1962 Die französische Werft Chantiers de l'Atlantique liefert das längste Passagierschiff der Welt, die S/S France an die Reederei Compagnie Générale Transatlantique ab.
Kultur
- 1840 - Uraufführung der Oper Le Drapier von Fromental Halévy in Paris.
- 1930 - Uraufführung der komischen Oper Le Roi d'Yvetot von Jacques Ibert an der Opéra-Comique in Paris.
Religion
- 1468 - Papst Nikolaus V. gestattet die Verehrung des Augsburger Bischofs Simpert als Heiligen.
- 1485 - Papst Innozenz VIII. erhebt den 1136 gestorbenen Markgraf Leopold III. von Österreich zum Heiligen.
Katastrophen
- 1928 - London, England. Die Themse tritt durch eine Sturmflut über die Ufer, 14 Menschen sterben.
Sport
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1958 - Helmut Recknagel gewinnt als erster deutscher Skispringer die Internationale Vierschanzentournee
- 1960 - Max Bolkart gewinnt als erster westdeutscher Skispringer die Internationale Vierschanzentournee
- 1996 - Jens Weißflog gewinnt die Vierschanzentourne zum 4. Mal - Rekord
- 2002 - Sven Hannawald gewinnt das letzte Skispringen der Vierschanzen-Tournee und hat damit als erster Skispringer alle vier Springen hintereinander gewonnen.
Geboren
Sven Hannawald
- 1256 - Gertrud von Helfta, Zisterzienserin im Kloster Helfta bei Eisleben
- 1329 - Ulman Stromer, deutscher Kaufmann im Mittelalter
- 1367 - Richard II., König von England
- 1412 - Jeanne d’Arc, französische Nationalheldin und Heilige der katholischen Kirche
- 1485 - Wilhelm Werner von Zimmern, deutscher Historiker und Jurist
- 1486 - Martin Agricola, deutscher Musiktheoretiker und Komponist
- 1488 - Helius Eobanus Hessus, evangelischer Humanist
- 1525 - Caspar Peucer, ein deutscher Humanist
- 1578 - Melchior Goldast, Humanist
- 1582 - Jaroslav Borsita Graf von Martinitz, kaiserlicher Statthalter
- 1587 - Gaspar de Guzmán, Conde de Olivares, spanischer Premierminister zur Zeit Philipps IV.
- 1614 - Erzherzog Leopold Wilhelm, Statthalter der spanischen Niederlande und Feldherr
- 1617 - Christoffer von Gabel, Händler und Statthalter von König Frederik III. von Dänemark
- 1619 - Gebhard von Alvensleben, deutscher Historiker
- 1655 - Eleonore von Pfalz-Neuburg, Frau von Kaiser Leopold I. Kaiserin des Heiligen römisches Reiches
- 1655 - Jakob I. Bernoulli, Schweizer Mathematiker und Physiker
- 1663 - Heinrich Anselm von Ziegler und Kliphausen, deutscher Schriftsteller
- 1673 - James Brydges, 1. Duke of Chandos, britischer Edelmann, Bauherr und Mäzen
- 1699 - Philipp Friedrich Hiller, deutscher Pfarrer und Kirchenlieddichter
- 1702 - José de Nebra, spanischer Komponist
- 1714 - Percivall Pott, britischer Chirurg
- 1722 - Andrea Gioanetti, Kardinal der römisch katholischen Kirche
- 1730 - Thomas Chittenden, US-amerikanischer Politiker und 1. Gouverneur von Vermont
- 1731 - Ludwig Eugen, Herzog von Württemberg
- 1745 - Jacques Étienne Montgolfier, französischer Miterfinder des Heißluftballons
- 1761 - Kaspar Maria von Sternberg, böhmischer Theologe und Naturforscher
- 1773 - Bonifaz Kaspar von Urban, Erzbischof von Bamberg
- 1776 - Ferdinand von Schill, preußischer Offizier
- 1784 - Carl Friedrich Mosch, Autor
- 1785 - Karl Friedrich von Rumohr, Kunsthistoriker, Schriftsteller und Gastrosoph
- 1797 - Edward Turner Bennett, englischer Zoologe und Schriftsteller
- 1798 - Melchior von Diepenbrock, Kardinal und Fürstbischof von Breslau
- 1804 - Anna Plochl, Gräfin von Meran
- 1807 - Josef Maximilian Petzval, slowakischer Mathematiker und Physiker
- 1807 - Ludwig Erk, deutscher Volksliedforscher und Volksliedsammler
- 1812 - Karl Etzel, deutscher Eisenbahningenieur und Architekt
- 1813 - Paulus Melchers, Erzbischof von Köln und Kardinal
- 1815 - Julius Pintsch, deutscher Unternehmer
- 1822 - Heinrich Schliemann, deutscher Archäologe
- 1830 - Alfred Hegar, deutscher Arzt und Gynäkologe
- 1832 - Gustave Doré, französischer Maler und Graphiker
- 1832 - Lodovico Jacobini, Kardinal und päpstlicher Staatssekretär
- 1833 - Karl Heinrich von Bötticher, deutscher Beamter und Politiker
- 1835 - Martin Kähler, deutscher protestantischer Theologe
- 1838 - Max Bruch, deutscher Komponist und Dirigent
- 1842 - Clarence King, US-amerikanischer Geologe
- 1850 - Eduard Bernstein, deutscher Theoretiker und Politiker
- 1850 - Xaver Scharwenka, Komponist und Pianist
- 1859 - Alfred-Henri-Marie Baudrillart, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1860 - Raoul Gunsbourg, rumänischer Operndirektor, Schriftsteller und Komponist
- 1861 - Victor Horta, belgischer Jugendstil-Architekt
- 1862 - August Oetker, deutscher Industrieller
- 1864 - Nikolai Jakowlewitsch Marr, russischer Sprachwissenschaftler
- 1865 - Siegmar von Schultze-Galléra, deutscher Schriftsteller und Heimatforscher
- 1870 - Eduard Stemplinger, deutscher Schriftsteller
- 1870 - Gustav Bauer, deutscher Politiker, Ministerpräsident und Reichskanzler
- 1872 - Alexander Nikolajewitsch Skrjabin, russischer Pianist und Komponist
- 1873 - Karl Straube, deutscher Organist
- 1874 - Fred Niblo, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1875 - Walther Schücking, Politiker und Völkerrechtler
- 1878 - Adeline Genée, dänische Ballett-Tänzerin
- 1878 - Carl Sandburg, US-amerikanischer Lyriker
- 1882 - Fan Noli, orthodoxer albanischer Bischof und Politiker
- 1882 - Ivan Olbracht, tschechischer Schriftsteller, Publizist, Journalist
- 1883 - Friedrich Pfister, deutscher Philologe
- 1883 - Khalil Gibran, libanesischer Künstler und Dichter
- 1891 - Adolf von Bomhard, SS-Gruppenführer, Befehlshaber der Ordnungspolizei in der Ukraine
- 1891 - Dai Jitao, chinesischer Politiker und Publizist
- 1891 - Fritz Imhoff, österreichischer Schauspieler und Sänger
- 1892 - Heinz Renner, deutscher Politiker
- 1892 - Leonid Iwanowitsch Kubbel, russischer Schachspieler
- 1892 - Ludwig Berger, deutscher Filmregisseur
- 1897 - Ferenc Szálasi, ungarischer faschistischer Parteiführer und Kriegsverbrecher
- 1897 - Heinz Meyer, deutscher Politiker
- 1898 - James Fitzmaurice, irischer Pilot
- 1899 - Heinrich Nordhoff, Generaldirektor von Volkswagen
- 1899 - Max Simon, SS-Gruppenführer und Generalleutnant der Waffen-SS
- 1900 - Emmanuel d’Astier de la Vigerie, französischer Politiker, Mitglied der Résistance
- 1902 - Max Güde, deutscher Jurist, Generalbundesanwalt
- 1903 - Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist
- 1903 - Maurice Abravanel, US-amerikanischer Dirigent
- 1903 - Walter Nigg, Schweizer Theologe
- 1905 - Eric Frank Russell, britischer Schriftsteller
- 1905 - Otto Kuss, katholischer Theologe
- 1906 - G. Ledyard Stebbins, US-amerikanischer Biologe, Botaniker
- 1908 - Menachem Avidom, israelischer Komponist
- 1910 - Heinrich Krebs, Richter am deutschen Bundessozialgericht
- 1910 - Kurt Fischer, deutscher Politiker
- 1911 - Friedrich Hendrix, deutscher Leichtathlet
- 1913 - Edward Gierek, polnischer Politiker, PVAP-Chef 1970-80
- 1913 - Loretta Young, US-amerikanische Schauspielerin
- 1915 - Alan Watts, Anglikanischer Priester, Professor und Dekan
- 1915 - John Cunningham Lilly, US-amerikanischer Neurophysiologe
- 1915 - Peter Ahrweiler, deutscher Schauspieler und Theaterdirektor
- 1918 - Eugen Biser, katholischer Theologe und Religionsphilosoph
- 1920 - Henry Corden, kanadischer Schauspieler und Sprecher in Zeichentrickfilmen
- 1920 - John Maynard Smith, britischer Genetiker, Evolutionsbiologe
- 1920 - San Myung Mun, Gründer und Oberhaupt der Vereinigungskirche
- 1924 - Earl Scruggs, US-amerikanischer Musiker
- 1924 - Katy Jurado, mexikanische Schauspielerin
- 1925 - John De Lorean, US-amerikanischer Sportwagenbauer
- 1925 - Regina von Habsburg, Tochter von Georg III. Herzog von Sachsen-Meinigen
- 1926 - Pat Flaherty, Autorennfahrer
- 1926 - Walter Sedlmayr, deutscher Schauspieler
- 1927 - Alfred Sirven, französischer Topmanager
- 1928 - Astrid Gehlhoff-Claes, deutsche Schriftstellerin und Übersetzerin
- 1929 - Babrak Karmal, afghanischer Politiker
- 1929 - Dietrich Knothe, deutscher Dirigent
- 1929 - Wilbert Harrison, US-amerikanischer Musiker
- 1931 - Capucine, französische Filmschauspielerin
- 1931 - E. L. Doctorow, US-amerikanischer Autor und Herausgeber
- 1932 - José Saraiva Martins, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1932 - Max Streibl, bayerischer Politiker
- 1933 - Emil Steinberger, Schweizer Kabarettist, Schriftsteller, Regisseur und Schauspieler
- 1936 - Darlene Hard, US-amerikanische Tennisspielerin
- 1936 - Julio María Sanguinetti, Journalist und Staatspräsident von Uruguay
- 1937 - Doris Troy, US-amerikanische Soul-Sängerin
- 1937 - Harri Holkeri, finnischer Politiker und Ministerpräsident
- 1937 - Nino Tempo, US-amerikanischer Pop-Musiker
- 1937 - Paolo Conte, italienischer Chansonsänger, Jazzmusiker und Komponist
- 1938 - Adriano Celentano, italienischer Sänger, Schauspieler und TV-Moderator
- 1938 - Elizabeth Teissier, französische Astrologin
- 1938 - Jozef Golonka, ehemaliger slowakischer Eishockeyspieler und -trainer
- 1938 - Karl-Heinz Kunde, ehemaliger deutscher Radrennfahrer
- 1939 - Waleri Lobanowski, sowjetischer und ukrainischer Fußball-Trainer
- 1940 - Van McCoy, US-amerikanischer Musiker und Produzent
- 1941 - Philippe Busquin, belgischer Politiker und EU-Kommissar
- 1941 - Tamara Lund, finnische Sopranistin und Schauspielerin
- 1942 - Bernd Neumann, deutscher Politiker und MdB
- 1942 - Hilmar Kabas, österreichischer Politiker
- 1944 - Alan Stivell, bretonischer Musiker und Sänger
- 1944 - Rolf Zinkernagel, Schweizer Immunologe, Professor, Nobelpreisträger
- 1944 - Van McCoy, US-amerikanischer Musikproduzent, Songwriter und Musiker
- 1945 - Roger Spottiswoode, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1946 - Syd Barrett, britischer Gitarrist, Sänger und Songschreiber
- 1951 - Kim Wilson, US-amerikanischer Bluesrocksänger und -mundharmonikaspieler
- 1953 - Malcolm Young, australischer Musiker
- 1953 - Manfred Kaltz, deutscher Fußballspieler und Trainer
- 1953 - Thomas Mirow, deutscher Politiker
- 1954 - Anthony Minghella, britischer Regisseur
- 1954 - Hans Robert Hiegel, Architekt
- 1954 - Martin Hein, deutscher Theologe und Bischof
- 1954 - Ulrich van Suntum, deutscher Volkswirt
- 1955 - Annette Fugmann-Heesing, deutsche Politikerin und MdL
- 1955 - Constanze Engelbrecht, deutsche Schauspielerin
- 1955 - Rowan Atkinson, britischer Komiker und Schauspieler
- 1961 - Toru Tanabe, japanischer Opernsänger und Schauspieler
- 1962 - Daniel Mahrer, Schweizer Skirennläufer
- 1964 - Henry Maske, deutscher Boxsportler
- 1965 - Christine Wachtel, deutsche Leichtathletin
- 1968 - John Singleton, US-amerikanischer Regisseur
- 1969 - Norman Reedus, US-amerikanischer Schauspieler
- 1969 - Stephan Harlander, deutscher Basketballtrainer
- 1971 - Daniel Poznanski, deutscher Jurist und Vorsitzender des VJFM
- 1974 - Nicole DeHuff, US-amerikanische Schauspielerin
- 1976 - David Di Michele, italienischer Fußballspieler
- 1980 - Mihael Mikić, kroatischer Fußballspieler
- 1989 - Max Pirkis, britischer Schauspieler
Gestorben
- 1088 - Berengar von Tours, Dialektiker der Vorscholastik
- 1275 - Raimund von Peñafort, Dominikanermönch und Kanoniker in Spanien
- 1536 - Baldassare Peruzzi, italienischer Architekt und Maler
- 1537 - Alessandro de Medici, Duca della città di Penna und Herzog von Florenz
- 1542 - Bernard van Orley, niederländischer Maler
- 1598 - Fjodor I., Zar von Russland von 1584 bis 1598
- 1646 - Elias Holl, Baumeister des deutschen Frühbarock
- 1695 - Christian Albrecht, Fürstbischof von Lübeck sowie Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf
- 1711 - Philipp van Almonde, niederländischer Vizeadmiral
- 1738 - Jean Baptiste Labat, französischer Missionar und Reiseschriftsteller
- 1827 - Charlotte von Stein, Freundin von Schiller und Goethe
- 1829 - Josef Dobrovský, tschechischer Philologe und Slawist
- 1831 - Rodolphe Kreutzer, französischer Violinist, Lehrer, Dirigent und Komponist
- 1840 - Fanny Burney, englische Schriftstellerin
- 1841 - Benedikt Arnstein, Schriftsteller
- 1849 - Johann Caspar von Orelli, schweizerischer klassischer Philologe
- 1852 - Louis Braille, Erfinder der Blindenschrift (Brailleschrift)
- 1857 - Albert Schwegler, deutscher Theologe, Philosoph und Historiker
- 1860 - William Martin Leake, englischer Archäologe
- 1875 - Friedrich Wilhelm I., letzter Kurfürst und souveräner Landgraf von Hessen-Kassel
- 1876 - Bernardo de Sá Nogueira de Figueiredo, portugiesischer Politiker und Führer der Setembristen
- 1882 - Nathan Davis, englischer Afrikaforscher
- 1884 - Johann Gregor Mendel, österreichischer Augustinermönch und Genetiker
- 1918 - Georg Cantor, deutscher Mathematiker
- 1919 - Theodore Roosevelt, 26. Präsident der USA und Friedensnobelpreisträger
- 1920 - Hieronymous Georg Zeuthen, dänischer Professor der Mathematik
- 1934 - Herbert Chapman, englischer Fußballspieler und Trainer
- 1941 - Franz Hessel, deutscher Schriftsteller
- 1942 - Henri de Baillet-Latour, 3. Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC)
- 1942 - Tina Modotti, italienische Fotografin und Schauspielerin
- 1945 - Edith Frank, Mutter von Anne Frank im KZ Auschwitz
- 1945 - Wladimir Iwanowitsch Wernadski, russischer Geologe, Geochemiker und Mineraloge
- 1949 - Victor Fleming, US-amerikanischer Filmregisseur
- 1955 - Gertrud Eysoldt, deutsche Schauspielerin und Regisseurin
- 1966 - Albrecht Brandi, deutscher Fregattenkapitän
- 1966 - Jean Lurat, französischer Maler
- 1968 - Karl Kobelt, schweizerischer Politiker, Bundesrat
- 1972 - Chen Yi, chinesischer Politiker
- 1977 - Johannes Lilje, deutscher Theologe, Kunsthistoriker und Landesbischof
- 1981 - Archibald J. Cronin, britischer Schriftsteller
- 1981 - Harold Clayton Urey, US-amerikanischer Chemiker
- 1985 - Wladimir Konstantinowitsch Kokkinaki, sowjetischer Testpilot
- 1989 - Edmund Leach, englischer Anthropologe und Elektrotechniker
- 1990 - Hans Jaray, Kammerschauspieler, Regisseur und Autor
- 1990 - Pawel Alexejewitsch Tscherenkow, russischer Physiker
- 1991 - Heinrich Dathe, deutscher Zoologe
- 1991 - Ahmed Adnan Saygun, türkischer Komponist
- 1992 - Isaac Asimov, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1993 - Dizzy Gillespie, US-amerikanischer Jazzmusiker, Komponist, Sänger und Bandleader
- 1993 - Elke Kast, deutsche Fernsehansagerin
- 1993 - Rudolf Chametowitsch Nurejew, Ballett-Tänzer des 20. Jahrhunderts
- 1993 - Rudolf Nurejew, russischer Tänzer und Choreograph
- 1996 - Kurt Schmücker, deutscher Politiker, Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit
- 1996 - Willy Czernik, deutscher Operetten- und Filmkomponist
- 1999 - Michel Petrucciani, französischer Jazzpianist
- 2000 - Don Martin, US-amerikanischer Cartoonist des MAD-Magazins
- 2002 - Fred Taylor, US-amerikanischer Basketballtrainer
- 2002 - Sanya Dharmasakti, Thailändischer Politiker
- 2002 - Serge Brignoni, schweizerischer Maler
- 2004 - Pierre Charles, dominicanischer Politiker
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Feiertage
- Heilige Drei Könige in Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt
- in der armenischen Kirche, in Russland, Serbien, Bulgarien und anderen mehrheitlich orthodoxen Staaten mit julianischem Kalender: Heiligabend/Weihnachten (Geburt des Herrn)
- Kirchliche Gedenktage:
- Erscheinung des Herrn, auch Epiphanias oder Dreikönigsfest (katholisch, evangelisch, anglikanisch, orthodox - mit unterschiedlichen Inhalten)
- Namenstage: Kaspar, Melchior, Balthasar
Siehe auch
- 5. Januar - 7. Januar
- 6. Dezember - 6. Februar
- Historische Jahrestage - Zeitskala
- Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
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ja:1月6日
ko:1월 6일
simple:January 6
Ulman StromerUlman Stromer ( - 6. Januar 1329 in Nürnberg; † 3. April 1407) war ein Nürnberger Großhändler und Fabrikant des 14. Jahrhunderts.
Ulman Stromer wurde als 12. von 18 überlebenden Kindern des Nürnberger Handelsherrn Heinrich Stromer († 1347) und seiner zweiten Ehefrau Margarete Geusmid am 6. Januar 1329 geboren.
Er wurde im Familienunternehmen in Barcelona, Genua, Mailand und Krakau zum Handelsherrn ausgebildet und begab sich schon früh auf Geschäftsreisen nach Krakau und Lemberg. 1347 nach dem Tod des Vaters erbt Ulman das Familienhaus am Hauptmarkt und nachdem er die umliegenden ehemaligen Judenhäuser erworben hat, baut er einen ganzen Häuserblock zum Kauffahrerhof aus. 1358 urkundliche Erwähnung Stromers bei der Hochzeit mit seiner ersten Frau Anna Hegner († 1365) der Tochter des reichsten Hammer– und Hüttenbesitzers von Sulzbach. Ein Jahr nach ihrem Tod nahm er 1366 die erst 14 jährige Agnes Groland († 1413) zur Frau.
Nach eigenen Angaben beginnt Stromer 1360 mit den Aufzeichnungen von seinem Püchl von mein geslecht und abentwr in dem er Ereignisse in seiner Familie, dem Unternehmen, aber auch in der Politik dokumentiert. 1370 übernimmt er gemeinsam mit seinen Brüdern Peter und Andreas die Leitung des Großhandelshaus der Familie, dessen Geschäfte von Barcelona bis Riga und Asow reichten.
Ab 1371 war er Ratsherr im inneren Rat der Reichstadt Nürnberg, seit 1396 im höchsten Amt (Obristenhauptmann). Ab 1372 war er 18 Jahre lang Pfleger des Frauenklosters St.Clara. Im Städtekrieg 1388 agierte er erfolgreich gegen Burggraf Friedrich V. (1395-97); Ulman Stromer band Nürnberg in den Schwäbisch-Rheinischen Städtebund ein.
1390 baut er mit der Hadermühle die erste Papiermühle nördlich der Alpen. Die älteste Abbildung der Papiermühle findet sich in der Schedelschen Weltchronik. Ab 1390 oberster Stadtbaumeister, als welcher er die Oberaufsicht über den Bau des Schönen Brunnens auf dem Nürnberger Hauptmarkt hatte.
Ulman Stromer war eng verbunden mit dem pfälzischen Wittelsbacher Kurfürst Ruprecht II. und seine finanzielle Unterstützung trug 1400 zum Sturz von Wenzel und zur Wahl von Ruprechts II. Sohn Ruprecht zum König bei (1401-1410).
Ruprecht II. war bei Aufenthalten in Nürnberg zu Gast bei Ulman Stromer und 1401 stand dessen Gemahlin Patin für eine Enkelin Ulmans.
Der Nürnberger Pestepidemie des Winters 1406/07, in der unter acht Mitgliedern der Familie auch Ulmans gleichnamiger Sohn den Tod gefunden hatte, erlag er selbst am 3. April 1407 „am suntag nach ostern“.
Weblinks
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Kategorie:Gestorben 1329
Robert I. (Schottland)
Robert I. ( - 11. Juli 1274; † 7. Juni 1329) war von 1306 bis zu seinem Tod König von Schottland. Im modernen Englisch ist er heute besser bekannt als Robert (the) Bruce, die normannisch-französische Schreibweise war Robert de Brus, die mittelalterliche gälische Schreibweise Roibert a Briuis. Er gilt als einer der bedeutendsten Herrscher Schottlands. Als einer der berühmtesten Krieger seiner Zeit war er während der Schottischen Unabhängigkeitskriege gegen England Anführer der aufständischen Schotten. Er war ein Ur-Ur-Ur-Ur-Enkel von König David I. und begründete damit seinen Anspruch auf den Thron.
Leben
Familiärer Hintergrund und frühe Lebensjahre
Er wurde als erstes Kind und ältester Sohn von Robert Bruce, Earl of Carrick und seiner Ehefrau Marjorie von Carrick geboren. Der Legende nach soll Roberts Mutter seinen Vater gefangen gehalten haben, bis er schließlich nachgab und sie heiratete. Von seiner Mutter erbte er das gälische Fürstentum Carrick (ein Teil von Ayrshire) und von seinem Vater die Abstammung von einer königlichen Linie, die es ihm später ermöglichen sollte, Anspruch auf den Thron zu erheben. Das Datum seiner Geburt ist definitiv gesichert, nicht jedoch sein Geburtsort; wahrscheinlich war es Turnberry Castle in Ayrshire, doch auch Lochmaben in Dumfriesshire wird genannt.
Über seine Jugendjahre ist wenig bekannt. Er wurde wahrscheinlich von einer anderen Familie aus der Gegend aufgezogen, was den damaligen lokalen Gebräuchen entspricht. Es kann angenommen werden, dass er fließend Gälisch und Normand (normannischer Dialekt des Französischen) sprach, daneben Latein und wahrscheinlich Englisch. Einem englischen Chronisten zufolge lebte er die meiste Zeit am Hofe Eduards I. Die Thronbesteigung von Edward Balliol im Jahr 1292 empfand er als ungerecht. Der neue, durch England eingesetzte Herrscher verwehrte damit seiner Familie das rechtmäßige Erbe.
Bald darauf übergab sein Großvater Robert Bruce, 5. Lord of Annandale, einer der erfolglosen Anwärter auf den schottischen Thron, seinen Lordtitel an seinen Sohn, Roberts Vater. Nach dem Tode seiner Ehefrau im Jahr 1292 übergab Roberts Vater den Titel des Earl von Carrick an seinen Sohn. Der Vater wie auch der Sohn verbündeten sich mit Eduard I. gegen John Balliol. Im April 1294 erhielt der jüngere Bruce die Erlaubnis, während eineinhalb Jahren Irland zu besuchen. Als weiteres Zeichen von Eduards Gunst erhielt er einen Zahlungsaufschub auf alle Schulden beim englischen Königshaus.
1295 heiratete Robert seine erste Ehefrau Isabella von Mar, der Tochter von Donald, 6. Earl of Mar. Isabella starb ein Jahr später, gebar aber ein Kind. Roberts Tochter Marjorie Bruce heiratete Walter Stewart, den Truchsessen (High Stewart) von Schottland und gebar den zukünftigen König Robert II.
Beginn der Unabhängigkeitskriege
Im August 1296 leisteten Vater und Sohn Bruce bei Berwick-upon-Tweed dem englischen König Eduard I. gegenüber einen Treueschwur und erneuerten diesen in Carlisle. Doch bereits ein Jahr später brach der jüngere Bruce den Schwur und schloss sich der schottischen Revolte an. Im Sommer 1297 wurde er aufgefordert, Eduards Kommandanten John de Warenne zu unterstützen. Doch anstatt dem Befehl zu gehorchen, verwüstete Robert Bruce mit seinen Anhängern das Land jener Leute, die zu Eduard hielten. Am 7. Juli wurde Bruce zu einem Waffenstillstand gezwungen, der "Kapitulation von Irvine". Den schottischen Lords wurde versichert, dass sie nicht gegen ihren Willen in Frankreich dienen mussten. Nach einem erneuten Treueschwur würden ihnen die Gewalttaten verziehen. Der Bischof von Glasgow, der Truchsess James und Sir Alexander Lindsay übernahmen die Bürgschaft für Bruce, bis er seine kleine Tochter Marjorie als Geisel übergab.
Kurz nach der Schlacht von Stirling Bridge am 11. September 1297 schlug sich Robert Bruce wieder auf die Seite seiner Landsleute. Er verwüstete Annandale und zerstörte die von den Engländern gehaltene Burg bei Ayr. Als Eduard nach seinem Sieg in der Schlacht von Falkirk nach England zurückkehrte, entzog er Robert Bruce die Herrschaftsrechte über Annandale und Carrick, gab ihm aber die Chance, seine Loyalität ihm gegenüber zu beweisen.
William Wallace war nach Falkirk von seinem Amt als "Wächter Schottlands" (Guardian of Scotland) zurückgetreten. Auf ihn folgten Robert Bruce und John Comyn, die sich das Amt teilten, das demjenigen eines Reichsverwesers entsprach. Doch die beiden konnten ihre persönlichen Differenzen nicht beilegen. Als Neffe und Anhänger von John Balliol hatte Comyn ebenso ein Anrecht auf den Thron und war deshalb Bruces Konkurrent. 1299 wurde William Lamberton, der Bischof von St Andrews, zum dritten neutralen Wächter gewählt, um den sich anbahnenden Konflikt zwischen Bruce und Comyn zu entschärfen. 1300 trat Bruce von seinem Amt zurück und wurde durch Sir Ingram de Umfraville ersetzt. De Umfraville, Comyn und Lamberton traten im Mai 1301 ihrerseits zurück. Neuer alleiniger Wächter Schottlands wurde John de Soulis. Er war vor allem deshalb gewählt worden, weil er weder zum Bruce-Lager noch zum Comyn-Lager gehörte und darüber hinaus ein Patriot war. De Soulis setzte sich aktiv dafür ein, John Balliol wieder als schottischen König einzusetzen.
Im Juli 1301 begann Eduard mit dem sechsten Feldzug nach Schottland. Obwohl er Bothwell und Turnberry Castle eroberte, konnte er die Schotten nicht entscheidend schlagen und einigte sich im Januar 1302 auf einen neunmonatigen Waffenstillstand. Etwa um diese Zeit unterwarfen sich Bruce und andere Adlige dem englischen König, obwohl sie bis vor kurzem auf der Seite der Rebellen gekämpft hatten. Es gab verschiedene Gründe für diesen Schritt. Bruce wollte seine Anhänger nicht länger für eine aussichtslose Sache opfern. Es gab Gerüchte, dass John Balliol mit einer französischen Armee wieder nach Schottland zurückkehren würde. Dies hätte jedoch bedeutet, dass Bruce jegliche Chance verlieren würde, jemals selbst den schottischen Thron zu besteigen. Edward wiederum sah ein, dass es zu diesem Zeitpunkt besser war, einen schottischen Adligen als Verbündeten denn als Feind zu haben; er selbst sah sich mit einer Exkommunikation durch den Papst und einer möglichen französischen Invasion konfrontiert.
1302
Robert Bruce heiratete 1302 ein zweites Mal (seine erste Ehefrau Isabella war 1296 verstorben). Er lernte Elizabeth de Burgh, die Tochter von Richard Og de Burgh (Earl von Ulster und enger Freund des englischen Königs) wahrscheinlich am englischen Königshof kennen. Die Hochzeit fand in Writtle bei Chelmsford in Essex statt. Elizabeth gebar vier Kinder, den späteren König David II. sowie John, Mathilda und Margaret.
1303 marschierte Eduard erneut in Schottland ein, erreichte Edinburgh und wandte sich nach Perth. John Comyn, mittlerweile der neue "Guardian of Scotland" konnte nicht hoffen, sich gegen die englische Armee verteidigen zu können. Eduard blieb bis Juli in Perth und zog dann weiter über Dundee, Montrose und Brechin nach Aberdeen, wo er im August eintraf. Danach kehrte er über Moray und Badenoch nach Dunfermline zurück. Da Eduard nun praktisch das ganze Land kontrollierte, unterwarfen sich ihm im Februar 1304 alle führenden schottischen Adligen, mit Ausnahme von William Wallace. John Comyn führte die Verhandlungen. Die Gesetze und Freiheiten Schottlands, wie sie unter der Herrschaft von Alexander III. bestanden hatten, sollten weiterhin gültig sein. Bei zukünftigen Gesetzesänderungen behielt sich Eduard jedoch ein Mitspracherecht vor.
Robert Bruce und William Lamberton, die beide Zeugen der heroischen schottischen Verteidigung von Stirling Castle gewesen waren, schlossen am 11. Juni 1304 eine Allianz. Sollte einer der beiden den geheimen Pakt brechen, würde er dem anderen eine Buße von zehntausend Pfund bezahlen. Obwohl beide sich den Engländern unterworfen hatten, war die Allianz ein Zeichen ihres tief verwurzelten Patriotismus und ihres Kampfes für die Freiheit Schottlands. Sie beabsichtigten, die Zeit bis zum Tod des englischen Königs abzuwarten, der bereits im fortgeschrittenen Alter war.
Eduard begann unterdessen mit der vollständigen Integration des wehrlosen Schottlands ins englische Königsreich. Die Adligen schworen erneut Treue. Eine Parlamentssitzung wurde einberufen, um jene zu wählen, die mit dem englischen Parlament die Regeln für die Verwaltung Schottlands festzulegen. Die wirkliche Macht lag in den Händen der Engländer, die schottischen Regierungsmitglieder waren lediglich Marionetten. Eduards Neffe, der Earl of Richmond, führte die untergeordnete schottische Regierung an.
In der Zwischenzeit war William Wallace in der Nähe von Glasgow gefangen genommen und am 23. August 1305 in London brutal hingerichtet worden. Eduard hatte aus Wallace einen Märtyrer gemacht, einen überlebensgroßen patriotischen Helden für die Schotten. Anstatt die "schottische Frage" endgültig zu lösen, legte er damit die Grundlage für weitere Aufstände.
Exkommunikation und Krönung
Eduard befahl im September 1305 Robert Bruce, das Kommando über Kildrummy Castle abzugeben. Er vermutete, dass Bruce nicht völlig vertrauenswürdig sei und womöglich hinter seinem Rücken eine Verschwörung organisierte. Der geheime Pakt, den Bruce mit Lamberton geschlossen hatte, wurde durch einige Adlige aufgedeckt. Bruce hielt mit John Comyn eine Konferenz ab, die mit einer Einigung endete. Comyn würde Bruces Anspruch auf den schottischen Thron unterstützen und im Gegenzug seine Ländereien erhalten, oder auch umgekehrt. Doch aus unbekannte Gründen, wahrscheinlich aber um seinen Rivalen zu schädigen, verriet Comyn die Verschwörung. Bruce, der sich gerade am englischen Königshof aufhielt, wurde gewarnt und floh nach Schottland.
Robert Bruce traf am 10. Februar 1306 in Dumfries ein und brachte in Erfahrung, dass Comyn sich ebenfalls dort aufhielt. In der dortigen Franziskanerkirche trafen sich die beiden zu einem privaten Gespräch. Bruce beschuldigte Comyn, ihn verraten zu haben, was dieser jedoch verneinte. Voller Zorn zog Bruce seinen Dolch und verletzte seinen Widersacher schwer. Als Bruce aus Angst aus der Kirche floh, betrat sein Begleiter Sir Roger de Kirkpatrick das Gebäude, fand den noch lebenden Comyn und tötete ihn. (Bruce wurde später ob dieser Freveltat auf heiligem Boden von Papst Klemens V. mit dem Kirchenbann belegt.)
Nach dem Mord konnte der englische König Bruce jedoch nicht mehr decken. Er hatte damit alle Brücken hinter sich abgebrochen und musste sehr schnell handeln. Es gab nur den Weg nach vorn: Um nicht alles zu verlieren - vor allem den Anspruch auf den schottischen Thron - ließ er sich nur wenige Tage später am 25. März 1306 in Scone zum König der Schotten krönen. Obwohl er nun König war, hatte er noch kein Königreich. Seine Bemühungen, das Land zurückzuerobern, erwiesen sich bis nach dem Tod von Eduard I. als katastrophale Fehlschläge.
Rückeroberung
Viele Angehörige des altgälischen und auch des normannischen Adels misstrauten Bruce wegen seiner früheren engen Beziehungen zum englischen Königshaus noch immer und unterstützten ihn nicht. Außerdem hatten die normannischen Fürsten noch immer Ländereien beiderseits der Grenze in England und Schottland und wagten es daher nicht, sich gegen den englischen König zu stellen. So war Robert zunächst ein so gut wie machtloser König und ständig auf der Flucht vor Eduard, der sich an seinem untreuen Vasallen rächen wollte und ihm seine Häscher nachsandte. Im Juni 1306 wurde er in der Schlacht bei Methven besiegt und im August bei Strathfillan, wohin er sich zurückgezogen hatte, von englischen Truppen überrascht. Die weiblichen Familienangehörigen schickte er im Januar 1307 nach Kildrummy Castle, um sie in Sicherheit zu bringen.
Im Frühling 1307 marschierten Eduards Truppen erneut nach Norden. Auf dem Weg dorthin enteignete er die schottischen Ländereien von Robert Bruce und dessen Anhängern und verteilte sie unter seinen eigenen Gefolgsleuten. Darüber hinaus veröffentlichte er den durch den Papst verhängten Kirchenbann über Robert Bruce. Seine Ehefrau Elizabeth de Burgh, seine Tochter Marjorie und seine Schwester Christina gerieten nach der Belagerung von Kildrummy Castle in Gefangenschaft, während seine drei jüngeren Brüder exekutiert wurden. Doch am 7. Juli starb Eduard I und wurde durch seinen schwächlichen Sohn Eduard II. abgelöst. Das Blatt begann sich zu wenden.
Nach einer von Legenden umwobenen Flucht auf die Äußeren Hebriden kehrte Robert Bruce im Februar 1307 nach Schottland zurück und begann vom Südwesten aus sein Reich von seinen inneren und äußeren Feinden zurückzuerobern. Er griff unermüdlich - meist aus dem Hinterhalt - an und wurde dabei zu einem Meister der Guerillataktik. Dadurch gewann Bruce ganz allmählich doch den Respekt und die dringend notwendige Unterstützung des schottischen Adels. Seinen ersten großen Sieg über die Engländer errang er bei Glen Trool und besiegte dann Aymer de Valence in der Schlacht von Loudoun Hill.
Robert Bruce übergab dann das Kommando über die Truppen in Galloway seinem Bruder Edward Bruce, während er selbst seine Operationen nach Aberdeenshire verlegte. Er überrannte Buchan und - nach einer schweren Krankheit - besiegte er im Mai 1308 in der Schlacht bei Inverurie den Earl of Buchan. Bruce begab sich mit seinen Truppen nach Argyll, besiegte in der Schlacht bei Brander weitere interne Feinde und eroberte Dunstaffnage Castle. Im Mai 1309 berief er in St Andrews seine erste Parlamentssitzung ein und im August kontrollierte er alle Gebiete nördlich des Flusses Tay. Bei einer Generalversammlung im Jahr 1310 anerkannte ihn der schottische Klerus als König. Dass er trotz der Exkommunikation die Unterstützung der lokalen Kirchenoberhäupter erhielt, war von großer Bedeutung und war wahrscheinlich auf den Einfluss seines Freundes Lamberton zurückzuführen.
1310
Während der nächsten drei Jahre fielen mehrere englische Burgen und Außenposten in die Hand der Schotten. Linlithgow wurde 1310 erobert, Dumbarton 1311 und Perth im Januar 1312 (diesen Feldzug führt Bruce persönlich an). Bruce führte auch Raubzüge nach Nordengland an. Im März 1313 eroberte James Douglas die Stadt Roxburgh, während Thomas Randolph zur gleichen Zeit Edinburgh Castle einnahm. Im Mai führte Bruce erneut einen Raubzug durch den Norden Englands an und unterwarf die Isle of Man.
In der Auseinandersetzung um Stirling Castle, der letzten von Engländern gehaltenen Burg in Schottland, wurde am 23. und 24. Juni 1314 das scheinbar überlegene englische Heer in der historischen Schlacht an dem kleinen Bach Bannockburn, der Schlacht von Bannockburn, von den Schotten vernichtend geschlagen. Die rund 9.000 Schotten rieben die ca. 25.000 Engländer fast vollständig auf und Robert Bruce wurde zum schottischen Nationalhelden. Der unerwartete Sieg garantierte die vollständige Akzeptanz von Robert Bruce als König im eigenen Land. Von der englischen Bedrohung befreit, zogen die schottischen Armeen nach England, schlugen eine weitere englische Armee nördlich der Grenze zurück und unternahmen Raubzüge in Yorkshire und Lancashire. Eduard II. sah sich gezwungen, einen Waffenstillstand anzunehmen.
Feldzug in Irland und Diplomatie
Bestärkt durch die militärischen Erfolge, starteten die schottischen Truppen 1315 eine Invasion Irlands. Angeblich wollten sie die Insel von der englischen Herrschaft befreien, doch ist es wahrscheinlicher, dass sie im andauernden Konflikt mit England eine zweite Front schaffen wollten. 1316 wurde Edward Bruce zum Irischen Hochkönig gekrönt und Robert Bruce begab sich mit einer weiteren Armee dorthin, um seinen Bruder zu unterstützen.
Die Schotten warben mit einer "pan-gälischen Allianz" um die Gunst der irischen Anführer und betonten dabei die Gemeinsamkeiten wie Sprache, Gebräuche und kulturelles Erbe. Die diplomatischen Bemühungen brachten einige Erfolge, wenigstens in Ulster, wo die Schotten volle Unterstützung genossen. Doch außerhalb von Ulster stießen die Schotten auf wenig Begeisterung und konnten im Süden der Insel keine nennenswerten Erfolge verbuchen.
Nach dem Trauma der Unabhängigkeitskriege machten die Freien und Mächtigen des Reichs im Jahr 1320 ihrem König allerdings klar, dass er nicht vollkommen willkürlich handeln konnte. In der Deklaration von Arbroath erklärten sie, dass sie ihn nur solange unterstützen würden, wie er die Rechte der Nation zu wahren bereit war. In der entscheidenden Passage aus dieser Erklärung heißt es:
: Doch Robert selbst, sollte er sich von dieser Aufgabe, die er begonnen hat, abwenden und sich einverstanden erklären, dass wir oder unser Reich dem englischen König oder seinem Volk unterworfen würden, würden wir ihn als unser aller Feind ausstoßen, als einen, der unsere und seine Rechte untergraben hat, und würden einen anderen König wählen, damit er unsere Freiheit verteidigt; denn so lange, als nur Hundert von uns noch überleben, werden wir uns in keiner Weise englischer Herrschaft beugen. Denn wir kämpfen weder für Ruhm, noch für Wohlstand, noch für Ehre; sondern wir kämpfen allein für die Freiheit, die kein rechtschaffener Mann aufgibt - außer mit seinem Leben.
Zwar hielt der Kriegszustand zwischen den beiden Ländern noch an, doch wurde 1328 die Unabhängigkeit Schottlands durch den englischen König Edward III. im Abkommen von Edinburgh und Northampton anerkannt.
Familie und spätes Leben
Robert Bruce hatte neben seiner Frau Elizabeth und seinen Kindern eine große Familie. Da waren seine Brüder Edward, Alexander, Thomas und Nigel, seine Schwestern Christina, Isabel (später Königin von Norwegen), Margaret, Matilda und Mary sowie seine Neffen Donald und Thomas Randolph. Alexander, Thomas und Nigel wurden von den Engländern gefangen genommen und exekutiert, Edward starb 1318 in Irland auf dem Schlachtfeld.
Zusätzlich zu seinem legitimen Nachkommen hatte Robert Bruce mehrere illegitime Kinder von unbekannten Geliebten. Die Söhne waren Robert (starb 1332 in der Schlacht von Dupplin) und Nigel (starb 1346 in der Schlacht von Durham). Seine Töchter waren Elizabeth, Margaret und Christina.
Robert Bruce starb am 7. Juli 1329 im Alter von 55 Jahren beim Rittergut Cardross in Dumbartonshire (der exakte Ort ist ungewiss und war vielleicht gar nicht einmal in der Nähe des heutigen Dorfes Cardross). Seit einigen Jahren hatte er laut zeitgenössischen Berichten an einer "unsauberen Krankheit" gelitten. Laut der traditionellen Ansicht soll er an Lepra gestorben sein, doch wird dies heute bezweifelt. Allerdings bleibt unklar, um welche Krankheit es sich gehandelt hat, doch liegen Syphilis, Schuppenflechte oder eine Reihe von Schlaganfällen im Bereich des Möglichen.
Seine sterblichen Überreste wurden in der Dunfermline Abbey beigesetzt. Doch gemäß seinem letzten Willen sollte James Douglas das Herz entnehmen und es auf dem Kreuzzug in das Heilige Land bringen. Doch Douglas kam nur bis nach Spanien, wo er von den Mauren angegriffen und getötet wurde. Das Herz wurde später gefunden, nach Schottland zurückgebracht und auf dem Gelände der Melrose Abbey in Roxburghshire begraben. Roberts einziger überlebender Sohn, bestieg als David II. den schottischen Thron.
Literatur
- Ronald McNair Scott: Robert the Bruce - King of Scots. Canongate Books Ltd, Edinburgh 1999, ISBN 0862416167 (Biographie)
- Geoffrey Barrow: Robert Bruce and the Community of the Realm of Scotland. Edinburgh University Press, Edinburgh 1988, ISBN 0852246048 (Studie über Bruce und die Idee einer schottischen Nation)
- Alan Young: Robert the Bruce's Rivals - The Comyns, 1212-1314. Tuckwell Press Ltd, Edinburgh 1997, ISBN 1862320535 (Geschichte der Comyns, die bedeutendsten Rivalen der Familie Bruce)
Weblinks
Kategorie:Mann
Kategorie:König (Schottland)
Kategorie:Haus Bruce
Kategorie:Geboren 1274
Kategorie:Gestorben 1329
ja:ロバート1世 (スコットランド王)
1274
Politik und Weltgeschehen
- März - Juli Zweites Konzil von Lyon.
- Die Mongolen unter Kublai Khan scheitern bei der Eroberung Japans.
- 21. August - Philipp III., König von Frankreich, heiratet in zweiter Ehe Maria von Brabant.
- Erste urkundliche Erwähnung von Forel (Lavaux), Großhansdorf und Schönaich.
- Gründung von Hermannstadt.
- Gregor von Neapel wird Bischof von Bayeux.
- 11. Juli - Robert I., König Schottlands († 1329)
- 7. März - Thomas von Aquin, italienischer Theologe und Philosoph des Mittelalters ( - 1225)
- 15. Juli - Johannes Bonaventura italienischer Kirchenlehrer ( - 1221)
- 15. August - Robert von Sorbon, französischer Theologe ( - 1201)
- 20. Oktober - Engelbert II. von Falkenburg, 56. Erzbischof von Köln ( - 1220)
- - Eudes de Lory, Bischof von Bayeux
ko:1274년
22. JuliDer 22. Juli ist der 203. Tag des Gregorianischen Kalenders (der 204. in Schaltjahren) - somit bleiben noch 162 Tage bis zum Jahresende.
Ereignisse
- 1227 - In der Schlacht bei Bornhöved wird Waldemar II. (Dänemark) von Adolf IV. von Schauenburg und Holstein geschlagen und muss Holstein aufgeben.
- 1499 - Schlacht bei Dornach (Schwabenkrieg)
- 1515 - Im Stephansdom findet die von Maximilian I. und Vladislav II. von Böhmen und Ungarn arrangierte Wiener Doppelhochzeit statt.
- 1933 - Wiley Post landet nach der ersten Weltumrundung im Alleinflug auf dem Floyd-Bennet-Flughafen in New York.
- 1934 – Der als „Staatsfeind Nr. 1“ geltende US-amerikanische Bankräuber John Dillinger wird beim Verlassen eines Kinos von Polizeibeamten erschossen.
- 1944 - Polen, von der deutschen Wehrmacht besetzt, wird von der sowjetischen Roten Armee befreit.
- 1950 - Begleitet von Protesten kehrt Belgiens König Leopold III. aus dem Exil zurück.
- 1954 - Laos wird unabhängig
- 1983 - Offizielle Beendigung des Kriegszustands in Polen
- 1985 - Der Landtag Schleswig-Holstein beschließt die Einrichtung eines Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.
- 1990 - Die Volkskammer der DDR beschließt das Ländereinführungsgesetz, das am 14. Oktober in Kraft treten soll.
- 2001 - Die Volxtheaterkarawane wird von der italienischen Polizei festgenommen
- 2003 - Bei einem Gefecht mit amerikanischen Spezialeinheiten in der nordirakischen Stadt Mossul werden Uday und Kusai Hussein, die Söhne von Saddam Hussein, getötet.
Wirtschaft
Wissenschaft und Technik
- 1994 - Die letzten Teile des Kometen Shoemaker-Levy 9 schlagen auf dem Jupiter ein.
Kultur
- 1833 - Uraufführung der Oper Ali Baba ou Les Quarante Voleurs (Ali Baba oder Die vierzig Räuber) von Luigi Cherubini an der Grand Opéra Paris.
- 2002 - Das Kulturabkommen zwischen Deutschland und Kirgisistan tritt in Kraft
Religion
Katastrophen
- 1973 - Papeete, Tahiti. Eine Boeing 707 der PanAm stürzte kurz nach Start ins Meer. 78 Menschen starben. Ein Passagier wurde gerettet.
Sport
- Ereignisse aus dem Bereich der Formel 1 siehe dort.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
Geboren
- 1515 - Philipp Neri, römischer Heiliger, Gründer der Kongregation des Oratoriums
- 1596 - Michael I., Zar von Russland von 1613 bis 1645
- 1599 - Hans Conrad Gyger, Schweizer Kartograf und Ingenieur
- 1647 - Marguerite-Marie Alacoque, französische Mystikerin
- 1649 - Klemens XI., unter dem Namen Klemens XI. Papst von 1700 bis 1721
- 1747 - Ernst Ludwig Heim, Arzt
- 1751 - Caroline Mathilde, Königin von Dänemark
- 1784 - Friedrich Wilhelm Bessel, deutscher Mathematiker, Astronom und Geodät
- 1795 - Gabriel Lamé, französischer Mathematiker und Physiker
- 1800 - Jakob Lorber, österreichischer Schriftsteller und Musiker
- 1804 - Eugène Isabey, französischer Maler
- 1806 - Johann Kaspar Zeuß, deutscher Philologe
- 1809 - Heinrich Proch, österreichischer Komponist
- 1822 - Gregor Mendel, österreichischer Abt und Genetiker
- 1831 - Komei, 121. Kaiser von Japan
- 1846 - Anton Ohorn, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1849 - Emma Lazarus, jüdische US-amerikanische Dichterin
- 1853 - Alfred Messel, Architekt
- 1865 - Rudolf Heinze, deutscher Jurist und Politiker
- 1872 - Karl Helfferich, deutscher Politiker und Bankier
- 1878 - Janusz Korczak, polnischer Arzt, bedeutender Kinderbuchautor und Pädagoge
- 1882 - Edward Hopper, US-amerikanischer Maler
- 1887 - Gustav Hertz, deutscher Physiker und Nobelpreisträger
- 1888 - Selman A. Waksman, US-amerikanischer Mikrobiologe
- 1890 - Rose Kennedy, Mutter von John F. Kennedy
- 1892 - Arthur Seyß-Inquart, österreichisch-deutscher Jurist, Funktionär der NSDAP (als Kriegsverbrecher verurteilt)
- 1894 - Oskar Maria Graf, deutscher Schriftsteller
- 1895 - Pawel Ossipowitsch Suchoi, russischer/sowjetischer Flugzeugkonstrukteur
- 1898 - Alexander Calder, US-amerikanischer Bildhauer
- 1899 - Wolfgang Metzger, deutscher Psychologe
- 1903 - Anton Saefkow, deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer
- 1904 - Otto Rombach, deutscher Journalist und Schriftsteller
- 1909 - Dorino Serafini, italienischer Formel 1-Rennfahrer
- 1909 - Franz Josef Röder, Ministerpräsident des Saarlandes
- 1909 - Werner Scheid, deutscher Neurologe und Psychiater
- 1913 - Klaus Schmid-Burgk, deutscher Politiker und MdB
- 1914 - Charles Régnier, deutscher Schauspieler
- 1917 - Adam Malik, Außenminister von Indonesien und Vizepräsident
- 1920 - Paul Dissemond, Generalsekretär der Berliner Bischofskonferenz
- 1922 - Jason Robarts, US-amerikanischer Schauspieler
- 1923 - Bob Dole, US-amerikanischer Politiker und ehemaliger Senator
- 1923 - Netty Witziers-Timmer, niederländische Leichtathletin und Olympiasiegerin
- 1924 - Margaret Whiting, US-amerikanische Sängerin
- 1928 - Per Højholt, dänischer Schriftsteller
- 1931 - Guido de Marco, maltesischer Politiker, Präsident Maltas
- 1932 - Oscar de la Renta, Modedesigner
- 1934 - Louise Fletcher, US-amerikanische Schauspielerin
- 1934 - Peter Selmer, deutscher Rechtswissenschaftler
- 1937 - Chuck Jackson, US-amerikanischer Musiker
- 1937 - Otfried Hofius, deutscher Professor der Theologie
- 1939 - Terence Stamp, britischer Schauspieler
- 1940 - Thomas Wayne, US-amerikanischer Sänger
- 1940 - Vera Tschechowa, deutsche Schauspielerin
- 1941 - George Clinton, US-amerikanischer Sänger und Songschreiber, Begründer des P-Funk
- 1942 - Bernd Schröder, deutscher Fußballtrainer
- 1944 - Estelle Bennett, US-amerikanische Sängerin
- 1944 - Richard Davis, britischer Musiker, Sänger und Songschreiber
- 1945 - Bobby Sherman, US-amerikanischer Schauspieler und SÄnger
- 1946 - Mireille Mathieu, französische Sängerin
- 1947 - Don Henley, US-amerikanischer Musiker (Eagles)
- 1948 - Ana de Palacio, spanische Außenministerin
- 1948 - Otto Waalkes, ist deutscher Komiker, Cartoonist, Schauspieler
- 1949 - Lasse Viren, finnischer Leichtathlet
- 1954 - Al di Meola, italo-amerikanischer Fusion- und Jazz-Gitarrist
- 1954 - Axel Horstmann, deutscher Politiker
- 1955 - Willem Dafoe, US-amerikanischer Schauspieler
- 1956 - Azmi Bischara, israelisch-arabischer Politiker
- 1965 - Karl Koch, deutscher Computer-Hacker (KGB-Hack)
- 1966 - Marina Klimova, russische Eiskunstläuferin
- 1968 - Arno Geiger, österreichischer Schriftsteller
- 1968 - Karin Scheele, österreichische Politikerin und Mitglied des EU-Parlaments
- 1969 - Ronny Weller, deutscher Gewichtheber
- 1971 - Charlotte Gainsbourg, französische Schauspielerin
- 1974 - Franka Potente, deutsche Schauspielerin
- 1975 - Andrea Beetz, deutsche Diplompsychologin
- 1980 - Kate Ryan, belgische Sängerin
Gestorben
Kate Ryan (1403-1461]]
- 1461 - Karl VII., König von Frankreich
- 1329 - Cangrande I. della Scala, Stadtherr (Signore) von Verona
- 1435 - Heinrich von Sachsen, Fürst aus der Dynastie der Wettiner.
- 1540 - Johann Zápolya, Fürst von Siebenbürgen
- 1580 - Hieronymus Lotter, deutscher Baumeister der Renaissance
- 1600 - Laurentius Fabritius, Weihbischof in Köln
- 1619 - Laurentius von Brindisi, italienischer Theologe
- 1634 - Johann Graf von Aldringen, deutscher Feldherr im Dreißigjährigen Krieg
- 1676 - Klemens X., Papst
- 1813 - George Shaw, britischer Botaniker und Zoologe
- 1823 - William Bartram, US-amerikanischer Naturforscher
- 1826 - Giuseppe Piazzi, italienischer Astronom, Mathematiker und Theologe
- 1832 - Napoleon II., Sohn des Napoleon I.
- 1861 – Gregor Wilhelm Nitzsch, klassischer Philologe
- 1869 - John August Roebling, Ingenieur
- 1870 - Josef Strauß, österreichischer Komponist und Dirigent
- 1883 - Josef Plachutta, deutscher Schachspieler und Problemkomponist
- 1894 - Julius von Bose, preußischer General der Infanterie
- 1895 - Rudolf von Gneist, preußischer Jurist und Politiker
- 1902 - Mieczyslaw Halka Ledóchowski, Kardinal und Erzbischof von Gniezno
- 1908 - Sir William Randal Cremer, britischer Politiker und Friedensobelpreisträger (1903)
- 1909 - Oscar Byström, schwedischer Komponist
- 1909 - Detlev von Liliencron, deutscher Dichter und Schriftsteller
- 1926 - Friedrich von Wieser, österreichischer Ökonom
- 1929 - Bror Beckman, schwedischer Komponist
- 1929 - Paul Flechsig, Psychiater und Hirnforscher
- 1932 - Errico Malatesta, italienischer Anarchist
- 1932 - Florenz Ziegfeld Jr., US-amerikanischer Theater-Produzent
- 1934 - John Dillinger, US-amerikanischer Gangster
- 1942 - Heinrich Reimers, deutscher Publizist
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